Dienstag, 7. Mai 2013
Gold - aus derAKtionär
Tagesanalyse: Die alte und doch immer wieder ignorierte
Erkenntnis, dass es sehr oft anders kommt, als die überwiegende Mehrheit
der Marktteilnehmer erwartet, könnte auch beim Goldpreis
bestätigt werden. Nach dem Crash Mitte April ist die Zahl der bearish
orientierten Marktteilnehmer sprunghaft gestiegen. Nach wie vor findet
sich eine immens große Zahl an Anlegern, die immer und immer weiter auf
einen neuen Abwärtsimpuls setzen. Angesichts der aktuellen
charttechnischen Konstellation kann dieser auch kommen, und zwar, falls
Gold aus der seit einigen Tagen umkämpften Chartzone zwischen 1.460 und
1.485 US-Dollar signifikant nach unten ausbricht und damit auch noch die
20 Tage-Linie unterschreitet. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die
bisherigen Verlaufstiefs diese Abwärtsbewegung bei 1.321 US-Dollar
beziehungsweise die knapp darunter liegende, langfristige
Unterstützungsmarke bei 1.310 US-Dollar blitzschnell getestet und
womöglich unterschritten werden, sehr hoch. Aber was wir momentan,
nüchtern betrachtet, erkennen können, ist eine zwar seltene, aber
durchaus bewährte Trendwendeformation in Form eines V. Ein sehr steiler
Absturz wird dabei von einer beinahe ebenso schnellen Gegenbewegung
gekontert, die dann in eine Seitwärtsbewegung übergeht. Genau dieses
Szenario liegt hier vor. Und sollte diese Seitwärtsspanne und damit die
vorgenannte Chartzone 1.460/1.485 US-Dollar nach oben verlassen werden,
wäre die Trendwende aus charttechnischer Sicht vollendet und rein
rechnerisch Aufwärtspotenzial bis 1.650 US-Dollar gegeben. Natürlich
findet sich auf dem Weg dorthin eine ganze Reihe markanter
Widerstandslinien. Aber sollte der Goldpreis in den kommenden Tagen über
1.485 US-Dollar schließen, sollte man Short-Positionen, wenn sie nicht
mittelfristiger und/oder defensiver Natur sind, sicherheitshalber
glattstellen. Wer mit dem Überwinden der 20 Tage-Linie oder aber bereits
antizyklisch nahe der Unterstützung bei 1.310 US-Dollar Long-Positionen
etabliert hat, kann diese bei Schlusskursen über 1.485 US-Dollar
ausbauen und seinen Stoppkurs von aktuell 1.420 US-Dollar auf 1.455
US-Dollar (auf Schlusskursbasis) nachziehen.
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