Donnerstag, 31. Dezember 2009

RZB Prognose

Für die Eurozone erwartet Brezinschek für das kommende Jahr ein Wachstum von 1,4 Prozent, mit Deutschland an der Spitze (+2,0 Prozent) und den Schlusslichtern Italien (0,7 Prozent) und Spanien (0,6 Prozent). Österreichs Wirtschaft dürfte um 1,5 Prozent zulegen, die USA um 2,5 Prozent. Am stärksten sollten die Emerging Markets wachsen: China um 9 Prozent, Indien um 7,5 Prozent, die Türkei um 5,0 Prozent und Brasilien um 4,5 Prozent.

Liquiditätsabbau

Bedeutsam für die Kapitalmärkte sollte der geplante Liquiditätsabbau durch die Notenbanken werden. Der größte Brocken der über 700 Mrd. Euro hohen Refinanzierungsgeschäfte der Europäischen Zentralbank (EZB) laufe mit 442 Mrd. Euro Ende Juni aus, so Brezinschek. Leitzinsanhebungen dürften aber erst im zweiten Halbjahr einsetzen, die Höhen der Renditen jedoch schon vorher vom schlechten Zustand der Staatsfinanzen beeinflusst werden. "Alle Länder sind von den Maastricht-Kriterien entfernt", so Brezinschek, der auf diesem Gebiet "extremen Handlungsbedarf" sieht. Die Zinsen auf den Kapitalmärkten sollen sich im ersten Halbjahr noch relativ stabil entwickeln, im zweiten Halbjahr aber deutlich ansteigen, im zehnjährigen Bereich etwa von aktuell 3,20 auf 3,80 Prozent. Inflation oder Deflation sollten kein Thema sein.

"An den Aktienmärkten könnte sich das Bild im ersten Quartal eintrüben", so RZB-Aktienexperte Helge Rechberger. Die wesentlichen Ursachen dafür sieht er im geplanten Liquiditätsentzug & ersten Spekulationen über Zinserhöhungen
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