Unter Annahme diese Standardszenarios würde der IEA-Ölimportpreis bis im Jahr 2015 real ein Niveau von 87 Dollar erreichen, bis im Jahr 2020 ein Niveau von 100 Dollar und bis im Jahr 2030 einen Preis von 131 Dollar je Barrel. Nominal würden die entsprechenden Preise - bei volatiler Entwicklung natürlich - im Trend bei 102, 131 und 190 Dollar je Barrel liegen. Gas und Kohle würden aufgrund von Substitutionseffekten ebenfalls teurer werden. Sollten sich die Staaten weltweit jedoch zum so genannten 450-Szenario verpflichten, würde der Preisauftrieb ab dem Jahr 2005 aufgrund nachlassender Nachfragedynamik gedämpft werden.
Der Ölmarkt lässt sich jedoch von solchen Modellrechnungen nur wenig beeindrucken. Der Ölpreis liegt am Dienstag mit einem Plus on 0,8 Prozent bei 80 Dollar je Fass der Sorte WTI. Optimisten wetten spekulativ gegen den fallenden Dollar und darauf, dass der Ölpreis kurzfristig weiter nach oben laufen wird. Solche Wetten haben in den vergangenen Monaten eine Eigendynamik entwickelt, obwohl die Öl- und Gas lager gut gefüllt sind und obwohl die Opec mehr als genug Kapazitäten hat, ihre Förderung auch kurzfristig deutlich zu steigern.
Dienstag, 10. November 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen