Samstag, 24. April 2010

Absicherung

Laut Sarasin-Chefstratege Philipp Bärtschi reicht es aber aus, dass vier von sieben Indikatoren schon ein Verkaufssignal gegeben haben, um von einer deutlichen gestiegenen Gefahr für eine signifikante Korrektur an den Aktienmärkten in den nächsten ein bis drei Monaten zu sprechen. Aufgrund der hohen Zuversicht unter den Anlegern und des überkauften Aktienmarkts schätzt er das kurzfristige Potenzial als sehr gering ein. „Im Gegenteil besteht das Risiko, dass die Anlegerstimmung schon bei kleinen Enttäuschungen rasch drehen könnte. Da wir denken, dass der Zenit in den Frühindikatoren bereits vorbei sein könnte, sind solche Enttäuschen insbesondere von den wirtschaftlichen Daten in den kommenden Wochen nicht auszuschließen.“

Bärtschi rät deshalb dazu, Risikopositionen im Aktienmarkt auf dem aktuellen Niveau abzusichern und bei zyklischen Aktien Gewinne mitzunehmen. Defensive Aktien dürften dagegen nach seiner Ansicht nach einer Durststrecke in den vergangenen zwei Monaten wieder mehr gefragt werden und würden am besten vor einem Rückschlag schützen.

In der Tat ist an Gewinnmitnahmen noch niemand ärmer geworden und nach dem guten Lauf der vergangenen Monate ist es den meisten Aktienindizes schon zuletzt nicht mehr gelungen, entscheidend nachzulegen. Das deutet auf gewisse kurzfristige Ermüdungserscheinungen hin. Langfristig gesehen gibt es nicht zuletzt wegen der intakten charttechnischen Aufwärtstrends aber noch keinen Grund, an der jüngsten Hausse zu zweifeln.

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