Dienstag, 27. April 2010

Tagessituation

Aktien in China tendieren schwach

Belastet vom Ölsektor baut die Börse in Schanghai bis zum Dienstagmittag (Ortszeit) ihre Verlauste aus und präsentiert sich sehr schwach. Nach Ende der ersten Sitzungshälfte verliert der Schanghai-Composite 2,1 Prozent oder 63 Punkte auf 2.906. Der Shenzhen-Composite fällt um 2,6 Prozent auf 1.167 Zähler und in Hongkong geht es für den HSI um 1 Prozent oder 215 Punkte auf 21.372 nach unten. Für die Abschläge - insbesondere im Ölsektor - machen Händler die anhaltende Sorge am Markt vor geldpolitischen Straffungen zur Eindämmung des exorbitanten Wirtschaftswachstums in China verantwortlich. „Die Regierung nimmt eine klare Haltung zur Abkühlung des überhitzten Immobilienmarktes ein. Die jüngsten Maßnahmen beschwören die Ängste herauf, dass diese letztlich zu Lasten der Gesamtkonjunktur gehen“, sagt Analyst Ci Weixiang von Guotai Junan Securities. PetroChina verlieren 1,6 Prozent auf 12,00 Yuan und China Petroleum & Chemical Corp 2,1 Prozent auf 10,03 Yuan. Zu den klaren Verlierern gehören auch Ping An Insurance und Baoshan Iron & Steel mit Abschlägen von jeweils rund 3 Prozent. (Dow Jones Newswires)
Ölpreise sinken

Die Ölpreise sind am Dienstag im asiatischen Handel etwas gesunken. Ein Barrel (159 Liter) der Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kostete am Morgen 83,85 amerikanische Dollar. Das sind 35 Cent weniger als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent sank um zwei Cent auf 86,81 Dollar. Ein Großteil der jüngsten Schwäche am Ölmarkt ist laut Händlern auf die Unsicherheit im Zusammenhang mit dem hochverschuldeten Griechenland und einem etwas stärkeren Dollar zurückzuführen. Darüber hinaus sei die Angebotslage in den Vereinigten Staaten für die Ölmärkte alles andere als positiv. So seien die Ölvorräte in Cushing, dem Hauptumschlagsplatz für WTI, in den vergangenen Wochen recht deutlich gestiegen, hieß es.
Neuigkeiten und Kursbewegungen nach Börsenschluss an der Wall Street

Die Aktienkurse im nachbörslichen amerikanischen Handel tendierten am Montag knapp gehalten. Der Nasdaq After Hours Indicator fiel um 1,1 Punkte auf 2049,99 Zähler.

Texas Instruments (TI) haben am Montag im nachbörslichen amerikanische Handel mit der Vorlage der Erstquartalsergebnisse im Fokus gestanden. Das Unternehmen hatte einen Gewinn je Aktie von 0,52 Dollar berichtet nach einem Ergebnis von nur 0,01 Dollar vor Jahresfrist. Analysten hatten 0,52 Dollar erwartet. Der Umsatz lag mit 3,2 Milliarden Dollar ebenfalls knapp über der Markerwartung von 3,13 Milliarden Der Kurs der Aktie legte auf um 0,2 Prozent zu auf 27,24 Dollar, nachdem er im regulären Handel 1,8 Prozent gewonnen hatte. Der Kurs der Papiere von RadioShack verbesserten sich um knapp 2,4 Prozent auf 23,45 Dollar, nachdem das Unternehmen für das erste Quartal einen auf 0,39 von 0,34 Dollar je Aktie gestiegenen Gewinn gemeldet hatte. Der Umsatz stieg binnen Jahresfrist um 4 Prozent auf 1,04 Milliarden Dollar. Analysten hatten beim Gewinn 0,36 Dollar und beim Umsatz 1 Milliarden Dollar erwartet. Um 2,5 Prozent nach unten auf 6,88 Dollar ging es dagegen für die Aktien von Boston Scientific. Der Medizingerätehersteller hatte seine Jahresgewinnprognose auf 0,50 bis 0,60 Dollar gesenkt von 0,62 bis 0,72 Dollar. Hintergrund sei der zwischenzeitliche Stopp des Verkaufs bestimmter Defibrilatoren, nachdem das Unternehmen versäumt hatte, diese bei der FDA korrekt zu beantragen, hieß es. Das Ergebnis für das gleichzeitig berichtete erste Quartal belief sich bereinigt um eine Einmalbelastung auf 0,16 Dollar je Aktie, verglichen mit einer Konsensprognose von 0,09 Dollar. Der Umsatz verfehlte mit 1,96 Milliarden Dollar die Konsensschätzung von 1,99 Milliarden Dollar.
Wall Street schließt am Montag uneinheitlich

Mit einer uneinheitlichen Tendenz haben die Kurse an Wall Street zu Wochenbeginn den Handel beendet. Während das deutliche Plus von Caterpillar stützte, gaben die Finanzwerte nach und belasteten das Sentiment. Im frühen Verlauf legten die Aktienkurse zwar kurzzeitig deutlicher zu und der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) markierte bei 11.258 Punkten ein neues Jahreshoch, doch konnte dieses Niveau nicht verteidigt werden. amerikanische Konjunkturdaten standen am Berichtstag nicht auf der Agenda. Der DJIA stieg um einen Punkt auf 11.205. Dabei notierte der Index in einer Spanne zwischen 11.188 und 11.258 Punkten. Der S&P-500 verlor dagegen 0,4 Prozent oder 5 Punkte auf 1.212. Der Nasdaq-Composite reduzierte sich um 0,3 Prozent oder 7 auf 2.523 Punkte. Umgesetzt wurden 1,22 (Freitag: 1,21) Milliarden Aktien. Den 1.435 Kursgewinnern standen 1.624 -verlierer gegenüber; unverändert schlossen 132 Titel.

Die positive Tendenz des DJIA war vor allem auf das Plus bei Caterpillar zurückzuführen, hieß es. Die Aktie gewann 4,2 Prozent auf 71,65 Dollar. Händlern zufolge stand besonders der positive Ausblick, den das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr gegeben hat, im Fokus. „Caterpillar stützt sich vor allem auf die Wachstumsregionen Asien/Pazifik und Lateinamerika. Das passt ins heutige Sentiment, das von Konjunkturhoffnungen geprägt ist“, sagte ein Händler. Das Unternehmen hat die Prognosen für Absatz, Umsatz und Gewinn 2010 erhöht. Die Aktien anderer konjunkturabhängiger Unternehmen konnten ebenfalls vom Caterpillar-Ausblick profitieren. DuPont erhöhten sich um 1,8 Prozent auf 40,95 Dollar, Hewlett Packard gewannen 0,7 Prozent auf 54,26 Dollar und General Electric erhöhten sich um 1,2 Prozent auf 19,30 Dollar. Zudem standen die Finanzwerte im Fokus. Laut Berichten haben demokratische amerikanische Senatoren eine vorläufige Einigung über eine schärfere Regulierung der Finanzmärkte erzielt. Demnach müssen Banken sich vom Derivate-Geschäft trennen, wollen sie in Zukunft finanzielle Unterstützung von der Federal Reserve und Federal Deposit Insurance Corp erhalten. „In den vergangenen zehn Tagen ist die Diskussion um eine schärfere Regulierung immer aggressiver geworden“, merkte ein Analyst an. Sollten sich die Banken von ihren Derivate-Geschäften trennen müssen, hätte dies Auswirkungen auf die Gewinnentwicklung, ergänzte der Marktteilnehmer.

Es gebe derzeit mit der SEC-Anklage gegen Goldman Sachs, der weiteren Entwicklung um die Hilfen für Griechenland und der geplanten Finanzmarktreform viele Belastungsfaktoren für den Finanzsektor, so ein Teilnehmer. American Express gaben um 1,9 Prozent auf 47,14 Dollar nach, J.P. Morgan Chase verloren 2,3 Prozent auf 43,89 Dollar und für Bank of America ging es um 2,1 Prozent nach unten auf 18,05 Dollar. Citigroup verzeichneten mit einem Abschlag von 5,1 Prozent auf 4,61 Dollar ein überdurchschnittliches Minus. Vor Beginn des Handels wurde bekannt, dass die amerikanische Regierung mit dem im März angekündigten Ausstieg bei der Citigroup beginnt. Das amerikanische Finanzministerium hat Morgan Stanley mit dem Verkauf von 1,5 Milliarden Aktien der amerikanische Großbank beauftragt. Insgesamt hält der Staat noch 27 Prozent oder 7,7 Milliarden Anteile an der Citigroup. Die Aktien des Haushaltsgeräteherstellers Whirlpool kletterten um 10 Prozent auf 112,42 Dollar. Das Unternehmen hat am Montag mit einem Ergebnis von 2,13 Dollar je Aktie für das erste Quartal die Analystenschätzungen von 1,33 Dollar deutlich übertroffen. Auch beim Ausblick auf 2010 zeigt sich das Unternehmen positiv, Whirlpool erwartet 8,50 Dollar Gewinn je Aktie. Analysten gehen bislang von 8,00 Dollar je Aktie aus.

Die Papiere des Autovermieters Hertz stiegen um 14,1 Prozent auf 14,69 Dollar. Das Unternehmen wird den Konkurrenten Dollar Thrifty für 1,27 Milliarden Dollar übernehmen. Hertz rechnet mit Einsparungen in Höhe von 180 Millionen Dollar. Analysten erwarten eine Steigerung des Marktanteils auf etwa 26 Prozent. Im Fokus standen auch Texas Instruments. Das Unternehmen legte nach dem Ende des Handels Zahlen für das abgelaufene Quartal vor. Diese übertrafen mit einem Gewinn je Aktie von 0,52 Dollar die Prognose der Analysten um 0,01 Dollar. Texas Instruments gewannen im regulären Handel 1,8 Prozent auf 27,16 Dollar.
Amerikanische Anleihen im späten Handel kaum verändert

Mit einer kaum veränderten Tendenz haben sich die amerikanischen Anleihen am Montag im späten Handel in New York gezeigt. Zu Handelsbeginn war es noch zu Käufen nach den Abgaben der Vorwoche gekommen. Im weiteren Verlauf belastete dann die schwache Nachfrage bei der Auktion fünfjähriger amerikanische Notes im Gesamtvolumen von 11 Milliarden Dollar, deren Nominalwert an die Inflationsentwicklung gekoppelt ist. Dabei fiel die Nachfrage der indirekten Bieter, wozu auch die Zentralbanken gezählt werden, auf ein Rekordtief von 23 Prozent. Der Kurs zehnjähriger Titel mit einem Kupon von 3,625 Prozent legte um 1/32 auf 98-16/32 zu. Sie rentierten mit 3,807 Prozent. Der Kurs der mit 4,625 Prozent verzinsten 30-jährigen Staatsanleihe zeigte sich dagegen unverändert bei 99-11/32. Seine Rendite lag bei 4,666 Prozent. Der Blick sei nun auf die Auktionen des amerikanischen Finanzministeriums im weiteren Laufe der Woche gerichtet, hieß es. Es werden zwei-, fünf- und siebenjährige Titel im Volumen von 118 Milliarden Dollar verkauft. Zudem rücke bereits die Zinsentscheidung der amerikanische Notenbank am Mittwoch in den Blickpunkt des Marktes.
Lateinamerikas Börsen mit Kursverlusten am Montag

Die größeren lateinamerikanischen Börsen sind am Montag mit Verlusten in die Handelswoche gestartet. In der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires fiel der Aktien-Index Merval um 10,10 Zähler (0,41 Prozent) auf 2436,93 Punkte. Der Bovespa-Index im brasilianischen Sao Paulo verlor 637,55 Zähler (0,92 Prozent) und schloss bei 68.871,94 Punkten. Der IPC-Index ging um 82,14 Zähler (0,24 Prozent) auf 33.771,55 Punkte zurück.

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