Die Rekorde, die beim Ölpreis im vergangenen Jahr erreicht wurden, waren also zu einem guten Teil Ergebnis der Spekulation. Verständlich daher, dass die US-Börsenaufsicht eine Wiederholung in der Zukunft verhindern möchte. Allerdings tut sie das gerade jetzt, da ohnehin die Stimmung kippt und der Glaube an ewig steigende Ölpreise verloren geht. Es scheint daher nur noch eine Frage der Zeit, bis der Ölpreis, der aktuell von der Opec noch auf dem Niveau um 70 Dollar je Barrel gehalten wird, wieder ins Rutschen kommt – trotz konjunkturellem Aufschwung.
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Öl Rohstoffe Lager Spekulanten Berlin Das wäre schlecht für alle, die auf steigende Preise gesetzt haben. Für Anleger, die auf sinkende Ölpreise setzen, hätte das derzeit sogar einen zweifachen Vorteil. Denn sie würden nicht nur von der reinen Preisentwicklung profitieren. Sie haben auch niedrigere sogenannte Rollverluste. Zertifikate oder Indexfonds, die auf steigende Preise setzen, müssen jeden Monat von auslaufenden Kontrakten in neue Kontrakte mit höherer Preisbasis umschichten. Das kostet jedes Mal Geld. Deshalb haben Anleger sogar bei stabilen Preisen leichte Verluste. „Produkten, die auf sinkende Preise setzen, kommt die aktuelle Situation dagegen zugute, sie sind günstiger“, sagt Michael Schuelli, Zertifikate-Chef bei JP Morgan. Vereinfacht gesagt: Ständig zu kaufen ist teurer als ständig zu verkaufen. Und nutzen können diesen Vorteil auch Privatanleger. Entsprechende Papiere gibt es genug.
Samstag, 26. September 2009
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