Donnerstag, 15. Oktober 2009

Silber

Denn während Gold nur zu etwa zehn Prozent industriellen Zwecken zugeführt wird, sind es beim Silber mehr als die Hälfte des geförderten Materials. Und da es immer neue ermutigende Signale von der Indikatorenfront gibt, nimmt der Silberpreis die erhoffte V-förmige Erholung der Konjunktur vorweg. Schließlich bedeutet anziehendes Wirtschaftswachstum steigende Nachfrage nach Rohstoffen. So tritt vor allem China bereits wieder als eifriger Käufer am Markt auf. "Der Aufwärtstrend beim Silber ist weiterhin intakt", glaubt denn auch Commerzbank-Analyst Fritsch.

Silber-Optimisten führen auch gern das sogenannte Gold-Silber-Verhältnis als Argument "pro argentum" ins Feld. Es ist das Preis-Verhältnis zwischen beiden Metallen, und bei Preisen von 1060 (Gold) zu 18 Dollar (Silber) ergibt sich zurzeit ein Wert von 1 : 59. Über Jahrhunderte hatte diese Maßzahl bei rund 1 : 20 gelegen. Die Entwicklung drückt unter anderem aus, wie stark Silber seine monetäre Bedeutung eingebüßt hat. Ganz anders Gold, das ja nach wie vor von Zentralbanken gehortet wird. Die starken Zuflüsse in die "exchange traded commodities" (ETC) genannten Silberfonds könnten allerdings belegen, dass Silber auch nachhaltig wieder für Investoren interessant wird. Dann könnte sich das Gold-Silber-Verhältnis weiter dem historischen Durchschnitt nähern.

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