Die langfristig negative Korrelation zu Aktien und Anleihen bedeutet im Ansatz der modernen Portfolio-Theorie, dass die Integration von Rohstoffinvestments zu effizienteren Portfolios und besseren Performance-Kennzahlen (z.B. Risk Return) führt. D.h. bei gleichem Gesamtrisiko, lässt sich die Rendite steigern bzw. die gleiche Rendite lässt sich mit einem geringeren Risiko erzielen. Somit kann die Effizienzlinie (Efficient Frontier Line) durch die Einbeziehung von Hard Assets in ein klassisches Aktien-Renten-Portfolio nachweislich nach oben verschoben werden. Zur Sicherung des Vermögens wäre ein Anteil von 15 bis 20 Prozent Rohstoff- bzw. Goldanteil am Gesamtportfolio optimal. Die meisten Analysten empfehlen jedoch für diesen Bereich nur Gewichtungen von 3 bis 5 Prozent, was aufgrund der weltweiten Verschuldungsproblematik eher zu gering sein dürfte. Während Ende der 70iger Jahre der Goldanteil in den Portfolios zwischen 15 und 20 Prozent lag, liegt die heute errechnete Investitionsquote weltweit bei 0,4 Prozent.
Neben der positiven Eigenschaft der Risikodiversifikation in einem gemischten Portfolio, dienen Rohstoffe und besonders Gold auch als Schutz gegen Inflation. Aufgrund der explosionsartigen Geldmengenerhöhung der letzten Jahre, dem kontinuierlich hohen Haushaltsdefizit und der historisch hohen Staatsverschuldung aller wichtigen Industrienationen, muss zukünftig mit einer Inflationsproblematik gerechnet werden.
Gold wird generell als Versicherung gegen Inflation betrachtet, gewissermaßen als Inflations-Hedge-Instrument. Außerdem wirkt Gold wie ein Fieberthermometer, das den Gesundheitszustand jeder einzelnen Währung anzeigt. Als Beispiel der jüngeren Vergangenheit kann die Deutsche Mark herangezogen werden, die vom 21. Juni 1948 bis zum 31. Dezember 2001 als zweitstärkste Währung der Welt galt. Laut statistischem Bundesamt verlor die DM in diesen 53 Jahren ca. 75 Prozent an Wert. Dies entspricht einer Inflationsrate von 2,75 Prozent pro Jahr. Investoren mussten mindestens diesen Zins erzielen, um den Break Even ihrer Investition zu erreichen. Gleichzeitig gewann das Gold im selben Zeitraum gegenüber der DM 318 Prozent, was ebenfalls einem Verlust der DM gegenüber dem Edelmetall von ca. 75 Prozent gleichkam. Somit lässt sich der Schutz des Goldes vor einem Währungsverfall empirisch belegen. Der Wert des Goldes besteht unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter, denn keine staatliche Institution dieser Welt kann Gold herstellen oder drucken und somit durch einen inflationären Gebrauch entwerten.
Im Rahmen eines Portfolio-Insurance-Konzeptes ist Gold somit nicht nur ein Diversifikations- und stabiles Wertaufbewahrungsmittel, sondern auch eine preiswerte Portfolio-Versicherung gegen Inflation.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
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