Freitag, 25. Oktober 2013

Deutschland's beste Aktien

http://www.wsj.de/article/SB10001424052702303615304579153322799152540.html#slide/20

Donnerstag, 5. September 2013

Was tun ?

FOCUS-MONEY: Wie schützt sich der Investor gegen eine anziehende Inflation?

Rapp: Im Kern geht es um Anlagen in Sachwerte. Dazu zählen speziell Aktien und Immobilien, also Sachwerte, die auch laufende Erträge bringen – Gold also eher nicht. Bei den von uns beratenen großen Vermögen kommt zudem häufiger Private Equity ins Spiel. Oft über spezielle Fonds, vielfach aber sogar als direkte Beteiligungen am Kapital einer nicht börsennotierten Gesellschaft. Der Investor sagt sich: Das ist ein Sachwert, ich lasse mein Geld in einem soliden Unternehmen arbeiten, ich habe Einblick ins Geschäft, und ich erhalte eine Ausschüttung – und das ist bei allem Risiko einer unternehmerischen Beteiligung im Zweifel sicherer als eine Griechenland-Anleihe.
Aktie, Euro-Krise, Europäische Zentralbank, Gold, Inflation
Feri AG
Aktie, Euro-Krise, Europäische Zentralbank, Gold, Inflation
Feri AG
FOCUS-MONEY: Eine schöne Blaupause für den privaten Anleger. Der zögert ja gerade in Deutschland oft, sich an börsennotierten Weltmarktführern und deren realer Wertschöpfung zu beteiligen, investiert in Festgeld und gibt damit letztlich lieber Kredit. Funktioniert die Aktie aus Ihrer Sicht als Inflationsschutz?

Rapp: Hier muss man differenzieren. Eine leichte Deflation ist schlecht für Aktien, das hat Japan über zwei Jahrzehnte demonstriert. Eine Inflation von etwa ein bis drei Prozent ist positiv für Aktien. Bei drei bis fünf Prozent Inflation trennt sich bei den Aktien meist die Spreu vom Weizen, Raten über sechs Prozent sind in der Regel nicht mehr gut für die Aktienmärkte. Um das Bild zu komplettieren, auch wenn davon derzeit wirklich keine Rede sein kann: In einem Hyperinflationsszenario à la Weimarer Republik war die Aktie eine der wenigen Möglichkeiten für echten Vermögensschutz.

FOCUS-MONEY: Auf welche Märkte würden Sie bei Aktien setzen?

Rapp: Wir hatten die USA und Japan lange Zeit übergewichtet, Europa untergewichtet. In den USA und in Japan setzte die Wirtschaftspolitik einschließlich der Notenbank eindeutig auf Wachstum. Entsprechend stark waren die Aktienmarkttrends. Vor drei Wochen haben wir dieses Bild revidiert. Die USA sind sehr weit gelaufen und leiden sozusagen an der Schwerkraft. Japan braucht eine Verschnaufpause und einen Realitätscheck. Wir erwärmen uns mehr für Europa, weil die meisten schlechten Nachrichten draußen sein dürften. Aber wir sind noch nicht hundertprozentig überzeugt. Bei den Schwellenländern sind wir skeptisch, sie laufen in starken Abwärtstrends.

FOCUS-MONEY: Wie sehen Sie deutsche Aktien innerhalb Europas?

Rapp: Sie sind natürlich nicht die schlechteste Wahl. Allerdings sind gute Nachrichten aus der Bundesrepublik weniger überraschend als weniger schlechte aus den Krisenländern. Und in den Aktienmarkt des Stabilitätsankers Deutschland haben gerade auch internationale Anleger bereits seit Längerem investiert, wie wir auch aus unseren Gesprächen mit Profi-Anlegern in Amerika wissen. Jedem ist bewusst, dass die Bundesrepublik der weiße Rabe in Europa ist.

FOCUS-MONEY: Teilen Sie die neue Begeisterung für zyklische Aktien?

Rapp: Das konjunkturelle Umfeld, das sich 2014 wirklich deutlich aufzuhellen scheint, würde normalerweise einen Swing hin zu zyklischen Aktien erlauben. Wir haben dafür aber noch kein klar bestätigtes Bild. Früher war das einfach: Erst gab es eine Rezession, dann eine Konjunkturerholung, und die haben zyklische Sektoren wie Auto, Stahl, Chemie noch vor dem Ende der Rezession vorweggenommen und sind angesprungen.

FOCUS-MONEY: Und heute?

Rapp: Heute ist das Bild ein anderes. Es gibt strukturelle Probleme, nicht nur als Folge der Finanzkrise, sie waren teilweise auch schon durch Chinas Aufstieg angelegt. Wir sehen Überkapazitäten in vielen Bereichen. Deswegen geht heute die einfache Gleichung Konjunkturbelebung gleich Zykliker springen an nicht mehr auf. Das Bild ist viel diffuser, der Anleger muss selektiver vorgehen.

Dienstag, 6. August 2013

Top-Bildung Ende August? - aus nzz.ch

Top-Bildung Ende August?

Dank der jüngsten Veröffentlichung der US-Notenbank haben die amerikanischen Aktienmärkte einen guten Start in den August erwischt. In Anbetracht der durchschnittlichen Performance seit dem Jahr 1930 von 0,5% ist der August gemessen am Dow Jones weder ein Wonne- noch ein Schreckensmonat. Er ist annähernd vergleichbar mit dem März, dem Juni und dem Oktober (vgl. Grafik 2). Schaut man auf den historischen Durchschnittsverlauf im Monat selber, gibt es zwei Herangehensweisen: Betrachtet man für den Dow Jones den Durchschnittsverlauf für alle August-Monate seit 1930, so ergibt sich eine Seitwärtsbewegung bis zur Monatsmitte und danach eine deutlich steigende Tendenz bis Monatsende (nicht in der Grafik). Stützt man sich dagegen nur auf den durchschnittlichen Verlauf von August-Monaten in Nachwahljahren im Rahmen des amerikanischen Präsidentschaftszyklus, verläuft der August weitestgehend seitwärts, mit einem kleinen Tief zur Monatsmitte (vgl. Grafik 3). Da 2013 ein Nachwahljahr ist, zielen Beobachter wie etwa jene vom deutschen Börsenbrief Wellenreiter-Invest eher auf den Vergleich mit den Nachwahljahren ab. Zudem scheint dieser Chart-Verlauf besser zum derzeitigen Zustand des Gesamtmarktes zu passen.
Derlei historische Vergleiche können jedoch nur Ideen für die weitere Trendrichtung bzw. für mögliche Hoch- und Tiefpunkte liefern. Das Jahr 2013 hält sich bisher recht gut an den Fahrplan für Nachwahljahre (vgl. Grafik 4). So weist der Dow Jones Industrial bisher tatsächlich einen stark steigenden Verlauf mit einem zyklischen Tief im März und einer Schwächephase im Juni auf. Sollte dieser historische Vergleich Anhaltspunkte für die Zukunft liefern, wäre in den Monaten August und September mit einer Top-Bildung zu rechnen. Danach würde ein deutlicher Rückschlag im Herbst erfolgen, dessen Tiefpunkt im Oktober oder November erreicht sein könnte. Anschliessend würden die Aussichten für ein Jahresendrally steigen. Andere historische Vergleiche deuten auf einen ähnlichen Verlauf hin. Zudem ist aus saisonaler Sicht der Herbst ohnehin oft eine Schwäche-, wenn nicht gar Schreckensphase an der Börse.

Unterschiedliche Tendenzen

Die Divergenzen bei den amerikanischen Aktienindizes haben ferner jüngst zugenommen. Zwar erreichte der Dow Jones für Industriewerte – ebenso wie der breite S&P-500-Index und der Russell 2000 – in den vergangenen beiden Wochen knapp bzw. deutlich ein neues zyklisches Hoch. Doch dieses wurde nicht mehr durch den Dow Jones Transportation bestätigt. Der Transportindex erreichte zwar auch knapp ein zyklisches Hoch Mitte Juli, konnte diesen Ausbruch nach oben aber nicht verteidigen, so dass sich ein Fehlausbruch ergab. Nach solchen kommt es oft zu einer deutlichen Bewegung in die Gegenrichtung. Zudem ergibt sich durch den Transportwerte-Index im Rahmen der Dow-Theorie ein Warnsignal. Für einen nachhaltigen Trend nach oben oder unten sollten sich demzufolge der Index für Transport- und für Industriewerte gegenseitig bestätigen. Damit der Trend als intakt gilt, müsste der Transportwerte-Index dem Barometer für Industrietitel strenggenommen sogar vorauslaufen, da Transportwerte zyklischer Natur sind und Änderungen im Konjunkturverlauf tendenziell früher indizieren.
Es gibt zudem noch eine Reihe weiterer Nichtbestätigungen. So hat die Zahl der neuen 52-Wochen-Hochs an der New Yorker Börse (NYSE) das zyklische Hoch des Dow Jones für Industriewerte nicht bestätigt. Während es beim letzten zyklischen Hoch im Mai zeitweise über 500 Aktien an der New Yorker Börse mit neuen 52-Wochen-Hochs gab, wurden diesmal in der Spitze nur rund 300 bis 350 neue 52-Wochen-Hochs erreicht. Dies ist ein Signal für eine nachlassende Marktbreite. Der Aufschwung wird also von immer weniger Titeln, dafür aber von solchen mit grösserer Marktkapitalisierung getragen. Auch viele andere zyklische Sektoren ziehen nicht mehr mit. So stockten jüngst die Aufwärtstrends bei den Halbleiter- und den Ölservice-Titeln. Ferner ist die Stimmung der amerikanischen Privatanleger, Börsenbrief-Schreiber sowie Fondsmanager so gut, dass aufgrund einer zunehmenden Sorglosigkeit mit Rückschlägen zu rechnen ist.

Stockender SMI und DAX

Als Divergenz kann man zudem bezeichnen, dass die Aktienindizes in Europa und in Asien sowie auch viele Rohstoffe mit dem intakten Rally am US- Aktienmarkt nicht mithalten können. In Europa dürften sich dieser Tage bei vielen Indizes niedrigere Hochs im Vergleich zum zyklischen Top vom Mai bilden. Dies gilt etwa für den SMI und den DAX. Da Top-Bildungen in der Regel einige Zeit brauchen, ist nicht mit einem sofortigen Absturz zu rechnen. Vielleicht entwickelt sich auch eine volatile Seitwärtsphase, wie man sie zuletzt gesehen hat. Ein niedrigeres Hoch ist jedoch ein Signal dafür, dass der Aufwärtstrend vorerst ins Stocken geraten ist.

Rohstoffe als Investment

Ich hatte schon vor Jahrzehnten Kunden, die einerseits über viel Kapital verfügten, genauso wie über entsprechende Lagerkapazitäten. Die kannten sich natürlich bei den von ihnen verwendeten Rohstoffen sehr gut aus und wenn die Preise entsprechend niedrig waren, dann kauften sie große Mengen dieser Materialien auf. Daraus ergab sich dann die Möglichkeit bei steigenden Rohstoffpreisen die günstig eingekauften Mengen zu verarbeiten und die Fertig- oder Zwischenprodukte zu Marktpreisen zu verkaufen. Die Gewinne waren regelmäßig sehr ansehnlich und darüber hinaus konnte man auch überschüssige Lagermengen zu gewinnbringenden Preisen an Interessenten zu verkaufen. Sachkenner wissen, dass bei diesem Verfahren die Risiken überschaubar bleiben, bei guten Gewinnaussichten.
Aber jedermann sollte klar sein, dass mögliche Gewinne in Rohstoff-Fonds zuallererst bei den Fondmanagern bleiben, aber alle Risiken (und die sind nicht klein) der Kunde zu tragen hat.
Also Finger weg!

Dienstag, 23. Juli 2013

China - aus NZZ.ch

(Reuters) Ein regelrechtes Kursrally in China hat am Dienstag den asiatischen Aktienmärkten deutlich Auftrieb verliehen. Grund für die gute Stimmung in Schanghai und Hongkong waren chinesische Medienberichte, wonach die Regierung das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht unter sieben Prozent sinken lassen wird. Anleger nahmen dies angesichts der bereits deutlich sichtbaren Abkühlung der chinesischen Konjunktur mit Erleichterung auf. Zudem war in den Berichten davon die Rede, dass Überkapazitäten etwa bei Stahl oder anderen Baumaterialien durch staatliche Programme im Eisenbahnsektor aufgefangen werden sollen.

Gewinne auch in Japan

Der Hongkonger Hang-Seng-Index kletterte um gut zwei Prozent, der CSI300 der führenden Werte in Shanghai sogar um 2,6 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 1,3 Prozent zu und markierte damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Auch Tokio profitierte von den chinesischen Berichten und konnte seine anfänglichen Verluste mehr als wettmachen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,8 Prozent fester bei 14.778 Punkten. Händler sagten, so lange die Märkte einen stabilen Eindruck machten, die Wall Street gut aussehe und China nicht von der Klippe falle, werde es Gründe geben, in Japan Aktien zu kaufen.

Positiver Monatsbericht

Positiv wirkte sich zudem weiter der Sieg der Regierungskoalition bei der Oberhauswahl in Japan vom vergangenen Sonntag aus. Anleger hoffen, dass Regierungschef Shinzo Abe seine angestrebten Reformen wie angekündigt nun problemlos umsetzen kann. Der Monatsbericht der Regierung für Juli zeichnete zudem ein positives Bild vom Zustand der japanischen Wirtschaft. Die Deflation lasse allmählich nach und die Wirtschaft gewinne an Schwung, hieß es darin.

Aussichten - aus FAZ

Uwe Streich, Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), rechnet vom Herbst an mit einer Belebung des hiesigen Aktienmarktes. „Das Jahr 2014 dürfte von einer wirtschaftlichen Belebung gekennzeichnet sein, und darauf richten sich die Blicke gegen Jahresende“, sagt Streich. Er setzt auf eine Übergewichtung des deutschen Aktienmarktes. „Deutschland hat eine gute Binnenkonjunktur und profitiert von Exporten in Wachstumsregionen.“ Für das Jahr 2014 erwarten die Experten der LBBW Rekordgewinne der Dax-Unternehmen. Schon jetzt liegen die Gewinne deutscher Unternehmen 53 Prozent höher als nach dem Finanzkrisentief im Frühjahr 2009.

Stärkste Rückgänge für Energieversorger

Die Gewinne der im Euro Stoxx 50 enthaltenen Unternehmen aus Frankreich und den Benelux-Ländern seien seither nur um rund 20 Prozent gestiegen, italienische und spanische Unternehmen hätten sogar einen Gewinnrückgang um ein Viertel hinnehmen müssen. „Die Abwärtsdynamik im Mittelmeerraum hat sich zuletzt jedoch verlangsamt. Im kommenden Jahr scheint deshalb sogar wieder ein geringfügiges Wachstum möglich“, sagt Streich.
Unter den europäischen Branchen werden für die Energieversorger und die Rohstoff- und Ölkonzerne die stärksten Gewinnrückgänge erwartet. Mit einem Minus rechnen die Analysten aber auch in den Bereichen Konsum, Nahrungsmittel, Pharma und Telekommunikation. Eine leichte Erholung von einem niedrigen Niveau aus wird hingegen den Bankenwerten zugetraut. Eine auch nur annähernd so positive Entwicklung wie in der amerikanischen Finanzbranche erwartet in Europa hingegen niemand. Dafür fehlt es an einem dynamisch wachsenden Binnenmarkt, und auch die Immobilienwirtschaft ist in Europa längst nicht wieder auf einem Wachstumspfad wie in den Vereinigten Staaten.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Die Dax-Raketen


Henkel
Kurs zum Handelsschluss am Mittwoch: 75,45 Euro (plus 5,16 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.
Deutsche Telekom
Kurs: 9,59 Euro (plus 5,05 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.
Deutsche Post
Kurs: 19,11 Euro (plus 2,91 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Kaufen.
Continental
Kurs: 98,91 Euro (plus 1,58 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Kaufen.
HeidelbergCement
Kurs: 56,49 Euro (plus 0,82 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.

Dienstag, 7. Mai 2013

Gold - aus derAKtionär

Tagesanalyse: Die alte und doch immer wieder ignorierte Erkenntnis, dass es sehr oft anders kommt, als die überwiegende Mehrheit der Marktteilnehmer erwartet, könnte auch beim Goldpreis bestätigt werden. Nach dem Crash Mitte April ist die Zahl der bearish orientierten Marktteilnehmer sprunghaft gestiegen. Nach wie vor findet sich eine immens große Zahl an Anlegern, die immer und immer weiter auf einen neuen Abwärtsimpuls setzen. Angesichts der aktuellen charttechnischen Konstellation kann dieser auch kommen, und zwar, falls Gold aus der seit einigen Tagen umkämpften Chartzone zwischen 1.460 und 1.485 US-Dollar signifikant nach unten ausbricht und damit auch noch die 20 Tage-Linie unterschreitet. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die bisherigen Verlaufstiefs diese Abwärtsbewegung bei 1.321 US-Dollar beziehungsweise die knapp darunter liegende, langfristige Unterstützungsmarke bei 1.310 US-Dollar blitzschnell getestet und womöglich unterschritten werden, sehr hoch. Aber was wir momentan, nüchtern betrachtet, erkennen können, ist eine zwar seltene, aber durchaus bewährte Trendwendeformation in Form eines V. Ein sehr steiler Absturz wird dabei von einer beinahe ebenso schnellen Gegenbewegung gekontert, die dann in eine Seitwärtsbewegung übergeht. Genau dieses Szenario liegt hier vor. Und sollte diese Seitwärtsspanne und damit die vorgenannte Chartzone 1.460/1.485 US-Dollar nach oben verlassen werden, wäre die Trendwende aus charttechnischer Sicht vollendet und rein rechnerisch Aufwärtspotenzial bis 1.650 US-Dollar gegeben. Natürlich findet sich auf dem Weg dorthin eine ganze Reihe markanter Widerstandslinien. Aber sollte der Goldpreis in den kommenden Tagen über 1.485 US-Dollar schließen, sollte man Short-Positionen, wenn sie nicht mittelfristiger und/oder defensiver Natur sind, sicherheitshalber glattstellen. Wer mit dem Überwinden der 20 Tage-Linie oder aber bereits antizyklisch nahe der Unterstützung bei 1.310 US-Dollar Long-Positionen etabliert hat, kann diese bei Schlusskursen über 1.485 US-Dollar ausbauen und seinen Stoppkurs von aktuell 1.420 US-Dollar auf 1.455 US-Dollar (auf Schlusskursbasis) nachziehen.

Montag, 6. Mai 2013

Wie sollen sich Anleger in einer solchen Situation also verhalten? - aus FAZ gek.

 Eine Zeit der extrem niedrigen Zinsen muss keine Zeit ohne Rendite sein. Aber es herrschen schwierigere Bedingungen als in normalen Phasen. Zumindest einige Regeln haben Experten parat.
„Anlageprodukt der Wahl bleibt die Aktie, gefolgt von erstklassigen Unternehmensanleihen“, sagt Reinhard Pfingsten, Chef-Anlagestratege des Frankfurter Bankhauses Hauck & Aufhäuser. „Zwar werden deutsche Aktien die leichte konjunkturelle Abkühlung in Deutschland zu spüren bekommen.“ Das heißt, die Kurse dürften zwischenzeitlich sinken. Ein Vergleich zwischen der Dividendenrendite von Aktien und den Renditen von Anleihen spreche trotzdem immer noch für Aktien. Immerhin rechnet Pfingsten für das Jahresende aufgrund der Fundamentaldaten mit einem Dax von 8300 Punkten. Auch der Immobilienmarkt in Deutschland werde weiter profitieren, sagt er. Anders als Gold. Dessen Kursrallye sei erstmal vorbei.

Sonntag, 5. Mai 2013

ETFs - gk. aus dieWelt.de

Starterkit für die Berater

In die gleiche Richtung steuert die Nummer eins Blackrock. In einem "ETF-Starterkit" hält die Gesellschaft nach eigenen Angaben alle Informationen bereit, die in einem Beratungsgespräch mit einem Privatanleger wichtig sind. Dies wird allen Finanzberatern zur Verfügung gestellt. Das Interesse habe gerade bei der Gruppe der unabhängigen Vermögensverwaltern deutlich zugenommen, sagt Sven Württemberger, Leiter des Privatkundenvertriebs von iShares.
Teilweise säßen auf Informationsveranstaltungen doppelt so viele Vermögensverwalter im Publikum wie vor zwei, drei Jahren. Dabei habe er festgestellt, dass es bei der Aufklärung nicht nur um Wissensvermittlung an die Endkunden gehen darf. Auch viele Vermögensverwalter hätten bei dem Thema Indexfonds Defizite. "Wir merken auf den Veranstaltungen, dass die Fragen teilweise Basiswissen betreffen", so Württemberger.
Mit der Aufklärung verbindet sich eine weitere Hoffnung: Wenn die Kunden sich mit ETFs besser auskennen, werden sie auch ihren Berater bei der klassischen Filialbank auf die Produkte ansprechen. "Vereinzelt sehen wir bereits Hausbanken, die aktiv auf uns zukommen und über eine Erweiterung ihres Leistungsangebotes nachdenken", sagt Wüttemberger.
Spruchreif sei noch nichts. So liegt bei Banken das Hauptaugenmerk weiterhin auf Onlinebrokern, deren Kunden – in der Regel Selbstentscheider – schon in der Vergangenheit mit dem Wegfall von Ordergebühren beim ETF-Kauf geködert wurden.
Ungeachtet aller gut gemeinter Bemühungen der Anbieter kommt die entscheidende Rolle bei der künftigen Verbreitung von Indexfonds wohl dem Regulator zu. "Eingriffe beim Provisionsvertrieb werden dem Geschäft mit Privatanleger einen Schub geben", so Kealy von Ernst & Young. In Großbritannien und den Niederlanden gibt es seit diesem Jahr bereits ein weitgehendes Provisionsverbot. Dies würde ETFs auf Augenhöhe mit aktiv gemanagten Fonds und andere Anlageprodukte bringen.
Für den Fall sind sich alle sicher: Werden Provisionen auch im Rest Europas eingeschränkt, ist die Branche auf bestem Weg zu 25 Prozent Privatanlegeranteil.

Indien

Größte Gewinner sinkender Preise am Rohstoffmarkt sind Indien, die Philippinen, Thailand und Korea. Denn sie sind klassische Importnationen. Ganz vorne steht Indien. Das Land enttäuscht mit einer Wachstumsrate von unter 5 Prozent, weit unterhalb seiner Möglichkeiten. Die zweistellige Inflationsrate und der politische Stillstand im Vorwahlkampf haben die Inder ihre Kauflust gekostet. In dieser Situation bringen sinkende Preise für Bodenschätze ein dringend notwendiges Stück Entlastung. „Ein Rückgang des Ölpreises unter 100 Dollar dürfte das Defizit der Leistungsbilanz um 1 Prozent des BIP verringern“, schätzen die Analysten von Barclays. Sie steht auf dem Rekordwert von 6,7 Prozent des BIP. Der Ölpreis ist ein Politikum: Hier ist der Treibstoffpreis ein noch größeres Politikum als anderswo. Hat er doch in den vergangenen Monaten rund ein Viertel zur Teuerungsrate Indiens beigetragen. Nun gewinnt das Land Luft: Am Freitag senkte Zentralbankgouverneur den Leitzins um weitere 0,25 Prozent. Die Inflationsrate dürfte seiner Ansicht nach im nächsten Fiskaljahr auf 5,5 Prozent zurückgehen.

Freitag, 3. Mai 2013

DJ Outlook - aus DiePresse.at

Uberraschend gute US-Arbeitsmarktdaten haben die wichtigsten New Yorker Börsenindizes auf neue Rekordstände getrieben. Am Freitag gegen 16.25 Uhr (MEZ) lag der Dow Jones Industrial Average Index bei 15.006,30 Punkten, was einem Kursplus von 1,18 Prozent entspricht. Damit überschritt der bekannte Aktienindex erstmals die Schwelle von 15.000 Punkten. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist so niedrig wie seit über vier Jahren nicht mehr. Im April fiel sie überraschend von 7,6 auf 7,5 Prozent. Für den tiefsten Stand seit Ende 2008 sorgten überraschend viele Neueinstellungen in den Unternehmen. Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg um 165.000, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit 145.000 gerechnet. Im Februar und März entstanden zudem 114.000 Job mehr als zunächst angenommen. Das nährt die Hoffnung auf einen anhaltenden Aufschwung.
"Der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft insgesamt scheinen widerstandsfähiger zu sein als viele angenommen haben", sagte Analyst Joe Manimbo von Western Union Business Solutions. Die Börsen reagierten positiv: Der deutsche Leitindex Dax kletterte deutlich über die Marke von 8000 Punkten, der MDax stieg sogar auf einen Rekordwert. Der Dollar-Kurs legte zu.
Die unerwartet guten Zahlen lassen hoffen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft ihre Erholung fortsetzt. Bereits im ersten Quartal schoben die Verbraucher die Konjunktur an, indem sie ihren Ausgaben um mehr als drei Prozent nach oben schraubten und damit so stark wie seit Ende 2010 nicht mehr. Dadurch wuchs die US-Wirtschaft, die zu 70 Prozent vom Konsum abhängig ist, mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent. Ende 2012 hatte es lediglich zu einem Mini-Plus von 0,4 Prozent gereicht.

"Wirtschaft nicht so schlecht wie befürchtet"

"Die Wirtschaft ist nicht so schlecht wie befürchtet", sagte Darrell Cronk von der Großbank Wells Fargo. "Die US-Arbeitnehmer verzeichnen derzeit einen realen Einkommensanstieg", ergänzte Postbank-Ökonom Thilo Heidrich. "Dies sollte sich in einer Ausweitung des privaten Verbrauchs niederschlagen."
Für die positive Bilanz sorgten vor allem Dienstleister. Sie schufen allein 185.000 Stellen. Auch im Einzelhandel entstanden neue Jobs, während die Industrie ihre Belegschaft stabil hielt. "Der Beschäftigungsanstieg steht auf ziemlich breiter Basis", sagte Heidrich. Der unter Sparzwang stehende Staat strich dagegen 11.000 Stellen, auch in der Baubranche fielen Arbeitsplätze weg.
Trotz der positiven Bilanz der vergangenen Monate ist der US-Arbeitsmarkt noch lange nicht in Bestform. Die Arbeitslosenquote liegt noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund sechs Prozent. Experten befürchten, dass Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern den Aufschwung schon im Frühjahr bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.

Fed setzt lockere Geldpolitik fort

Um die Konjunktur anzuschieben, will die Notenbank Fed ihre extrem lockere Geldpolitik fortsetzen. Monat für Monat kauft sie für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere. Damit will sie die Wirtschaft ankurbeln und hofft, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Vom Gas gehen wollen Fed-Chef Ben Bernanke und die meisten anderen Top-Notenbanker erst dann, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist.

Donnerstag, 2. Mai 2013

Europa versus US - aus diePresse.com

Wien. Henry Ford hätte seine Freude gehabt. Nach viereinhalb Jahren Krise geht es wieder aufwärts mit den Kindern des Urvaters der modernen Industrie. Zum Jahreswechsel verkaufte der von ihm gegründete US-Automobilkonzern Ford Motor Company erstmals wieder so viele Autos in den USA wie 2006. Dem Land geht es ähnlich. Zwar läuft die weltgrößte Volkswirtschaft noch nicht auf vollen Touren, die Arbeitslosigkeit ist unverändert hoch. Doch der Aufschwung ist bereits deutlich sichtbar.
Die US-Börsen haben ihre Höchststände eingestellt, acht der zehn größten Konzerne sind amerikanisch und die US-Industrie erlebt ein Comeback. In den ersten drei Monaten des Jahres legte die US-Wirtschaft um 2,5 Prozent zu. Und auch wenn sich Politiker und Ökonomen davon enttäuscht zeigten, Europa kann von solchen Wachstumsraten nur träumen. Genaue Konjunkturdaten gibt es aus der EU noch nicht. Die Industrieproduktion im Euroraum fiel im April allerdings schon den 15. Monat in Folge. Wirtschaftlich wird Europa heuer um die Nulllinie taumeln.
Das wirft die Frage auf: Was macht Amerika besser als Europa? Und kann der Alte Kontinent dem Beispiel der USA folgen?

Wachstum auf Pump?

Teil eins des Aufschwungs übernimmt die Notenpresse. Fed-Chef Ben Bernanke hält die Zinsen seit Jahren auf Rekordtief und flutet den Markt mit billigem Geld, um die Wirtschaft anzukurbeln. Hier stehen die Europäer den USA allerdings nicht um viel nach. Auch EZB-Chef Mario Draghi wird am heutigen Donnerstag die Zinsen wohl im Keller halten. Erleben die USA also nur eine Erholung auf Pump? Rechnet man Staat, Unternehmen und Private zusammen, hat sich am Schuldenstand seit dem Höhepunkt des Booms tatsächlich wenig geändert. Er liegt mit 225 Prozent der Wirtschaftsleistung unverändert hoch. Dennoch ist die Notenpresse nicht der Hauptgrund für den Aufschwung.
Die USA erleben (noch) keine Neuauflage eines von Konsumkrediten befeuerten Booms. Auch der Staat lässt als Investor weitgehend aus. Es sind die Unternehmen, die investieren und die Wirtschaft vorantreiben. Erstmals seit den 1970er-Jahren ist die US-Industrie wieder im Aufwind. Damals sorgten Amerikas Industriebetriebe noch für ein Drittel der US-Wirtschaft. Mit dem Aufschwung der Finanzindustrie unter Ronald Reagan verlor der Sektor sukzessive an Bedeutung. Nach der Jahrtausendwende verschwanden sechs Millionen US-Industriejobs in Richtung China. Jetzt kommen sie langsam zurück: Apple hat angekündigt, seine Mac minis künftig in den USA bauen zu wollen, der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn investiert hier und auch der heimische Stahlkonzern Voestalpine baut um eine halbe Milliarde Euro ein Werk in Texas.
Unternehmen aus aller Welt tragen ihr Geld nach Nordamerika, angelockt von billiger Energie und niedrigen Löhnen. Industriearbeiter sind in den USA inklusive Nebenkosten um 35 Dollar die Stunde zu haben, im von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Süden sogar um 25 Dollar. In Europa kosten sie 45 Dollar. Gleichzeitig mit dem Sinken der Löhne in den USA sind jene in China sprunghaft gestiegen. Mussten Industriebetriebe 1995 Arbeitern in Amerika noch 40-mal so viel bezahlen wie in China, so ist es heute nur noch das Achtfache. Angesichts der höheren Produktivität der US-Arbeiter löst sich der Vorteil von Werken in Asien so langsam in Luft auf.
Der zweite große Grund für die Rückkehr der Industrie in die USA ist die billige Energie, eine Folge des Schiefergasbooms. Binnen wenigen Jahren hat das Land einen Weg gefunden, Gas und Öl mittels chemischer Substanzen aus tief liegendem Schiefergestein zu lösen („Fracking“). Heute kostet Erdgas in den USA ein Drittel dessen, was Betriebe in Europa bezahlen. So kommt es, dass die US-Produktion steigt, während Europas Industrie in der Krise steckt (siehe Grafik).

Europa ruft nun nach Reindustrialisierung

Kein Wunder, dass der alte Kontinent neidisch über den Atlantik blickt. „Europa muss sich reindustrialisieren“, fordert der zuständige EU-Kommissar Antonio Tajani. Die Frage ist nur wie. Denn Europa ist hin- und hergerissen zwischen Schuldenkrise, Klimazielen und Energiewende.

Celesio - Jenoptik- aus FAZ gek.

Damit bietet sich eine technische Doppelstrategie an. Zuerst sollte eine Anfangsposition in Celesio aufgebaut werden. Gelingt es der Aktie, in den kommenden Wochen oder Monaten die Bodenformation mit einem Investment-Kaufsignal zu verlassen (liegt bei Kursen von mehr als 16 Euro vor), sollte die Position ausgebaut werden. Denn in diesem Fall dürfte ein neuer mittel- und langfristiger Aufwärtstrend für eine Aufarbeitung der vorherigen Baisse sorgen.
Das im Tec-Dax notierte Technologie-Unternehmen Jenoptik ist ein technisches Beispiel dafür, wie eine jahrelange Baisse und eine mehrjährige Bodenformation von einer langfristigen technischen Hausse abgelöst werden können. Zuerst steckte Jenoptik seit den historischen Höchstkursen um 35,50 Euro (September 2000) in einer sehr langfristigen Baisse, die im Juni 2009 bei Kursen um 2,80 Euro ihr Tief fand. Jedoch gelang es erst im zweiten Halbjahr 2010, den zentralen, zehnjährigen Baisse-Trend zur Seite zu verlassen.
Insgesamt bildete sich bei der Aktie seit dem Sommer 2008 unterhalb der mehrmals getesteten Widerstandszone von 5,60 Euro bis 6,20 Euro eine mehrjährige Bodenformation (ebenfalls in Form eines langfristigen Aufwärtsdreiecks) heraus. Im vierten Quartal 2012 ist es Jenoptik mit einem übergeordneten Investment-Kaufsignal (bedeutet: nachhaltiger Sprung über die langfristige Widerstandszone um 6 Euro) gelungen, die Bodenformation zu verlassen.
Als technische Konsequenz kommt die Aufarbeitung der Baisse der Jahre 2000 bis 2010 jetzt in Gang. Nach dem ersten Aufwärtsschub auf ein Niveau um 8 Euro befand sich die Aktie zuletzt in einer Konsolidierung mit einem trendbestätigenden Charakter nach oben. Zuletzt hat Jenoptik mit einem Kaufsignal nachgelegt. Da sich bei Jenoptik als nächstes technisches Etappenziel der Bereich um 10 Euro andeutet, bleibt die Aktie ein (Zu-)Kauf.

Bayer - BASF - aus FAZ gek.

Bayer will sein Geschäft mit Verhütungsmitteln durch einen Zukauf ausbauen und das amerikanische Unternehmen Conceptus für etwa 1,1 Milliarden Dollar (852 Millionen Euro) übernehmen. Innerhalb der nächsten zehn Arbeitstage will Bayer ein öffentliches Angebot zum Erwerb sämtlicher Conceptus-Anteile zu 31,00 Dollar je Aktie abgeben.
Der Zukauf von Conceptus passe gut zum Bayer-Gesundheitsgeschäft, sagt der Vorstandsvorsitzende Marijn Dekkers. denn damit könne das Unternehmen nun alle Varianten einer Schwangerschaftsverhütung anbieten. Die Aktien des Leverkusener Konzerns legten nach Bekanntgabe der Übernahmepläne zunächst zu, gibt aber mittlerweile um mehr als 2 Prozent nach.
Conceptus setzte im vergangenen Jahr rund 110 Millionen Euro um und beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter. Insgesamt ist die Übernahme für Bayer schon eine Verstärkung, stand der Konzern doch gerade in Amerika wegen seiner Verhütungsmittel stark unter Druck und musste mehr als eine Milliarde Euro für Vergleichszahlungen aufwenden.

BASF bei Analysten out

BASF, die am Freitag dem Dax ein schönes Plus bescherten, präsentieren sich am Montag weniger attraktiv. Das liegt nicht so sehr am Kurs, der knapp 4 Prozent nachgibt. Denn dies ist auf den Dividendenabschlag zurückzuführen. Indes sorgen negative Analysteneinschätzungen für Gesprächsstoff.

Heinz aus FAZ

Buffett und der Finanzinvestor 3G Capital hatten Mitte Februar verkündet, dass sie H.J. Heinz schlucken wollen. Einen üblen Beigeschmack erhielt der Deal durch den Verdacht des Insiderhandels durch unbekannte Anleger. Die US-Börsenaufsicht SEC und die Bundespolizei FBI starteten Ermittlungen.
Für weitere Aufregung sorgte das Abfindungspaket des langjährigen Firmenchefs William Johnson, der letztlich mit 213 Millionen Dollar (163 Millionen Euro) nach Hause gehen könnte. Neuer Heinz-Chef wird nach der vollzogenen Übernahme der Lenker der Fastfood-Kette Burger King, Bernardo Hees.

Sell in May ? - aus FAZ

Doch auch in anderen Fällen sollte man saisonale Börsenregeln nicht allzu wörtlich nehmen. „Sell in May“ stehe nicht vorrangig für die Gefahr eines Kurseinbruchs im Mai, sondern warne vielmehr vor einer Phase in den Sommermonaten, in der sich das Eingehen von Aktienrisiken typischerweise nicht lohne, sagt Streich. Als besonders schlechter Dax-Monat gilt der September. Nach Berechnungen der Helaba wurde in diesem Monat in den Jahren von 1965 bis 2012 ein durchschnittliches Minus von 1,9 Prozent verzeichnet.
Auch wenn also die Aussichten auf eine Jahresendrally locken, kann eine zu frühe Rückkehr an den Markt nach der Urlaubszeit Rendite kosten. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist freilich nicht leicht zu finden. Die Mai-Regel findet denn auch ihre Fortsetzung in zweierlei Varianten. Eine empfiehlt die Rückkehr im September, was angesichts der Empirie möglicherweise zu früh sein könnte. Der sogenannte Halloween-Indikator rät zum Einstieg erst im November.
Zahlen sich saisonale Anlagestrategien aus? Um das festzustellen könnte man eine Strategie, die Aktien im Mai zu verkaufen und das Geld bis Oktober am Geldmarkt anzulegen, mit der Strategie vergleichen, die Papiere einfach liegenzulassen („Buy an Hold“). Die Analysten der Helaba kommen dabei zu dem Ergebnis, dass sich die Wechselstrategie seit dem Jahr 1990 für den Dax insgesamt deutlich gelohnt hätte (siehe Grafik).

Samstag, 27. April 2013

Aussagen von Finanzminister Wolfgang Schäuble - Aus FAZ

Aussagen von Finanzminister Wolfgang Schäuble haben den Dax am Freitag nach einem freundlichen Verlauf im Minus schließen lassen. Positive Aussagen aus China seien ignoriert worden, nachdem sich Schäuble in der „Wirtschaftswoche“ für eine Reduzierung der Liquidität in der Eurozone ausgesprochen habe, sagten mehrere Händler. Schäuble hatte der Wirtschaftszeitschrift gesagt: „Wenn die EZB versucht, Spielräume auszunutzen, um die große Liquidität ein wenig zu verringern, kann ich das nur begrüßen.“
Am inzwischen sechsten schwachen Handelstag sank der deutsche Leitindex um 0,3 Prozent auf 7453 Punkte. Eine solch lange Verluststrecke hatte er zuletzt im November 2011 erlebt, als es wegen der Eurokrise an insgesamt neun Tagen in Folge abwärts ging. Am Donnerstag hatte der deutsche Leitindex zudem auf dem tiefsten Stand seit Anfang Dezember 2012 geschlossen.
Der M-Dax ging an diesem Freitag hingegen 0,4 Prozent im Plus bei 13.024 Punkten ins Wochenende. Der Tec-Dax legte um ein Prozent auf 906 Punkte zu. Der marktbreite FAZ-Index verlor 0,3 Prozent auf 1609 Punkte. Der Euro Stoxx 50 verbuchte ein Plus von 0,6 Prozent auf 2551 Punkte.

SAP schwächer

Unternehmensseitig rückten die SAP-Aktien nach schwächer als erwartet ausgefallenen Quartalszahlen in den Fokus und büßten 3,1 Prozent ein. Dass der Baustoffkonzern Heidelberg Cement den russischen Zementhersteller CJSC vollständig übernimmt, ließ das Kursplus der Aktie abbröckeln. Das Papier gewann 0,4 Prozent auf 50,3 Euro, nachdem es zeitweise bis auf 51,03 Euro gestiegen war.
Am Rentenmarkt verharrte die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere bei 1,03 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,02 Prozent auf 135,69 Punkte. Der Bund Future sank um 0,07 Prozent auf 146,12 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3115 (Donnerstag: 1,3045) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7625 (0,7666) Euro.

Wall Street uneinheitlich

Die Wall Street hat sich am Freitag uneinheitlich entwickelt. Börsianer verdauten noch die Bilanz-Flut der Unternehmen. Der Dow-Jones-Index gab um 0,1 Prozent auf 14.519 Punkte nach, der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich dagegen um 0,7 Prozent auf 1552 Zähler. Der technologielastige Nasdaq-Composite rückte um 1,2 Prozent auf 3205 Stellen vor.
Die Aktien von Google legten um 2,8 Prozent zu. Ein deutliches Wachstum in seinem Internetgeschäft hat dem weltgrößten Suchmaschinenbetreiber die Bilanz gerettet. In seinem angestammten Geschäft setzte der Konzern im ersten Quartal 23 Prozent mehr um. Verkauft wurden dagegen die Dividendenpapiere des weltgrößten IT-Dienstleisters IBM. Das Unternehmen bekam im vergangenen Quartal eine größere Zurückhaltung seiner Kunden als erwartet zu spüren. Die IBM-Aktie sackte um fast 7 Prozent ab. Die Aktien des Siemens-Rivalen General Electric ließen 3,3 Prozent Federn, obwohl das Unternehmen seinen Gewinn im ersten Quartal um 16 Prozent auf 3,53 Milliarden Dollar gesteigert hat. Die Aktien des Konkurrenten Honeywell legten dagegen nach Vorlage ihrer Quartalszahlen um 3,3 Prozent zu.
Quelle: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters

Samstag, 2. März 2013

Rein psychologisch ist die Skepsis vieler Anleger beim Blick auf die aktuellen Dax-Stände somit durchaus verständlich. Tatsächlich begründet ist sie nach Einschätzung der meisten professionellen Investoren und Analysten allerdings nicht. Denn beim Blick auf die aktuellen Bewertungskennzahlen des Dax sind die 8000 von heute, kaum mit denen in der Vergangenheit zu vergleichen.

Denn während die hohen Indexstände speziell um die Jahrtausendwende tatsächlich vor allem durch überbordende Fantasie geprägt wurden, sind sie heute bei den meisten Unternehmen durch reale Gewinne untermauert. Und die sind zum Teil noch sehr viel stärker gestiegen als die Aktienkurse, was dazu führt, dass das Kurs/Gewinn-Verhältnis (KGV) der 30 Dax-Werte heute – trotz der hohen Kurse – noch immer unter dem langjährigen Durchschnitt liegt.

Was das bedeutet, kann am Beispiel des Dax-Schwergewichts BASF mustergültig vorgeführt werden. Im Jahr 1999 kurz vor dem ersten Dax-Absturz vom 8000er-Gipfel erwirtschaftete BASF einen Gewinn von einem Euro je Aktie. Der Börsenkurs am Jahresende lag bei knapp 26 Euro. Bei gleichbleibendem Gewinn hätte man also 26 Jahre investiert bleiben müssen, damit sich der Kapitalaufwand durch die Gewinne amortisiert.


Nichts spricht für einen radikalen Kehraus im Depot



Bis zum Ende des Jahres 2012 ist der Börsenkurs von BASF auf gut 71 Euro gestiegen und hat sich damit beinahe verdreifacht. Der anteilige Gewinn pro Aktie ist im vergangenen Jahr allerdings auf 5,31 gestiegen, hat sich also mehr als verfünffacht. Die Bewertung der Aktie ist gemessen am realen Gewinn – trotz des optisch höheren Aktienkurses - daher heute nur halb so hoch wie damals.

Ähnliche Rechnungen lassen sich auch für den zweiten Dax-Riesen Siemens anstellen. 2008, während des zweiten Dax-Debakels, war das Unternehmen mit dem 40-fachen des Gewinns bewertet. Seit her ist die Aktie um 20 Prozent gestiegen, während sich der Gewinn je Aktie verdreieinhalbfacht hat und die anteilige Dividende fast verdoppelt wurde.

Angesichts dieser Zahlen spricht eigentlich nichts für einen radikalen Kehraus im Depot. Trotzdem zeigt die "Angstmarke" 8000 ihre psychologische Wirkung und viele Anleger drängt es trotz aller rationalen Argumente danach, dieses Mal "schlauer" sein zu wollen und nicht noch einmal in die Dax-Falle zu tappen.


Reverse Bonuszertifikate eine Handlungsalternative



Eine Handlungsalternative in diesem Umfeld sind Anlageprodukte, die zwar von fallenden Kursen profitieren, mit denen aber nicht zwangsläufig Geld verloren geht, wenn der Aktienmarkt doch weiter steigen sollte. Reverse Bonuszertifikate erfüllen diese Anforderung am besten. Anders als bei klassischen Bonuszertifikaten ist die Barriere, die während der Laufzeit nicht verletzt werden darf, bei diesen Papieren oberhalb des aktuellen Indexstands angesetzt.

Der Abstand hierzu sollte also sehr groß gewählt werden. Denn nur wenn der Dax bis zum Ende der Laufzeit nicht über diese Barriere steigt, wird am Ende auch der Bonus ausgezahlt. Andernfalls gilt: Gewinne des Dax sind Verluste des Zertifikats. Bei einem Dax-Niveau von rund 7740 Punkten bietet ein Zertifikat mit einer Barriere bei 9000 Indexpunkten einen "Sicherheitsabstand" von gut 16 Prozent.

Ein Reverse Bonus der BNP Paribas (WKN: BP5WP8) lässt dem Dax genau diesen Spielraum und stellt dabei einen Bonusertrag von 26 Prozent in Aussicht (13,5 Prozent jährlich). Dies wäre der zu erwartende Gewinn, wenn es dieses Mal zu keinem Crash kommt, der Dax aber auch nicht weit über seine alten Hochs hinausschießt.


Bei einem Dax-Crash winken hohe Erträge



Bricht der Dax hingegen doch wieder dramatisch ein, dann sind mit dem Reverse-Papier auch größere Gewinne möglich. Dazu kommt es, wenn der Index bei Fälligkeit im Dezember 2014 bis unter das Bonuslevel bei 5500 Punkten abstürzt. Auch hier gilt, dass der Anleger mit dem Zertifikat nahezu eins zu eins an möglichen Indexverlusten beteiligt wird. Ausgangspunkt ist dabei der sogenannte Reverse-Punkt bei 14.000 Zählern. Notiert der Dax am Ende bei 5000 Punkten, dann wird das Zertifikat zu 90 Euro zurückgezahlt (14.000 minus 5000 gleich 9000 Euro-Cent).

Noch mehr Luft für unverhoffte Dax-Gewinne bietet ein anderes Papier des gleichen Emittenten. Die kritische Barriere-Marke wird hier erst bei 9400 Dax-Punkten erreicht, was einem Dax-Anstieg von mehr als 20 Prozent entsprechen würde (WKN: BP61WU). Der mögliche Gewinn, der auch bei moderat steigenden Aktienkursen erzielt wird, liegt immer noch bei knapp 16 Prozent (8,3 Prozent pro Jahr).

Doch auch hier gilt, dass bei einem Crash auch sehr viel höhere Gewinne möglich sind. Auch dieses Zertifikat ist also einem sehr starken Einbruch am Aktienmarkt gewachsen. Anders ist es bei Papieren mit einer Gewinnobergrenze (Cap). Ihr Gewinnpotenzial ist auch im Crash-Fall auf den Bonusertrag begrenzt, dafür werden solche Papiere aber etwas günstiger angeboten. In einem "normalen" Szenario ohne dramatischen Kursverfall bieten sie somit eine etwas höhere Rendite.
 
(Die Welt. de)