Donnerstag, 31. Dezember 2009

Volumina beobachten - Herdentrieb

Ganz einfach zu analysieren ist das Handelsvolumen. Werden nur wenige Aktien gehandelt, ändern sich die Kurse sprunghaft, was auch kurzfristig orientierte Spekulanten anzieht. Ein Aufschwung an der Börse kann dann auch schnell in sich zusammenbrechen.

Steigen indes die Volumina, sind mehr Akteure am Markt, darunter dann auch Vermögensverwalter, Fondsmanager und Privatanleger: Die Herde setzt sich in Bewegung und viele kaufen nur, weil die Kurse steigen. Solche Entwicklungen halten meist recht lange an.

Intel

However, for investors looking for a rock-solid company that's a leader in its industry, is ready to take advantage of some very favorable tailwinds, and has very reasonably priced shares, Intel could very well be the best stock for 2010.

The chip champ
While investors shouldn't cheer lawsuits over anticompetitive practices, they are a sign of one of the main reasons Intel is such a great company to invest in -- its total dominance of its industry.

Sure, AMD (NYSE: AMD) also makes PC chips, and NVIDIA (Nasdaq: NVDA) is a tough competitor in the graphics chip market, but Intel is clearly the Michael Jordan of the PC chip industry. And leaders like Intel are typically able to deliver the most consistent growth and high-level margins in their respective industries.

But market share isn't the only place where Intel flexes its muscle. The company's balance sheet has only $2.2 billion in debt, compared to a massive $13 billion stockpile of cash and equivalents. That cash hoard has nowhere to go but up, since Intel's business generates way more cash than it needs to fund capital expenditures. This also gives the company plenty of cash to pay its growing dividend and buy back shares.

Tailwinds galore
Why Intel now? The company has quite a few tailwinds at its back that should help it boost earnings -- and allow the stock to outperform the market -- in 2010.

Microsoft's (Nasdaq: MSFT) Windows 7 recently hit the shelves, and thus far, it seems to be much more well-received than its predecessor, Vista. This should help drive new computer sales, which can't help but lift sales for the world's No. 1 PC chipmaker.

While PC makers like Dell and Hewlett-Packard have noted that increased PC sales thus far have been weighted towards consumers, there is strong evidence that corporations are sitting on an aging installed base of PCs, many of which will likely be replaced in 2010.

Speaking of corporate buyers, there's evidence that customers are really digging Intel's Nehalem server products. This is great news for Intel, since server products tend to carry higher margins. If corporate budgets get an upgrade in 2010, server upgrades could put some nice pep in Intel's earnings step.

And of course, we can't overlook the potential for a broad global economic turnaround to help prod both consumers and corporate customers to boost their computer purchases.

All at a very reasonable price
Normally, we'd have to pay a premium price for such a sterling company, but that's hardly the case with Intel right now. Compared to many of the other tech powerhouses, Intel's valuation stacks up very favorably.

Company
Forward Price-to-Earnings
Enterprise Value-to-Sales
Expected Long-Term Growth

Intel
13.8
3.1
11%

IBM (NYSE: IBM)
12.5
1.0
10%

Microsoft (Nasdaq: MSFT)
16.1
4.4
11%

Cisco (Nasdaq: CSCO)
16.8
3.3
11%

Qualcomm
20.7
6.4
17%

Apple (Nasdaq: AAPL)
27.2
4.5
19%


Source: Capital IQ, a Standard & Poor's company.


And while those multiples look pretty attractive, Intel is also one of the few major tech companies with a serious dividend track record. Currently, Intel's stock yields 2.8%, but investors have good reason to expect the payout to climb in the years to come. Between 2004 and 2008, Intel's dividend payout has grown at a compounded annual rate of 28%.

Nothing's gonna ever keep you down
I fully expect that plenty of stocks will outperform Intel in the coming year. But if you want a company that will ride a cyclical upswing and beat the market in 2010, then use its financial strength and industry dominance to beat the market for years to come, Intel could very well be the best around.

Which is the best stock for 2010? See all 13 candidates here.

Take the Motley Poll
Yes, Intel's no chipmaking chump.
No, Intel's reign will hit a brick wall.
Is Intel the best stock for 2010?
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Apple and NVIDIA are Motley Fool Stock Advisor recommendations. Dell, Intel, and Microsoft are Motley Fool Inside Value recommended calls on Intel and a diagonal call strategy on Microsoft. Try any of our Foolish newsletter services free for 30 days.

Fool contributor Matt Koppenheffer owns shares of Intel, but does not own shares of any of the other companies mentioned. You can check out what Matt is keeping an eye on by visiting his CAPS portfolio, or you can follow Matt on Twitter @KoppTheFool. The Fool’s disclosure policy has never once been caught with its pants down. Of course, it doesn't actually wear pants …

RZB Prognose

Für die Eurozone erwartet Brezinschek für das kommende Jahr ein Wachstum von 1,4 Prozent, mit Deutschland an der Spitze (+2,0 Prozent) und den Schlusslichtern Italien (0,7 Prozent) und Spanien (0,6 Prozent). Österreichs Wirtschaft dürfte um 1,5 Prozent zulegen, die USA um 2,5 Prozent. Am stärksten sollten die Emerging Markets wachsen: China um 9 Prozent, Indien um 7,5 Prozent, die Türkei um 5,0 Prozent und Brasilien um 4,5 Prozent.

Liquiditätsabbau

Bedeutsam für die Kapitalmärkte sollte der geplante Liquiditätsabbau durch die Notenbanken werden. Der größte Brocken der über 700 Mrd. Euro hohen Refinanzierungsgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB) laufe mit 442 Mrd. Euro Ende Juni aus, so Brezinschek. Leitzinsanhebungen dürften aber erst im zweiten Halbjahr einsetzen, die Höhen der Renditen jedoch schon vorher vom schlechten Zustand der Staatsfinanzen beeinflusst werden. "Alle Länder sind von den Maastricht-Kriterien entfernt", so Brezinschek, der auf diesem Gebiet "extremen Handlungsbedarf" sieht. Die Zinsen auf den Kapitalmärkten sollen sich im ersten Halbjahr noch relativ stabil entwickeln, im zweiten Halbjahr aber deutlich ansteigen, im zehnjährigen Bereich etwa von aktuell 3,20 auf 3,80 Prozent. Inflation oder Deflation sollten kein Thema sein.

"An den Aktienmärkten könnte sich das Bild im ersten Quartal eintrüben", so RZB-Aktienexperte Helge Rechberger. Die wesentlichen Ursachen dafür sieht er im geplanten Liquiditätsentzug & ersten Spekulationen über Zinserhöhungen
.

Mark Faber über Gold

Eine Funktion des Papiergeldes ist ja die "Werterhaltung", aber beim US-Dollar scheint diese Funktion kaum mehr zu bestehen. Es ist davon auszugehen, dass nebst der indischen Notenbank, die vor kurzem 200 Tonnen Gold vom IWF erworben hat, sowie der Notenbank in Sri Lanka, die sich rund 20 Tonnen Gold zugelegt hat, weitere Notenbanken auf der ganzen Welt in naher Zukunft einen Teil ihrer schwächelnden Dollarbestände in sicheres Gold umwandeln werden.

Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Der Goldpreis überstieg zum ersten Mal im Sommer 2008 die 1000-Dollar-Marke pro Feinunze. Dann bewegte sich der Preis in einer Zone von rund 750 bis rund 1040 Dollar, wobei die 1000-Dollar-Grenze eine Widerstandszone bildete. Jetzt, wo der Goldpreis aber deutlich über diese Widerstandszone nach oben ausgebrochen ist, gilt die 1000-Dollar-Linie als starke Unterstützungszone.

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Goldpreis in absehbarer Zeit wieder in die dreistellige Preiszone zurückfallen dürfte. Zwar haben die Währungshüter noch gewisse Bedenken, mehr für Gold zu bezahlen, als die indische Zentralbank. Aber sollte der Preis um zehn bis 20 Prozent korrigieren, dürften die Notenbanker zu Schnäppchenjäger werden. Und wenn die Währungshüter in den sicheren Hafen streben, sollten die Kleinanleger nicht lange fackeln, sondern ebenfalls beim Gold einsteigen.

ATX Prognose für 2010

Die Volksbanken erwarten den ATX Ende 2010 bei 2900 Punkten, Sal. Oppenheim setzte jüngst einen Zielwert von 2850 Zählern, und die UniCredit rechnet mit 2900 Punkten. Von den Höchstständen ist der ATX damit aber weit entfernt. Vor der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers im September 2008 lag er bei 3500 Punkten.

Das Allzeithoch von knapp 5000 Punkten wurde Mitte 2007 erreicht, bevor die US-Subprime-Krise langsam ins Rollen kam. 2009 kämpfte sich der ATX mit zuletzt rund 2500 Punkten gerade einmal auf das Niveau von Mitte 2004 zurück. Mut schöpft auch wieder die Börse selbst. Sie hofft neben Kursgewinnen wieder auf Börsengänge. Seit Anfang 2008 gab es davon keinen einzigen mehr.

Heller versus Leuschel

Gottfried Heller: Gold ist mir zu spekulativ. Langfristig lässt sich mit Edelmetall nichts verdienen. Schauen Sie sich nur die Entwicklung seit 1980 an. Seinerzeit lag der Goldpreis schon mal bei 800 Dollar. Danach konnten Sie mit Münzen und Barren mehr als 20 Jahre lang keinen Staat machen. Selbst die jüngste Rallye mit eingerechnet hätten Sie kümmerliche 1,5 Prozent per anno verdient. Mit deutschen Standardaktien haben Sie hingegen mehr als acht Prozent erzielt. Also lasse ich die jetzige Gold-Hysterie getrost vorübergehen.

Roland Leuschel: Wer Ende der Neunziger Gold kaufte, hat jährlich fast zehn Prozent Plus gemacht, mit Aktien praktisch gar nichts. Und Ihre Rechnung funktioniert nur, wenn Sie die aktuellen, vollkommen irrealen Index-Stände nehmen. Dividendenpapiere sind derzeit heillos überbewertet. Dax-Aktien notieren zum 50fachen ihres Jahresgewinns, amerikanische Aktien sogar zum 140fachen – und dass in einem äußerst unsicheren Konjunkturumfeld. Von hier an kann es praktisch nur abwärts gehen. In den kommenden zwei Jahren werden wir den Dax noch auf einem Drittel seines jetzigen Niveaus sehen. Dann können neu rechnen.

Mittwoch, 30. Dezember 2009

DWS Strategie

Wie wählen Sie diese Aktien aus?

Wir setzen vor allem auf Marktführer. Die Unternehmen sollten in ihrem Geschäft immer die Nummer eins oder zwei sein, über eine gewisse Preismacht verfügen und hohe Eintrittsbarrieren für Marktneulinge errichtet haben. Außerdem muss die Bilanz stimmen, ein regelmäßiger hoher Mittelzufluss sollte erzielt werden.

Welche Unternehmen erfüllen Ihre Anforderungen?

Die meisten kommen aus den Bereichen, in denen Deutschland stark ist: der Chemieindustrie, dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie.

Das heißt konkret?

Der Pumpenhersteller KSB aus Frankenthal zum Beispiel ist in einigen Bereichen Weltmarktführer. Einen Teil unserer Überrendite gegenüber dem deutschen Aktienmarkt haben wir diesem Wert zu verdanken.

Einer einzigen Aktie?

Im Wesentlichen waren es 2009 fünf gute Investments: neben KSB die Aktien des Ärztesoftwareanbieters Compugroup, der Software AG, des Autozulieferers Elring Klinger und der Kauf der Vorzugsaktie von Volkswagen statt der völlig überteuerten Stammaktie.

Das reicht schon aus?

Die Stammaktie von Volkswagen hat dieses Jahr 70 Prozent an Wert verloren und damit den Dax belastet. Diese nicht zu haben und stattdessen die Vorzugsaktie, die 70 Prozent gewonnen hat, ist schon mal ein erheblicher Zugewinn.

Wie kommen Sie auf die Idee, wenig prominente Nebenwerte zu kaufen?

Das ist ganz unterschiedlich. Ich lese viel und entdecke dabei einiges. Oft machen mich zudem Analysten auf interessante Werte aufmerksam. Dann beschäftige ich mich ein paar Tage oder auch Wochen mit dem Unternehmen. Es läuft einem ja nichts weg. Und irgendwann treffe ich dann die Entscheidung zu kaufen oder eben nicht.

Gibt es dabei keine Flops?

Natürlich, und immer wieder. Die Liste ist lang. Schließlich haben wir rund 60 Werte im Fonds. Die laufen nicht alle gut. Wichtig ist dabei aber, sich Fehler einzugestehen. Wenn der Markt gegen einen läuft, dann muss man das anerkennen und die Position wieder schließen. Die Annahme, man wüsste etwas besser als der Markt, ist falsch. Da muss man ganz demütig sein.

Wie frei sind Sie in Ihren Anlageentscheidungen? Keiner Ihrer großen fünf Gewinner 2009 war, als Sie ihn kauften, im Dax, manche in gar keinem Index.

Der DWS Deutschland ist ein Standardwertefonds mit Beimischung. Das heißt, mindestens die Hälfte des Fondsvermögens wird in Dax-Aktien investiert, der Rest steht für andere deutsche Aktien zur Verfügung. Dabei sind die Nebenwerte oft das Salz in der Suppe. Hätten wir diese Freiheiten nicht, hätten aktiv gemanagte Fonds auch kaum eine Daseinsberechtigung. Dann könnte der Anleger gleich einen günstigeren Dax-Indexfonds kaufen.

Sie sprachen von zwei Dritteln Ihrer Anlagen, die Sie nach einer festgelegten Marschroute langfristig investieren. Was ist mit dem anderen Drittel?

Das wird taktisch investiert. Zum Beispiel bin ich im zweiten Halbjahr 2008 ganz aus den Finanzwerten ausgestiegen, um sie später zu Ausverkaufspreisen wieder einzusammeln. Auch schwankt unser Anteil an Nebenwerten zwischen 10 und 50 Prozent.

Wie ist Ihre aktuelle Positionierung?

Derzeit habe ich den Fonds neutral positioniert. Einige Industriewerte und auch Nebenwerte habe ich reduziert und dafür einige defensivere Aktien wie Bayer, Telekom oder auch die Versorger aufgestockt.

Sie sind also eher skeptisch für die weitere Marktentwicklung?

Dezember und Januar sind meistens gute Aktienmonate. Ich erwarte aber keine V-förmige Konjunkturerholung. Es wird immer wieder Rücksetzer geben, die auch die Aktienmärkte belasten. Die genannten Werte weisen über einen längeren Zeitraum auf hohe Dividendenrenditen. Das sind langfristig interessante Aktien.

Aber traditionell nicht die ganz großen Kursraketen.

Richtig. Aber das einfache Geld an den Märkten ist bereits gemacht. Die nächsten Monate werden etwas schwieriger. Die Aktienmärkte haben den Unternehmen viel Vertrauensvorschuss gegeben, und die Unternehmen haben nun eine Bringschuld und müssen erst einmal gute Ergebnisse liefern. Ich nehme daher zunächst eine abwartende Haltung ein. Grundsätzlich sind die Aktienmärkte aber noch nicht teuer.

Woran messen Sie das?

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis ist ein recht zuverlässiger Ratgeber. Im März sank es unter eins. Dann muss man immer Aktien kaufen, wenn man nicht gerade mit dem Weltuntergang rechnet. Solch günstige Kaufgelegenheiten gibt es selten. Steigt das Kurs-Buchwert-Verhältnis auf Werte von 2,5 oder gar 3, ist das ein Zeichen einer Überhitzung. Aktuell liegen wir bei 1,5.

Was raten Sie unschlüssigen Anlegern?

Mach doch einfach die Hälfte. Wer nicht weiß, ob nun der richtige Zeitpunkt ist, eine Aktie zu kaufen, der soll erst einmal die Hälfte seines vorgesehenen Budgets investieren. Wenn der Kurs steigt, ist er immerhin dabei. Und wenn er fällt, hat der Anleger noch Pulver trocken und kann mit der anderen Hälfte günstiger nachkaufen, wenn er wirklich von dem Unternehmen überzeugt ist.

Neuro-Bayes

Beim Neuro-Bayes-Fonds werden außerdem nach Darstellung Feindts die komplexen Zusammenhänge erkannt und für die Aktienkurs-Prognose benutzt. "Dabei wird die Neuronenschicht so lange optimiert, bis ein Maximum an Prognosegüte erreicht ist", heißt es in einer Präsentation. Neben der wahrscheinlichen Tagesrendite liefert die Prognose auch die Information über die Bandbreite der möglichen Tagesbewegung. Denn der Neuro-Bayes-Fonds will nur kurzfristige Kursentwicklungen vorhersagen, um für jeweils einen Börsentag Aktien zu finden, die über- oder unterbewertet sind.

In 52 Prozent aller Fälle liege das neuronale Netz pro Einzelentscheidung im Durchschnitt richtig, heißt es weiter in einer Präsentation. Einen besseren Wert erreichten auch professionelle Händler in der Regel nicht. Am ehesten lasse sich die Strategie des Neuro-Bayes-Fonds mit aktienmarktneutralen Strategien aus der Welt der Hedge-Fonds vergleichen. Bei diesem Ansatz versucht der Fondsmanager, Ineffizienzen am Aktienmarkt aufzuspüren und diese auszunutzen. Eine kurzfristige Ausrichtung - "Statistical Equity Arbitrage" genannt - basiert auf der Auswertung historischer Kursentwicklungen, Aktienempfehlungen und einer eingehenden Fundamentalanalyse der Aktie.

Doch auch Kollege Computer erwies sich in der Finanzkrise nicht als unfehlbar. Auch der Neuro-Bayes-Fonds verbuchte erhebliche Rückgänge, obwohl er eigentlich mit seiner marktneutralen Strategie bei solchen Kurseinbrüchen sich robuster zeigen sollte. "Wir sind nicht ungeschoren durch die Krise gekommen, aber wir haben aus den Fehlern, die wir in der Konstruktion des Fonds zuvor gemacht hatten, gelernt", sagt Feindt. "Dadurch konnten wir die Volatilität des Fonds spürbar senken." Der Fonds sei 2008 zu hohe Risiken eingegangen, auch wenn er unter dem Strich mit einem Minus von 3,6 Prozent besser abgeschnitten habe als viele Hedge-Fonds.

Fonds ist nicht ungeschoren durch die Krise gekommen

"Jetzt haben wir die Risikokontrolle an den entscheidenden Punkten verbessert", sagt Feindt. "Das System lernt jetzt viel schneller." Der Erfolg zeigt sich darin, dass der Fonds zwar nicht eine übermäßig hohe Rendite im Vergleich zu anderen Fonds aufweist, sondern dass er die Schwankungsanfälligkeit deutlich gesenkt hat. Und das ist für viele Anleger mehr wert als eine hohe Rendite.

Dienstag, 29. Dezember 2009

Treffsicherer Prognostiker

In der Finanzbranche heißt Carsten Klude "der Treffsichere". Der Ökonom verdankt diesen Beinamen seinen exakten Konjunkturprognosen der vergangenen Jahre. Auch 2009 hat der Chefstratege des Hamburger Bankhauses MM Warburg den Absturz der deutschen Wirtschaft rechtzeitig vorhergesehen.

Da gingen die meisten seiner Berufskollegen noch von einer milden Rezession aus. Der 41-Jährige erwartete dagegen schon vor zwölf Monaten einen Einbruch um 2,3 Prozent. Damit war Klude zwar noch zu optimistisch - die Wirtschaftsleistung dürfte 2009 um knapp fünf Prozent schrumpfen -, doch lag er besser als nahezu alle anderen Prognostiker.

Bei seiner Prognose für den Aktienmarkt traf der "Treffsichere" jedoch daneben: Statt bei den vorhergesagten 3600 Zählern steht der Leitindex Dax wenige Tage vor Jahresende bei rund 6000 Punkten, eine Abweichung von 40 Prozent.

Umgekehrt erging es Christian Kahler von der DZ Bank: Der Frankfurter machte mit seiner Dax-Prognose von 6000 Zählern eine Punktlandung, sein Konjunkturszenario von minus 0,3 Prozent ging dagegen meilenweit an der Realität vorbei. Er hatte, wie die Angelsachsen sagen, recht, aber aus den falschen Gründen.

Klude und Kahler sind Extrembeispiele für die Erfahrung, die in diesem Jahr viele Experten machen mussten: je treffsicherer die Konjunkturprognose, desto schlechter das Abschneiden am Aktienmarkt - und umgekehrt.



Bis zum Frühjahr lagen Konjunkturpessimisten wie Klude auch an der Börse noch im Trend. Da stürzte der Dax tatsächlich auf 3666 Punkte. Doch dann drehte der Markt: Mochte die Lage auch noch so hoffnungslos erscheinen, die Kurse stiegen wieder, und zwar kräftig. Im Rezessionsjahr erzielte der Dax einen Gewinn von 24 Prozent - das beste Ergebnis seit 2005.

Die starke Börse hat 2009 die meisten überrascht. Die Auguren haben aber auch schon weiter danebengelegen. Die Gesamtheit der Experten sah den Dax Ende des Jahres bei 5354 Punkten. Dass eine Wende kommen sollte, sah also die Mehrheit. Immerhin liegt die Prognose des Schwarms aus Finanzexperten elf Prozent über dem Dax-Stand von Ende 2008. Und die Abweichung vom Ist lag mit rund 500 Punkten einen Tick niedriger als in den vorherigen Jahren.

Am schlechtesten schnitten die Prognostiker im Jahr 2002 ab: Damals klafften Soll und Ist 80 Prozent auseinander. Statt zu steigen brach der Index um 44 Prozent ein. Die Experten hatten sich zu sehr davon blenden lassen, dass der Index im Vorjahr um 22 Prozent eingebrochen war. Auf das Horrorjahr müsse eine starke Gegenbewegung folgen, lautete ihre Überlegung.

Die Datenexegese lässt den Mann nicht los. Das bekommen auch seine Frau und die beiden Töchter zu spüren. "Meine Familie ist zwar nicht begeistert, aber wir haben einen Weg gefunden", sagt Klude. 60 bis 90 Minuten pro Tag schaue er sich auch im Urlaub die neuesten Daten an. "Zwei Wochen weg und völlig raus sein - das kann ich mir nicht vorstellen."
Ein wenig geht es dabei auch um die eigene Existenzberechtigung. Dass eine so überschaubar große Privatbank wie M.M. Warburg mit rund 1000 Beschäftigten und einem Überschuss von rund 60 Mio. Euro sich einen eigenen Chefvolkswirt leistet, ist keineswegs selbstverständlich. Doch die Bank rühmt sich ihrer Unabhängigkeit, und da, findet Klude, brauche es nun einmal einen eigenen Blick auf die ökonomische Weltlage. Sein direkter Vorgesetzter ist Max Warburg, einer der vier Partner der Bank.
Schneisen durch die Weltökonomie

Kludes wichtigste Stunde schlägt an jedem zweiten Dienstag im Monat, wenn er im großen Sitzungssaal vor das Team Asset Allocation tritt. Am Besprechungstisch des mit viel Holz und einem Kamin ausgestatteten Raums warten die Leiter des Portfolio-Managements der Tochterbanken. Der Kollege des Bankhauses Löbbecke ist aus Berlin angereist, der des Bankhauses Plump aus Bremen, die Statthalter M.M. Warburgs aus der Schweiz und Luxemburg sind eingeflogen. Es gilt, die grobe Richtung festzulegen, um den millionenschweren Kunden bei der Anlage ihres Vermögens die richtigen Hinweise zu geben. Klude schlägt Schneisen durch die Weltkökonomie, sagt, wo es ungemütlich werden könnte und wo die Sonne scheint. Am Ende macht er Vorschläge, ob seine Kollegen beispielsweise eher auf Aktien oder auf Anleihen setzen sollten. Das Team entscheidet mehrheitlich, Klude hat keine Stimme.
Seit 2000 ist Klude Chefvolkswirt. Nur zweimal, erinnert er sich, hat die Runde gegen ihn gestimmt. "Einmal hat es sich als richtig herausgestellt, einmal als falsch." Als Klude 2005 angesichts des hohen Ölpreises die Aktienkäufe drosseln wollte, blieben die Vermögensverwalter optimistisch - was sich als richtig herausstellte. Ende 2007 dann empfahl er, angesichts der Finanzkrise das Aktienengagement zu reduzieren. Doch es dauerte zwei Wochen, bis die Kollegen einschwenkten. Klude nickt bedächtig.

Montag, 28. Dezember 2009

God bets for 2010

MasterCard
Amedisys
Qualcomm
Petrohawk...
Baxter In...
Quanta
Salesforc...
American ...
Renhe
Vornado

Sonntag, 27. Dezember 2009

Daytrading & moon phases

Eben NICHT!!!!“, rief Peter K. aufgebracht. „Dahinter steckt eine seriöse Studie der Universitäten von Michigan und New York. Die wurde 2003 veröffentlicht von den Professoren Dichev und Janes.“

„Und wenn schon“, konterte ich. „Auch unter Professoren gibt‘ s Esoterik-Spinner. Mond und Börse! Das ist doch Kaffeesatz-Leserei. Die haben garantiert Daten manipuliert. Und so gemixt, dass es wie ein Beweis aussieht. Der soll nun ihre durchgeknallte Meinung stützen. Das ist doch unseriös!“

Die Welt - Longterm Prognosis

Was aber muss geschehen, damit das nächste Jahrzehnt ein besseres für Aktien wird? Aus Sicht von Jürgen Callies, er ist Leiter der Research-Abteilung der Meag, des Vermögensverwalters der Munich Re, sind schon die Vorzeichen besser: „Die Aktien waren zu Beginn der letzten Dekade zu hoch bewertet“, sagt er. Der Kursverfall ab März 2000 folgte fast zwangsläufig – zumindest in der Nachbetrachtung. Dieses Mal seien die Titel trotz der jüngsten Kursanstiege immer noch „moderat“ bewertet. In Zahlen ausgedrückt: Mit mehr als dem 25-Fachen des erwarteten Unternehmensgewinns gingen die Dax-Aktien 1999 ins neue Jahrzehnt. Heute liegt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei 14. Es gilt: je niedriger die Kennzahl, desto besser. Pessimisten führen an, dass dem relativ niedrigen KGV Analystenschätzungen zugrunde liegen, die von Gewinnsteigerungen der Unternehmen um 40 Prozent im nächsten Jahr ausgehen. Das sei viel zu viel. Allerdings: In der Vergangenheit waren solche Gewinnsprünge nach einer Rezession nicht ungewöhnlich.


Hilfreich für eine dauerhaft gute Stimmung an den Börsen ist darüber hinaus, dass die Investoren weiterhin auf viel billiges Geld zurückgreifen können. Seit einem Jahr befinden sich die Leitzinsen auf historisch niedrigem Niveau. Zwar wird viel darüber diskutiert, ob die Notenbanken die Zinsen nicht bald wieder anheben, um die Gefahr einer neuen Blase zu mindern. Doch mit drastischen Schritten ist kaum zu rechnen. Zum einen gibt es weiterhin keine ernsthaften Anzeichen für Inflation, zum anderen ist der politische Druck auf die Zentralbanken gestiegen, die Kosten für Kredite dauerhaft niedrig zu halten. Bei höheren Zinsen müssten auch die Staaten mehr für ihre gewachsenen Schuldenberge zahlen.

Die dritte Voraussetzung für steigende Kurse ist der stetige Zustrom neuer Anlegergelder. Der Bestseller-Autor Harry Dent sieht hier ein großes Problem: Die Generation der Babyboomer geht in Rente. Ihre Mitglieder werden daher künftig weniger Geld sparen und nach dem schlechten Aktienjahrzehnt auch weniger im Ruhestand ausgeben als gedacht. Das ist schlecht, für die Wirtschaft wie für die Börse. Auf der anderen Seite des Erdballs, in Asien, wächst allerdings die Gruppe derer stetig, die es sich erstmals leisten kann zu sparen.

Ein Trend wird sich wohl zwischen 2010 und 2019 fortsetzen: „Wir werden weiter große Schwankungen sehen, da die Anleger weltweit mittlerweile sehr gleichgerichtet agieren“, sagt Alexander Kempf, Professor am Centre for Financial Research in Köln. Die Investoren gingen schneller rein und wieder raus aus den Märkten. Und damit auch aus Aktien. Allerdings ist mit einer baldigen Massenflucht von den Börsen nicht zu rechnen: Dazu mangelt es an Anlagealternativen. Solide Aktien versprechen derzeit allein dank der Dividenden eine höhere Rendite als Staatsanleihen.

Samstag, 26. Dezember 2009

Gold

Diese Situation hat sich inzwischen komplett umgekehrt. Gold wird aktuell nicht mehr nur als Instrument zur Diversifikation eines Portfolios angepriesen, sondern auch als Inflationsschutz und sogenannte „Sicherheitswährung“. Vor 5 Jahre notierte die Feinunze Gold noch bei 440 US-Dollar, vor einem Jahr bei 853 US-Dollar. Einige Marktteilnehmer haben sogar geäußert, Goldmünzen für apokalyptische Szenarien im Garten vergraben zu haben. Zuletzt bot der Einzelhandels-Discounter Lidl handliche 100 Euro-Goldmünzen an, die aus einer halben Feinunze des Edelmetalls (umgerechnet 15,5 Gramm) bestehen.

Neben diversen Verschwörungstheorien gibt es auch seriöse Hinweise darauf, dass Gold eine nachhaltige Neubewertung erfahren haben könnte. Medienberichten zufolge kauften Zentralbanken erstmals seit mehr als 20 Jahren mehr Gold als sie verkauften. Dennoch lag selbst das jüngste nominale Allzeithoch beim Gold – bereinigt um die Inflationsraten der letzten knapp 30 Jahre – niedriger als das historische nominale Hoch im Jahr 1980. Die zunehmende Bedeutung von Gold ist auch damit erklärbar, dass der Kurs des Edelmetalls im Jahr 2009 über weite Strecken gegenüber den meisten Hauptwährungen anstieg. Eine mögliche Ursache dafür lag in der überaus expansiven Geldpolitik der Notenbanken weltweit, die zu einer Präferenz für werthaltige Sachanlagen wie die Edelmetalle Gold oder Silber führte.

Zum Thema Silber ließ sich zuletzt ebenfalls eine interessante Entdeckung machen: Ausgehend von den Höchstkursen des Jahres 2008 entwickelte sich der kleine Bruder des Goldes bisher eher schwach. Während Gold zuletzt um nahezu 20 Prozent über dem Vorjahreshoch notierte, schaffte es Silber nicht einmal über die Marke von 20 US-Dollar – vor einem Jahr kostete eine Feinunze Silber etwa 11 US-Dollar, vor fünf Jahren notierte sie bei 8 US-Dollar.

In den letzten Tagen gab es einen deutlichen Rücksetzer beim Goldpreis. Marktbeobachter führten diese Entwicklung auf den plötzlich festeren US-Dollar zurück, der im Zuge der Spekulationen über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit Griechenlands gegenüber dem Euro aufwertete.

Anlagemöglichkeiten mit Indexzertifikaten
Anleger, die auch weiterhin auf einen ansteigenden Goldpreis setzen möchten, könnten dies über Zertifikate tun. Das endlos laufende X-pert Indexzertifikat (WKN: 722373) der Deutschen Bank partizipiert im Verhältnis 1:1 ohne Absicherung des Währungsrisikos an der Kursentwicklung. Das gleiche Produkt inklusive Währungsschutz in Bezug auf Euro und US-Dollar ist unter der Wertpapierkennummer DB0SEX gelistet.

Anlagemöglichkeiten: Zertifikate mit Risikopuffer
Anleger, die einen zusätzlichen Risikopuffer bevorzugen, könnten auf Diskontzertifikate setzen. Ein Beispiel hierfür ist das Diskontzertifikat (WKN: DB2 XMR) der Deutschen Bank auf Gold. Das Zertifikat läuft noch bis zum 20. Juni 2011 und hat einen Höchstbetrag (Cap) von 1.200 US-Dollar. Einer aktuellen Seitwärtsrendite von 8 Prozent pro Jahr steht hier derzeit ein Risikopuffer in Höhe von 10 Prozent gegenüber. Die maximale Renditechance beträgt rund 14 Prozent pro Jahr.

Ein Kapitalschutz ist bei Index- und Diskontzertifikaten nicht gegeben.

Samstag, 19. Dezember 2009

SAXO - Long Term Prognosis

1. Staatsanleihe-Renditen werden auf 2,25 Prozent: Deflationäre Kräfte und die exzessive Geldpolitik werden die Renditen von Bund- und anderen Staatsanleihen unter Abwärtsdruck setzen, sollte es der Aktienmarkt nicht schaffen, die Rentenmarktakteure von seiner Wachstumsstory zu überzeugen. Im Zuge einer allgemeinen Flucht in Sicherheit könnten zehnjährige deutsche Staatspapiere unseres Erachtens bis Ende 2010 einen Kursanstieg von 122,6 auf 133,3 verzeichnen.
Zum Thema

* Saxo Bank sieht S&P 500 in 2009 auf 500 Punkte fallen

2. VIX-Index wird auf 14 sinken: Die Märkte legen momentan einen Gleichmut gegenüber Risiken an den Tag wie sie es in den Jahren 2005 und 2006 getan haben. Obwohl der VIX-Index seit Oktober 2008 niedriger notiert, könnte er vor dem Hintergrund sich verengender Handelsspannen und einem Rückgang der impliziten Optionsvolatilität weiter von 22,32 auf 14 Punkte sinken.

3. Chinesischer Yuan Renminbi wird um 5 Prozent gegenüber dem Dollar abwerten: Die Bemühungen der chinesischen Regierung zur Eindämmung des Kreditwachstums und Vermeidung fauler Kredite - im Verbund mit der Erzeugung mehrerer Wachstumsblasen - könnten das investitionsgetriebene Wachstum Chinas letztendlich als unzulänglich entlarven. Die massiven chinesischen Kapazitätsüberschüsse und das konjunkturelle Umfeld könnten sich als entscheidender Faktor für eine Abwertung des Renmimbi gegenüber dem Dollar erweisen.

Goldpreis vor Korrektur

4. Goldpreis wird 2010 auf 870 Dollar sinken, 2014 dann aber auf 1.500 Dollar steigen: Die allgemeine Festigung des Dollar könnte der jüngsten spekulativen Komponente im Gold jegliche Grundlage entziehen. Auch wenn wir langfristig optimistisch gegenüber Gold gestimmt sind (unseres Erachtens wird der Goldpreis binnen fünf Jahre auf 1.500 Dollar anziehen), so ist dieser Trade mittlerweile doch zu leicht geworden und zu verbreitet, um sich kurzfristig wirklich auszuzahlen. Eine deutliche Preiskorrektur in Richtung der 870 Dollar-Marke könnte die Spekulanten vertreiben und gleichzeitig das Edelmetall in einem längerfristigen Aufwärtstrend verharren lassen.

5. Die Parität Dollar/Yen wird bei 110 notieren: Die derzeitige Schwäche des Dollar liegt in einer verantwortungslosen Fiskal- und Geldpolitik begründet. Dennoch halten wir es für möglich, dass die amerikanische Währung irgendwann im nächsten Jahr eine Erholung verzeichnet, da der Dollar-Carry-Trade zu lange eine zu einfache und zu offensichtliche Wette gewesen ist. Was den Yen betrifft, so spiegelt dieser nicht die momentane wirtschaftliche Realität in Japan wider. Wir denken dabei vor allem an die enorme Schuldenlast des Landes sowie sein Problem der Bevölkerungsalterung.

6. Die Verärgerte amerikanische Öffentlichkeit könnte den Anstoß für eine neue Partei in Amerika geben: Die Anti-Stimmung gegenüber der amtierenden Regierung infolge der zahlreichen krisenbedingten Rettungsaktionen und einer allgemeinen Missbilligung beider großer Parteien nähert sich dem Niveau von 1994 und 2006. Die Forderung der amerikanischen Wähler nach einem echten Wandel könnte bei den Parlamentswahlen im Herbst 2010 eine dritte, neue Partei zu einem entscheidenden Faktor werden lassen.

Bankrott des amerikanischen Social Security Trust Fund droht

7. Der Social Security Trust Fund in Amerika wird Pleite gehen:
Dies ist weniger eine spektakuläre Behauptung als vielmehr eine versicherungsstatistische und mathematische Gewissheit. Das Ungeheuerliche daran ist, dass Sozialversicherungsabgaben und -beiträge so lange verschwendet worden sind. 2010 wird das erste Jahr sein, in dem die Auslagen für den nicht existierenden Treuhandfonds durch den General Fund der amerikanischen Bundesregierung teilfinanziert werden muss. Das bedeutet, dass der Budgettrick eines Fonds, der in Wahrheit ohne Mittel ist, erstmals sichtbar werden wird. Ein Teil der Sozialversicherungsausgaben wird über höhere Steuern, eine weitere Schuldenaufnahme bzw. ein weiteres Bemühen der Druckerpresse finanziert werden müssen.

8. Der Preis für Zucker wird um ein Drittel zurückgehen: Trotz des jüngsten Preisanstiegs, der durch die Dürre in Indien und die überdurchschnittlichen Regenfälle in Brasilien ausgelöst wurde, signalisiert die Forward-Kurve für die Zeit nach 2011 bereits einen beträchtlichen Rückgang der Preise. Eine Rückkehr zu normaleren Wetterbedingungen im kommenden Jahr würde Zucker daher in die Reihe der weniger attraktiven Rohstoffe verbannen. Darüber hinaus hat der höhere Preis von Ethanol (das eng mit der Nachfrage für Zucker korreliert) Brasilien und Amerika dazu veranlasst, den Ethanolgehalt bei Benzin um fünf Prozentpunkte zu senken - mit entsprechenden negativen Auswirkungen auf die Zuckernachfrage.

9. Der TSE Small Index wird um 50 Prozent zulegen: Japanische kleinkapitalisierte Unternehmen haben zuletzt eine Underperformance gegenüber dem Nikkei verzeichnet. Ihre Fundamentaldaten legen jedoch nahe, dass der TSE Small Index verglichen mit seinem Large-Cap-Pendant ein regelrechter „Schnäppchen-Index“ ist. Mit einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von lediglich 0,77 und einem Anteil des Finanzsektors von nur etwa 12 Prozent kennen wir aktuell keinen anderen Index, der derart günstig bewertet ist. Im Zuge positiver BIP-Daten in 2010 ist es daher sehr gut möglich, dass dieses Small-Cap-Barometer für eine positive Überraschung sorgt.

Amerikanische Handelsbilanz könnte erstmal seit 1975 positiv ausfallen

10. Die amerikanische Handelsbilanz wird erstmals seit 34 Jahren ins Positive drehen: Die letzte positive Handelsbilanz, die Amerika kurzzeitig verzeichnete, war 1975 nach dem Einbruch des Dollar infolge der Ölkrise. Der Dollar ist mittlerweile wieder günstig genug, um den amerikanischen Export zu stimulieren und die Importe zu bestrafen. Amerikas handelsbilanzielle Lage hat sich bereits etwas gebessert. Veränderung braucht jedoch Zeit, doch sobald dieser Trend eine gewisse Dynamik entwickelt hat, würden wir eine positive amerikanische Handelsbilanz für einen oder mehrere Monate im kommenden Jahr nicht ausschließen.

David Karsbøl, Chefvolkswirt bei Saxo Bank, äußerte sich hierzu wie folgt: „Das kommende Jahr wird nach unserer Einschätzung von Reflation beherrscht sein. Allerdings liegen eine Reihe struktureller Probleme vor uns, die 2010 für entsprechende Turbulenzen sorgen könnten. Als einen der wahrscheinlichsten strukturellen Gegenwinde betrachten wir neben der Fokusverlagerung der Investoren auf eine allgemeine Verlangsamung des BIP-Wachstums das Problem der amerikanischen Notenbank, den richtigen Zeitpunkt für den Ausstieg aus ihrer expansiven Geldpolitik zu wählen. Dies dürfte dazu führen, dass die Risikoaversion an die Märkte zurückkehrt.

Text: @JüB

Sonntag, 13. Dezember 2009

Spanien ?

Wir brauchen in Spanien eine interne Abwertung, wie in Lettland.

Wie geht die?

Das ist ein schwieriger Prozess, über den man hätte nachdenken sollen, bevor man die Eurozone geschaffen hat. Er ist aber nicht ohne Beispiel, denn die europäische Union unterstützt einen, der gerade unter der Führung des IWF in Lettland umgesetzt wird. Wir brauchen in Spanien eine Abwertung um 20 Prozent über drei Jahre. Um das zu erreichen müssen Preise und Löhne für Jahre um 6,5 Prozent fallen. Man könnte zum Beispiel die Saläre im öffentlichen Dienst und die Pensionen senken. Da jedoch kein Politiker dazu bereit ist, rutschen wir immer tiefer in die Tinte, wie das Beispiel Griechenland zeigt.

Erwarten Sie so etwas in Spanien auch?

Ja, wenn auch nicht unmittelbar. Die Verschuldung Spaniens wird Ende des Jahres 2011 gemäß seriöser Schätzungen bei etwas 75 Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen. Das mag im internationalen Vergleich nicht dramatisch klingen. Allerdings muss man bedenken, dass spanische Banken nicht rekapitalisiert wurden. Sie halten sich bisher deswegen so gut, weil sie viele Immobilien in ihren Büchern haben, die sie im Austausch gegen Kredite von Bauunternehmen erhalten haben. Der spanische Immobilienmarkt ist jedoch völlig illiquide. So kann niemand sagen, was sie wert sind und wie hoch notwendige Abschreibungen wären. Zweitens profitieren die Banken vom Kauf der Anleihen des Landes. Sollte ihre Kreditwürdigkeit nach und nach heruntergestuft werden, würden sie von der Europäischen Zentralbank schließlich nicht mehr als Sicherheit akzeptiert werden. Spätestens dann wäre eine große Rekapitalisierung nötig - und die Last würde zu den Staatsschulden hinzukommen. Die Lage in Irland ist so schwierig, weil sie das im Unterschied zu Spanien getan haben.

Johannes vom Kreuz

„Die Geschöpfe sind gleichsam eine Spur der Fußstapfen Gottes, an der man seine Größe, Macht und Weisheit sehen kann.“
„Die Weisheit hält ihren Einzug durch die Liebe, das Stillschweigen und die Abtötung. Große Weisheit ist es, schweigen und leiden zu können und auf die Worte und Taten und das Leben anderer gar nicht zu achten.“
„Gott liebt an dir den geringsten Grad der Gewissensreinheit weit mehr als alle Taten, die du vollbringen kannst.“
„Am Abend unseres Lebens werden wir nach der Liebe gerichtet werden.“

Samstag, 12. Dezember 2009

SAP

Walldorf (aktiencheck.de AG) - Der Software-Hersteller SAP AG (ISIN DE0007164600/ WKN 716460) gab am Donnerstag bekannt, dass er und das DHL Innovation Center künftig ihre Zusammenarbeit intensivieren und gemeinsam an IT-basierten Lösungen für die Logistik der Zukunft forschen werden. SAP erhalte den Status eines Global Technology Partner des DHL Innovation Center und gehöre damit zum Kreis der wichtigsten Innovationspartner der Deutsche Post AG (ISIN DE0005552004/ WKN 555200).

Den Angaben zufolge wurde die DHL Innovation Initiative 2007 ins Leben gerufen und ist im DHL Innovation Center beheimatet. In der Nähe der Bonner Konzernzentrale bündele die Deutsche Post DHL am DHL Innovation Center sämtliche logistische Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Ein zentraler Punkt der Partnerschaft mit SAP sei die frühzeitige Identifizierung gemeinsamer Forschungs-, Entwicklungs- und Implementierungsvorhaben für Logistikanwendungen von Deutsche Post DHL. Hierzu sollen auch die Forschungszentren der SAP intensiver mit dem DHL Innovation Center kooperieren. Ein Schwerpunkt in der Zusammenarbeit wird die Entwicklung von Szenarien und Demonstrationen sein, die im Showroom des DHL Innovation Center und gegebenenfalls den Living Labs der SAP der Fachöffentlichkeit präsentiert werden, hieß es.

Die Aktie von SAP notiert aktuell mit einem Plus von 1,29 Prozent bei 30,65 Euro. (11.12.2009/ac/n/d)

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Tops & Flop Fonds Kurs in %

NESTOR Australien Fonds 260,42 € +203,71%
STABILITAS - PACIFIC GOLD+METALS P 98,65 € +161,15%
HSBC GIF Brazil Equity AC 36,08 $ +160,47%
UBAM - Equity BRIC+ AC 74,94 $ +157,17%
Earth Gold Fund UI 82,49 € +149,73%
MVM LUX SICAV - frontrunner earth 9,71 € −15,64%
Hornet Renewable Energy Fund II 48,00 € −16,78%
Julius Baer Black Sea Fund (EUR) B 27,96 € −16,99%
Entrepreneur Opportunities Fund 52,42 € −17,11%
Robeco All Weather Global Equities (EUR) D 82,13 € −17,12%

Chinablase

Ob dies dann noch durch die tatsächliche Lage der Wirtschaft und der Unternehmen unterfüttert ist, wird dabei nebensächlich - obwohl es gerade in dieser Hinsicht derzeit so manchen Zweifel gibt. "Allein die bisherige Marktentwicklung legt eine Erholung der Wirtschaft in V-Form nahe", sagt Chan. "Das muss sich aber erst noch zeigen." Und die bisherigen Anzeichen seien allenfalls durchwachsen. Der private Konsum der Chinesen, auf den die ganze Welt derzeit hofft, hat zwar deutlich zugelegt. "Das liegt aber vor allem an den Autoverkäufen, die um 20 Prozent gestiegen sind", sagt Chan. Dies wiederum ist auf Subventionen der Regierung zurückzuführen - das kommt gerade uns Deutschen bekannt vor. Auch die Unternehmensgewinne müssten erst noch die hohen Erwartungen erfüllen, die an den Märkten bereits gehandelt werden.

Catherine Yeung hält dem jedoch entgegen, dass die Konsumenten im Reich der Mitte durchaus das Potenzial hätten, entscheidend zum Wirtschaftsaufschwung beizutragen. "Die Chinesen weisen eine Sparrate von rund 50 Prozent auf", sagt sie. Dies liege vor allem daran, dass sie hohe Rücklagen für den Fall einer Krankheit oder fürs Alter bilden müssen. Denn ein umfassendes Sozialsystem gibt es in China noch nicht. Doch derzeit plant Peking die Einführung einer Altersvorsorge auch für die Chinesen auf dem Land sowie ein allen zugängliches Gesundheitswesen. "Mit diesen umfassenden Sozialreformen dürfte es auch die Tendenz zu höherem Konsum geben", sagt Yeung.

Einig sind sich die Experten jedoch darin, dass die Liquidität weiterhin entscheidend dafür ist, ob es mit Chinas Aktien bergauf geht, weniger die Fundamentaldaten. Daher rät auch Chan derzeit nicht zum Ausstieg, selbst wenn er schon Anzeichen einer Blasenbildung erkennt. "Solange die Liquidität da ist, dürfte es weiter aufwärts gehen." Einen entscheidenden Zeitpunkt für eine Wende sieht er erst, wenn die US-Notenbank ihre Geldpolitik ändert. Dann sollten Anleger die Notbremse ziehen.

Jes. 40 ,31

31 Die aber, die dem Herrn vertrauen, schöpfen neue Kraft, sie bekommen Flügel wie Adler. Sie laufen und werden nicht müde, sie gehen und werden nicht matt.

Dienstag, 8. Dezember 2009

VW Vorzüge

empfehlenswert

Der Staat ist blank

Der Startschuss fiel am 30. April 2004, als die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau gemeinsam mit der Helaba, der WestLB, Bayrischen Landesbank, Deutschen Bank, Commerzbank und weiteren Banken beschloss, eine GmbH mit dem Namen True-Sale-International (TSI) zu gründen.

Einziger Zweck dieser Lobbyorganisation ist, den Banken die Errichtung deutscher „Special Purpose Vehicles“ zu ermöglichen, die ausdrücklich als „insolvenzfern“ bezeichnet wurden!

Mit der GmbH wurde es den Banken ermöglicht, sich vor der Haftung zu drücken und mittels der Verbriefung ihre Bilanz zu verkürzen! Das Kartell half seinen Mitgliedern bei der Bilanzmanipulation!

Das Finanz- und Wirtschaftsministerium spielte Geburtshelfer bei der Aushebelung der Eigenkapitalregelungen durch die Verbriefung, mit der Kreditrisiken aus der Bilanz herausgenommen und insbesondere bei anderen Banken zu Vermögenspositionen werden!

Verstehen Sie jetzt, warum der an den betrügerischen Machenschaften mitschuldige Staat die betroffenen Institute so schnell und umfassend mit Milliarden über Wasser hielt?

Tricksen, tarnen, täuschen –
was Partei- und Wirtschaftsbosse unserem Land antun

Nachdem beim Wahlkampf-Poker unangenehme Wahrheiten bis zur Bundestagswahl systematisch zurückgehalten wurden, kommt jetzt die desolate Lage der Nation ans Licht:

Der Staat ist blank

Sonntag, 6. Dezember 2009

Vorweihnacht - Outlook

WOCHENAUSBLICK: Ruhiger Vorweihnachtshandel erwartet - Jahresendrallye möglich
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Handel dürfte in der neuen Woche ruhig bleiben. Börsianer erwarten keine starken Impulse für die internationalen Börsen. 'Die Vorweihnachtszeit hat begonnen und das Geschäft dürfte flau bleiben', blickt Marktanalyst Stefan de Schutter von der Alpha Wertpapierhandels GmbH auf die kommenden Handelstage. Anleger warteten zwar vergeblich auf die Jahresendrallye, für die bisher die Initialzündung gefehlt habe. De Schutter sagte aber: 'Der sehr starke US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag könnte den Märkten genau diesen fehlenden Impuls gegeben haben, der die Börsen noch auf einen neues Jahreshoch schieben kann.'

Samstag, 5. Dezember 2009

Ruanda

Die Handelsplätze haben sich zu regelrechten Katalysatoren für das Wirtschaftswachstum im ostafrikanischen Raum entwickelt. Auf den Geldplattformen treffen innovative Ideen auf kapitalkräftige Investoren und verbinden sich nicht selten zu erfolgreichen Unternehmen. Sollte der umtriebige Mathu nun auch in Ruanda einen Markt etablieren, könnte das Land 15 Jahre nach dem zerstörerischen Genozid auch auf den Radarschirm der Investoren gelangen.

Noch vor wenigen Jahren hätte niemand diesen afrikanischen Traum für möglich gehalten. Ruanda galt nach dem Völkermord als hoffnungsloser Fall. Im Frühjahr 1994 wurden in nur vier Monaten knapp eine Million Ruander vom Stamme der Tutsi auf Anweisung der Regierung durch die rivalisierenden Hutu massakriert und ermordet. Zwölf Prozent der Bevölkerung waren ausgelöscht, an eine stabile Wirtschaft oder gar eine Börse war nicht zu denken. Finanzexperte Mathu wuchs damals in ärmlichen Verhältnissen in einem Dorf Kenais auf - barfuß, weil sich seine Eltern keine Schuhe für den Sprössling leisten konnten.

Inzwischen wächst Ruanda mit zweistelligen Raten, die Weltbank hat das Land zum Top-Reformer 2009 gekürt und Mathu bewegt sich in polierten schwarzen Business-Schuhen durch das neue Wirtschaftswunder.

Freitag, 4. Dezember 2009

Expres Zertifikat - A Good Memory is valued

Als Gesellschaftsspiel gehört Memory seit Jahrzehnten zu den Klassikern, die bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen beliebt sind. Und auch an der Börse hat die Memory-Idee inzwischen viele Anhänger gefunden.
Wobei aber nicht das Kartenspiel, sondern die Bedeutung "Gedächtnis" als Aufhänger dient. Zu finden ist die Gedächtnis-Funktion bei einer speziellen Version der Expresszertifikate.

USA melden Rekorddefizit von 1,42 Billionen Dollar
Längere Laufzeiten bei Express-Zertifikaten Bei dem jüngst neu emittierten Memory Express VI der Société Générale kommt es zum vorzeitigen Ende wie üblich, wenn der als Basiswert dienende Euro Stoxx 50 an einem der jährlichen Stichtage auf oder über dem Startwert von 2872,63 Punkten notiert. Die jährliche Prämienzahlung von in diesem Fall 6,5 Prozent bekommen Anleger aber auch dann, wenn diese Rückzahlungsbedingung nicht erfüllt ist. Dafür genügt es nämlich, dass der Aktienindex an dem jeweiligen Termin nicht mehr als 40 Prozent im Minus liegt. Selbst bei deutlich fallenden Aktienkursen ist also eine reelle Chance auf Prämien gegeben. Denn solange der Index an den jährlichen Stichtagen oberhalb von 1723,58 Punkten notiert, wird die entsprechende Prämie von 6,5 Prozent ausbezahlt und kann dann auch nicht wieder verloren gehen.

Und selbst wenn das Indexminus gegenüber dem Startkurs an einem der Stichtage doch einmal mehr als 40 Prozent betragen sollte, ist der Kupon nicht automatisch verloren. Denn in diesem Fall kommt besagter Memory-Effekt zum Tragen. Das bedeutet, dass die Prämie für die abgelaufene Periode zwar nicht ausgezahlt wird, aber trotzdem "im Gedächtnis" bleibt. Und zwar solange, bis an einem der nächsten Stichtage die Voraussetzung wieder erfüllt wird und der Index das Minus auf weniger als 40 Prozent reduziert (bis der Euro Stoxx wieder über 1723 Punkte steigt). Sobald dies der Fall ist, werden ausgefallene Prämien nachgeholt.

Auch wenn der Index also direkt im ersten Jahr einbricht und sich im Kurs halbiert, wird die Prämienchance bei dem spätestens im Herbst 2015 fällig werdenden Memory Express noch bis zu sechs Jahre lang aufrecht erhalten. Gleichzeitig sinkt zum letzten Beobachtungstermin auch die für die Rückzahlung des Nennwertes entscheidende Schwelle von 100 auf nur noch 60 Prozent des Indexstands bei Emission. Im konkreten Fall bedeutet das ein Niveau von knapp 1724 Punkten, welches der Euro Stoxx 50 bei Fälligkeit nicht unterschreiten darf. Diese Marke liegt leicht unter dem März-Tief 2009. Notiert der Index am Ende darunter, wird der Anleger an den Verlusten voll beteiligt. Und auch die "gemerkten" Prämien verfallen dann wertlos.

Das Risiko, dass ein solches Szenario eintrifft, ist aber zumindest bei Betrachtung der Indexhistorie überschaubar. In den letzten 23 Jahren hätte es bei der beschriebenen Produktausstattung für den Anleger in keiner einzigen Sechs-Jahres-Periode einen Verlust gegeben. Allerdings wäre das Investment schon mehrfach zu einer nervenaufreibenden Zitterpartie geworden. Denn in zehn Prozent aller Fälle hätte erst der Puffer von 40 Prozent nach sechs Jahren dafür gesorgt, dass Nennwert und die Rest-Prämien ausgezahlt worden wären. Eine wirkliche Erfolgsgarantie gibt es also auch beim Memory Express nicht (WKN: SG1BQJ).

Short-term outlook

So sehen Anleger den Start in die Börsenwoche am liebsten: mit deutliche steigenden Kursen. Dax, MDax und TecDax, die wichtigsten Indizes des heimischen Marktes, erreichten ihre höchste Punktzahl der zurückliegenden zwölf Monate. Der Dax sprang zwischenzeitlich wieder über die Marke von 5800 Punkten.

„Investoren ziehen weiterhin hohe Summen aus Geldmarktfonds ab und investieren sie in Aktien“, sagt Commerzbank-Marktstratege Andreas Hürkamp. Ermutigt werden sie dazu von guten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2009. Nachdem der US-Stahlkonzern Alcoa in der Vorwoche mit besseren Ergebnissen als erwartet für gute Stimmung sorgte, war es am 12. Oktober das niederländische Elektronikunternehmen Philips, das die Hoffnung auf eine deutlich bessere Berichtssaison als befürchtet nährte.

„Es mehren sich die Indizien dafür, dass die Sparmaßnahmen vieler Unternehmen schneller greifen als gedacht“, sagt Hürkamp. Sowohl Alcoa als auch Philips sehen noch keine nachhaltige Verbesserung bei der Nachfrage, doch sie haben die Kosten im Griff. Schon bei den Zahlen für das zweite Quartal hatten sich die Analysten bei den Kosten verrechnet. Sie mussten ihre Gewinnschätzungen nach oben revidieren, die Anleger jubelten, die Aktienkurse stiegen.

Dass es gerade bei US-Unternehmen auch bald mit den Umsätzen wieder nach oben geht, dafür spricht aus Sicht der Optimisten unter den Kapitalmarktexperten der schwache Dollar. „Die Exporteinnahmen stehen für 30 Prozent der US-Gewinne, das sollte sich schon im dritten Quartal positiv ausgewirkt haben“, sagt Aktienstratege Ian Scott von Nomura. Er sieht in den Währungseffekten neben dem guten Kostenmanagement und der insgesamt besseren Konjunkturverfassung den Hauptgrund für eine erneute Überraschung in USA – was auch für deutsche Anleger wichtig ist, gibt die Wall Street doch immer noch den Takt für alle Börsenplätze weltweit vor.

Schon am 13. Oktober wird die Verfassung der Märkte mit den Intel-Zahlen auf die nächste Probe gestellt. Und dann kommen die US-Banken. „Sie sind auch in dieser Berichtssaison wieder der wichtigste Punkt“, sagt Hürkamp. JP Morgan legt am 14. Oktober seine Ergebnisse vor, Goldman Sachs und Citigroup am 15. Oktober, einen Tag später zum Wochenschluss die Bank of America. Steigende Kurse und gute Kapitalmarktgeschäfte werden bei Adressen wie JP Morgan und Goldman Sachs erneut zu Milliardengewinnen geführt haben, sind Analysten überzeugt.

Bei Citigroup und Bank of America wird dagegen erneut von einem Minus ausgegangen. Auf mögliche Abschreibungen im Immobilienbereich und Ausfälle bei Konsumentenkredite werden alle wieder besonders schauen. „Im zweiten Quartal wurden durch diese Negativpunkte noch viele positive Entwicklungen überlagert“, sagt Hürkamp.

Dieses Mal setzt er vor allem auf Signale, dass das Basisgeschäft der Banken, das Kreditgeschäft wieder profitabel läuft. „Die Banken können sich weiterhin sehr günstig Geld leihen, es aber langfristig zu wesentlich besseren Zinsen weitergeben, als noch vor ein paar Monaten.“ Mehr Kredite erhöhen nach Hürkamps Ansicht die Chancen auf einen selbsttragenden Aufschwung – und damit auf eine Bestätigung der vielen Frühindikatoren der vergangenen Monate.

Themen
Dow Jones Nasdaq USA Börse Aktien New York Doch diese Frühindikatoren stellen aus Sicht der Finanzprofis für die kommenden Tage auch das größte Kursrisiko dar. „Zuletzt wurden bereits kleine Enttäuschungen mit sichtbaren Kursrückgängen quittiert“, so Markus Reinwand von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Das zeige, das Lager der Pessimisten, das von einer erneuten Wachstumsschwäche ausgehe, hat noch nicht kapituliert. Doch auch Aktienstratege Reinwand geht davon aus, dass die Analysten nach dieser Berichtssaison erneut ihre Gewinnschätzungen nach oben und nicht nach unten setzen müssen.

Donnerstag, 3. Dezember 2009

Klimawandel

Schon heute wird viel gegen den Klimawandel getan. Allein die Europäische Union will zwischen 2007 und 2013 mehr als 100 Milliarden Euro für eine „grüne Ökonomie“ ausgeben. Doch selbst solche Beträge reichen nach Ansicht vieler Experten nicht annähernd aus, um das Problem in den Griff zu kriegen. Deshalb stellt sich die Frage, ob wir überhaupt in unserem gewohnten Wohlstand weiterleben können, wenn wir derart viel Geld aufbringen müssen, um den Klimawandel auch nur einzudämmen.

Einschlägige Untersuchungen kommen zu recht unterschiedlichen Ergebnissen. Nach Angaben des berühmten, vor drei Jahren veröffentlichten „Stern-Reports“ müsste etwa ein Prozent der jährlichen weltweiten Einkommen ausgegeben werden, um die Menge der Treibhausgase in der Luft zu stabilisieren.

Zu einer anderen, nicht direkt vergleichbaren Zahl kommt eine gerade erschienene Studie des Versicherungskonzerns Allianz und der Naturschutzorganisation WWF. Danach verzögern die Aufwendungen für den Klimaschutz die Mehrung des globalen Wohlstands um ein Jahr. Die Wirtschaftsleistung, die sonst bereits im Jahr 2050 möglich wäre, würde ein Jahr später, also 2051, erreicht. Allerdings sind in dieser Rechnung die drohenden, aber so vermiedenen Kosten durch Klimaschäden nicht berücksichtigt.

Hoffnung macht auch eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Sie besagt: Es ist noch zu überschaubaren Kosten möglich, bis zum Jahr 2030 weltweit jene rund 27 Milliarden Tonnen Kohlendioxid einzusparen, die nach den meisten wissenschaftlichen Erkenntnissen nötig sind, um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius zu begrenzen.

Maßnahmen wie Gebäudesanierung rechneten sich sogar wirtschaftlich, weil die Haushalte durch geringere Energiekosten unter dem Strich Geld sparen. Den McKinsey-Experte zufolge müsste die Europäische Union für alle Maßnahmen zusammen zwischen 800 Milliarden und 1,1 Billionen Euro aufbringen, um das selbst gesteckte Ziel einer 20-prozentigen Minderung des Ausstoßes von Treibhausgasen bis 2020 zu erreichen.
Themen

Kritiker monieren, das Ziel der Europäer sei zu ehrgeizig. Die Klimaforscherin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin hält das für falsch. Kemfert glaubt, „dass die Kosten des Nichthandelns deutlich größer sind als die Kosten des Handelns“. Und vor allem: Je später mit einer aktiven Klimaschutzpolitik begonnen werde, um so teurer werde sie

Gold

Das gelbe Edelmetall haussiert: Seit anno 2001 ist der Goldpreis von 255 Dollar pro Feinunze auf aktuell knapp 1200 Dollar gestiegen. Anleger fragen sich deshalb, ob es immer noch sinnvoll ist, weiterhin Gold zu erwerben oder ob sich auch hier eine Anlageblase gebildet hat.


Kurse von Gold und Öl Es gibt nur eine richtige Antwort: Gold befand sich zwischen 1980 and 2001 in einem 20 Jahre währenden Bärenmarkt. Verglichen mit anderen Vermögenswerten wie etwa Aktien oder Immobilien war Gold daher anfangs dieses Jahrzehntes unglaublich niedrig bewertet. Seitdem ist der Goldpreis zwar gestiegen, aber im Vergleich zum Anstieg von Aktien, zur explosionsartigen Vermehrung der Geldmenge, zur gewaltig gewachsenen Gesamtverschuldung und zur sprunghaften Zunahme der internationalen Währungsreserven seit 1980, ist der Anstieg eigentlich recht bescheiden ausgefallen.

So sind beispielsweise die internationalen Währungsreserven seit dem 1983 um mehr als das Zwanzigfache von damals 300 Milliarden auf zurzeit mehr als sieben Billionen Dollar angestiegen. Der Goldpreis ist aber während der gleichen Zeitspanne lediglich um das Dreifache gestiegen. In dieser Beziehung ist es auch wichtig zu bedenken, dass sich von den sieben Billionen Dollar an Währungsreserven rund 70 Prozent in Besitz asiatischer Notenbanken befinden.

Die Zentralbanken in Fernost halten aber insgesamt weniger als zwei Prozent ihrer Währungsreserven in Gold, während sie rund 70 Prozent ihrer Bestände in US-Dollar investiert haben. Dabei sehen wir in den Vereinigten Staaten eine faktische Nullzins-Politik und einen US-Notenbankpräsidenten, der vor aller Welt erklärt, dass man die Deflation nur verhindern kann, wenn man Dollarnoten aus Helikoptern auf die USA niederregnen lässt. Da liegt es für die asiatischen Zentralbanken doch auf der Hand, Gold dem US-Dollar als klar zuverlässigere Währung vorzuziehen.


Eine Funktion des Papiergeldes ist ja die "Werterhaltung", aber beim US-Dollar scheint diese Funktion kaum mehr zu bestehen. Es ist davon auszugehen, dass nebst der indischen Notenbank, die vor kurzem 200 Tonnen Gold vom IWF erworben hat, sowie der Notenbank in Sri Lanka, die sich rund 20 Tonnen Gold zugelegt hat, weitere Notenbanken auf der ganzen Welt in naher Zukunft einen Teil ihrer schwächelnden Dollarbestände in sicheres Gold umwandeln werden.

Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Der Goldpreis überstieg zum ersten Mal im Sommer 2008 die 1000-Dollar-Marke pro Feinunze. Dann bewegte sich der Preis in einer Zone von rund 750 bis rund 1040 Dollar, wobei die 1000-Dollar-Grenze eine Widerstandszone bildete. Jetzt, wo der Goldpreis aber deutlich über diese Widerstandszone nach oben ausgebrochen ist, gilt die 1000-Dollar-Linie als starke Unterstützungszone.

Themen
GoldpreisMarc FaberEZBBank of EnglandFrankfurt am MainEs ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Goldpreis in absehbarer Zeit wieder in die dreistellige Preiszone zurückfallen dürfte. Zwar haben die Währungshüter noch gewisse Bedenken, mehr für Gold zu bezahlen, als die indische Zentralbank. Aber sollte der Preis um zehn bis 20 Prozent korrigieren, dürften die Notenbanker zu Schnäppchenjäger werden. Und wenn die Währungshüter in den sicheren Hafen streben, sollten die Kleinanleger nicht lange fackeln, sondern ebenfalls beim Gold einsteigen.

Der Autor ist Fondsmanager und gilt unter Börsianern als ausgesprochener Skeptiker.

Marktsituation

Hatten Experten am Donnerstag eine gut behauptete Eröffnung des deutschen Rentenmarkts erwartet, so lagen sie deutlich daneben. Der Kurs des führenden Terminkontrakts auf die zehnjährige Bundesanleihe, der Bund-Future, gibt vielmehr 36 Basispunkte auf 123,20 Prozent nach, der Bobl-Future für kürzere Laufzeiten um 22 Basispunkte auf 116,61 Prozent.

Impulse sind laut Händlern von der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittag zu erwarten: „Der Markt wartet auf Signale, nach denen die EZB die geldpolitischen Zügel bald anziehen könnte“, so ein Händler. Ein möglicher Ausstieg aus der Phase üppiger Geldversorgung und niedriger Zinsen dürfte mit kleinen Schritten beginnen, so zum Beispiel der Abschaffung des Jahrestenders oder Änderungen seiner Konditionen, heißt es am Markt.

Weitere Impulse könnten am Nachmittag von den wöchentlichen amerikanischen Arbeitsmarktdaten ausgehen sowie vom ISM-Index für den Dienstleistungssektor in den Vereinigten Staaten.

Euro vor EZB-Sitzung knapp über 1,51 Dollar

Der Eurokurs zieht am Donnerstag während des Übergangs aus dem asiatisch in den europäisch geprägten Handel an. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,5105 Dollar nach Ständen von knapp 1,5050 Dollar im späten amerikanischen Handel am Mittwoch. Schwach tendiert der Yen, der sowohl gegen den Euro als auch den Dollar nachgibt. Damit leidet der Yen weiter unter der Lockerung der Geldpolitik vom Dienstag. Der Euro wiederum ist vor der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Mittag gesucht: „Der Markt wartet auf Signale, nach denen die EZB die geldpolitischen Zügel bald anziehen könnte“, so ein Händler.

Daneben wartet der Markt aber auch bereits auf den amerikanischen Arbeitsmarktbericht. Devisenstrategen weisen darauf hin, dass in den Vereinigten Staaten eine Zinswende anstehen könnte, sobald die Arbeitslosenquote ihren Höhepunkt erreicht oder überschritten hat. Ausnahmen seien die Phasen nach den Rezessionen 1991 und 2001 gewesen, als der damalige Notenbank-Präsident Alan Greenspan das Zinsniveau erst 18 oder. 12 Monate nach dem Hoch der Arbeitslosenquote erhöhte. Es seien aber genau diese langen Tiefzinsphasen, die der Fed nun vorgeworfen werden, da diese die Bildung spekulativer Blasen an den Märkten begünstigt hätten, so die Analysten der Helaba.

Aus technischer Sicht werden Widerstände für den Euro bei 1,5111 Dollar

Reich mit Schmutz

Dieser Handel mit Verschmutzungsrechten ist in Europa standardisiert. Ein einzelnes Verschmutzungsrecht berechtigt seinen Besitzer dazu, eine Tonne Kohlendioxid zu emittieren. Gehandelt werden diese Rechte auf zwei Arten: direkt zwischen den Unternehmen oder über Börsen wie zum Beispiel die EEX in Leipzig oder die ECX in London. Den Preis eines Verschmutzungsrechtes kann man dort genauso ablesen wie den Preis einer Volkswagen-Aktie an der Deutschen Börse in Frankfurt. Momentan kostet eine Tonne Kohlendioxid an der ECX beispielsweise 13,50 Euro.

Aus den beiden Faktoren, dass die Kohlendioxid-Preise nicht nur regelmäßig zustande kommen, sondern zudem leicht einsehbar sind, haben Banken spezielle Wertpapiere konstruiert, die auch Privatkunden kaufen können. Die zur Unicredit gehörende Hypo-Vereinsbank bietet beispielsweise ein entsprechendes Zertifikat an (WKN: HV2C02). Die Commerzbank und die zu ihr gehörende Dresdner Bank bieten die gleichen Papiere unter anderem Namen an (das Commerzbank-Zertifikat hat die WKN CB8ZZM, das der Dresdner Bank DR1WBM). Ein Zertifikat kostet so viel wie der börsennotierte Kurs einer Tonne Kohlendioxid. Sein Preis ändert sich nahezu eins zu eins mit dem des Verschmutzungsrechtes.

Preis der Verschmutzungsrechte unterliegt politischen Risiken

Für Privatanleger lohnt sich der Kauf also dann, wenn sie erwarten, dass auch der Kohlendioxid-Ausstoß in Zukunft teurer wird. Hundertprozentig sicher ist das nicht, allerdings deutet vieles darauf hin. Denn die EU-Länder haben bereits beschlossen, die Emissionen auf dem Kontinent weiter zu verringern - und zwar unabhängig davon, wie die Konferenz in Kopenhagen ausgeht. Im Jahr 2020 sollen in Europa nur noch 1,72 Milliarden Verschmutzungsrechte vergeben und verkauft werden. Dieses Jahr sind es noch mehr als zwei Milliarden. Die Rechte werden also knapper, was für sich genommen erst einmal dazu führen wird, dass ihr Preis steigt. Entscheidend wird aber zudem sein, wie gut sich die Unternehmen bisher darauf vorbereitet haben und imstande sein werden, ihren Kohlendioxid-Ausstoß mit Hilfe neuer Technologien zu senken. Schaffen sogar die großen Schmutzfinken das, ohne zusätzliche Verschmutzungsrechte kaufen zu müssen, dann sinken auch die Kurse der Zertifikate.

Ein Unsicherheitsfaktor ist aber auch die Politik selbst: Marktbeobachter fragen sich etwa, wie die Regierenden reagieren werden, wenn die Unternehmen ihre Emissionen nicht senken können und stattdessen unter unerwartet hohen "Klima-Kosten" leiden. Für den Wert der Privatanleger-Zertifikate ist dann entscheidend, ob die Regierungen hart bleiben oder nachgeben und im Zweifel doch mehr Emissionen billigen. Dieses Risikos sollten sich die Käufer der Zertifikate bewusst sein.

Спасе́ние

Спасе́ние — в христианстве, согласно Библии, спасение человека и человечества в целом от греха и его последствий — наказания за грех (вечной смертью) и обретение спасённым человеком Царства Небесного. В христианстве спасение рассматривается как акт незаслуженной любви Бога по отношению к людям.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Ausstiegsstrategie

Warum Ausstiegsregeln? Grund Nr 1: Vermeiden Sie Depotleichen
Auch wenn die Deutsche Telekom-Aktie nichtdiesen brachialen Aufschwung bis zum März 2003 hingelegt hätte, bräuchten wir eine Ausstiegsregel. Denn unterm Strich - wie gesagt, ohne das Wissen, was alles möglich gewesen wäre - wäre diese Aktie auf lange Sicht eine Depotleiche gewesen.

Warum Ausstiegsregeln? Grund Nr. 2: Gewinne sichern
Wie Sie aber sicherlich wissen, hat sich die Telekom-Aktie bis zum Frühjahr 2000 mehr als versechsfacht. Aus 10.000 DM wurden zwischenzeitlich also 60.000 DM. Haben damals all die glücklichen Kleinanlegern die Telekom-Aktie endlich verkauft? Nein, zumindest nicht viele. Denn die Mehrzahl der damals noch investierten Anleger ging davon aus, dass die Telekom-Aktie Sie noch reich machen wird, sehr reich. Im schlimmsten Fall haben die Anleger auf hohem Niveau auch noch nachgekauft. Und das führt uns zum nächsten, eigentlich wichtigsten Punkt.

Warum Ausstiegsregeln? Grund Nr. 3: Verluste begrenzen
Angesteckt durch soviel Euphorie, sind zahlreiche Anleger bei der Telekom-Aktie eingestiegen, als Sie schon „jenseits“ von Gut und Börse war. Diejenigen, die also bei Kursen um die 100 eingestiegen sind, haben per heute einen Verlust von über 85% zu verbuchen.

Ich denke, Sie wissen jetzt, warum ich nie ohne Ausstiegsstrategie aus dem Hause gehe. Zusammenfassend brauchen Sie also Ausstiegsregeln, um

- Depotleichen zu vermeiden
- Gewinne zu sichern
- Verluste zu vermeiden

Viel Erfolg an der Börse
Ihr

Tom Firley

Samstag, 28. November 2009

Michele

Zumal es zur Zinswende nach seinen Erfahrungen in der Regel erst 6 bis 12 Monate später kommt, nachdem die Notenbanken ihre offizielle Rhetorik zur Geldpolitik geändert haben. Auch habe der amerikanische Notenbankpräsident Ben Bernanke jüngst klar gesagt, dass er dann zufrieden sei, wenn der heimische Arbeitsmarkt jeden Monat wieder mindestens 100000 neue Arbeitsplätze schaffe. Doch davon sei man in Amerika derzeit noch ein Stück weit entfernt.

Derzeit seien die Notenbanken noch damit beschäftigt, das System zu reflationieren. Noch komme es aber nicht zu steigenden Preisen, weil davor die Produktionskapazitäten noch zu unausgelastet seien. „Das aktuell vorherrschende Konstrukt mit Leitzinsen von praktisch 0 Prozent produziert zwar zwangsläufig Blasen, doch noch kann ich diese nicht identifizieren.“
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* Historie: Nach Rezessionsjahren tendierte der Dax uneinheitlich
* „Das Anlageumfeld ist nach wie vor günstig für uns“
* Hausse der Schwellenländer-Anleihen nähert sich dem Ende
* Niedrige Zinsen locken Exoten an den Anleihenmarkt
* Sind Ramschanleihen zu heiß gelaufen?

Durch die allgemein wieder gestiegene Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern haben sich in den vergangenen Monten bekanntlich auch die Renditeaufschläge am Anleihemarkt wieder zurückgebildet. Die Spreads bewegen sich laut Michele inzwischen wieder auf den normalen Niveaus für Rezessionszeiten. Und anders als viele andere Experten geht er davon aus, dass der Trend hin zu abnehmenden Renditeaufschläge noch eine Weile anhalten wird.

Zyklen mit fallenden Spreads dauern typischerweise fünf Jahre

Seine Prognosen, die er jüngst in London vor einem Pulk europäischer Journalisten vortrug, basiert dabei auch auf historischen Erfahrungen. Denn in den seit 1986 aufgetretenen drei vergleichbaren Fällen dauerte die Phase mit zusammenlaufenden Spreads im Schnitt rund fünf Jahre. Wiederholt sich die Geschichte, dann würde der jetzige Zyklus erst im Dezember 2013 enden.

Wegen dieser Grundannahmen hält Michele ausgewählte Unternehmensanleihen („Corporate Bonds dürften besser abschneiden als andere Anleiheklassen“, so seine Prognose) nach wie vor für ebenso interessant wie Schwellenländeranleihen in lokaler Währung, besonders in brasilianischen Real, indonesischen Rupiah, koreanischen Won oder mexikanischen Peso.

Weniger hält er dagegen von Dollar- und Pfund-Anleihen sowie von Staatsanleihen, was sich nicht zuletzt mit den wachsenden Staatsschulden erklärt. „Präsident Obama will seinen Landsleuten eine mehr oder weniger kostenlose Gesundheitsvorsorge anbieten. Das wird zwischen 1,5 und 2,0 Billionen Dollar kosten. Und als Folge davon wird Amerika weitere Anleihen emittieren“, prognostiziert Michele.

Donnerstag, 19. November 2009

Various FAZ News

Kreise - Nokia nimmt erneut Nortel-Teile ins Visier

Der Telefonnetz-Ausrüster Nokia Siemens Networks hat offenbar erneut ein Auge auf Teile des insolventen Nortel-Konzerns geworfen. Das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen habe gemeinsam mit dem Finanzinvestor One Equity Partners ein Gebot für die Sparten Optische Netzwerke und Ethernet abgegeben, sagte eine mit dem Verkauf vertraute Person am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. Als Favorit galt bislang Ciena, das 390 Millionen Dollar in bar und weitere zehn Millionen Dollar in Aktien für die Teile geboten hatte. Nortel war es aber gestattet, weitere Offerten einzuholen. Die Wirtschaftskrise hatte Nortel, dem einstigen Telekommunikationsgiganten aus Kanada, im Januar in den Konkurs getrieben. Seitdem versucht Nortel unter anderem durch Spartenverkäufe wieder auf die Beine zu kommen. Nokia Siemens hatte im Sommer bei der Mobilfunksparte das Nachsehen. Sie ging an die schwedische Ericsson. (Reuters)

Riverbed will sich gegen Übernahme von Cisco oder IBM wehren

Bei der Neuordnung der Technologiebranche stellt der Netzwerkausrüster Riverbed die Stacheln gegen eine Übernahme auf. Das Unternehmen sei stark genug, um alleine zu brillieren, betonte Riverbed-Chef Jerry Kennelly am Mittwoch in einem Reuters-Interview. „Alle haben uns im Visier. Wir haben es aber nicht eilig, aufgesogen zu werden.“ Als Interessent gilt unter anderem Branchenprimus Cisco, der sich zuletzt mehrere Anbieter spezieller Technologien unter den Nagel gerissen hat - darunter Tandberg, einen norwegischen Experten im wachstumsträchtigen Geschäft mit Videokonferenzen. Riverbed optimiert Netzwerke in Unternehmen und ermöglicht damit die zunehmende Abwicklung von Geschäftsvorgängen via Computer. Außer Cisco gelten auch IBM, Juniper Networks und Hewlett-Packard als interessiert an Riverbed. HP ist derzeit allerdings mit der Übernahme des Cisco-Konkurrenten 3Com beschäftigt. Die Technologiegiganten verbreitern ihr Angebot zunehmend auf Computer, Netzwerke und Datenspeicher und sind sich dabei zuletzt wiederholt ins Gehege gekommen. (Reuters)

Blatt - Pfizer will ab 2011 Generika in Japan anbieten

Der weltgrößte Pharma-Konzern Pfizer will einer Zeitung zufolge ab 2011 Generika in Japan anbieten. Wie „Nikkei“ am Donnerstag berichtete, soll das amerikanische Unternehmen mehr als 100 derartige Medikamente auf den Markt bringen. Der japanische Markt für Generika dürfte in diesem Jahr eine Größe von 400 Milliarden Yen (etwa drei Milliarden Euro) erreichen. Im Vergleich zu Europa und den Vereinigten Staaten ist der Anteil an Nachahmer-Präparaten in Japan gering. (Reuters)




Wirtschaft

Japans Wirtschaftsaktivität sinkt im September zum Vormonat

Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in Japan ist im September gegenüber dem Vormonat zurückgegangen. Wie das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) am Donnerstag mitteilte, verringerte sich die aggregierte Produktion im Dienstleistungssektor und verarbeitenden Gewerbe (inklusive Bau und Primärindustrien) im Vergleich zum Vormonat um 0,6 Prozent. Im August war der Index um 0,9 Prozent gestiegen. Der Index für den tertiären Sektor fiel im September auf Monatssicht um 0,5 Prozent, nach einem Plus von 0,3 Prozent im Vormonat. Für den Zeitraum von Juli bis September meldete das Ministerium einen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Aktivität um 1,1 Prozent zum Vorquartal. Der Dienstleistungsindex umfasst die Wirtschaftsaktivität in den Bereichen Versorger, Transport und Telekommunikation, Groß- und Einzelhandel, Finanzdienstleistungen, Immobilien und allgemeine Dienstleistungen. Der Gesamtindex schließt neben dem Index für den tertiären Sektor noch die Bereiche Bau, Landwirtschaft und Fischerei, Industrie sowie den öffentlichen Sektor ein. Beide Indizes werden als brauchbare Vorläufer für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts betrachtet und genießen daher unter Ökonomen erhöhte Aufmerksamkeit. (Dow Jones Newswires)

Singapurs Wirtschaft wächst deutlich

Die Wirtschaft Singapurs hat im dritten Quartal ein kräftiges Wachstum verzeichnet, allerdings nicht ganz so stark wie zunächst berichtet. Wie das Regierungsbüro am Donnerstag in einer zweiten Schätzung mitteilte, legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf saisonbereinigter und annualisierter Basis um 14,2 Prozent zu. Das Plus entsprach den Erwartungen der von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen.

Mittwoch, 18. November 2009

Nullzinspolitik bleibt für S

Der schwache Dollar ruft die US-Notenbank Fed auf den Plan. Die Zentralbank beobachte die Abwertung des Greenbacks genau, sagte Fed-Chef Ben Bernanke in ungewöhnlichen Äußerungen zum Dollar-Kurs. Er betonte, die Fed werde ihre Politik weiterhin darauf ausrichten, Gefahren für ihr doppeltes Mandat – die Förderung von Beschäftigung und die Preisstabilität – abzuwehren.

Fed-Vertreter verweisen üblicherweise auf das zuständige Finanzministerium, wenn es um den Kurs des Dollars geht. Nach Bernankes Äußerungen legte der Dollar gegenüber dem Euro zu und dämmte seine Verluste gegenüber dem Yen ein. Die Notenbank müsste jedoch ihre Zinsen anheben, um den Dollar nachhaltig zu stärken. Dies könnte jedoch der konjunkturellen Erholung schaden.

Bernanke betonte, es gebe jedoch noch andere Faktoren, die dabei helfen würden, die Inflation in den USA in Schranken zu halten. Eine sehr schwache Wirtschaft und stabile Erwartungen für die längerfristige Inflation dürften nach seiner Einschätzung den Druck auf die Preise unter Kontrolle halten. Die Fed werde die Inflationserwartungen eng überwachen, die ein wichtiges Frühwarnzeichen für eine aktuelle Inflation sein können.

China wird aufwerten - wie reagiere ich ?

Dazu kauft China im großen Stil Dollar auf – was sich auf Dauer aber nicht durchhalten lässt. Risikobereite Anleger spekulieren darauf, dass die Yuan-Aufwertung früher oder später kommen muss und engagieren sich in Festlands-Aktien (zum Beispiel mit dem ETF Lyxor China Enterprise, WKN: A0F5BW oder China A-Shares Tracker, WKN: AA0DSV). Einige Devisenanalysten raten zum Kauf des australischen Dollar als Surrogat. Die Idee dahinter: Als Hauptrohstofflieferant Chinas profitiert Australien wie keine andere Nation vom Aufstieg der Volksrepublik (zum Beispiel Australien-Dollar Zins-Zertifikat, WKN: 918740) dde

Rezessionsangst

US-Präsident Barack Obama will sich den Konjunkturoptimisten nicht anschließen. Im Gegenteil: Angesichts der übermäßigen Verschuldung seines Landes hält er einen Rückschlag für die Wirtschaft für möglich. Sein Finanzminister Geithner mahnt denn auch schon, die Weltwirtschaft dürfe sich nicht zu sehr von der US-Entwicklung abhängig machen.

HB PEKING. US-Präsident Barack Obama hat vor einem Rückfall in die Rezession bei einer exzessiven Verschuldung des Staates gewarnt. Sollten die USA auch im Aufschwung immer weiter Schulden auftürmen, werde dies womöglich eine Vertrauenskrise bei den Verbrauchern auslösen, warnte der US-Präsident in einem am Mittwoch von Fox News veröffentlichten Interview. "Dies könnte dann tatsächlich zu einer Rückkehr der Rezession führen", mahnte Obama. Die Regierung sei sich dieser Folgen bewusst, wenn sie über Steuererleichterungen für Firmen nachdenke. Erwogen werden derzeit Anreize für Unternehmen, rasch Personal einzustellen. Entschieden sei allerdings noch nichts: "Wir schauen uns das an", fügte Obama hinzu.

Die US-Wirtschaft war im Sommerquartal aufs Jahr hochgerechnet um 3,5 Prozent gewachsen und dürfte damit die Rezession hinter sich gelassen haben. Zugleich kämpft das Land aber mit steigender Arbeitslosigkeit. Die Quote stieg jüngst auf über zehn Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 1983. Der US-Präsident hat für Anfang Dezember einen Jobgipfel einberufen. Dabei sollen Konzernchefs, Gewerkschaftsbosse, Mittelständler und Wirtschaftsforscher über Auswege aus der Arbeitsmarktmisere beraten. Nach Angaben aus Regierungskreisen soll es aber nicht um ein weiteres Konjunkturpaket gehen.

Sonntag, 15. November 2009

Lithium

Eine Studie des Fondsanbieters Absolut Asset Manager taxiert den jährlichen Lithium-Bedarf im Jahr 2020 auf 85.000 Tonnen. Dabei liegt die jährliche Förderung derzeit nur bei rund 20?000 Tonnen, die indes zum größten Teil in Akkus für Notebooks und Mobiltelefonen zum Einsatz kommen. Das bedeutet: Fragt erst die Automobilindustrie nach, reicht das Angebot noch nicht einmal ansatzweise aus, um den zusätzlichen Bedarf zu decken. Besonders ergiebig lässt sich das von vielen Experten bereits als das „weiße Gold der Zukunft“ gekürte Metall in Salzseen gewinnen. Südamerika verfügt über rund zwei Drittel der weltweiten Lithiumreserven, über deren Größe sich die Experten streiten.
Nach Angaben von Meridian International Research schlummern südlich des Rio Grande rund 15 Mio. Tonnen Lithium. Die United States Geological Survey hingegen beziffert die globalen Ressourcen insgesamt auf nur elf Mio. Tonnen. Bolivien verfügt mit dem 3600 Meter hoch in den Anden gelegenen Salzsee „Salar de Uyuni“ über das größte und bisher fast unberührte Lithiumvorkommen der Welt. Weil das Land unter der Führung des links gerichteten Staatschefs Morales bisher noch kein Lithium auf dem Weltmarkt verkauft, gilt Chile mit einer Jahresproduktion von 8000 Tonnen und einer Gesamtreserve von rund drei Mio. Tonnen als besonders viel versprechend.
Wie der Börsengang des amerikanischen Lithium-Ionen-Akkuherstellers A123 Systems zeigt, ist diese Materie an den Finanzmärkten derzeit en vogue. Ende Oktober sprang die Aktie gleich in der ersten Börsensitzung um 50 Prozent in die Höhe. Weil bisher weder Fondsgesellschaften noch Zertifikatehäuser das drängende Thema in passende Anlageprodukte gegossen haben, gilt in Fachkreisen Sociedad Quimica y Minera de Chile (Wertpapierkennnummer: 895.007) als erste Wahl.
Mit einem Marktanteil von 30 Prozent ist die Gesellschaft, die Lithium seit 1996 als Beiprodukt zu Kalisalz und anderen Düngemitteln aus dem Atacama-Salzsee gewinnt, ist der weltweit größte börsennotierte Lithiumproduzent. Kontrolliert wird Sociedad Quimica y Minera de Chile von der chilenischen Investmentholding Pampa Calichero, die zum größten Teil dem Multimilliardär Julio Ponce Lerou gehört. Weil dieser wiederum 30 Prozent am weltgrößten Kaliproduzenten Potash Corp. of Sasketchwan hält, kochen an der Börse immer wieder Übernahmegerüchte hoch.
Eher für spekulative Anleger eignet sich Canada Lithium (WKN A0RE9L). Die Firma besitzt eine Mine, die bereits von 1955 bis 1965 in Betrieb und damals 272.000 Tonnen abwarf. Ende April konnte die Gesellschaft ein Abkommen mit dem großen japanischen Handelshaus Mitsui abschließen, das bis Ende 2010 die Lithiumprodukte von Canada Lithium in Japan, Korea und China exklusiv vermarktet und gleichzeitig die Option hat, dieses Abkommen für sechs weitere Jahre zu verlängern.
Doch Vorsicht: Die Handelsumsätze bei dieser Aktie sind sehr gering, Anleger sollten ihre Aufträge daher unbedingt limitieren. Gleiches gilt auch für Orocobre (WKN A0M61S), die sich auf die Exploration in Argentinien konzentriert. Experten bescheinigen den Australiern das Potenzial, langfristig 15.000 Tonnen Lithiumkarbonat und 36.000 Tonnen Kalisalz zu produzieren.

Technologie Aktien

Dialog Semiconductor: 648 Prozent Plus. Aixtron: 418 Prozent Plus. Drillisch: 167 Prozent Plus. Auch wenn diese Firmen alle schon zu Zeiten des Neuen Marktes existierten: Die Kurszuwächse entstammen keineswegs einem Rückblick auf die vergangenen Zeiten des früheren Wachstumssegments der Deutschen Börse. Die Zahlen geben die Entwicklungen der Aktien seit zwölf Monaten wieder. Genau zehn Jahre, nachdem die Euphorie um den Technologie- und Internetsektor den Rest der Börse in unfassbare Höhen getrieben hatte, sind die IT-Werte wieder obenauf. Heute wie damals aber stellt sich die Frage: Ist das der Grundstein für einen nachfolgenden schmerzhaften Absturz?

Monster-Rallye macht Angst vor tiefem Absturz Nicht nur kleine Firmen im TecDax, den die Deutsche Börse als eine Art Neuer-Markt-Nachfolger installiert hat, sind stark geworden. Auch in den USA gehören die Hightechwerte wie einst zu den Lieblingen der Anleger. So tummeln sich unter den besten Aktien des US-Kursbarometers Dow Jones seit Beginn des Jahres mit IBM, Microsoft, Cisco, Hewlett Packard und Intel gleich fünf Tech-Titanen unter den Top zehn.

"Hightechunternehmen gelten als relativ stark konjunkturabhängig", sagt Markus Zschaber, Fondsmanager der M.Z.V. Vermögensverwaltung. "Bei den ersten Anzeichen einer Stabilisierung haben die Technologiewerte deshalb vielfach die erhoffte wirtschaftliche Erholung mit stark steigenden Kursen vorweggenommen."

Diese Korrelation zeigt aber auch klar die Gefahren für Anleger auf, die jetzt noch in das Segment einsteigen: Denn das Schicksal der Tech-Rallye ist eng mit der Frage verwoben, ob die Wirtschaft in den entwickelten Industrienationen tatsächlich über den Berg ist, oder ob die Konjunktur doch erst noch den zweiten Abwärtshaken des "W" durchlaufen muss. "Leider spricht derzeit vieles für letzteres Szenario", sagt Keith Wade, Chefvolkswirt der Fondsgesellschaft Schroders. Und dann dürfte es auch die Aktien aus der IT-Branche noch einmal empfindlich erwischen.

zurück weiter 1 von 20 Technologiefonds und -BewertungenTechnologiewerte sind bei Anlegern wieder beliebt. WELT ONLINE stellt die besten Tech-Fonds und die am besten bewerteten Technologieaktien vor...


Fundamental zumindest präsentieren sich die Großen des Sektors gut aufgestellt. "Die Unternehmen haben im Abschwung konsequent ihre Kosten reduziert, oftmals deutlich stärker als vom Markt erwartet", sagt Knut Woller, Branchenanalyst bei Unicredit. Kein Wunder: Gerade dieser Sektor war schließlich vom plötzlichen Ende des TMT-Booms (Technologie, Medien, Telekom) besonders kalt erwischt worden und beweist nun, aus dieser Krise gelernt zu haben. Das strikte Kostenmanagement wurde vor allem in der laufenden Quartalssaison belohnt, als es gut 80 Prozent der bisher berichtenden Konzerne gelang, die Erwartungen des Marktes zu schlagen.

Freilich naht der Zeitpunkt, da die Unternehmen auch "liefern" müssen. Bisher haben sie es überwiegend durch Ausgabendisziplin geschafft, ihre Margen zu stabilisieren. "Doch sparen bringt langfristig nichts, wenn der Absatz stagniert oder gar sinkt", gibt Jens Herdack, Marktstratege der Weberbank zu bedenken. Und mit dieser Tatsache haben weiterhin viele der Konzerne zu kämpfen. Anleger sind zwar bereit, das zu akzeptieren. Aber dann muss die Perspektive stimmen.



Jahresvergleich von S&P Info Tech mit S&P 500-Index
Das bekamen Ende Oktober die Aktionäre der Softwareschmiede SAP zu spüren. Die Walldorfer hatten nicht nur für das abgelaufene Quartal einen Umsatzeinbruch von neun Prozent vermeldet – auch für den folgenden, gewöhnlich besten Dreimonatszeitraum mussten sie die Prognose zurücknehmen. Die Aktie stürzte um sieben Prozent ab.

Schon vorher hatten die SAP-Anteilseigner wenig Grund zur Freude gehabt. Die Aktie hatte den Aufschwung des Gesamtmarkts nur unterproportional mitgemacht. Der Funke, der das Papier anspringen lässt, könnte sich aber aus der besonderen Konstellation auf dem Technologiesektor ergeben. "SAP spielt im Zuge der fälligen Konsolidierung der IT-Branche eine besondere Rolle", sagt Analyst Woller. "Aufgrund seiner Ausrichtung wäre der Konzern für Unternehmen wie Oracle, IBM, Microsoft oder Hewlett-Packard eine strategisch sinnvolle Ergänzung."

Und die Konsolidierung innerhalb des Sektors ist bereits im Gang. SAP-Konkurrent Oracle kämpft zurzeit mit der Europäischen Kommission um grünes Licht für die Übernahme des Computerherstellers Sun Microsystems, die deutsche Software AG hat IDS Scheer übernommen, und Gerüchte ranken sich zum Beispiel um ein mögliches Zusammengehen des Netzwerkherstellers Cisco Systems mit dem Speicherspezialisten EMC.

Bei der aktuellen Tech-Rallye bleiben konservative Anleger vielleicht besser erst mal außen vor.

DAX Outlook

Endlich. Der Aufschwung ist da. Daran lassen die jüngsten Konjunkturdaten, wie die Zahlen zum deutschen Bruttoinlandsprodukt, keinen Zweifel mehr. Für Anleger stellt sich nun die Frage: Wie stark ist der Wirtschaftsboom? Wie weit wird er den Aktienmarkt noch tragen? Und wie sehr sind meine Anleihen und andere Anlageklassen davon betroffen? In den nächsten Tagen und Wochen stehen zahlreiche weitere Konjunktur-Indikatoren an, die die Wegmarken setzen werden.

So steht der Dax Das Gros der Investment-Experten geht davon aus, dass das jetzige Kursniveau des Dax bei 5700 Zählern zumindest nicht überhöht ist. „In der Summe dürften die Daten zeigen, dass das, was der Aktienmarkt zuletzt vorweggenommen hatte, gerechtfertigt ist“, sagt Anlagestratege Tobias Basse von der NordLB. Die Zahlen würden zwar wahrscheinlich kein Kursfeuerwerk an den Märkten auslösen, aber doch einen Hinweis darauf liefern, dass der Aufschwung robust und stabil ausfällt. Sein Berufskollege Markus Reinwand von der Helaba ist weniger zurückhaltend: Er rechnet auch kurzfristig mit einem weiteren Kursauftrieb: „Freundliche Daten aus dem fundamentalen Umfeld dürften die Aktienkurse diese Woche steigen lassen.“

In den vergangenen fünf Handelstagen hatte der Dax 3,6 Prozent zugelegt. Seit Jahresanfang beträgt das Plus rund 18 Prozent. Allerdings notierte der Index noch immer knapp 400 Punkte unter seinem Stand vor der Lehman-Pleite im September 2008. Da deren Folgen an den Finanzmärkten zusehends verblassen, sehen manche Auguren für die kommenden Wochen und Monaten sogar zweistelliges Potenzial.


Einer der optimistischsten unter ihnen ist Andreas Hürkamp von der Commerzbank. „Es gibt die Chance auf eine Jahresendrallye mit einem weiteren Dax-Plus von zehn bis 15 Prozent“. Erst 2010 könnten steigende Inflationserwartungen und nervös werdende Zentralbanken die Rallye bei Dividendenpapieren ausbremsen.

Nicht nur der Aktienmarkt tritt sieben Wochen vor dem Jahreswechsel in eine entscheidende Phase. Auch an den Renten-, Rohstoff- und Devisenmärkten deutet vieles auf „heiße Wochen“ hin. Gold konnte sich zuletzt die Marke von 1100 Dollar je Unze überwinden. Während dieser Inflations-Seismograph damit deutlich ausgeschlagen hat, bleiben festverzinsliche Papiere fest – obwohl eine Geldentwertung bei ihnen die größten Kollateralschäden anrichten würde. Beides passt nicht zusammen, weshalb die Akteure jeden neuen Wirtschaftsindikator ungeduldig erwarten.

Themen
Dax Börse Vorschau Aktien Rohstoffe Geldanlage Prognose So sicher das Ende der Rezession ist, so unsicher ist, ob die Ära danach von einer moderaten Inflation wie in den Neunzigerjahren oder einer ungezügelten Geldentwertung wie in den Siebzigerjahren einhergeht. Am Montag richtet sich der Blicke auf die US-Einzelhandelsumsätze und die Lagerbestände, am Dienstag auf die Industrieproduktion und die Erzeugerpreise. Mittwoch stehen die Verbraucherpreise, am Donnerstag der Philly-Fed-Index sowie die Erstanträge an.

Dienstag, 10. November 2009

Ölpreisprognose

Unter Annahme diese Standardszenarios würde der IEA-Ölimportpreis bis im Jahr 2015 real ein Niveau von 87 Dollar erreichen, bis im Jahr 2020 ein Niveau von 100 Dollar und bis im Jahr 2030 einen Preis von 131 Dollar je Barrel. Nominal würden die entsprechenden Preise - bei volatiler Entwicklung natürlich - im Trend bei 102, 131 und 190 Dollar je Barrel liegen. Gas und Kohle würden aufgrund von Substitutionseffekten ebenfalls teurer werden. Sollten sich die Staaten weltweit jedoch zum so genannten 450-Szenario verpflichten, würde der Preisauftrieb ab dem Jahr 2005 aufgrund nachlassender Nachfragedynamik gedämpft werden.

Der Ölmarkt lässt sich jedoch von solchen Modellrechnungen nur wenig beeindrucken. Der Ölpreis liegt am Dienstag mit einem Plus on 0,8 Prozent bei 80 Dollar je Fass der Sorte WTI. Optimisten wetten spekulativ gegen den fallenden Dollar und darauf, dass der Ölpreis kurzfristig weiter nach oben laufen wird. Solche Wetten haben in den vergangenen Monaten eine Eigendynamik entwickelt, obwohl die Öl- und Gas lager gut gefüllt sind und obwohl die Opec mehr als genug Kapazitäten hat, ihre Förderung auch kurzfristig deutlich zu steigern.

Fehler vermeiden

1. Nicht alles auf einmal investieren

Ein klein wenig Optimismus kann mitunter gefährlich sein. Kleinanleger sind dafür bekannt, sich erst dann von ihren Aktien zu trennen, wenn die Märkte bereits kräftig eingebrochen sind, und erst dann einzusteigen, wenn die Kurse bereits weit gelaufen sind. „Bei niedrigen Kursen zu verkaufen und bei hohen zu kaufen ist der größte Renditekiller“, sagt Susan Elser von Elser Financial Planning in Indianapolis.

Viele Anleger, die sich im zurückliegenden Jahr von Aktien und anderen riskanten Anlageklassen fernhielten, ärgern sich nun, die diesjährige Rally verpasst zu haben. Doch ist nun der richtige Zeitpunkt zum Wiedereinstieg gekommen?

Man sollte nicht in den Markt zurückkehren, nur weil man fürchtet, die Rally verpasst zu haben. „Der größte Fehler besteht darin, alles auf einmal wettmachen zu wollen“, sagt Micah Porter, Vorstandsvorsitzender der Minerva Planning Group aus Atlanta.

Auf dem derzeitigen Kursniveau ist eine Korrektur von 10, 15 oder 20 Prozent praktisch jederzeit möglich. Anstatt alles auf einmal zu investieren, rät Porter zum schrittweisen Kauf von Aktien im Laufe des kommenden Jahres oder - wenn viel Geld für Anlagezwecke zur Verfügung steht - über einen noch längeren Zeithorizont hinweg. Auf diese Weise werden Positionen langfristig aufgebaut, während zugleich die Wahrscheinlichkeit minimiert wird, Aktien genau auf dem Höhepunkt des Marktes überteuert zu kaufen.

2. Vorsicht vor Trends oder übertriebenem Enthusiasmus

Bei der Kapitalanlage ist es meist keine gute Idee, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen.

Hier und da wird Gold nach dessen kometenhaftem Anstieg auf über 1.100 Dollar je Feinunze am 6. November als Wertanlage gelobt. Der Goldpreis könnte sich aktuell jedoch auf seinem Höhepunkt oder in dessen Nähe befinden. „In meinen Augen ist momentan wahrscheinlich der ungünstigste Zeitpunkt, um in Gold zu investieren“, sagt Benningfield. Er warnt außerdem vor Devisenspekulationen, einem weiteren aktuell angesagten Trend. „Die Risiken sind enorm“, sagt er.

Gold kann sich - neben anderen Rohstoffen - als lohnenswerte Beimischung erweisen. Berater wie Steve Medland von TABR Capital Management aus Orange (Kalifornien) raten allerdings, nicht mehr als fünf Prozent des Portfolios in Gold anzulegen.

In den Vereinigten Staaten werden derzeit mit großem Werbeaufwand Aktienindex-Anleihen angepriesen. „Es ist das Trendprodukt schlechthin“, sagt Elser. Doch Elser, Medland und andere warnen vor der Komplexität und den hohen Gebühren dieser Wertpapiere.

3. Bauen Sie Anlageentscheidungen nicht auf Schlagzeilen oder Politik auf

„Es ist ein grober Fehler, seine Anlageentscheidung auf der Sympathie oder Antipathie gegenüber politischen Führungspersonen aufzubauen“, sagt Elaine Scoggins, leitende Kundenberaterin bei der Anlageberatungsgesellschaft Merriman aus Seattle.

Seit der Wahl von Barack Obama zum Präsidenten haben sich die Gemüter auf der rechten Seite des politischen Spektrums erhitzt (ähnlich wie jene der liberal Gesinnten während der vorangegangenen Bush-Regierung). Dies könnte zu schlechten Investmententscheidungen führen.

Scoggins zufolge würden sich Anleger aufgrund ihrer politischen Überzeugung bei Kaufentscheidungen von Katastrophenszenarien leiten lassen - von hoher Inflation über einen Crash des amerikanischen Dollars bis hin zu massiven Steuererhöhungen. „Im Medien- und Politikbetrieb ist Panikmache weit verbreitet.“

Auf diese unwahrscheinlichen Ereignisse zu setzen, kann sich bei der Zusammenstellung eines Portfolios als schwerwiegender Fehler erweisen. „Die Angst ist gewaltig“, sagt Paul Sutherland, Chief Investment Officer bei der FIM Group aus Traverse City (Michigan). Die Angst ist aber nicht in jedem Fall gerechtfertigt. So sei ein schwächerer Dollar für das verarbeitende Gewerbe der Vereinigten Staaten oder für amerikanische Unternehmen mit ausländischen Geschäftsaktivitäten sogar von Vorteil, merkt Sutherland an.

Politik und aktuelle Ereignisse lösten in aller Regel Emotionen aus, die bei der langfristig ausgerichteten Kapitalanlage kein guter Ratgeber seien, sagt Medland. „Schlagzeilen sagen nicht die künftige Entwicklung der Märkte voraus“, so Medland.

Eine politische Tatsache sollten Anlegern jedoch im Hinterkopf behalten: Die Wahrscheinlichkeit höherer Steuern für wohlhabendere Amerikaner. Zeitpunkt und Ausmaß der Steuererhöhungen lassen sich zwar schwer vorhersagen, in einigen Fällen könnte sich für den Steuerzahler jedoch eine gute Finanzberatung lohnen. So könnten amerikanische Anleger beispielsweise jetzt ihre Kursgewinne realisieren, solange die Kapitalertragsteuer noch verhältnismäßig niedrig ist.

4. Auf Qualität setzen

Seit März haben sich die Aktien von Unternehmen mit der geringsten Qualität am besten entwickelt. Nachdem sie während des Höhepunkts der Finanzkrise kräftig abgestraft wurden, haben sie in Erwartung einer konjunkturellen Erholung wieder stark aufgeholt. So verzeichneten beispielsweise Banken, Industriekonzerne oder sehr kleine Kapitalgesellschaften - also risikoreiche Unternehmen, die von der Finanz- und Wirtschaftskrise schwer getroffen wurden - eine Verdoppelung oder Verdreifachung ihrer Aktienkurse.

Unternehmen mit stabilen und nachhaltigen Geschäftsaktivitäten wurden von den Börsianern dagegen nicht selten stiefmütterlich behandelt.

Erwarten Sie keine Fortsetzung dieses Trends. Vielleicht ist er sogar bereits zu Ende. Setzen Sie stattdessen auf jene Unternehmen, die ihre Umsätze in den zurückliegenden 12 Monaten am stärksten steigern konnten. Nach Angaben des Datenanbieters Capital IQ liegen die Aktien der 100 Unternehmen mit den größten Umsatzzuwächsen im S&P-500 seit dem Märztief mit durchschnittlich 50,3 Prozent im Plus, während die Kurse der 100 Unternehmen mit der geringsten Umsatzsteigerung im Schnitt um 96,7 Prozent zulegten.

Im vergangenen Monat setzte jedoch eine Angleichung der Kursentwicklung beider Gruppen ein, und in der zurückliegenden Woche hat sich dieser Trend sogar umgekehrt. In der ersten Novemberwoche lag die Gruppe mit den größten Umsatzsteigerungen im Durchschnitt mit 0,6 Prozent im Plus, während die Gruppe mit der schwächsten Umsatzentwicklung mit durchschnittlich 0,2 Prozent im Minus notierte.

Nach Einschätzung von John Merrill, Chief Investment Officer von Tanglewood Wealth Management, könnte diese Verlagerung auf den Eintritt einer „neuen Art von Investor“ zurückgehen. Diese Investoren hätten sich in den vergangenen Monaten vorsichtig zurückgehalten, wären nun jedoch vom Wiedereinstieg überzeugt. Sie sind nach wie vor risikobewusst „und entscheiden sich für den sichersten Schritt zurück in den Markt“, so Merrill.

Unternehmen mit starken Fundamentaldaten könnten sich auf lange Sicht außerdem als widerstandsfähiger erweisen und seien nach der jüngsten Korrektur zu günstigeren Kursen zu haben, so Sutherland. „Es gibt viele Qualitätsunternehmen zu großartigen Preisen.“

Ähnliches könnte auch für den Rentenmarkt gelten. Porter warnt vor dem Kauf von Hochzinsanleihen, nachdem diese riskanten Papiere einen „unglaublichen Anstieg“ hinter sich haben.

5. Beherzigen Sie die Lektionen der Krise

Der jähe Einbruch der Aktienkurse 2008 und Anfang 2009 hat jedem Anleger eindrücklich vor Augen geführt, was alles schief gehen kann. Nach Meinung von Finanzexperten sollten diese Lektionen selbst in einer Aktienmarktrally nicht vergessen werden.

„Anleger sollten sich stets dieser Worst-Case-Szenarien bewusst sein“, rät Medland. Der schwerste Fehler in einer Krise bestehe in seinen Augen darin, nicht im Voraus geplant zu haben. Die Krise lehrte den Anleger auch einiges über sich selbst, über seine Fähigkeit, langfristig zu investieren, ohne bei niedrigen Kursen zu verkaufen und bei hohen zu kaufen.

Wenn man im März in Panik geriet und den gesamten Aktienbestand verkaufte, dann hat man die Chance auf hohe Gewinne verpasst. Wenn man in Krisenzeiten zu derartigen Anlagefehlern neige, sollte man eventuell eine konservativere Strategie verfolgen, meint Elser.

„Menschen, die ständig in den Markt hinein und hinaus springen, sollten dem Geschehen vielleicht besser fernbleiben“, sagt Elser. „Entweder man erträgt die Volatilität oder nicht.“ Für zahlreiche Anleger „besteht eine der gelernten Lektionen wahrscheinlich darin, zu viele Risiken eingegangen zu sein“, sagt Benningfield.

Angesichts der schwierigen Lage auf dem Arbeitsmarkt sind Anleger händeringend auf die Erträge ihrer Kapitalanlagen angewiesen. Die durch die Krise in ihre Portfolios gerissenen Wunden sind noch immer nicht völlig verheilt. Wichtig ist jedoch, Folgendes zu beherzigen: Wenn man 2008 und Anfang 2009 viel Geld mit riskanten Anlagen verloren hat, dann sollte man nicht noch größere Risiken eingehen, um die erlittenen Verluste wieder wettmachen zu wollen.

Jahresendralley

An vielen Börsen ist die Stimmung derzeit gar nicht schlecht. Zwar gibt es immer wieder auch Handelstage, mitunter auch mehrere hintereinander, an denen sich Zweifel am globalen Aufschwung ausbreiten und die Notierungen nachgeben. Unter dem Strich aber rechnen die Anleger mit einer Fortsetzung der konjunkturellen Erholung in den kommenden Monaten, die sich dann auch in steigenden Unternehmensgewinnen niederschlagen werde. Andernfalls stünde der Dow Jones Industrials, das führende Wall-Street-Barometer, nicht auf mehr als 10.000 Punkten und der S&P-500, der breiter ist und ein umfassenderes Bild vom Markt zeichnet, nicht auf knapp 1070 Punkten. Der Deutsche Aktienindex Dax freilich hat sich von seinen jüngsten Höchstmarken jenseits von 5800 Punkten ein Stück entfernt und wurde zuletzt mit 5488 Punkten berechnet. Marktauguren wie die Aktienstrategen der Commerzbank sagen allerdings steigende Kurse auch an der deutschen Börse voraus und sprechen von einer bevorstehenden „Jahresendrally“.

Auf den Anleihemärkten schlägt sich der Konjunkturoptimismus in einer Versteilung der Zinsstrukturkurve nieder. Die Renditen am kurzen Ende des Marktes bleiben fest auf niedrigem Niveau verankert, nicht zuletzt wegen des Versprechens der Notenbanken eines niedrigen Leitzinses. Am langen Ende des Marktes aber klettern die Renditen vorsichtig in die Höhe, so dass sich der Zinsabstand zwischen kürzeren und längeren Laufzeiten vergrößert. Das hat freilich auch damit zu tun, dass das Angebot an Staatsanleihen deutlich steigt und auf deren Preise drückt. Das amerikanische Finanzministerium wird in dieser Woche Anleihen mit drei Jahren Laufzeit im Volumen von 40 Milliarden Dollar anbieten, eine neue zehnjährige kommt im Volumen von 25 Milliarden Dollar. Darüber hinaus bemüht sich die Regierung in Washington um eine Verlängerung der Fristigkeit und legt eine inflationsgeschützte Anleihe mit 30 Jahren Laufzeit im Volumen von 16 Milliarden Dollar auf. Dafür soll die Anleihe mit 20 Jahren Laufzeit nicht mehr angeboten werden.

Spekulative Käufe lassen Ölpreis in die Höhe schießen

Die russische Regierung lotet derweil bei Marktakteuren aus, ob sich eine Staatsanleihe des einstmals kommunistischen Landes erfolgreich am Markt platzieren und an Investoren verkaufen ließe. In London hat sich Finanzminister Alexej Kudrin mit Bankern getroffen, um sich über ein mögliches Interesse an einer für Anfang kommenden Jahres geplanten Anleihe im Volumen von knapp 18 Milliarden Dollar zu informieren. Es wäre das erste Mal seit der Zahlungsbilanzkrise im Jahr 1998, dass Russland den internationalen Kapitalmarkt in Anspruch nähme. Im Vergleich zu den hohen Gold- und Devisenreserven, die nicht zuletzt den Erlösen aus dem Ölverkauf zu verdanken sind, nimmt sich das geplante Anleihevolumen recht bescheiden aus. Russland besitzt derzeit Reserven von 433 Milliarden Dollar.

Der jüngste Anstieg des Ölpreises kommt Moskau und den anderen Exportnationen durchaus gelegen. Marktbeobachter äußern gleichwohl Zweifel, dass sich die verhältnismäßig schnelle Erhöhung von rund 65 auf 80 Dollar je Fass allein mit einer steigenden physischen Nachfrage im Zuge der Konjunkturaufhellung erklären lasse. Hieran hätten auch spekulative Käufe einen erheblichen Anteil, sagen Analysten.

Einige Prognosen, die für den Ölpreis derzeit herumgereicht werden, sehen ihn zum Jahresende auf 85 bis 90 Dollar klettern. Es gilt vor diesem Hintergrund als möglich, dass das Ölförderkartell Opec auf seiner nächsten Sitzung im Dezember eine Erhöhung der Förderquoten beschließen könnte. Von einer Anhebung um 500.000 bis eine Million Fass am Tag ist hier und da die Rede. Denn auch die Förderländer haben ein Interesse daran, dass der Preis nicht allzu schnell in die Höhe schießt und womöglich den Aufschwung der Weltwirtschaft gefährdet.