Samstag, 24. Oktober 2009
Leuschel - 1/4 in Gold
Wir Crash-Propheten haben einen schweren Stand. Schließlich geht es an der Börse an zwei Dritteln der Handelstage nach oben. Dennoch: Wir fürchten für die kommenden Jahre einen dramatischen Anstieg der Inflation. Den besten Schutz dagegen bietet Gold. Anleger sollten ein Viertel ihres Depots darin anlegen.
Attention ETFs
Die höheren Gebühren lassen sich für solche neuen Fonds besser durchsetzen. „Hier gibt es wenig Konkurrenz, die Fonds sind schwerer vergleichbar“, erklärt Alexander Kempf, Finanzprofessor am Centre for Financial Research der Universität Köln. „Man muss den Anbietern allerdings auch zugute halten, dass sie mit vielen neuen Fonds Anleger gewinnen wollen, die bestimmte Strategien verfolgen, die bisher nur Zertifikate ermöglichten.“ So können Anleger jetzt mit Indexfonds auch von fallenden und seitwärts laufenden Märkten profitieren. Oder mit doppeltem Tempo am Aufstieg des Dax teilhaben.
Doch die Innovation birgt ein weiteres Kostenrisiko. Selbst wenn die jährliche Gebühr und der Spread sich im Rahmen halten, kann es Geld kosten, wenn Anleger bei fallenden Kursen nicht schnell genug aus ihren Indexfonds herauskommen. Eigentlich gehört es zu den großen Vorteilen von Indexfonds, dass sie - anders als andere Fonds - teilweise im Minutenabstand einen aktuellen Preis bekommen und dann auch gehandelt werden können. Für einige neuartige Fonds aber ist das nur einmal am Tag der Fall. Wenn Anleger aber stundenlang warten müssen, können sie viel Geld verlieren: Der Preis, zu dem ihr Verkaufsauftrag tatsächlich ausgeführt wird, kann dann viel niedriger sein als der alte.
Rufschädigung
Diese Kosten sind das eine, die Einfachheit der Produkte das andere. Was der DAXplus Covered Call symbolhaft zeigt, gilt für viele neue Indexfonds. Der Anleger versteht nicht mehr genau, in was der Fonds investiert und wovon die Wertentwicklung abhängt. Er muss Fondsprospekte lesen und sich beraten lassen. „Wenn das so weitergeht, droht der ETF-Markt seine beiden größten Vorteile zu verlieren, deretwegen Anleger Indexfonds kaufen: Einfachheit und niedrige Gebühren“, warnt Felix Trobisch, Vermögensberater der Capitell AG. „Das Gleiche hat schon dem Zertifikatemarkt kräftig geschadet, von dem sich die Indexfonds bisher so positiv unterschieden haben.“
Doch die Innovation birgt ein weiteres Kostenrisiko. Selbst wenn die jährliche Gebühr und der Spread sich im Rahmen halten, kann es Geld kosten, wenn Anleger bei fallenden Kursen nicht schnell genug aus ihren Indexfonds herauskommen. Eigentlich gehört es zu den großen Vorteilen von Indexfonds, dass sie - anders als andere Fonds - teilweise im Minutenabstand einen aktuellen Preis bekommen und dann auch gehandelt werden können. Für einige neuartige Fonds aber ist das nur einmal am Tag der Fall. Wenn Anleger aber stundenlang warten müssen, können sie viel Geld verlieren: Der Preis, zu dem ihr Verkaufsauftrag tatsächlich ausgeführt wird, kann dann viel niedriger sein als der alte.
Rufschädigung
Diese Kosten sind das eine, die Einfachheit der Produkte das andere. Was der DAXplus Covered Call symbolhaft zeigt, gilt für viele neue Indexfonds. Der Anleger versteht nicht mehr genau, in was der Fonds investiert und wovon die Wertentwicklung abhängt. Er muss Fondsprospekte lesen und sich beraten lassen. „Wenn das so weitergeht, droht der ETF-Markt seine beiden größten Vorteile zu verlieren, deretwegen Anleger Indexfonds kaufen: Einfachheit und niedrige Gebühren“, warnt Felix Trobisch, Vermögensberater der Capitell AG. „Das Gleiche hat schon dem Zertifikatemarkt kräftig geschadet, von dem sich die Indexfonds bisher so positiv unterschieden haben.“
Freitag, 23. Oktober 2009
Ruppigere Tage kommen - Stop loss 5500
Meine Einschätzung des Dax ändert sich deshalb nicht. Obwohl es im kurzfristigen Bereich mal wieder Hinweise gibt, die ein paar ruppigere Tage erwarten lassen, so ist der seit März dieses Jahres bestehende langfristige Aufwärtstrend weiterhin stabil. Der Dax wird in diesem Jahr wahrscheinlich noch weiter steigen, dabei aber ebenso wahrscheinlich sein altbekanntes Verhaltensmuster nicht ablegen und sich deshalb unmittelbar danach wieder ein paar schwächere Tage gönnen. Solange er jedoch nicht meine analytische Verlustbegrenzung (Stoploss) von rund 5500 Punkten unterschreitet, so lange bleiben die Dinge in halbwegs geordneten Bahnen und wie bislang auch Kurse um 6000 Punkte in Reichweite.
Zum Thema
Der Dax befindet sich gerade in einer entscheidenden Phase, in der nur zwei extreme Verläufe wahrscheinlich sind. Lässt der Dax die "Lehman-Zone" zwischen rund 5850 und 6150 Punkten hinter sich, könnte der Himmel voller Geigen hängen. Dann könnte sich die vor zwei Wochen an dieser Stelle vorgestellte Prognose von 7000 Punkten im Jahr 2010 als richtig erweisen. Bleibt der Dax jedoch in der genannten Spanne, könnte es schlimm werden. Der Dax könnte dann die nächsten 1000 Punkte gen Süden bis in Bereiche um 4500 Punkte in rekordverdächtiger Zeit absolvieren.
Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umsetzen
Momentan besteht diese Gefahr wohl nur bedingt. Aber gerade an den Finanzmärkten tut man sehr gut daran, sich für den schlimmsten Fall zu wappnen. Einmal, damit sich die Überraschung für diesen Fall in Grenzen hält und eigene panische Reaktionen ausbleiben. Zum anderen aber auch um abzuwägen, was denn in einer solchen Situation zu tun wäre. Und dann ist es für Anleger besonders wichtig, Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umzusetzen. Wenn der oben erwähnte und im Chart eingezeichnete langfristige Aufwärtstrend mein analytisches Stoploss bei 5500 Punkten bricht, dann hat der Dax sich mit Nachdruck für die Bärenvariante entschieden.
Unterm Strich ist nach meiner Beobachtung die Stimmung eher also schlecht, die Lage aber eher gut. Das ist im Regelfall genau der Nährboden, auf dem eine Hausse wächst. Natürlich kann dieses Mal alles ganz anders sein. Aber die Frage "Warum eigentlich?", auch die muss gestellt werden dürfen. Es besteht zumindest eine gewisse Chance dafür, dass unsere Wahrnehmung das Problem ist. Nicht die Realität.
Zum Thema
Der Dax befindet sich gerade in einer entscheidenden Phase, in der nur zwei extreme Verläufe wahrscheinlich sind. Lässt der Dax die "Lehman-Zone" zwischen rund 5850 und 6150 Punkten hinter sich, könnte der Himmel voller Geigen hängen. Dann könnte sich die vor zwei Wochen an dieser Stelle vorgestellte Prognose von 7000 Punkten im Jahr 2010 als richtig erweisen. Bleibt der Dax jedoch in der genannten Spanne, könnte es schlimm werden. Der Dax könnte dann die nächsten 1000 Punkte gen Süden bis in Bereiche um 4500 Punkte in rekordverdächtiger Zeit absolvieren.
Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umsetzen
Momentan besteht diese Gefahr wohl nur bedingt. Aber gerade an den Finanzmärkten tut man sehr gut daran, sich für den schlimmsten Fall zu wappnen. Einmal, damit sich die Überraschung für diesen Fall in Grenzen hält und eigene panische Reaktionen ausbleiben. Zum anderen aber auch um abzuwägen, was denn in einer solchen Situation zu tun wäre. Und dann ist es für Anleger besonders wichtig, Stoploss-Orders diszipliniert und stoisch umzusetzen. Wenn der oben erwähnte und im Chart eingezeichnete langfristige Aufwärtstrend mein analytisches Stoploss bei 5500 Punkten bricht, dann hat der Dax sich mit Nachdruck für die Bärenvariante entschieden.
Unterm Strich ist nach meiner Beobachtung die Stimmung eher also schlecht, die Lage aber eher gut. Das ist im Regelfall genau der Nährboden, auf dem eine Hausse wächst. Natürlich kann dieses Mal alles ganz anders sein. Aber die Frage "Warum eigentlich?", auch die muss gestellt werden dürfen. Es besteht zumindest eine gewisse Chance dafür, dass unsere Wahrnehmung das Problem ist. Nicht die Realität.
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Gold als Schutz vor Inflation - Portfolio Anteil 20 %
Die langfristig negative Korrelation zu Aktien und Anleihen bedeutet im Ansatz der modernen Portfolio-Theorie, dass die Integration von Rohstoffinvestments zu effizienteren Portfolios und besseren Performance-Kennzahlen (z.B. Risk Return) führt. D.h. bei gleichem Gesamtrisiko, lässt sich die Rendite steigern bzw. die gleiche Rendite lässt sich mit einem geringeren Risiko erzielen. Somit kann die Effizienzlinie (Efficient Frontier Line) durch die Einbeziehung von Hard Assets in ein klassisches Aktien-Renten-Portfolio nachweislich nach oben verschoben werden. Zur Sicherung des Vermögens wäre ein Anteil von 15 bis 20 Prozent Rohstoff- bzw. Goldanteil am Gesamtportfolio optimal. Die meisten Analysten empfehlen jedoch für diesen Bereich nur Gewichtungen von 3 bis 5 Prozent, was aufgrund der weltweiten Verschuldungsproblematik eher zu gering sein dürfte. Während Ende der 70iger Jahre der Goldanteil in den Portfolios zwischen 15 und 20 Prozent lag, liegt die heute errechnete Investitionsquote weltweit bei 0,4 Prozent.
Neben der positiven Eigenschaft der Risikodiversifikation in einem gemischten Portfolio, dienen Rohstoffe und besonders Gold auch als Schutz gegen Inflation. Aufgrund der explosionsartigen Geldmengenerhöhung der letzten Jahre, dem kontinuierlich hohen Haushaltsdefizit und der historisch hohen Staatsverschuldung aller wichtigen Industrienationen, muss zukünftig mit einer Inflationsproblematik gerechnet werden.
Gold wird generell als Versicherung gegen Inflation betrachtet, gewissermaßen als Inflations-Hedge-Instrument. Außerdem wirkt Gold wie ein Fieberthermometer, das den Gesundheitszustand jeder einzelnen Währung anzeigt. Als Beispiel der jüngeren Vergangenheit kann die Deutsche Mark herangezogen werden, die vom 21. Juni 1948 bis zum 31. Dezember 2001 als zweitstärkste Währung der Welt galt. Laut statistischem Bundesamt verlor die DM in diesen 53 Jahren ca. 75 Prozent an Wert. Dies entspricht einer Inflationsrate von 2,75 Prozent pro Jahr. Investoren mussten mindestens diesen Zins erzielen, um den Break Even ihrer Investition zu erreichen. Gleichzeitig gewann das Gold im selben Zeitraum gegenüber der DM 318 Prozent, was ebenfalls einem Verlust der DM gegenüber dem Edelmetall von ca. 75 Prozent gleichkam. Somit lässt sich der Schutz des Goldes vor einem Währungsverfall empirisch belegen. Der Wert des Goldes besteht unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter, denn keine staatliche Institution dieser Welt kann Gold herstellen oder drucken und somit durch einen inflationären Gebrauch entwerten.
Im Rahmen eines Portfolio-Insurance-Konzeptes ist Gold somit nicht nur ein Diversifikations- und stabiles Wertaufbewahrungsmittel, sondern auch eine preiswerte Portfolio-Versicherung gegen Inflation.
Neben der positiven Eigenschaft der Risikodiversifikation in einem gemischten Portfolio, dienen Rohstoffe und besonders Gold auch als Schutz gegen Inflation. Aufgrund der explosionsartigen Geldmengenerhöhung der letzten Jahre, dem kontinuierlich hohen Haushaltsdefizit und der historisch hohen Staatsverschuldung aller wichtigen Industrienationen, muss zukünftig mit einer Inflationsproblematik gerechnet werden.
Gold wird generell als Versicherung gegen Inflation betrachtet, gewissermaßen als Inflations-Hedge-Instrument. Außerdem wirkt Gold wie ein Fieberthermometer, das den Gesundheitszustand jeder einzelnen Währung anzeigt. Als Beispiel der jüngeren Vergangenheit kann die Deutsche Mark herangezogen werden, die vom 21. Juni 1948 bis zum 31. Dezember 2001 als zweitstärkste Währung der Welt galt. Laut statistischem Bundesamt verlor die DM in diesen 53 Jahren ca. 75 Prozent an Wert. Dies entspricht einer Inflationsrate von 2,75 Prozent pro Jahr. Investoren mussten mindestens diesen Zins erzielen, um den Break Even ihrer Investition zu erreichen. Gleichzeitig gewann das Gold im selben Zeitraum gegenüber der DM 318 Prozent, was ebenfalls einem Verlust der DM gegenüber dem Edelmetall von ca. 75 Prozent gleichkam. Somit lässt sich der Schutz des Goldes vor einem Währungsverfall empirisch belegen. Der Wert des Goldes besteht unabhängig von Zahlungsversprechen Dritter, denn keine staatliche Institution dieser Welt kann Gold herstellen oder drucken und somit durch einen inflationären Gebrauch entwerten.
Im Rahmen eines Portfolio-Insurance-Konzeptes ist Gold somit nicht nur ein Diversifikations- und stabiles Wertaufbewahrungsmittel, sondern auch eine preiswerte Portfolio-Versicherung gegen Inflation.
Silber - Höchstpreis 2008
Wegen der hohen Produktionsmenge und der starken Verwendung in der Industrie nimmt Silber in der Gruppe der Edelmetalle eine Sonderolle ein. Nach Börsenansicht könnte Silber ebenso als Industriemetall eingestuft werden. Zu den wichtigsten Abnehmern von Silber gehören die Elektroindustrie, Schmuckerzeugung und die klassische Fotoentwicklung. Aber auch in der Lebensmitteltechnik wir Silber immer mehr benutzt, da Bakterien und keime sich nicht auf der Oberfläche halten können. Ein Trend weg vom Silber ist jedoch in der Schmuckbranche zu erkennen, die immer weniger Silber verarbeiten. Brasilien und Peru sind die Staaten die am meisten Silber fördern. Beide Länder fördern knapp 3000 T Silber jedes Jahr.
Seit dem 5 Jahrhundert v. chr. Wird Silber von den Menschen verarbeitet. Die ersten waren die Goten und Griechen. Auch bei uns in Deutschland wurde viel Silber gefördert und verarbeitet. Größter Silberproduzent im Mittelalter war Schwaz. Bis zu 80 % des damaligen Silbers kam aus den Stollen der „Schwazer Knappen“. Doch nach und nach verlor Silber immer mehr an Bedeutung als Währung und wurde von Gold abgelöst.
Seit mehreren Jahren übersteigt die Silbernachfrage das Silberangebot was steigenden einen Steigenden Silberpreis und somit auch steigenden Silberkurs auslöst. Abgesehen von kurzfristigen Silberkursschwankungen kann seit mehreren Jahren ein stabiler Aufwärtstrend beobachtet werden. Vorläufig soll der Silberkurs im Jahre 2008 seinen Höchststand erreicht haben.
Seit dem 5 Jahrhundert v. chr. Wird Silber von den Menschen verarbeitet. Die ersten waren die Goten und Griechen. Auch bei uns in Deutschland wurde viel Silber gefördert und verarbeitet. Größter Silberproduzent im Mittelalter war Schwaz. Bis zu 80 % des damaligen Silbers kam aus den Stollen der „Schwazer Knappen“. Doch nach und nach verlor Silber immer mehr an Bedeutung als Währung und wurde von Gold abgelöst.
Seit mehreren Jahren übersteigt die Silbernachfrage das Silberangebot was steigenden einen Steigenden Silberpreis und somit auch steigenden Silberkurs auslöst. Abgesehen von kurzfristigen Silberkursschwankungen kann seit mehreren Jahren ein stabiler Aufwärtstrend beobachtet werden. Vorläufig soll der Silberkurs im Jahre 2008 seinen Höchststand erreicht haben.
Gold still now?
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04.10.2009, 14:57 | | 16 KommentareArtikel merkenMein FOCUS
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Mehr Gold, weniger Anleihen
Anlageexperte Jens Ehrhardt warnt vor einem falschen Mix im Depot: Gold sei meist zu wenig vertreten, Anleihen seien oft übergewichtet.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Johannes Heinritzi
DJE Vermögensverwalter Jens Ehrhardt Für Goldbullen saß der Schock tief. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will für rund neun Milliarden Euro Gold auf den Markt werfen. Der Schreck hielt jedoch nur kurz an. Denn die 403,3 Tonnen Gold könnte China mit links aufnehmen. Die Regierung in Peking soll auch bereits signalisiert haben, dass sie zumindest an Teilen des IWF-Golds Interesse habe. Die Barren dürften also erst gar nicht auf den Markt kommen, sondern nur von Tresor zu Tresor wandern. Damit könnte auch der Goldpreis von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Bestand haben. ZUM THEMA
Edelmetall:
Der Goldpreis schießt auf 1000 Dollar
MONEY-Börse:
Schwacher Dollar, teures Gold
Finanzkrise:
Muss ich mein Geld gegen Inflation schützen?
Krisen-Investments:
Die Wahrheit über GoldSteigt der Goldpreis weiter? Vieles spricht dafür, meint Jens Ehrhardt, die Nummer eins unter den unabhängigen Vermögensverwaltern, im Interview mit FOCUS Online.
FOCUS Online: Treiben Inflationsängste den Goldpreis an?
Jens Ehrhardt: Ich halte übertriebene Inflationsängste für falsch. In den nächsten ein bis zwei Jahren dürfte eher Deflation ein Thema sein. In vielen Branchen gibt es erhebliches Überangebot. Es dürfte Jahre dauern, bis die überschüssigen Kapazitäten vernichtet werden. Inflationsängste treiben zurzeit den Goldpreis wahrscheinlich nur in geringem Ausmaß. Der Hauptgrund für den Preisanstieg dürfte ähnlich wie an den Aktienmärkten in liquiditätsbedingter steigender Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot – weder Aktien noch Gold werden in größerem Ausmaß verkauft – liegen. FOCUS Online: Lohnt es sich also für Anleger noch, in Gold zu investieren?
Ehrhardt: Gold ist in den Portefeuilles der Anleger immer noch weit unterdurchschnittlich vertreten. Seit 1980 haben sich die weltweiten Bestände an Anleihen und Aktien in etwa versechzehnfacht. Industrie- und Staatsanleihen dürften in diesem Jahr in einem Umfang von mindestens 5000 Milliarden Dollar emittiert werden. Die Welt-Gold-Jahresproduktion liegt dagegen nur bei circa 75 Milliarden Dollar. Entsprechend niedrig sind Goldbestände in den Depots vertreten, während Anleihen (auch im Verhältnis zu Aktien) anteilsmäßig inzwischen eine für den Anleger auf die Dauer nicht tolerierbare, zu hohe Position erreicht haben. Der Goldpreis-Höchststand von 1980 entspricht einem inflationsbereinigten Dollar-Wert von rund 2400 Dollar. Anleger kaufen also nicht zu Höchstkursen. Gold-Engagements sollten allerdings immer langfristig angelegt sein. Ich sehe hier eine gewisse Versicherung für schwierige Wirtschaftszeiten. Da die Wirtschaftsprobleme weltweit in der jüngsten Krise in keiner Weise bereinigt wurden, denke ich, dass Gold auf die Dauer eine wachsende Bedeutung für die Anleger bekommen wird.
Entsprechend dürften die Preise für die meisten Vermögensgüter – bei geringen Umsätzen – steigen. Langfristig muss man sich allerdings um die erheblichen Geldmengenausdehnungen Sorgen machen.
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Mehr Gold, weniger Anleihen
Anlageexperte Jens Ehrhardt warnt vor einem falschen Mix im Depot: Gold sei meist zu wenig vertreten, Anleihen seien oft übergewichtet.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Johannes Heinritzi
DJE Vermögensverwalter Jens Ehrhardt Für Goldbullen saß der Schock tief. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will für rund neun Milliarden Euro Gold auf den Markt werfen. Der Schreck hielt jedoch nur kurz an. Denn die 403,3 Tonnen Gold könnte China mit links aufnehmen. Die Regierung in Peking soll auch bereits signalisiert haben, dass sie zumindest an Teilen des IWF-Golds Interesse habe. Die Barren dürften also erst gar nicht auf den Markt kommen, sondern nur von Tresor zu Tresor wandern. Damit könnte auch der Goldpreis von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Bestand haben. ZUM THEMA
Edelmetall:
Der Goldpreis schießt auf 1000 Dollar
MONEY-Börse:
Schwacher Dollar, teures Gold
Finanzkrise:
Muss ich mein Geld gegen Inflation schützen?
Krisen-Investments:
Die Wahrheit über GoldSteigt der Goldpreis weiter? Vieles spricht dafür, meint Jens Ehrhardt, die Nummer eins unter den unabhängigen Vermögensverwaltern, im Interview mit FOCUS Online.
FOCUS Online: Treiben Inflationsängste den Goldpreis an?
Jens Ehrhardt: Ich halte übertriebene Inflationsängste für falsch. In den nächsten ein bis zwei Jahren dürfte eher Deflation ein Thema sein. In vielen Branchen gibt es erhebliches Überangebot. Es dürfte Jahre dauern, bis die überschüssigen Kapazitäten vernichtet werden. Inflationsängste treiben zurzeit den Goldpreis wahrscheinlich nur in geringem Ausmaß. Der Hauptgrund für den Preisanstieg dürfte ähnlich wie an den Aktienmärkten in liquiditätsbedingter steigender Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot – weder Aktien noch Gold werden in größerem Ausmaß verkauft – liegen. FOCUS Online: Lohnt es sich also für Anleger noch, in Gold zu investieren?
Ehrhardt: Gold ist in den Portefeuilles der Anleger immer noch weit unterdurchschnittlich vertreten. Seit 1980 haben sich die weltweiten Bestände an Anleihen und Aktien in etwa versechzehnfacht. Industrie- und Staatsanleihen dürften in diesem Jahr in einem Umfang von mindestens 5000 Milliarden Dollar emittiert werden. Die Welt-Gold-Jahresproduktion liegt dagegen nur bei circa 75 Milliarden Dollar. Entsprechend niedrig sind Goldbestände in den Depots vertreten, während Anleihen (auch im Verhältnis zu Aktien) anteilsmäßig inzwischen eine für den Anleger auf die Dauer nicht tolerierbare, zu hohe Position erreicht haben. Der Goldpreis-Höchststand von 1980 entspricht einem inflationsbereinigten Dollar-Wert von rund 2400 Dollar. Anleger kaufen also nicht zu Höchstkursen. Gold-Engagements sollten allerdings immer langfristig angelegt sein. Ich sehe hier eine gewisse Versicherung für schwierige Wirtschaftszeiten. Da die Wirtschaftsprobleme weltweit in der jüngsten Krise in keiner Weise bereinigt wurden, denke ich, dass Gold auf die Dauer eine wachsende Bedeutung für die Anleger bekommen wird.
Entsprechend dürften die Preise für die meisten Vermögensgüter – bei geringen Umsätzen – steigen. Langfristig muss man sich allerdings um die erheblichen Geldmengenausdehnungen Sorgen machen.
Xetra-Gold
Die Deutsche Börse ermöglicht es Sparern, sich an ihren Goldbeständen zu beteiligen, die im Tresor in Frankfurt liegen: Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0) ist eine an der Börse notierte Anleihe, die keinen Zins zahlt, aber den Anspruch verbürgt, dass das Gold an die Anleger ausgeliefert wird. Der Kurs richtet sich daher eins zu eins nach dem Euro-Preis für das gelbe Metall. Xetra-Gold ist, wie das Edelmetall selbst, in Gramm-Einheiten gestückelt – der Preis liegt folglich bei etwa 22 Euro. Anleger halten insgesamt bereits Xetra-Gold-Anteile für mehr als 33 Tonnen.
oder ETFs:
Die Deutsche Börse ermöglicht es Sparern, sich an ihren Goldbeständen zu beteiligen, die im Tresor in Frankfurt liegen: Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0) ist eine an der Börse notierte Anleihe, die keinen Zins zahlt, aber den Anspruch verbürgt, dass das Gold an die Anleger ausgeliefert wird. Der Kurs richtet sich daher eins zu eins nach dem Euro-Preis für das gelbe Metall. Xetra-Gold ist, wie das Edelmetall selbst, in Gramm-Einheiten gestückelt – der Preis liegt folglich bei etwa 22 Euro. Anleger halten insgesamt bereits Xetra-Gold-Anteile für mehr als 33 Tonnen.
oder : Goldminen AktienAnleger, die nicht zwischen einzelnen Aktien auswählen wollen, finden in Goldminenfonds eine Alternative: Gute Fondsmanager filtern erfolgreich die aussichtsreichsten Minenaktien heraus. Ähnlich wie bei den Goldminen-Aktien besteht auch bei den -Fonds noch Aufholpotenzial: Die Nummer eins der Goldminenfonds ist mit einem Anlagevermögen von rund vier Milliarden Euro der Blackrock World Gold Fund (ISIN LU0055631609, Kurs 34,34 Euro). Zu den Klassenbesten zählten zuletzt ferner der Earth Gold Fund UI (DE000A0Q2SD8, Kurs 74,05 Euro) und der auf kleinere Minen zielende Craton Capital Precious Metal Fund (LI0016742681, Kurs 136,97
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Anlageexperte Jens Ehrhardt warnt vor einem falschen Mix im Depot: Gold sei meist zu wenig vertreten, Anleihen seien oft übergewichtet.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Johannes Heinritzi
DJE Vermögensverwalter Jens Ehrhardt Für Goldbullen saß der Schock tief. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will für rund neun Milliarden Euro Gold auf den Markt werfen. Der Schreck hielt jedoch nur kurz an. Denn die 403,3 Tonnen Gold könnte China mit links aufnehmen. Die Regierung in Peking soll auch bereits signalisiert haben, dass sie zumindest an Teilen des IWF-Golds Interesse habe. Die Barren dürften also erst gar nicht auf den Markt kommen, sondern nur von Tresor zu Tresor wandern. Damit könnte auch der Goldpreis von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Bestand haben. ZUM THEMA
Edelmetall:
Der Goldpreis schießt auf 1000 Dollar
MONEY-Börse:
Schwacher Dollar, teures Gold
Finanzkrise:
Muss ich mein Geld gegen Inflation schützen?
Krisen-Investments:
Die Wahrheit über GoldSteigt der Goldpreis weiter? Vieles spricht dafür, meint Jens Ehrhardt, die Nummer eins unter den unabhängigen Vermögensverwaltern, im Interview mit FOCUS Online.
FOCUS Online: Treiben Inflationsängste den Goldpreis an?
Jens Ehrhardt: Ich halte übertriebene Inflationsängste für falsch. In den nächsten ein bis zwei Jahren dürfte eher Deflation ein Thema sein. In vielen Branchen gibt es erhebliches Überangebot. Es dürfte Jahre dauern, bis die überschüssigen Kapazitäten vernichtet werden. Inflationsängste treiben zurzeit den Goldpreis wahrscheinlich nur in geringem Ausmaß. Der Hauptgrund für den Preisanstieg dürfte ähnlich wie an den Aktienmärkten in liquiditätsbedingter steigender Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot – weder Aktien noch Gold werden in größerem Ausmaß verkauft – liegen. Entsprechend dürften die Preise für die meisten Vermögensgüter – bei geringen Umsätzen – steigen. Langfristig muss man sich allerdings um die erheblichen Geldmengenausdehnungen Sorgen machen.
FOCUS Online: Auch in China werden Goldinvestments immer populärer.
Ehrhardt: Wenn alle Festlands-Chinesen genauso viel Gold kaufen würden wie schon heute die Hongkong-Chinesen, würde dies mehr ausmachen als die heutige Goldproduktion. Schwellenländer sind durch eine natürliche Skepsis gegenüber dem Staat gekennzeichnet. Die marktwirtschaftlichen Selbstversorgungskräfte sind wesentlich größer als die sozialen Ansprüche in den Industrieländern. Entsprechend hält man Gold für ein wertbeständiges monetäres Geldaufbewahrungsmittel. Die Schwellenländer dürften deshalb längerfristig das gesamte Goldangebot absorbieren.
oder ETFs:
Die Deutsche Börse ermöglicht es Sparern, sich an ihren Goldbeständen zu beteiligen, die im Tresor in Frankfurt liegen: Xetra-Gold (ISIN DE000A0S9GB0) ist eine an der Börse notierte Anleihe, die keinen Zins zahlt, aber den Anspruch verbürgt, dass das Gold an die Anleger ausgeliefert wird. Der Kurs richtet sich daher eins zu eins nach dem Euro-Preis für das gelbe Metall. Xetra-Gold ist, wie das Edelmetall selbst, in Gramm-Einheiten gestückelt – der Preis liegt folglich bei etwa 22 Euro. Anleger halten insgesamt bereits Xetra-Gold-Anteile für mehr als 33 Tonnen.
oder : Goldminen AktienAnleger, die nicht zwischen einzelnen Aktien auswählen wollen, finden in Goldminenfonds eine Alternative: Gute Fondsmanager filtern erfolgreich die aussichtsreichsten Minenaktien heraus. Ähnlich wie bei den Goldminen-Aktien besteht auch bei den -Fonds noch Aufholpotenzial: Die Nummer eins der Goldminenfonds ist mit einem Anlagevermögen von rund vier Milliarden Euro der Blackrock World Gold Fund (ISIN LU0055631609, Kurs 34,34 Euro). Zu den Klassenbesten zählten zuletzt ferner der Earth Gold Fund UI (DE000A0Q2SD8, Kurs 74,05 Euro) und der auf kleinere Minen zielende Craton Capital Precious Metal Fund (LI0016742681, Kurs 136,97
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04.10.2009, 14:57 | | 16 KommentareArtikel merkenMein FOCUS
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Mehr Gold, weniger Anleihen
Anlageexperte Jens Ehrhardt warnt vor einem falschen Mix im Depot: Gold sei meist zu wenig vertreten, Anleihen seien oft übergewichtet.
Von FOCUS-MONEY-Redakteur Johannes Heinritzi
DJE Vermögensverwalter Jens Ehrhardt Für Goldbullen saß der Schock tief. Der Internationale Währungsfonds (IWF) will für rund neun Milliarden Euro Gold auf den Markt werfen. Der Schreck hielt jedoch nur kurz an. Denn die 403,3 Tonnen Gold könnte China mit links aufnehmen. Die Regierung in Peking soll auch bereits signalisiert haben, dass sie zumindest an Teilen des IWF-Golds Interesse habe. Die Barren dürften also erst gar nicht auf den Markt kommen, sondern nur von Tresor zu Tresor wandern. Damit könnte auch der Goldpreis von 1000 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) Bestand haben. ZUM THEMA
Edelmetall:
Der Goldpreis schießt auf 1000 Dollar
MONEY-Börse:
Schwacher Dollar, teures Gold
Finanzkrise:
Muss ich mein Geld gegen Inflation schützen?
Krisen-Investments:
Die Wahrheit über GoldSteigt der Goldpreis weiter? Vieles spricht dafür, meint Jens Ehrhardt, die Nummer eins unter den unabhängigen Vermögensverwaltern, im Interview mit FOCUS Online.
FOCUS Online: Treiben Inflationsängste den Goldpreis an?
Jens Ehrhardt: Ich halte übertriebene Inflationsängste für falsch. In den nächsten ein bis zwei Jahren dürfte eher Deflation ein Thema sein. In vielen Branchen gibt es erhebliches Überangebot. Es dürfte Jahre dauern, bis die überschüssigen Kapazitäten vernichtet werden. Inflationsängste treiben zurzeit den Goldpreis wahrscheinlich nur in geringem Ausmaß. Der Hauptgrund für den Preisanstieg dürfte ähnlich wie an den Aktienmärkten in liquiditätsbedingter steigender Nachfrage bei gleichzeitig geringem Angebot – weder Aktien noch Gold werden in größerem Ausmaß verkauft – liegen. Entsprechend dürften die Preise für die meisten Vermögensgüter – bei geringen Umsätzen – steigen. Langfristig muss man sich allerdings um die erheblichen Geldmengenausdehnungen Sorgen machen.
FOCUS Online: Auch in China werden Goldinvestments immer populärer.
Ehrhardt: Wenn alle Festlands-Chinesen genauso viel Gold kaufen würden wie schon heute die Hongkong-Chinesen, würde dies mehr ausmachen als die heutige Goldproduktion. Schwellenländer sind durch eine natürliche Skepsis gegenüber dem Staat gekennzeichnet. Die marktwirtschaftlichen Selbstversorgungskräfte sind wesentlich größer als die sozialen Ansprüche in den Industrieländern. Entsprechend hält man Gold für ein wertbeständiges monetäres Geldaufbewahrungsmittel. Die Schwellenländer dürften deshalb längerfristig das gesamte Goldangebot absorbieren.
Short Term DAX Strategy
Im Dax notierten derweil alle 30 Standardwerte in der Verlustzone. Bankentitel wie Deutsche Bank und Commerzbank gerieten trotz guter Zahlen der Credit Suisse besonders unter Druck. Händler verwiesen dabei auf einen Negativ-Trend, der zur Wochenmitte auch die Deutsche Bank nach ihrem guten Quartalsbericht getroffen hatte. Marktteilnehmer erklären dies insbesondere damit, dass die amerikanische Großbank JPMorgan mit ihrem Auftakt der Bankzahlen die Ansprüche der Anleger bereits deutlich nach oben geschraubt habe. Deutsche-Bank-Titel sanken um 2,77 Prozent auf 52,505 Euro, Commerzbank-Papiere verloren 3,19 Prozent auf 8,055 Euro.
Etwas besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die im SDax gelisteten Papiere der Comdirect Bank, die nur um 0,91 Prozent auf 6,50 Euro nachgaben. Die Onlinebank steigerte ihr Ergebnis im dritten Quartal dank der Übernahme der European Bank for Fund Services (ebase) leicht. Analyst Werner Eisenmann von der DZ Bank schrieb in einer Studie: „Das Ergebnis übertraf signifikant die Erwartungen und bestätigt, dass Comdirect in einem schwierigen Umfeld gute Ergebnisse generieren kann.“
Verabschieden sich Profis aus dem Dax?
Die jüngsten Verkaufsaktionen der professionellen Anleger haben den deutschen Aktienmarkt nahe dem Jahreshoch auf Konsolidierungskurs gebracht. Die Bullen sind in Scharen zu Bären mutiert. Im Vergleich zur Vorwoche ist das Bärenlager laut der wöchentlichen Stimmungsumfrage von Cognitrend um 11 Prozentpunkte auf nun 41 Prozent gewachsen, die Zahl der Bullen hat sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozentpunkte auf 40 Prozent reduziert. Damit sind 19 Prozent der Befragten neutral gestimmt, was einem Plus von 3 Prozentpunkten entspricht.
Nach der aktuellen Erhebung fällt der Bull/Bear-Index, der die Stimmung unter den mittelfristig engagierten Investoren misst, in den pessimistischen Bereich. Beachtliche 14 Prozent der Befragten haben vorerst das Bullenlager verlassen und fast ausnahmslos den direkten Weg ins Bärenlager gesucht. Um überzeugte Pessimisten sollte es sich hierbei aber nicht handeln. Nach Einschätzung der Sentiment-Analystin Christin Stock sind sich die Akteure bewusst, dass sie mehr tun müssen, als nur auf ihren Long-Positionen auszuharren, um am Ende des Jahres die Benchmark zu schlagen.
Nachdem die Profi-Anleger über Monate hinweg der Dax-Performance hinterherliefen, sind die neuen bearishen Anwandlungen vermutlich nicht mehr als ein kurzes Intermezzo. Sie warten nach Einschätzung von Stock nur darauf, zu tieferen Kursen wieder einzusteigen - im Herzen bleiben sie Dax-Bullen.
Etwas besser als der Gesamtmarkt schlugen sich die im SDax gelisteten Papiere der Comdirect Bank, die nur um 0,91 Prozent auf 6,50 Euro nachgaben. Die Onlinebank steigerte ihr Ergebnis im dritten Quartal dank der Übernahme der European Bank for Fund Services (ebase) leicht. Analyst Werner Eisenmann von der DZ Bank schrieb in einer Studie: „Das Ergebnis übertraf signifikant die Erwartungen und bestätigt, dass Comdirect in einem schwierigen Umfeld gute Ergebnisse generieren kann.“
Verabschieden sich Profis aus dem Dax?
Die jüngsten Verkaufsaktionen der professionellen Anleger haben den deutschen Aktienmarkt nahe dem Jahreshoch auf Konsolidierungskurs gebracht. Die Bullen sind in Scharen zu Bären mutiert. Im Vergleich zur Vorwoche ist das Bärenlager laut der wöchentlichen Stimmungsumfrage von Cognitrend um 11 Prozentpunkte auf nun 41 Prozent gewachsen, die Zahl der Bullen hat sich im gleichen Zeitraum um 14 Prozentpunkte auf 40 Prozent reduziert. Damit sind 19 Prozent der Befragten neutral gestimmt, was einem Plus von 3 Prozentpunkten entspricht.
Nach der aktuellen Erhebung fällt der Bull/Bear-Index, der die Stimmung unter den mittelfristig engagierten Investoren misst, in den pessimistischen Bereich. Beachtliche 14 Prozent der Befragten haben vorerst das Bullenlager verlassen und fast ausnahmslos den direkten Weg ins Bärenlager gesucht. Um überzeugte Pessimisten sollte es sich hierbei aber nicht handeln. Nach Einschätzung der Sentiment-Analystin Christin Stock sind sich die Akteure bewusst, dass sie mehr tun müssen, als nur auf ihren Long-Positionen auszuharren, um am Ende des Jahres die Benchmark zu schlagen.
Nachdem die Profi-Anleger über Monate hinweg der Dax-Performance hinterherliefen, sind die neuen bearishen Anwandlungen vermutlich nicht mehr als ein kurzes Intermezzo. Sie warten nach Einschätzung von Stock nur darauf, zu tieferen Kursen wieder einzusteigen - im Herzen bleiben sie Dax-Bullen.
Fonds Outlook
Bewegung kommt in den Fonds vermutlich erst wieder etwa von November 2012 bis etwa Juli 2013, wenn er ausläuft und die Anleger ihr Kapital mit einer hoffentlich großzügigen Verzinsung ausbezahlt bekommen. Schon Monate vor der Auflösung wird das Fondsmanagement beginnen, die Positionen aufzulösen. Dem Fonds kommt auch zugute, dass die durchschnittliche Kapitalbindung (Duration) durch seine Konstruktion zwangsläufig sinkt. Anfangs lag sie bei etwas weniger als fünf Jahren. Je näher das Laufzeitende rückt, desto mehr nimmt die Duration ab und damit die Anfälligkeit gegen Zinsänderungen. Das Konzept verfolgt die Deka auch mit anderen Fälligkeiten, die allerdings einen weniger günstigen Einstiegszeitpunkt erwischt hatten.
Starkes Gefälle
Zum Börsenkurs
KursChartWatchlistDer Spitzenreiter kommt ebenfalls von der Deka und heißt Euroland Balance. Er kommt über drei Jahre noch auf eine Rendite von kumuliert 16 Prozent. Auch dieser Fonds unterscheidet sich von anderen Rentenfonds durch seine Ausrichtung: Er wird nach einem quantitativen Modell verwaltet. Dem Fonds liegt somit ein mathematisches System zugrunde, in das die Fondsmanager auch nicht eingreifen.
Die Rendite in unserer Rangliste fällt recht schnell ab. Von Rang 15 an liegt die Drei-Jahres-Verzinsung schon unter 10 Prozent. Negativ fällt auf, dass die Rendite meist mit einem zu großen Risiko erzielt wurde. Sämtliche Fonds, die eine negative Sharpe Ratio aufweisen, haben zwar das Vermögen der Anleger gemehrt, jedoch weniger stark, als diese dies mit einer als risikolos eingestuften Geldanlage, zum Beispiel in Tagesgeld oder Bundesanleihen, geschafft hätten. Nur die besten 11 Fonds nehmen auch diese Hürde. Die Finanzkrise klingt offenkundig nach.
Starkes Gefälle
Zum Börsenkurs
KursChartWatchlistDer Spitzenreiter kommt ebenfalls von der Deka und heißt Euroland Balance. Er kommt über drei Jahre noch auf eine Rendite von kumuliert 16 Prozent. Auch dieser Fonds unterscheidet sich von anderen Rentenfonds durch seine Ausrichtung: Er wird nach einem quantitativen Modell verwaltet. Dem Fonds liegt somit ein mathematisches System zugrunde, in das die Fondsmanager auch nicht eingreifen.
Die Rendite in unserer Rangliste fällt recht schnell ab. Von Rang 15 an liegt die Drei-Jahres-Verzinsung schon unter 10 Prozent. Negativ fällt auf, dass die Rendite meist mit einem zu großen Risiko erzielt wurde. Sämtliche Fonds, die eine negative Sharpe Ratio aufweisen, haben zwar das Vermögen der Anleger gemehrt, jedoch weniger stark, als diese dies mit einer als risikolos eingestuften Geldanlage, zum Beispiel in Tagesgeld oder Bundesanleihen, geschafft hätten. Nur die besten 11 Fonds nehmen auch diese Hürde. Die Finanzkrise klingt offenkundig nach.
Ad Rom VI
[22] Ora invece, liberati dal peccato e fatti servi di Dio, voi raccogliete il frutto che vi porta alla santificazione e come destino avete la vita eterna.
[23] Perché il salario del peccato è la morte; ma il dono di Dio è la vita eterna in Cristo Gesù nostro Signore.
2Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
23Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem
[23] Perché il salario del peccato è la morte; ma il dono di Dio è la vita eterna in Cristo Gesù nostro Signore.
2Jetzt, da ihr aus der Macht der Sünde befreit und zu Sklaven Gottes geworden seid, habt ihr einen Gewinn, der zu eurer Heiligung führt und das ewige Leben bringt.
23Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gabe Gottes aber ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Noch 20 Prozent in DAX drinnen
DÜSSELDORF. Stolze 62 Prozent hat der Dax seit seinem Tief im März zugelegt. Doch damit ist nach Ansicht technisch orientierter Analysten der Höhenflug an den Börsen noch nicht beendet. Optimistisch stimmt Experten, wie robust sich die Börsen zuletzt präsentierten und miserable Quartalszahlen vom weltgrößten Mischkonzern General Electric abschüttelten. "Der Markt schlägt alle Steilvorlagen für eine Korrektur aus", sagt Wieland Staud vom gleichnamigen Researchinstitut.
Wiederholt prallte der Dax knapp oberhalb von 5 700 Punkten ab, ehe er sich in den Sturzflug in Richtung 5 400 Punkte begab. Mit einem Mal schien die Zeit der großen Korrektur gekommen, zumal der gefürchtete Börsenmonat September noch nicht zu Ende war. Analysten hatten vor solch einem Szenario gewarnt und dafür sogar die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ins Feld geführt. Ein Jahr nach der Pleite hatten sich die Börsen wieder in den Kursbereich vorgearbeitet, auf den sie unmittelbar nach der Lehman-Pleite in einem ersten Rutsch gefallen waren, ehe es in einem finalen Ausverkauf noch einmal 2 000 Punkte tiefer ging.
Dax: Die Gewinner der Sommer-Rally
Eigentlich konnte man annehmen, dass sich viele Anleger an diese Einstandskurse während der turbulenten und umsatzstarken Lehman-Tage erinnerten und deshalb jetzt kaum bereit sein dürften, auf diesem Niveau weiter zuzukaufen. Deshalb galt die "Lehman-Zone" bei Charttechnikern als schwer zu nehmender Widerstand. Doch ausgerechnet nach der abrupten, zwei Wochen andauernden Korrektur bis Ende September sprangen die Börsen auf neue Jahreshochs und schlugen so alle Bedenken in den Wind. "Wieder einmal bestätigt sich die simpelste Chartregel: The trend is your friend", sagt Staud.
Technisch orientierte Analysten - sie leiten ihre Prognose aus vergangenen Charts ab - schreiben Börsentrends gewöhnlich so lange in die Zukunft fort, bis die Märkte Umkehrsignale senden. Wer nach dieser Regel vorgeht, verpasst zwar den idealen Ein- und Ausstieg. Andererseits vermeidet man aber, Gewinne zu früh zu versilbern und Verluste ausufern zu lassen. Gemäß dieser Trendfolgeregel sieht auch Michael Riesner von der Schweizer Großbank UBS die Börsen noch weiter steigen. Er warnt aber auf Sicht weniger Wochen vor einem "Luxusproblem": Der Aufwärtstrend verläuft derzeit derart markant, dass eine scharfe Korrektur fast unumgänglich erscheint. Abzulesen ist die enorme Aufwärtsdynamik an dem Abstand der Börsen zur 200-Tage-Linie: Der Dax und beinahe alle anderen wichtigen Indizes notieren aktuell 20 Prozent über dem Handelsdurchschnitt der vergangenen 200 Tage
Wiederholt prallte der Dax knapp oberhalb von 5 700 Punkten ab, ehe er sich in den Sturzflug in Richtung 5 400 Punkte begab. Mit einem Mal schien die Zeit der großen Korrektur gekommen, zumal der gefürchtete Börsenmonat September noch nicht zu Ende war. Analysten hatten vor solch einem Szenario gewarnt und dafür sogar die Insolvenz der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers ins Feld geführt. Ein Jahr nach der Pleite hatten sich die Börsen wieder in den Kursbereich vorgearbeitet, auf den sie unmittelbar nach der Lehman-Pleite in einem ersten Rutsch gefallen waren, ehe es in einem finalen Ausverkauf noch einmal 2 000 Punkte tiefer ging.
Dax: Die Gewinner der Sommer-Rally
Eigentlich konnte man annehmen, dass sich viele Anleger an diese Einstandskurse während der turbulenten und umsatzstarken Lehman-Tage erinnerten und deshalb jetzt kaum bereit sein dürften, auf diesem Niveau weiter zuzukaufen. Deshalb galt die "Lehman-Zone" bei Charttechnikern als schwer zu nehmender Widerstand. Doch ausgerechnet nach der abrupten, zwei Wochen andauernden Korrektur bis Ende September sprangen die Börsen auf neue Jahreshochs und schlugen so alle Bedenken in den Wind. "Wieder einmal bestätigt sich die simpelste Chartregel: The trend is your friend", sagt Staud.
Technisch orientierte Analysten - sie leiten ihre Prognose aus vergangenen Charts ab - schreiben Börsentrends gewöhnlich so lange in die Zukunft fort, bis die Märkte Umkehrsignale senden. Wer nach dieser Regel vorgeht, verpasst zwar den idealen Ein- und Ausstieg. Andererseits vermeidet man aber, Gewinne zu früh zu versilbern und Verluste ausufern zu lassen. Gemäß dieser Trendfolgeregel sieht auch Michael Riesner von der Schweizer Großbank UBS die Börsen noch weiter steigen. Er warnt aber auf Sicht weniger Wochen vor einem "Luxusproblem": Der Aufwärtstrend verläuft derzeit derart markant, dass eine scharfe Korrektur fast unumgänglich erscheint. Abzulesen ist die enorme Aufwärtsdynamik an dem Abstand der Börsen zur 200-Tage-Linie: Der Dax und beinahe alle anderen wichtigen Indizes notieren aktuell 20 Prozent über dem Handelsdurchschnitt der vergangenen 200 Tage
Montag, 19. Oktober 2009
Jens Kummer
Investmentauguren haben immer wieder und zu fast jeder Zeit Anleger beschworen, einen langen Atem zu haben. Das Mantra „Buy-and-hold“ zahlt sich jedoch nur sehr, sehr langfristig aus. Das Problem in der Praxis besteht darin, dass die meisten Anleger nicht zehn Jahre an ihren Investmententscheidungen festhalten, sondern eher in Zeiträumen von ein bis zwei Jahren denken und umschichten. Die Realität verlangt hier nach Lösungen, die einer breiten Masse von Anlegern eine Alternative bieten.
Wir haben zum Höhepunkt der Finanzmarktkrise im Sommer vergangenen Jahres eine Multi-Asset-Total-Return-Strategie (MATR) in zwei Publikumsfonds eingeführt, die keine Anlageklasse als „Buy-and-hold“ betrachtet: beim SEB deLuxe classic plus mit einer etwas konservativeren Ausrichtung und beim SEB deLuxe balance mit einem dynamischeren Ansatz. Der Zeitpunkt für einen Härtetest hätte kaum besser sein können. Das Fazit nach einem Jahr lautet: Anleger konnten nicht nur die Krise umschiffen, sondern auch an den jüngsten Kurschancen teilhaben. Der SEB deLuxe balance erreichte in den zurückliegenden 12 Monaten einen Wertzuwachs von über 12 Prozent, der SEB deLuxe classic plus kommt auf rund 6 Prozent.
Psychologische Fallstricke kosten Rendite
Wenn Investoren die Zusammensetzung ihres Portfolios selbst steuern, steht ihnen die eigene Psyche im Weg. Im Auf und Ab der Börsenkurse ist die Kaufbereitschaft und Risikofreude immer dann am größten, wenn bereits starke Kursgewinne am Markt erzielt wurden. Die Kaufzurückhaltung dagegen ist an den Tiefpunkten der Aktienindizes stets am höchsten. Hier gilt es professionelle Manager auszuwählen, die entweder langfristig erfolgreiche Werte kaufen und halten oder überzeugende Strategien einsetzen, die ohne menschliche Schwächen schnell und flexibel an den Märkten agieren. Unser Ansatz berücksichtigt sowohl langfristige fundamentale Bewertungskriterien als auch kurzfristige Preisreaktionen der Kapitalmärkte.
Auch sitzen Anleger Kursschwächen in der Regel nicht aus. Sie verkaufen zu ungünstigen Zeitpunkten. Es ist gewiss sinnvoll, die Investoren von den Vorteilen der Langfristanlage zu überzeugen. Realistischerweise wird dieser Erziehungsansatz bald an seine Grenzen stoßen. Notwendig ist es vielmehr, dass die Investmentbranche Lösungen entwickelt, die der Realität kürzerer Haltefristen Rechnung tragen. Der Geldmarkt oder kurzlaufende Staatsanleihen können hier nicht die einzige Alternative sein – gerade im derzeitigen Umfeld. Ein sinnvoller Weg ist, zwischen unterschiedlichen Anlageklassen flexibel wechseln zu können. Im Herbst vergangenen Jahres galt es, das Kapital der Anleger zu erhalten. Die Aktienmärkte stürzten teilweise über 50 Prozent ab. In solchen irrationalen Marktphasen, in denen die Panik das Handeln aller Marktakteure bestimmt, wird der Vorteil quantitativer Modelle offensichtlich. Im März dieses Jahres, als die Aktienmärkte zur größten Rallye starteten, hatten die wenigsten Marktteilnehmer den Mut, in bedeutendem Maß in Aktien zu gehen. Eine gute regelbasierte Strategie erkennt dagegen diese Trendwenden.
Gut diversifiziert – in allen Märkten
Der Multi-Asset-Ansatz berücksichtigt eine Bandbreite an Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder auch alternative Assets. Bei Rohstoffen ist Gold beispielsweise gerade in Zeiten der Krise ein sicherer Hafen. Läuft die Konjunktur wieder an, performen Industriemetalle dagegen oft besser. Anleihen sind nicht nur etwas für schlechte Börsenzeiten. Die jüngste Krise hat Risikoaufschläge für Anleihen von Unternehmen oder Schwellenländern bedeutend ansteigen lassen. Hier konnten im laufenden Jahr zweistellige Gewinne durch Spreadeinengungen erwirtschaftet werden. Die Diversifikation muss also auch innerhalb der Anlageklassen gut gesteuert sein. Diversifikation allein sichert nicht den Erfolg – vielmehr, zur richtigen Zeit in den richtigen Märkten investiert zu sein. Diversifikation heißt auch, in schlecht laufenden Märkten nicht engagiert zu sein. Buy-and-hold im klassischen Sinn hat sich als unpraktikabel erwiesen. Was aber werden Anleger nach zwölf Monaten machen, wenn sie merken, dass sie stabile positive Renditen aus einem schwankungsarmen Investment bekommen?
Möglicherweise sichert der schnell und flexibel agierende MATR-Ansatz gerade den ruhigen Schlaf, den Buy-and-hold-Investoren suchen.
Jens Kummer, Head of Multi Management,
SEB Asset Management
Wir haben zum Höhepunkt der Finanzmarktkrise im Sommer vergangenen Jahres eine Multi-Asset-Total-Return-Strategie (MATR) in zwei Publikumsfonds eingeführt, die keine Anlageklasse als „Buy-and-hold“ betrachtet: beim SEB deLuxe classic plus mit einer etwas konservativeren Ausrichtung und beim SEB deLuxe balance mit einem dynamischeren Ansatz. Der Zeitpunkt für einen Härtetest hätte kaum besser sein können. Das Fazit nach einem Jahr lautet: Anleger konnten nicht nur die Krise umschiffen, sondern auch an den jüngsten Kurschancen teilhaben. Der SEB deLuxe balance erreichte in den zurückliegenden 12 Monaten einen Wertzuwachs von über 12 Prozent, der SEB deLuxe classic plus kommt auf rund 6 Prozent.
Psychologische Fallstricke kosten Rendite
Wenn Investoren die Zusammensetzung ihres Portfolios selbst steuern, steht ihnen die eigene Psyche im Weg. Im Auf und Ab der Börsenkurse ist die Kaufbereitschaft und Risikofreude immer dann am größten, wenn bereits starke Kursgewinne am Markt erzielt wurden. Die Kaufzurückhaltung dagegen ist an den Tiefpunkten der Aktienindizes stets am höchsten. Hier gilt es professionelle Manager auszuwählen, die entweder langfristig erfolgreiche Werte kaufen und halten oder überzeugende Strategien einsetzen, die ohne menschliche Schwächen schnell und flexibel an den Märkten agieren. Unser Ansatz berücksichtigt sowohl langfristige fundamentale Bewertungskriterien als auch kurzfristige Preisreaktionen der Kapitalmärkte.
Auch sitzen Anleger Kursschwächen in der Regel nicht aus. Sie verkaufen zu ungünstigen Zeitpunkten. Es ist gewiss sinnvoll, die Investoren von den Vorteilen der Langfristanlage zu überzeugen. Realistischerweise wird dieser Erziehungsansatz bald an seine Grenzen stoßen. Notwendig ist es vielmehr, dass die Investmentbranche Lösungen entwickelt, die der Realität kürzerer Haltefristen Rechnung tragen. Der Geldmarkt oder kurzlaufende Staatsanleihen können hier nicht die einzige Alternative sein – gerade im derzeitigen Umfeld. Ein sinnvoller Weg ist, zwischen unterschiedlichen Anlageklassen flexibel wechseln zu können. Im Herbst vergangenen Jahres galt es, das Kapital der Anleger zu erhalten. Die Aktienmärkte stürzten teilweise über 50 Prozent ab. In solchen irrationalen Marktphasen, in denen die Panik das Handeln aller Marktakteure bestimmt, wird der Vorteil quantitativer Modelle offensichtlich. Im März dieses Jahres, als die Aktienmärkte zur größten Rallye starteten, hatten die wenigsten Marktteilnehmer den Mut, in bedeutendem Maß in Aktien zu gehen. Eine gute regelbasierte Strategie erkennt dagegen diese Trendwenden.
Gut diversifiziert – in allen Märkten
Der Multi-Asset-Ansatz berücksichtigt eine Bandbreite an Anlageklassen: Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Immobilien oder auch alternative Assets. Bei Rohstoffen ist Gold beispielsweise gerade in Zeiten der Krise ein sicherer Hafen. Läuft die Konjunktur wieder an, performen Industriemetalle dagegen oft besser. Anleihen sind nicht nur etwas für schlechte Börsenzeiten. Die jüngste Krise hat Risikoaufschläge für Anleihen von Unternehmen oder Schwellenländern bedeutend ansteigen lassen. Hier konnten im laufenden Jahr zweistellige Gewinne durch Spreadeinengungen erwirtschaftet werden. Die Diversifikation muss also auch innerhalb der Anlageklassen gut gesteuert sein. Diversifikation allein sichert nicht den Erfolg – vielmehr, zur richtigen Zeit in den richtigen Märkten investiert zu sein. Diversifikation heißt auch, in schlecht laufenden Märkten nicht engagiert zu sein. Buy-and-hold im klassischen Sinn hat sich als unpraktikabel erwiesen. Was aber werden Anleger nach zwölf Monaten machen, wenn sie merken, dass sie stabile positive Renditen aus einem schwankungsarmen Investment bekommen?
Möglicherweise sichert der schnell und flexibel agierende MATR-Ansatz gerade den ruhigen Schlaf, den Buy-and-hold-Investoren suchen.
Jens Kummer, Head of Multi Management,
SEB Asset Management
Sonntag, 18. Oktober 2009
Oportunities
But we do still see opportunities in energy services, health care, and in the distressed and fixed income credit space.
Can you give us an oil services name you like?
One company would be Ensco International (ESV). It's one of the larger offshore jackup rig companies and it has a deep water presence. We like oil-related stocks generally because oil protects against inflation and weakness in the U.S. dollar. And the supply-demand profile is good, for oil service companies.
Supplies are decreasing as demand is increasing, which means that oil companies will have to generate new finds or pull more oil from existing fields. They will need more rigs and that bodes well for a stock like Ensco. The company has good managers who are reasonable allocators of capital. We own other companies in the space, but this is one of our bigger positions.
And who do you like in health care?
Right now we are looking at names in the managed health space, and one that we like is WellPoint (WLP, Fortune 500). There is of course the risk that the government will take away business from those companies and just do it all themselves. But we don't think that is a likely outcome. The stocks have been discounted tremendously on that risk
Can you give us an oil services name you like?
One company would be Ensco International (ESV). It's one of the larger offshore jackup rig companies and it has a deep water presence. We like oil-related stocks generally because oil protects against inflation and weakness in the U.S. dollar. And the supply-demand profile is good, for oil service companies.
Supplies are decreasing as demand is increasing, which means that oil companies will have to generate new finds or pull more oil from existing fields. They will need more rigs and that bodes well for a stock like Ensco. The company has good managers who are reasonable allocators of capital. We own other companies in the space, but this is one of our bigger positions.
And who do you like in health care?
Right now we are looking at names in the managed health space, and one that we like is WellPoint (WLP, Fortune 500). There is of course the risk that the government will take away business from those companies and just do it all themselves. But we don't think that is a likely outcome. The stocks have been discounted tremendously on that risk
Fresh Look
Rather than fixating on your purchase price, consider what the stock is trading for now. Then ask yourself, Would those shares be worth buying anew at today's price?
To answer that, it's useful to compare a stock's current valuation against that of its peers, says Tom Forester, manager of the Forester Value Fund. If a stock's price/earnings ratio -- or an equivalent measure -- climbs above its sector average, Forester will typically sell. "At that point," he says, "we can find better opportunities elsewhere."
Say you own Starbucks (SBUX, Fortune 500). After a huge rally since March, its shares trade at a steep premium to their peers. Yet lattes aren't nearly the growth story they were a few years ago, when consumers didn't think twice about spending $4 for a cup. And the stock is still down more than 30% from late 2004.
At the very least, make sure the reasons for liking a stock are still there. You may have purchased Citigroup (C, Fortune 500) shares years ago, for example, because of its global dominance and earnings potential. But it's a much smaller bank now, and Uncle Sam owns a third of it. Plus the stock has quadrupled since March, yet it's still off more than 90% from its high.
To answer that, it's useful to compare a stock's current valuation against that of its peers, says Tom Forester, manager of the Forester Value Fund. If a stock's price/earnings ratio -- or an equivalent measure -- climbs above its sector average, Forester will typically sell. "At that point," he says, "we can find better opportunities elsewhere."
Say you own Starbucks (SBUX, Fortune 500). After a huge rally since March, its shares trade at a steep premium to their peers. Yet lattes aren't nearly the growth story they were a few years ago, when consumers didn't think twice about spending $4 for a cup. And the stock is still down more than 30% from late 2004.
At the very least, make sure the reasons for liking a stock are still there. You may have purchased Citigroup (C, Fortune 500) shares years ago, for example, because of its global dominance and earnings potential. But it's a much smaller bank now, and Uncle Sam owns a third of it. Plus the stock has quadrupled since March, yet it's still off more than 90% from its high.
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Silber
Denn während Gold nur zu etwa zehn Prozent industriellen Zwecken zugeführt wird, sind es beim Silber mehr als die Hälfte des geförderten Materials. Und da es immer neue ermutigende Signale von der Indikatorenfront gibt, nimmt der Silberpreis die erhoffte V-förmige Erholung der Konjunktur vorweg. Schließlich bedeutet anziehendes Wirtschaftswachstum steigende Nachfrage nach Rohstoffen. So tritt vor allem China bereits wieder als eifriger Käufer am Markt auf. "Der Aufwärtstrend beim Silber ist weiterhin intakt", glaubt denn auch Commerzbank-Analyst Fritsch.
Silber-Optimisten führen auch gern das sogenannte Gold-Silber-Verhältnis als Argument "pro argentum" ins Feld. Es ist das Preis-Verhältnis zwischen beiden Metallen, und bei Preisen von 1060 (Gold) zu 18 Dollar (Silber) ergibt sich zurzeit ein Wert von 1 : 59. Über Jahrhunderte hatte diese Maßzahl bei rund 1 : 20 gelegen. Die Entwicklung drückt unter anderem aus, wie stark Silber seine monetäre Bedeutung eingebüßt hat. Ganz anders Gold, das ja nach wie vor von Zentralbanken gehortet wird. Die starken Zuflüsse in die "exchange traded commodities" (ETC) genannten Silberfonds könnten allerdings belegen, dass Silber auch nachhaltig wieder für Investoren interessant wird. Dann könnte sich das Gold-Silber-Verhältnis weiter dem historischen Durchschnitt nähern.
Silber-Optimisten führen auch gern das sogenannte Gold-Silber-Verhältnis als Argument "pro argentum" ins Feld. Es ist das Preis-Verhältnis zwischen beiden Metallen, und bei Preisen von 1060 (Gold) zu 18 Dollar (Silber) ergibt sich zurzeit ein Wert von 1 : 59. Über Jahrhunderte hatte diese Maßzahl bei rund 1 : 20 gelegen. Die Entwicklung drückt unter anderem aus, wie stark Silber seine monetäre Bedeutung eingebüßt hat. Ganz anders Gold, das ja nach wie vor von Zentralbanken gehortet wird. Die starken Zuflüsse in die "exchange traded commodities" (ETC) genannten Silberfonds könnten allerdings belegen, dass Silber auch nachhaltig wieder für Investoren interessant wird. Dann könnte sich das Gold-Silber-Verhältnis weiter dem historischen Durchschnitt nähern.
Bubble warning
Wirtschaftsforscher Stephan Schulmeister macht vor allem der Umstand Kopfzerbrechen, dass neben den Aktien auch Nahrungsmittel- und Energiepreise in die Höhe schnellten. "Es handelt sich um den größten Anstieg seit Jahrzehnten. Das ist der Aufbau eines neuen Absturzpotenzials" , glaubt Schulmeister. Ein neuerlicher Kursverfall würde die Vermögenslage der Anleger und folglich den Konsum neuerlich beeinträchtigen und unweigerlich in eine neue Rezession führen, der die Weltwirtschaft gerade zu entfliehen scheint.
Ein anderes Szenario malt die amerikanische Kassandra-Version, Starökonom Nouriel Roubini, der schon die vergangene Talfahrt an den Aktienmärkten vorausgesagt hatte. Sollten die Rohstoffpreise weiter steigen - konkret bei einem Ölpreis von 100 Dollar das Fass - würde dies neuerliche Schockwirkungen mit sich bringen. Er warnt daher ebenso wie Schulmeister vor einem W-förmigen Verlauf der Wirtschaft, bei dem der Erholung ein weiterer Absturz folgt. Die Gefahr erscheint umso größer, als die derzeitige Entspannung den Geldspritzen der Staaten geschuldet ist, denen langsam der finanzielle Atem ausgeht.
Blasenbildung
Joseph Kapp von Lincoln Financial Advisors warnte ob der Probleme am Arbeits- und Immobilienmarkt vor zu viel Euphorie. Und so mancher Experte sieht bereits die nächste Blase auf die Wall Street zurollen: Der Dow Jones ist gegenüber seinem bisherigen Jahrestief von 6547,05 Punkten am 9. März um mehr als 50 Prozent nach oben geschossen. Die US-Notenbank hält die Leitzinsen auch weiter bei nahezu null Prozent und pumpt Geld in das System. Irgendwann werde die Notenbank durch die steigende Inflation oder die übermäßig hohen Rohstoffpreise aber gezwungen sein, die Leitzinsen anzuheben, ergänzen skeptische Analysten. Dann werden die Aktienkurse wieder Rückschläge erleiden und auf eine faire Bewertung sinken.
Doch vorerst profitieren die Aktienmärkte von besseren Unternehmens- und Konjunkturdaten. Die Kursanstiege der vergangenen Monate zwingen immer mehr Pensionsfonds und Vermögensverwalter, ihr Portfolio in Richtung Aktien umzuschichten: Selbst skeptische Anleger halten dem Druck der Investoren schlicht und einfach nicht stand, kommentiert ein Beobachter. In Folge sank der Bargeldbestand der Vermögensverwalter auf den tiefsten Stand seit 2004.
Die 10.000 Punkte hatte der Dow Jones zuletzt am 3. Oktober 2008 markiert. Analysten sehen die aktuelle Entwicklung zweigeteilt. Hans Engel vom internationalen Research der Erste Group ist skeptisch: "Es ist zwar wichtig, dass der Index diesen Punkt überschritten hat, aber jetzt muss er sich dort auch halten können." Zudem gibt der Analyst zu bedenken, dass die Inflationsrate und der schwache Dollar das Bild verfälschen. "In Kaufkraft gemessen sind die 10.000 Punkte heute nicht mehr soviel wert wie früher" , sagt Engel zum Standard. Im Jahr 2000 kostete ein Dollar 0,9 Euro, heute bereits 1,49 Euro. "Man sollte den Schritt über die 10.000 Punkte daher nicht überbewerten" , erklärt Engel.
Treibstoff für die Rallye
Ein anderer Marktteilnehmer sieht in der Rallye vom Dow Jones die Erholung von der Krise, die derzeit in den USA stattfinde. In sechs Monaten werde man diese Erholung auch im Wiener Leitindex ATX spüren. Was Hoffnung für einen Aufschwung gebe, sei die Tatsache, dass die laufende US-Berichtsaison die dritte in Folge sei, bei der die Ergebnisse über den Analysten-Erwartungen liegen.
Michael Jones, Manager bei Riversource Investments, sieht im Dow-Anstieg einen "entscheidenden Meilenstein" am Weg nach oben. Die US-Notenbank Fed will das Volumen für den Ankauf hypothekenbesicherter Wertpapiere auf 1450 Milliarden Dollar ausweiten. Das wird laut Jones "der Raketentreibstoff, der die Börsenrallye am Laufen halten wird"
Ein anderes Szenario malt die amerikanische Kassandra-Version, Starökonom Nouriel Roubini, der schon die vergangene Talfahrt an den Aktienmärkten vorausgesagt hatte. Sollten die Rohstoffpreise weiter steigen - konkret bei einem Ölpreis von 100 Dollar das Fass - würde dies neuerliche Schockwirkungen mit sich bringen. Er warnt daher ebenso wie Schulmeister vor einem W-förmigen Verlauf der Wirtschaft, bei dem der Erholung ein weiterer Absturz folgt. Die Gefahr erscheint umso größer, als die derzeitige Entspannung den Geldspritzen der Staaten geschuldet ist, denen langsam der finanzielle Atem ausgeht.
Blasenbildung
Joseph Kapp von Lincoln Financial Advisors warnte ob der Probleme am Arbeits- und Immobilienmarkt vor zu viel Euphorie. Und so mancher Experte sieht bereits die nächste Blase auf die Wall Street zurollen: Der Dow Jones ist gegenüber seinem bisherigen Jahrestief von 6547,05 Punkten am 9. März um mehr als 50 Prozent nach oben geschossen. Die US-Notenbank hält die Leitzinsen auch weiter bei nahezu null Prozent und pumpt Geld in das System. Irgendwann werde die Notenbank durch die steigende Inflation oder die übermäßig hohen Rohstoffpreise aber gezwungen sein, die Leitzinsen anzuheben, ergänzen skeptische Analysten. Dann werden die Aktienkurse wieder Rückschläge erleiden und auf eine faire Bewertung sinken.
Doch vorerst profitieren die Aktienmärkte von besseren Unternehmens- und Konjunkturdaten. Die Kursanstiege der vergangenen Monate zwingen immer mehr Pensionsfonds und Vermögensverwalter, ihr Portfolio in Richtung Aktien umzuschichten: Selbst skeptische Anleger halten dem Druck der Investoren schlicht und einfach nicht stand, kommentiert ein Beobachter. In Folge sank der Bargeldbestand der Vermögensverwalter auf den tiefsten Stand seit 2004.
Die 10.000 Punkte hatte der Dow Jones zuletzt am 3. Oktober 2008 markiert. Analysten sehen die aktuelle Entwicklung zweigeteilt. Hans Engel vom internationalen Research der Erste Group ist skeptisch: "Es ist zwar wichtig, dass der Index diesen Punkt überschritten hat, aber jetzt muss er sich dort auch halten können." Zudem gibt der Analyst zu bedenken, dass die Inflationsrate und der schwache Dollar das Bild verfälschen. "In Kaufkraft gemessen sind die 10.000 Punkte heute nicht mehr soviel wert wie früher" , sagt Engel zum Standard. Im Jahr 2000 kostete ein Dollar 0,9 Euro, heute bereits 1,49 Euro. "Man sollte den Schritt über die 10.000 Punkte daher nicht überbewerten" , erklärt Engel.
Treibstoff für die Rallye
Ein anderer Marktteilnehmer sieht in der Rallye vom Dow Jones die Erholung von der Krise, die derzeit in den USA stattfinde. In sechs Monaten werde man diese Erholung auch im Wiener Leitindex ATX spüren. Was Hoffnung für einen Aufschwung gebe, sei die Tatsache, dass die laufende US-Berichtsaison die dritte in Folge sei, bei der die Ergebnisse über den Analysten-Erwartungen liegen.
Michael Jones, Manager bei Riversource Investments, sieht im Dow-Anstieg einen "entscheidenden Meilenstein" am Weg nach oben. Die US-Notenbank Fed will das Volumen für den Ankauf hypothekenbesicherter Wertpapiere auf 1450 Milliarden Dollar ausweiten. Das wird laut Jones "der Raketentreibstoff, der die Börsenrallye am Laufen halten wird"
Mittwoch, 14. Oktober 2009
DAX - BASF
Auch an der deutschen Börse ging es aufwärts. Hier sorgte insbesondere die Zahlen von BASFfür gute Stimmung. Der Leitindex Dax kletterte um 2,45 Prozent auf 5854,14 Punkte, nachdem er am Dienstag noch unter Gewinnmitnahmen gelitten hatte. Auch der TecDax markierte zwischenzeitlich einen neuen Jahreshöchststand und stieg letztlich um 1,92 Prozent auf 790,02 Zähler. Lediglich der MDax schrammte im Handelsverlauf haarscharf an einem derartigen Rekordhoch vorbei, verbuchte am Ende aber gleichwohl noch einen ordentlichen Aufschlag von 1,94 Prozent auf 7630,26 Punkte.
Der Auftakt der Berichtssaison sei recht überzeugend, heißt es
„Wir arbeiten die Quartalsergebnisse ab, die insgesamt bislang besser ausgefallen sind als erwartet“, sagte Christoph Schmidt, Analyst bei der N.M.F. AG. „Die bisherigen Zahlen der amerikanischen Unternehmen lagen im Schnitt rund 7 Prozent über den Schätzungen.“ Allerdings sei die Berichtssaison noch recht jung - erst weniger als ein Zehntel der Firmen habe Berichte vorgelegt, schränkte er ein. „Der Auftakt ist aber recht überzeugend.“ Auch von Seiten der amerikanische Konjunktur gab es keinen Gegenwind: Die Einzelhandelsumsätze sanken im September weniger stark als befürchtet worden war.
Nach überraschend vorgelegten Zahlen sprangen die BASF-Titel um 7,38 Prozent auf 40,61 Euro hoch und setzten sich damit an die Dax-Spitze. Das Geschäft des weltgrößten Chemiekonzerns hatte sich im dritten Quartal stabilisiert. Analyst Carsten Kunold von der Münchner Privatbank Merck Finck sprach von einem „sehr guten Zahlenwerk“. .
Der Auftakt der Berichtssaison sei recht überzeugend, heißt es
„Wir arbeiten die Quartalsergebnisse ab, die insgesamt bislang besser ausgefallen sind als erwartet“, sagte Christoph Schmidt, Analyst bei der N.M.F. AG. „Die bisherigen Zahlen der amerikanischen Unternehmen lagen im Schnitt rund 7 Prozent über den Schätzungen.“ Allerdings sei die Berichtssaison noch recht jung - erst weniger als ein Zehntel der Firmen habe Berichte vorgelegt, schränkte er ein. „Der Auftakt ist aber recht überzeugend.“ Auch von Seiten der amerikanische Konjunktur gab es keinen Gegenwind: Die Einzelhandelsumsätze sanken im September weniger stark als befürchtet worden war.
Nach überraschend vorgelegten Zahlen sprangen die BASF-Titel um 7,38 Prozent auf 40,61 Euro hoch und setzten sich damit an die Dax-Spitze. Das Geschäft des weltgrößten Chemiekonzerns hatte sich im dritten Quartal stabilisiert. Analyst Carsten Kunold von der Münchner Privatbank Merck Finck sprach von einem „sehr guten Zahlenwerk“. .
Mittwoch, 7. Oktober 2009
Long-term losses
Das ist unter den aktuellen Begebenheiten nahezu unmöglich; dem Durchschnittsanleger bleibt aus den letzten zehn Jahren wohl ein Verlust. Das ist umso schmerzhafter als sich andere Investitionen eher ausgezahlt hätten. Wer etwa vor zehn Jahren auf Staatsanleihen gesetzt hat, ist dick im Plus; der S&P 500 müsste in den nächsten drei Monaten um 159 Prozent klettern, um den Rückstand aufzuholen. Wo wir bei langfristigen Bilanzen sind, ist übrigens ein Blick auf die Branchen interessant: Mit Energie-Aktien hat sich in den letzten zehn Jahren richtig Geld machen lassen, während sich der Telekom-Sektor im Wert fast gedrittelt hat.
Costco und Monsanto Outlook
Indes führten die Kursverluste erst einmal dazu, dass einige Anleger wieder zugriffen und so wurden sie rasch geringer. Rasch notierten auch Monsanto knapp 1 Prozent im Plus. Immerhin gilt das Geschäft mit genmanipulierten Saatgut zumindest in den Vereinigten Staaten als Zukunftsgeschäft. Allerdings ist die Aktie mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis von 22,3 für das gerade begonnene und von immer noch 16,1 für das kommende Geschäftsjahr ebenso wenig billig wie Costco. Zudem beträgt das Kurs-Umsatz-Verhältnis für beide Jahre mehr als 3, ebenso das Kurs-Buchwert-Verhältnis.
Doch für beide Aktien gilt: es sind weiter Spekulationen auf die Erholung. Solange die Ansicht trägt, dass die Wirtschaft sich rascher und tiefgreifender erholt als prognostiziert, solange gelten die fundamentalen Bewertungen als verzerrt. Allerdings wird der Spielraum zwischen steigenden Prognosen und noch höheren Erwartungen immer kleiner, wie auch die eher mühsame Seit- bis Aufwärtsbewegung der Kurse in den vergangenen Wochen gezeigt hat. Speziell für Monsanto gilt zudem, dass die Aktie vor vier Wochen stark unter Druck geriet, als der Saatguthersteller die Prognosen deutlich gesenkt hatte.
Doch für beide Aktien gilt: es sind weiter Spekulationen auf die Erholung. Solange die Ansicht trägt, dass die Wirtschaft sich rascher und tiefgreifender erholt als prognostiziert, solange gelten die fundamentalen Bewertungen als verzerrt. Allerdings wird der Spielraum zwischen steigenden Prognosen und noch höheren Erwartungen immer kleiner, wie auch die eher mühsame Seit- bis Aufwärtsbewegung der Kurse in den vergangenen Wochen gezeigt hat. Speziell für Monsanto gilt zudem, dass die Aktie vor vier Wochen stark unter Druck geriet, als der Saatguthersteller die Prognosen deutlich gesenkt hatte.
Momentan denkt der Internationale Währungsfond (IWF) darüber nach, rund ein Achtel seiner Goldreserven zu verkaufen. Zwar soll das Gold vorerst den Zentralbanken und anderen institutionellen Anlegern angeboten werden, um anschließend dann den Goldmärkten zum Kauf zur Verfügung gestellt zu werden. Falls dies der Fall sein sollte, könnte das erhöhte Angebot zu Korrekturen des Goldpreises führen. Auch der im Vergleich zum US-Dollar gestiegene Euro (aktuell notiert der Wechselkurs bei ca. 1,48* EUR/USD) setzte erneut positive Impulse.
Ebenfalls auf hohem Niveau zeigte sich der Silberpreis diese Woche. Dieser erreichte seinen Höchststand bei 17,65 US-Dollar (auf Basis der Schlusskurse).
Der Platinpreis ist seit Ende Oktober stark angestiegen und kletterte von 748,30 US-Dollar auf 1.358,50 US-Dollar und notiert aktuell bei ca. 1.325,00* US-Dollar. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass ein Forscherteam der Lindia Resources in Guinea Australien einen potenziellen neuen Abbauort gefunden hat.
Ebenfalls auf hohem Niveau zeigte sich der Silberpreis diese Woche. Dieser erreichte seinen Höchststand bei 17,65 US-Dollar (auf Basis der Schlusskurse).
Der Platinpreis ist seit Ende Oktober stark angestiegen und kletterte von 748,30 US-Dollar auf 1.358,50 US-Dollar und notiert aktuell bei ca. 1.325,00* US-Dollar. Am Montag wurde bekanntgegeben, dass ein Forscherteam der Lindia Resources in Guinea Australien einen potenziellen neuen Abbauort gefunden hat.
Freitag, 2. Oktober 2009
Nachzügler
Der Dialyse-Spezialist Fresenius dümpelt seit einigen Monaten vor sich hin; die Aktie hat die Rally irgendwie verpasst. Dabei sehen die Aussichten für den Gesundheitskonzern durchweg positiv aus, denn die Gesundheitbranche ist eine der wenigen, die auch in den kommenden Jahren wachsen wird. Die Analysten gehen für 2009 von einem Gewinnsprung von gut 30 Prozent aus. Für das nächste Jahr errechnen sie ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf – die Aktie scheint somit relativ günstig bewertet. Die Mehrzahl der Analysten empfiehlt die Aktie deswegen zum Kauf und sehen das 12-Monats-Kursziel bei 48 Euro – zurzeit notiert der Titel bei 40 Euro.
– Die Aktie von Sky Deutschland, ehemals Premiere, wuchs zwar seit ihrem Tief im April bei 1,33 Euro auf das zweieinhalbfache, im Vergleich zum Vorjahr liegt das Papier aber immer noch über 60 Prozent im Minus. Der Bezahlsender hat nur einen neuen Namen und mit dem Australier Mark Williams einen neuen Chef, die Probleme sind jedoch die alten geblieben. Das Medienunternehmen fährt Verluste ein, allein im zweiten Quartal fiel bei einem Umsatz von 230 Millionen Euro ein Minus von 63 Millionen Euro an. Konzernchef Williams hofft, 2011 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Die Zahl der Abonnenten schrumpfte indes weiter. Auch die im Juli gestartete Marketingkampagne nagt an der Rendite. Vor diesem Hintergrund erstaunt der Vertrauensvorschuss der Anleger, die den Kurs noch einmal deutlich nach oben klettern ließen. Mittlerweile scheint es, dass der Optimismus aufgebraucht ist, denn der Kurs weist wieder gen Süden.
– Auch beim Nachzügler HeidelbergCement erstaunt der gestiegene Kurs. Die Aktie verdoppelte sich seit März und notiert zurzeit bei etwa 43 Euro. Anleger spekulieren darauf, dass HeidelbergCement mittelfristig in den Dax aufsteigen könnte, da der Streubesitz, sprich der Anteil von Aktien, die nicht in festen Händen sind, sich durch eine Kapitalerhöhung deutlich erhöht. Wenn auch noch der bisherige Großaktionär Ludwig Merckle, der Sohn des durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Adolf Merckle, weitere seiner Anteile abgibt, erhöht sich der Streubesitz sogar auf 80 Prozent. Der Zementhersteller braucht das Geld jedoch, um seine überbordenden Schulden abzubauen. Trotzdem bleibt dem Konzern finanziell kaum Luft zum Atmen. Die Analysten sind denn auch mehrheitlich eher pessimistisch in Bezug auf HeidelbergCement eingestellt und prognostizieren einen Kurs von 41 Euro auf 12-Monats-Sicht, was eher für fallende Notierungen spricht.
– Europas größter Kupferproduzent Aurubis, die frühere Norddeutsche Affinerie, profitiert von der langsam wieder anziehenden Nachfrage aus China, wo staatliche Konjunkturprogramme den Bedarf nach dem Buntmetall steigen lassen. Die Talsohle dürfte das Unternehmen durchschritten haben. Konzernchef Bernd Drouven zeigt sich optimistisch, fürs Gesamtjahr unterm Strich schwarze Zahlen präsentieren zu können. Insofern plädiert die Mehrzahl der Analysten dafür, die Aktie zu kaufen. Darüber hinaus könnte dem Kurs helfen, dass der Stahlhersteller Salzgitter beabsichtigt, seinen Anteil an Aurubis von derzeit 23 auf 29,9 Prozent aufzustocken. Deswegen zieht schon mal der Salzgitter-Vorstandsvorsitzende in den Aurubis-Aufsichtsrat ein.
– Die Aktie von Sky Deutschland, ehemals Premiere, wuchs zwar seit ihrem Tief im April bei 1,33 Euro auf das zweieinhalbfache, im Vergleich zum Vorjahr liegt das Papier aber immer noch über 60 Prozent im Minus. Der Bezahlsender hat nur einen neuen Namen und mit dem Australier Mark Williams einen neuen Chef, die Probleme sind jedoch die alten geblieben. Das Medienunternehmen fährt Verluste ein, allein im zweiten Quartal fiel bei einem Umsatz von 230 Millionen Euro ein Minus von 63 Millionen Euro an. Konzernchef Williams hofft, 2011 wieder in die Gewinnzone zurückzukehren. Die Zahl der Abonnenten schrumpfte indes weiter. Auch die im Juli gestartete Marketingkampagne nagt an der Rendite. Vor diesem Hintergrund erstaunt der Vertrauensvorschuss der Anleger, die den Kurs noch einmal deutlich nach oben klettern ließen. Mittlerweile scheint es, dass der Optimismus aufgebraucht ist, denn der Kurs weist wieder gen Süden.
– Auch beim Nachzügler HeidelbergCement erstaunt der gestiegene Kurs. Die Aktie verdoppelte sich seit März und notiert zurzeit bei etwa 43 Euro. Anleger spekulieren darauf, dass HeidelbergCement mittelfristig in den Dax aufsteigen könnte, da der Streubesitz, sprich der Anteil von Aktien, die nicht in festen Händen sind, sich durch eine Kapitalerhöhung deutlich erhöht. Wenn auch noch der bisherige Großaktionär Ludwig Merckle, der Sohn des durch Selbstmord aus dem Leben geschiedenen Adolf Merckle, weitere seiner Anteile abgibt, erhöht sich der Streubesitz sogar auf 80 Prozent. Der Zementhersteller braucht das Geld jedoch, um seine überbordenden Schulden abzubauen. Trotzdem bleibt dem Konzern finanziell kaum Luft zum Atmen. Die Analysten sind denn auch mehrheitlich eher pessimistisch in Bezug auf HeidelbergCement eingestellt und prognostizieren einen Kurs von 41 Euro auf 12-Monats-Sicht, was eher für fallende Notierungen spricht.
– Europas größter Kupferproduzent Aurubis, die frühere Norddeutsche Affinerie, profitiert von der langsam wieder anziehenden Nachfrage aus China, wo staatliche Konjunkturprogramme den Bedarf nach dem Buntmetall steigen lassen. Die Talsohle dürfte das Unternehmen durchschritten haben. Konzernchef Bernd Drouven zeigt sich optimistisch, fürs Gesamtjahr unterm Strich schwarze Zahlen präsentieren zu können. Insofern plädiert die Mehrzahl der Analysten dafür, die Aktie zu kaufen. Darüber hinaus könnte dem Kurs helfen, dass der Stahlhersteller Salzgitter beabsichtigt, seinen Anteil an Aurubis von derzeit 23 auf 29,9 Prozent aufzustocken. Deswegen zieht schon mal der Salzgitter-Vorstandsvorsitzende in den Aurubis-Aufsichtsrat ein.
3. Quartal
"Die Verlustwahrscheinlichkeiten sind an der Börse im vierten Quartal im Durchschnitt am geringsten, vor allem wenn das Jahr bis dahin so gut gelaufen ist wie dieses", sagt er.
Es gibt jedoch auch Marktbeobachter, die aus dem Kursanstieg der vergangenen Quartale keine optimistische Prognose ableiten wollen. "Die Börse hat sehr mutige Erwartungen eingepreist, die sich erst einmal erfüllen müssen", sagt Christoph Schmidt, Aktien-Analyst beim Wertpapierhandelshaus NMF AG. Er erwartet keine klassische Jahresend-Rally, sondern Korrekturen. Der Dax werde sich von aktuell knapp 5700 Punkten eher in Richtung 5000 Punkte als 6000 Punkte bewegen. "Die Schere zwischen den Hoffnungswerten und der wirtschaftlichen Realität ist einfach zu groß", sagt er.
Allerdings dürfte sich die Volatilität wegen der hohen Liquidität im Markt erhöhen. Anlegern, die trotzdem in den Markt einsteigen wollen, rät er zu defensiven Titeln, vor allem Pharma-Aktien. Von zyklischen Werten wie Auto-, Maschinenbau- und Finanz-Aktien rät er Investoren ab. "Vor allem um Bankwerte würde ich einen riesigen Bogen machen", sagt er.
Hürkamp rät den Anlegern hingegen dazu, weiterhin auf Risiko zu setzen. Zyklische Werte werden die Jahresend-Rally anführen, ist er überzeugt. Auch wenn die Kursanstiege moderater ausfallen sollten als zur Jahresmitte, lohne es sich auch jetzt noch, in den Aktienmarkt einzusteigen.
Es gibt jedoch auch Marktbeobachter, die aus dem Kursanstieg der vergangenen Quartale keine optimistische Prognose ableiten wollen. "Die Börse hat sehr mutige Erwartungen eingepreist, die sich erst einmal erfüllen müssen", sagt Christoph Schmidt, Aktien-Analyst beim Wertpapierhandelshaus NMF AG. Er erwartet keine klassische Jahresend-Rally, sondern Korrekturen. Der Dax werde sich von aktuell knapp 5700 Punkten eher in Richtung 5000 Punkte als 6000 Punkte bewegen. "Die Schere zwischen den Hoffnungswerten und der wirtschaftlichen Realität ist einfach zu groß", sagt er.
Allerdings dürfte sich die Volatilität wegen der hohen Liquidität im Markt erhöhen. Anlegern, die trotzdem in den Markt einsteigen wollen, rät er zu defensiven Titeln, vor allem Pharma-Aktien. Von zyklischen Werten wie Auto-, Maschinenbau- und Finanz-Aktien rät er Investoren ab. "Vor allem um Bankwerte würde ich einen riesigen Bogen machen", sagt er.
Hürkamp rät den Anlegern hingegen dazu, weiterhin auf Risiko zu setzen. Zyklische Werte werden die Jahresend-Rally anführen, ist er überzeugt. Auch wenn die Kursanstiege moderater ausfallen sollten als zur Jahresmitte, lohne es sich auch jetzt noch, in den Aktienmarkt einzusteigen.
Donnerstag, 1. Oktober 2009
Emerging Markets
Der Run auf die Emerging-Markets-Fonds dürfte auch auf die dort tobende Börsenrallye zurückzuführen sein. So hat das dritte Quartal einmal mehr bewiesen, dass derzeit die größten Aktiengewinne in so abseitigen Märkten wie dem Baltikum, Vietnam, Südkorea, Kasachstan oder der Ukraine zu erzielen sind. Allein die Börse in Litauen schoss in den Monaten Juli, August und September um 73 Prozent in die Höhe.
Dahinter folgen Estland, Serbien und Ungarn mit jeweils weit über 30 Prozent. Doch nicht nur die osteuropäischen Schwellenländerbörsen haben den etablierten Märkten die Show gestohlen. Auch Asiens Wachstumsmärkte oder Lateinamerika schnitten im dritten Quartal mit Zuwächsen von 20 Prozent und mehr deutlich besser ab als der Deutsche Aktienindex (Dax) oder der amerikanische Dow Jones. Letztere legten „nur“ 18 beziehungsweise 10,6 Prozent zu. (Für den Dax war das gleichwohl das stärkste dritte Quartal seit 1967. Denn die Monate Juli bis September gehören traditionell eher zu den schwächeren.)
Nach der atemberaubenden Rallye sind die Schwellenländer in eine neue Gewichtsklasse aufgestiegen. Mittlerweile repräsentieren die Börsen von China, Indien, Osteuropa&Co. über zwölf Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung – das ist ein Rekord. Noch vor einem halben Jahr lag dieser Anteil gerade einmal bei neun Prozent, im Jahr 2003 waren es sogar erst 3,8 Prozent.
Trotz des Enthusiasmus für die Emerging Markets halten Experten die Aufwärtsbewegung noch lange nicht für beendet. Citibank-Stratege Andrew Howell hat gleich 14 Argumente zusammengetragen, warum ein Kauf für Anleger auch jetzt noch lohnt. An erster Stelle steht das kräftige Wirtschaftswachstum in den meisten der aufstrebenden Nationen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds werden die Ökonomien Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas in den kommenden fünf Jahren im Schnitt vier bis fünf Prozentpunkte schneller wachsen als die der westlichen Industriestaaten. Von Vorteil dabei sind nicht nur die demografischen Bedingungen.
So wächst die Erwerbsbevölkerung stetig, während sie etwa in Deutschland oder Japan schrumpft. Auch die vergleichsweise niedrige Verschuldung kommt den Schwellenländern zugute. Während die Schuldenquote in den entwickelten Nationen im Schnitt 90 Prozent der Wirtschaftsleistung beträgt – Tendenz steigend –, stehen die aufstrebenden Staaten gerade einmal mit 50 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in der Kreide – Tendenz fallend.
Auch bei der Börsenkapitalisierung klafft noch eine Lücke, die nach Ansicht von Experten geschlossen gehört. So erwirtschaften Indien, China&Co. inzwischen 46 Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts, wohingegen der Anteil an der Weltbörsenkapitalisierung lediglich 12,1 Prozent beträgt. Nicht zuletzt spielen die Emerging Markets in den meisten Portfolios noch nicht die Rolle, die ihnen eigentlich zusteht – trotz des jüngsten Investorenansturms.
Gemessen an den weltweiten Fondsvolumina, machen die Schwellenlandfonds gerade einmal 2,8 Prozent aus. In Deutschland stecken in den Produkten mittlerweile knapp zehn Milliarden Euro – das sind immerhin 5,5 Prozent aller verwalteten Fondsgelder. „Die Schwellenländer haben gegenüber den etablierten westlichen Staaten noch jede Menge Nachholpotenzial“, fasst Howell zusammen.
Dahinter folgen Estland, Serbien und Ungarn mit jeweils weit über 30 Prozent. Doch nicht nur die osteuropäischen Schwellenländerbörsen haben den etablierten Märkten die Show gestohlen. Auch Asiens Wachstumsmärkte oder Lateinamerika schnitten im dritten Quartal mit Zuwächsen von 20 Prozent und mehr deutlich besser ab als der Deutsche Aktienindex (Dax) oder der amerikanische Dow Jones. Letztere legten „nur“ 18 beziehungsweise 10,6 Prozent zu. (Für den Dax war das gleichwohl das stärkste dritte Quartal seit 1967. Denn die Monate Juli bis September gehören traditionell eher zu den schwächeren.)
Nach der atemberaubenden Rallye sind die Schwellenländer in eine neue Gewichtsklasse aufgestiegen. Mittlerweile repräsentieren die Börsen von China, Indien, Osteuropa&Co. über zwölf Prozent der weltweiten Marktkapitalisierung – das ist ein Rekord. Noch vor einem halben Jahr lag dieser Anteil gerade einmal bei neun Prozent, im Jahr 2003 waren es sogar erst 3,8 Prozent.
Trotz des Enthusiasmus für die Emerging Markets halten Experten die Aufwärtsbewegung noch lange nicht für beendet. Citibank-Stratege Andrew Howell hat gleich 14 Argumente zusammengetragen, warum ein Kauf für Anleger auch jetzt noch lohnt. An erster Stelle steht das kräftige Wirtschaftswachstum in den meisten der aufstrebenden Nationen. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds werden die Ökonomien Asiens, Osteuropas und Lateinamerikas in den kommenden fünf Jahren im Schnitt vier bis fünf Prozentpunkte schneller wachsen als die der westlichen Industriestaaten. Von Vorteil dabei sind nicht nur die demografischen Bedingungen.
So wächst die Erwerbsbevölkerung stetig, während sie etwa in Deutschland oder Japan schrumpft. Auch die vergleichsweise niedrige Verschuldung kommt den Schwellenländern zugute. Während die Schuldenquote in den entwickelten Nationen im Schnitt 90 Prozent der Wirtschaftsleistung beträgt – Tendenz steigend –, stehen die aufstrebenden Staaten gerade einmal mit 50 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts in der Kreide – Tendenz fallend.
Auch bei der Börsenkapitalisierung klafft noch eine Lücke, die nach Ansicht von Experten geschlossen gehört. So erwirtschaften Indien, China&Co. inzwischen 46 Prozent des Welt-Bruttosozialprodukts, wohingegen der Anteil an der Weltbörsenkapitalisierung lediglich 12,1 Prozent beträgt. Nicht zuletzt spielen die Emerging Markets in den meisten Portfolios noch nicht die Rolle, die ihnen eigentlich zusteht – trotz des jüngsten Investorenansturms.
Gemessen an den weltweiten Fondsvolumina, machen die Schwellenlandfonds gerade einmal 2,8 Prozent aus. In Deutschland stecken in den Produkten mittlerweile knapp zehn Milliarden Euro – das sind immerhin 5,5 Prozent aller verwalteten Fondsgelder. „Die Schwellenländer haben gegenüber den etablierten westlichen Staaten noch jede Menge Nachholpotenzial“, fasst Howell zusammen.
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