Im Dax notierten derweil alle 30 Standardwerte in der Verlustzone. Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank gerieten trotz guter Zahlen der Credit Suisse besonders unter Druck. Händler verwiesen dabei auf einen Negativ-Trend, der zur Wochenmitte auch die Deutsche Bank nach ihrem guten Quartalsbericht getroffen hatte. Marktteilnehmer erklären dies insbesondere damit, dass die amerikanische Großbank JPMorgan mit ihrem Auftakt der Bankzahlen die Ansprüche der Anleger bereits deutlich nach oben geschraubt habe. Deutsche-Bank-Titel sanken um 2,77 Prozent auf 52,505 Euro, Commerzbank-Papiere verloren 3,19 Prozent auf 8,055 Euro.
Etwas besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die im SDax gelisteten Papiere der Comdirect Bank, die nur um 0,91 Prozent auf 6,50 Euro nachgaben. Die Onlinebank steigerte ihr Ergebnis im dritten Quartal dank der Übernahme der European Bank for Fund Services (ebase) leicht. Analyst Werner Eisenmann von der DZ Bank schrieb in einer Studie: „Das Ergebnis übertraf signifikant die Erwartungen und bestätigt, dass Comdirect in einem schwierigen Umfeld gute Ergebnisse generieren kann.“
Verabschieden sich Profis aus dem Dax?
Die jüngsten Verkaufsaktionen der professionellen Anleger haben den deutschen Aktienmarkt nahe dem Jahreshoch auf Konsolidierungskurs gebracht. Die Bullen sind in Scharen zu Bären mutiert. Im Vergleich zur Vorwoche ist das Bärenlager laut der wöchentlichen Stimmungsumfrage von Cognitrend um 11 Prozentpunkte auf nun 41 Prozent gewachsen, die Zahl der Bullen hat sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozentpunkte auf 40 Prozent reduziert. Damit sind 19 Prozent der Befragten neutral gestimmt, was einem Plus von 3 Prozentpunkten entspricht.
Nach der aktuellen Erhebung fällt der Bull/Bear-Index, der die Stimmung unter den mittelfristig engagierten Investoren misst, in den pessimistischen Bereich. Beachtliche 14 Prozent der Befragten haben vorerst das Bullenlager verlassen und fast ausnahmslos den direkten Weg ins Bärenlager gesucht. Um überzeugte Pessimisten sollte es sich hierbei aber nicht handeln. Nach Einschätzung der Sentiment-Analystin Christin Stock sind sich die Akteure bewusst, dass sie mehr tun müssen, als nur auf ihren Long-Positionen auszuharren, um am Ende des Jahres die Benchmark zu schlagen.
Nachdem die Profi-Anleger über Monate hinweg der Dax-Performance hinterherliefen, sind die neuen bearishen Anwandlungen vermutlich nicht mehr als ein kurzes Intermezzo. Sie warten nach Einschätzung von Stock nur darauf, zu tieferen Kursen wieder einzusteigen - im Herzen bleiben sie Dax-Bullen.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
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