Donnerstag, 31. Dezember 2009

Mark Faber über Gold

Eine Funktion des Papiergeldes ist ja die "Werterhaltung", aber beim US-Dollar scheint diese Funktion kaum mehr zu bestehen. Es ist davon auszugehen, dass nebst der indischen Notenbank, die vor kurzem 200 Tonnen Gold vom IWF erworben hat, sowie der Notenbank in Sri Lanka, die sich rund 20 Tonnen Gold zugelegt hat, weitere Notenbanken auf der ganzen Welt in naher Zukunft einen Teil ihrer schwächelnden Dollarbestände in sicheres Gold umwandeln werden.

Dazu kommt noch ein weiterer Gesichtspunkt: Der Goldpreis überstieg zum ersten Mal im Sommer 2008 die 1000-Dollar-Marke pro Feinunze. Dann bewegte sich der Preis in einer Zone von rund 750 bis rund 1040 Dollar, wobei die 1000-Dollar-Grenze eine Widerstandszone bildete. Jetzt, wo der Goldpreis aber deutlich über diese Widerstandszone nach oben ausgebrochen ist, gilt die 1000-Dollar-Linie als starke Unterstützungszone.

Es ist äußerst unwahrscheinlich, dass der Goldpreis in absehbarer Zeit wieder in die dreistellige Preiszone zurückfallen dürfte. Zwar haben die Währungshüter noch gewisse Bedenken, mehr für Gold zu bezahlen, als die indische Zentralbank. Aber sollte der Preis um zehn bis 20 Prozent korrigieren, dürften die Notenbanker zu Schnäppchenjäger werden. Und wenn die Währungshüter in den sicheren Hafen streben, sollten die Kleinanleger nicht lange fackeln, sondern ebenfalls beim Gold einsteigen.

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