Freitag, 23. Oktober 2009

Ruppigere Tage kommen - Stop loss 5500

Meine Einschätzung des Dax ändert sich deshalb nicht. Obwohl es im kurzfristigen Bereich mal wieder Hinweise gibt, die ein paar ruppigere Tage erwarten lassen, so ist der seit März dieses Jahres bestehende langfristige Aufwärtstrend weiterhin stabil. Der Dax wird in diesem Jahr wahrscheinlich noch weiter steigen, dabei aber ebenso wahrscheinlich sein altbekanntes Verhaltensmuster nicht ablegen und sich deshalb unmittelbar danach wieder ein paar schwächere Tage gönnen. Solange er jedoch nicht meine analytische Verlustbegrenzung (Stoploss) von rund 5500 Punkten unterschreitet, so lange bleiben die Dinge in halbwegs geordneten Bahnen und wie bislang auch Kurse um 6000 Punkte in Reichweite.
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Der Dax befindet sich gerade in einer entscheidenden Phase, in der nur zwei extreme Verläufe wahrscheinlich sind. Lässt der Dax die "Lehman-Zone" zwischen rund 5850 und 6150 Punkten hinter sich, könnte der Himmel voller Geigen hängen. Dann könnte sich die vor zwei Wochen an dieser Stelle vorgestellte Prognose von 7000 Punkten im Jahr 2010 als richtig erweisen. Bleibt der Dax jedoch in der genannten Spanne, könnte es schlimm werden. Der Dax könnte dann die nächsten 1000 Punkte gen Süden bis in Bereiche um 4500 Punkte in rekordverdächtiger Zeit absolvieren.

Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umsetzen

Momentan besteht diese Gefahr wohl nur bedingt. Aber gerade an den Finanzmärkten tut man sehr gut daran, sich für den schlimmsten Fall zu wappnen. Einmal, damit sich die Überraschung für diesen Fall in Grenzen hält und eigene panische Reaktionen ausbleiben. Zum anderen aber auch um abzuwägen, was denn in einer solchen Situation zu tun wäre. Und dann ist es für Anleger besonders wichtig, Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umzusetzen. Wenn der oben erwähnte und im Chart eingezeichnete langfristige Aufwärtstrend mein analytisches Stoploss bei 5500 Punkten bricht, dann hat der Dax sich mit Nachdruck für die Bärenvariante entschieden.

Unterm Strich ist nach meiner Beobachtung die Stimmung eher also schlecht, die Lage aber eher gut. Das ist im Regelfall genau der Nährboden, auf dem eine Hausse wächst. Natürlich kann dieses Mal alles ganz anders sein. Aber die Frage "Warum eigentlich?", auch die muss gestellt werden dürfen. Es besteht zumindest eine gewisse Chance dafür, dass unsere Wahrnehmung das Problem ist. Nicht die Realität.

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