Donnerstag, 22. Oktober 2009

Fonds Outlook

Bewegung kommt in den Fonds vermutlich erst wieder etwa von November 2012 bis etwa Juli 2013, wenn er ausläuft und die Anleger ihr Kapital mit einer hoffentlich großzügigen Verzinsung ausbezahlt bekommen. Schon Monate vor der Auflösung wird das Fondsmanagement beginnen, die Positionen aufzulösen. Dem Fonds kommt auch zugute, dass die durchschnittliche Kapitalbindung (Duration) durch seine Konstruktion zwangsläufig sinkt. Anfangs lag sie bei etwas weniger als fünf Jahren. Je näher das Laufzeitende rückt, desto mehr nimmt die Duration ab und damit die Anfälligkeit gegen Zinsänderungen. Das Konzept verfolgt die Deka auch mit anderen Fälligkeiten, die allerdings einen weniger günstigen Einstiegszeitpunkt erwischt hatten.

Starkes Gefälle

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KursChartWatchlistDer Spitzenreiter kommt ebenfalls von der Deka und heißt Euroland Balance. Er kommt über drei Jahre noch auf eine Rendite von kumuliert 16 Prozent. Auch dieser Fonds unterscheidet sich von anderen Rentenfonds durch seine Ausrichtung: Er wird nach einem quantitativen Modell verwaltet. Dem Fonds liegt somit ein mathematisches System zugrunde, in das die Fondsmanager auch nicht eingreifen.

Die Rendite in unserer Rangliste fällt recht schnell ab. Von Rang 15 an liegt die Drei-Jahres-Verzinsung schon unter 10 Prozent. Negativ fällt auf, dass die Rendite meist mit einem zu großen Risiko erzielt wurde. Sämtliche Fonds, die eine negative Sharpe Ratio aufweisen, haben zwar das Vermögen der Anleger gemehrt, jedoch weniger stark, als diese dies mit einer als risikolos eingestuften Geldanlage, zum Beispiel in Tagesgeld oder Bundesanleihen, geschafft hätten. Nur die besten 11 Fonds nehmen auch diese Hürde. Die Finanzkrise klingt offenkundig nach.

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