Donnerstag, 9. Mai 2013
Die Dax-Raketen
✔ Henkel
Kurs zum Handelsschluss am Mittwoch: 75,45 Euro (plus 5,16 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.
✔ Deutsche Telekom
Kurs: 9,59 Euro (plus 5,05 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.
✔ Deutsche Post
Kurs: 19,11 Euro (plus 2,91 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Kaufen.
✔ Continental
Kurs: 98,91 Euro (plus 1,58 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Kaufen.
✔ HeidelbergCement
Kurs: 56,49 Euro (plus 0,82 Prozent im Vergleich zum Vortag).
Die Empfehlung (Finanzen.Net): Halten oder kaufen.
Dienstag, 7. Mai 2013
Gold - aus derAKtionär
Tagesanalyse: Die alte und doch immer wieder ignorierte
Erkenntnis, dass es sehr oft anders kommt, als die überwiegende Mehrheit
der Marktteilnehmer erwartet, könnte auch beim Goldpreis
bestätigt werden. Nach dem Crash Mitte April ist die Zahl der bearish
orientierten Marktteilnehmer sprunghaft gestiegen. Nach wie vor findet
sich eine immens große Zahl an Anlegern, die immer und immer weiter auf
einen neuen Abwärtsimpuls setzen. Angesichts der aktuellen
charttechnischen Konstellation kann dieser auch kommen, und zwar, falls
Gold aus der seit einigen Tagen umkämpften Chartzone zwischen 1.460 und
1.485 US-Dollar signifikant nach unten ausbricht und damit auch noch die
20 Tage-Linie unterschreitet. Dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass die
bisherigen Verlaufstiefs diese Abwärtsbewegung bei 1.321 US-Dollar
beziehungsweise die knapp darunter liegende, langfristige
Unterstützungsmarke bei 1.310 US-Dollar blitzschnell getestet und
womöglich unterschritten werden, sehr hoch. Aber was wir momentan,
nüchtern betrachtet, erkennen können, ist eine zwar seltene, aber
durchaus bewährte Trendwendeformation in Form eines V. Ein sehr steiler
Absturz wird dabei von einer beinahe ebenso schnellen Gegenbewegung
gekontert, die dann in eine Seitwärtsbewegung übergeht. Genau dieses
Szenario liegt hier vor. Und sollte diese Seitwärtsspanne und damit die
vorgenannte Chartzone 1.460/1.485 US-Dollar nach oben verlassen werden,
wäre die Trendwende aus charttechnischer Sicht vollendet und rein
rechnerisch Aufwärtspotenzial bis 1.650 US-Dollar gegeben. Natürlich
findet sich auf dem Weg dorthin eine ganze Reihe markanter
Widerstandslinien. Aber sollte der Goldpreis in den kommenden Tagen über
1.485 US-Dollar schließen, sollte man Short-Positionen, wenn sie nicht
mittelfristiger und/oder defensiver Natur sind, sicherheitshalber
glattstellen. Wer mit dem Überwinden der 20 Tage-Linie oder aber bereits
antizyklisch nahe der Unterstützung bei 1.310 US-Dollar Long-Positionen
etabliert hat, kann diese bei Schlusskursen über 1.485 US-Dollar
ausbauen und seinen Stoppkurs von aktuell 1.420 US-Dollar auf 1.455
US-Dollar (auf Schlusskursbasis) nachziehen.
Montag, 6. Mai 2013
Wie sollen sich Anleger in einer solchen Situation also verhalten? - aus FAZ gek.
Eine Zeit der extrem niedrigen Zinsen muss keine Zeit ohne Rendite sein.
Aber es herrschen schwierigere Bedingungen als in normalen Phasen.
Zumindest einige Regeln haben Experten parat.
„Anlageprodukt der Wahl bleibt die Aktie, gefolgt von erstklassigen Unternehmensanleihen“, sagt Reinhard Pfingsten, Chef-Anlagestratege des Frankfurter Bankhauses Hauck & Aufhäuser. „Zwar werden deutsche Aktien die leichte konjunkturelle Abkühlung in Deutschland zu spüren bekommen.“ Das heißt, die Kurse dürften zwischenzeitlich sinken. Ein Vergleich zwischen der Dividendenrendite von Aktien und den Renditen von Anleihen spreche trotzdem immer noch für Aktien. Immerhin rechnet Pfingsten für das Jahresende aufgrund der Fundamentaldaten mit einem Dax von 8300 Punkten. Auch der Immobilienmarkt in Deutschland werde weiter profitieren, sagt er. Anders als Gold. Dessen Kursrallye sei erstmal vorbei.
„Anlageprodukt der Wahl bleibt die Aktie, gefolgt von erstklassigen Unternehmensanleihen“, sagt Reinhard Pfingsten, Chef-Anlagestratege des Frankfurter Bankhauses Hauck & Aufhäuser. „Zwar werden deutsche Aktien die leichte konjunkturelle Abkühlung in Deutschland zu spüren bekommen.“ Das heißt, die Kurse dürften zwischenzeitlich sinken. Ein Vergleich zwischen der Dividendenrendite von Aktien und den Renditen von Anleihen spreche trotzdem immer noch für Aktien. Immerhin rechnet Pfingsten für das Jahresende aufgrund der Fundamentaldaten mit einem Dax von 8300 Punkten. Auch der Immobilienmarkt in Deutschland werde weiter profitieren, sagt er. Anders als Gold. Dessen Kursrallye sei erstmal vorbei.
Sonntag, 5. Mai 2013
ETFs - gk. aus dieWelt.de
Starterkit für die Berater
In die gleiche
Richtung steuert die Nummer eins Blackrock. In einem "ETF-Starterkit"
hält die Gesellschaft nach eigenen Angaben alle Informationen bereit,
die in einem Beratungsgespräch mit einem Privatanleger wichtig sind.
Dies wird allen Finanzberatern zur Verfügung gestellt. Das Interesse
habe gerade bei der Gruppe der unabhängigen Vermögensverwaltern deutlich
zugenommen, sagt Sven Württemberger, Leiter des Privatkundenvertriebs
von iShares.
Teilweise säßen
auf Informationsveranstaltungen doppelt so viele Vermögensverwalter im
Publikum wie vor zwei, drei Jahren. Dabei habe er festgestellt, dass es
bei der Aufklärung nicht nur um Wissensvermittlung an die Endkunden
gehen darf. Auch viele Vermögensverwalter hätten bei dem Thema
Indexfonds Defizite. "Wir merken auf den Veranstaltungen, dass die
Fragen teilweise Basiswissen betreffen", so Württemberger.
Mit der
Aufklärung verbindet sich eine weitere Hoffnung: Wenn die Kunden sich
mit ETFs besser auskennen, werden sie auch ihren Berater bei der
klassischen Filialbank auf die Produkte ansprechen. "Vereinzelt sehen
wir bereits Hausbanken, die aktiv auf uns zukommen und über eine
Erweiterung ihres Leistungsangebotes nachdenken", sagt Wüttemberger.
Spruchreif sei
noch nichts. So liegt bei Banken das Hauptaugenmerk weiterhin auf
Onlinebrokern, deren Kunden – in der Regel Selbstentscheider – schon in
der Vergangenheit mit dem Wegfall von Ordergebühren beim ETF-Kauf
geködert wurden.
Ungeachtet
aller gut gemeinter Bemühungen der Anbieter kommt die entscheidende
Rolle bei der künftigen Verbreitung von Indexfonds wohl dem Regulator
zu. "Eingriffe beim Provisionsvertrieb werden dem Geschäft mit
Privatanleger einen Schub geben", so Kealy von Ernst & Young. In
Großbritannien und den Niederlanden gibt es seit diesem Jahr bereits ein
weitgehendes Provisionsverbot. Dies würde ETFs auf Augenhöhe mit aktiv
gemanagten Fonds und andere Anlageprodukte bringen.
Für den Fall
sind sich alle sicher: Werden Provisionen auch im Rest Europas
eingeschränkt, ist die Branche auf bestem Weg zu 25 Prozent
Privatanlegeranteil.
Indien
Größte Gewinner sinkender Preise am Rohstoffmarkt sind Indien, die
Philippinen, Thailand und Korea. Denn sie sind klassische
Importnationen. Ganz vorne steht Indien. Das Land enttäuscht mit einer
Wachstumsrate von unter 5 Prozent, weit unterhalb seiner Möglichkeiten.
Die zweistellige Inflationsrate und der politische Stillstand im
Vorwahlkampf haben die Inder ihre Kauflust gekostet. In dieser Situation
bringen sinkende Preise für Bodenschätze ein dringend notwendiges Stück
Entlastung. „Ein Rückgang des Ölpreises unter 100 Dollar dürfte das
Defizit der Leistungsbilanz um 1 Prozent des BIP verringern“, schätzen
die Analysten von Barclays. Sie steht auf dem Rekordwert von 6,7 Prozent
des BIP. Der Ölpreis ist ein Politikum: Hier ist der Treibstoffpreis
ein noch größeres Politikum als anderswo. Hat er doch in den vergangenen
Monaten rund ein Viertel zur Teuerungsrate Indiens beigetragen. Nun
gewinnt das Land Luft: Am Freitag senkte Zentralbankgouverneur den
Leitzins um weitere 0,25 Prozent. Die Inflationsrate dürfte seiner
Ansicht nach im nächsten Fiskaljahr auf 5,5 Prozent zurückgehen.
Freitag, 3. Mai 2013
DJ Outlook - aus DiePresse.at
Uberraschend gute US-Arbeitsmarktdaten haben die wichtigsten New
Yorker Börsenindizes auf neue Rekordstände getrieben. Am Freitag gegen
16.25 Uhr (MEZ) lag der Dow Jones Industrial Average Index bei 15.006,30
Punkten, was einem Kursplus von 1,18 Prozent entspricht. Damit
überschritt der bekannte Aktienindex erstmals die Schwelle von 15.000
Punkten. Die Arbeitslosigkeit in den USA ist so niedrig wie seit über
vier Jahren nicht mehr. Im April fiel sie überraschend von 7,6 auf 7,5
Prozent. Für den tiefsten Stand seit Ende 2008 sorgten überraschend
viele Neueinstellungen in den Unternehmen. Die Zahl der Beschäftigten
außerhalb der Landwirtschaft stieg um 165.000, wie das
Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters
befragte Ökonomen hatten nur mit 145.000 gerechnet. Im Februar und März
entstanden zudem 114.000 Job mehr als zunächst angenommen. Das nährt die
Hoffnung auf einen anhaltenden Aufschwung.
"Der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft insgesamt scheinen
widerstandsfähiger zu sein als viele angenommen haben", sagte Analyst
Joe Manimbo von Western Union Business Solutions. Die Börsen reagierten
positiv: Der deutsche Leitindex Dax kletterte deutlich über die Marke
von 8000 Punkten, der MDax stieg sogar auf einen Rekordwert. Der
Dollar-Kurs legte zu.
Die unerwartet guten Zahlen lassen hoffen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft ihre Erholung fortsetzt. Bereits im ersten Quartal schoben die Verbraucher die Konjunktur an, indem sie ihren Ausgaben um mehr als drei Prozent nach oben schraubten und damit so stark wie seit Ende 2010 nicht mehr. Dadurch wuchs die US-Wirtschaft, die zu 70 Prozent vom Konsum abhängig ist, mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent. Ende 2012 hatte es lediglich zu einem Mini-Plus von 0,4 Prozent gereicht.
Für die positive Bilanz sorgten vor allem Dienstleister. Sie schufen allein 185.000 Stellen. Auch im Einzelhandel entstanden neue Jobs, während die Industrie ihre Belegschaft stabil hielt. "Der Beschäftigungsanstieg steht auf ziemlich breiter Basis", sagte Heidrich. Der unter Sparzwang stehende Staat strich dagegen 11.000 Stellen, auch in der Baubranche fielen Arbeitsplätze weg.
Trotz der positiven Bilanz der vergangenen Monate ist der US-Arbeitsmarkt noch lange nicht in Bestform. Die Arbeitslosenquote liegt noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund sechs Prozent. Experten befürchten, dass Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern den Aufschwung schon im Frühjahr bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.
Die unerwartet guten Zahlen lassen hoffen, dass die weltgrößte Volkswirtschaft ihre Erholung fortsetzt. Bereits im ersten Quartal schoben die Verbraucher die Konjunktur an, indem sie ihren Ausgaben um mehr als drei Prozent nach oben schraubten und damit so stark wie seit Ende 2010 nicht mehr. Dadurch wuchs die US-Wirtschaft, die zu 70 Prozent vom Konsum abhängig ist, mit einer Jahresrate von 2,5 Prozent. Ende 2012 hatte es lediglich zu einem Mini-Plus von 0,4 Prozent gereicht.
"Wirtschaft nicht so schlecht wie befürchtet"
"Die Wirtschaft ist nicht so schlecht wie befürchtet", sagte Darrell Cronk von der Großbank Wells Fargo. "Die US-Arbeitnehmer verzeichnen derzeit einen realen Einkommensanstieg", ergänzte Postbank-Ökonom Thilo Heidrich. "Dies sollte sich in einer Ausweitung des privaten Verbrauchs niederschlagen."Für die positive Bilanz sorgten vor allem Dienstleister. Sie schufen allein 185.000 Stellen. Auch im Einzelhandel entstanden neue Jobs, während die Industrie ihre Belegschaft stabil hielt. "Der Beschäftigungsanstieg steht auf ziemlich breiter Basis", sagte Heidrich. Der unter Sparzwang stehende Staat strich dagegen 11.000 Stellen, auch in der Baubranche fielen Arbeitsplätze weg.
Trotz der positiven Bilanz der vergangenen Monate ist der US-Arbeitsmarkt noch lange nicht in Bestform. Die Arbeitslosenquote liegt noch deutlich über dem Schnitt der vergangenen 60 Jahre von rund sechs Prozent. Experten befürchten, dass Ausgabenkürzungen der Regierung und höhere Steuern den Aufschwung schon im Frühjahr bremsen dürften. Der Internationale Währungsfonds (IWF) senkte erst vor kurzem die Wachstumsprognose für 2013 von 2,1 auf 1,9 Prozent.
Fed setzt lockere Geldpolitik fort
Um die Konjunktur anzuschieben, will die Notenbank Fed ihre extrem lockere Geldpolitik fortsetzen. Monat für Monat kauft sie für 85 Milliarden Dollar Staatsanleihen und Immobilienpapiere. Damit will sie die Wirtschaft ankurbeln und hofft, dass die Arbeitslosigkeit sinkt. Vom Gas gehen wollen Fed-Chef Ben Bernanke und die meisten anderen Top-Notenbanker erst dann, wenn die Arbeitslosenquote auf 6,5 Prozent gefallen ist.Donnerstag, 2. Mai 2013
Europa versus US - aus diePresse.com
Wien. Henry Ford hätte seine Freude gehabt. Nach
viereinhalb Jahren Krise geht es wieder aufwärts mit den Kindern des
Urvaters der modernen Industrie. Zum Jahreswechsel verkaufte der von ihm
gegründete US-Automobilkonzern Ford Motor Company erstmals wieder so
viele Autos in den USA wie 2006. Dem Land geht es ähnlich. Zwar läuft
die weltgrößte Volkswirtschaft noch nicht auf vollen Touren, die
Arbeitslosigkeit ist unverändert hoch. Doch der Aufschwung ist bereits
deutlich sichtbar.
Die US-Börsen haben ihre Höchststände eingestellt, acht der zehn
größten Konzerne sind amerikanisch und die US-Industrie erlebt ein
Comeback. In den ersten drei Monaten des Jahres legte die US-Wirtschaft
um 2,5 Prozent zu. Und auch wenn sich Politiker und Ökonomen davon
enttäuscht zeigten, Europa kann von solchen Wachstumsraten nur träumen.
Genaue Konjunkturdaten gibt es aus der EU noch nicht. Die
Industrieproduktion im Euroraum fiel im April allerdings schon den 15.
Monat in Folge. Wirtschaftlich wird Europa heuer um die Nulllinie
taumeln.
Das wirft die Frage auf: Was macht Amerika besser als Europa? Und kann der Alte Kontinent dem Beispiel der USA folgen?
Die USA erleben (noch) keine Neuauflage eines von Konsumkrediten befeuerten Booms. Auch der Staat lässt als Investor weitgehend aus. Es sind die Unternehmen, die investieren und die Wirtschaft vorantreiben. Erstmals seit den 1970er-Jahren ist die US-Industrie wieder im Aufwind. Damals sorgten Amerikas Industriebetriebe noch für ein Drittel der US-Wirtschaft. Mit dem Aufschwung der Finanzindustrie unter Ronald Reagan verlor der Sektor sukzessive an Bedeutung. Nach der Jahrtausendwende verschwanden sechs Millionen US-Industriejobs in Richtung China. Jetzt kommen sie langsam zurück: Apple hat angekündigt, seine Mac minis künftig in den USA bauen zu wollen, der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn investiert hier und auch der heimische Stahlkonzern Voestalpine baut um eine halbe Milliarde Euro ein Werk in Texas.
Unternehmen aus aller Welt tragen ihr Geld nach Nordamerika, angelockt von billiger Energie und niedrigen Löhnen. Industriearbeiter sind in den USA inklusive Nebenkosten um 35 Dollar die Stunde zu haben, im von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Süden sogar um 25 Dollar. In Europa kosten sie 45 Dollar. Gleichzeitig mit dem Sinken der Löhne in den USA sind jene in China sprunghaft gestiegen. Mussten Industriebetriebe 1995 Arbeitern in Amerika noch 40-mal so viel bezahlen wie in China, so ist es heute nur noch das Achtfache. Angesichts der höheren Produktivität der US-Arbeiter löst sich der Vorteil von Werken in Asien so langsam in Luft auf.
Der zweite große Grund für die Rückkehr der Industrie in die USA ist die billige Energie, eine Folge des Schiefergasbooms. Binnen wenigen Jahren hat das Land einen Weg gefunden, Gas und Öl mittels chemischer Substanzen aus tief liegendem Schiefergestein zu lösen („Fracking“). Heute kostet Erdgas in den USA ein Drittel dessen, was Betriebe in Europa bezahlen. So kommt es, dass die US-Produktion steigt, während Europas Industrie in der Krise steckt (siehe Grafik).
Das wirft die Frage auf: Was macht Amerika besser als Europa? Und kann der Alte Kontinent dem Beispiel der USA folgen?
Wachstum auf Pump?
Teil eins des Aufschwungs übernimmt die Notenpresse. Fed-Chef Ben Bernanke hält die Zinsen seit Jahren auf Rekordtief und flutet den Markt mit billigem Geld, um die Wirtschaft anzukurbeln. Hier stehen die Europäer den USA allerdings nicht um viel nach. Auch EZB-Chef Mario Draghi wird am heutigen Donnerstag die Zinsen wohl im Keller halten. Erleben die USA also nur eine Erholung auf Pump? Rechnet man Staat, Unternehmen und Private zusammen, hat sich am Schuldenstand seit dem Höhepunkt des Booms tatsächlich wenig geändert. Er liegt mit 225 Prozent der Wirtschaftsleistung unverändert hoch. Dennoch ist die Notenpresse nicht der Hauptgrund für den Aufschwung.Die USA erleben (noch) keine Neuauflage eines von Konsumkrediten befeuerten Booms. Auch der Staat lässt als Investor weitgehend aus. Es sind die Unternehmen, die investieren und die Wirtschaft vorantreiben. Erstmals seit den 1970er-Jahren ist die US-Industrie wieder im Aufwind. Damals sorgten Amerikas Industriebetriebe noch für ein Drittel der US-Wirtschaft. Mit dem Aufschwung der Finanzindustrie unter Ronald Reagan verlor der Sektor sukzessive an Bedeutung. Nach der Jahrtausendwende verschwanden sechs Millionen US-Industriejobs in Richtung China. Jetzt kommen sie langsam zurück: Apple hat angekündigt, seine Mac minis künftig in den USA bauen zu wollen, der taiwanesische Elektronikkonzern Foxconn investiert hier und auch der heimische Stahlkonzern Voestalpine baut um eine halbe Milliarde Euro ein Werk in Texas.
Unternehmen aus aller Welt tragen ihr Geld nach Nordamerika, angelockt von billiger Energie und niedrigen Löhnen. Industriearbeiter sind in den USA inklusive Nebenkosten um 35 Dollar die Stunde zu haben, im von hoher Arbeitslosigkeit geprägten Süden sogar um 25 Dollar. In Europa kosten sie 45 Dollar. Gleichzeitig mit dem Sinken der Löhne in den USA sind jene in China sprunghaft gestiegen. Mussten Industriebetriebe 1995 Arbeitern in Amerika noch 40-mal so viel bezahlen wie in China, so ist es heute nur noch das Achtfache. Angesichts der höheren Produktivität der US-Arbeiter löst sich der Vorteil von Werken in Asien so langsam in Luft auf.
Der zweite große Grund für die Rückkehr der Industrie in die USA ist die billige Energie, eine Folge des Schiefergasbooms. Binnen wenigen Jahren hat das Land einen Weg gefunden, Gas und Öl mittels chemischer Substanzen aus tief liegendem Schiefergestein zu lösen („Fracking“). Heute kostet Erdgas in den USA ein Drittel dessen, was Betriebe in Europa bezahlen. So kommt es, dass die US-Produktion steigt, während Europas Industrie in der Krise steckt (siehe Grafik).
Europa ruft nun nach Reindustrialisierung
Kein Wunder, dass der alte Kontinent neidisch über den Atlantik blickt. „Europa muss sich reindustrialisieren“, fordert der zuständige EU-Kommissar Antonio Tajani. Die Frage ist nur wie. Denn Europa ist hin- und hergerissen zwischen Schuldenkrise, Klimazielen und Energiewende.Celesio - Jenoptik- aus FAZ gek.
Damit bietet sich eine technische Doppelstrategie an. Zuerst sollte
eine Anfangsposition in Celesio aufgebaut werden. Gelingt es der Aktie,
in den kommenden Wochen oder Monaten die Bodenformation mit einem
Investment-Kaufsignal zu verlassen (liegt bei Kursen von mehr als 16
Euro vor), sollte die Position ausgebaut werden. Denn in diesem Fall
dürfte ein neuer mittel- und langfristiger Aufwärtstrend für eine
Aufarbeitung der vorherigen Baisse sorgen.
Insgesamt bildete sich bei der Aktie seit dem Sommer 2008 unterhalb der mehrmals getesteten Widerstandszone von 5,60 Euro bis 6,20 Euro eine mehrjährige Bodenformation (ebenfalls in Form eines langfristigen Aufwärtsdreiecks) heraus. Im vierten Quartal 2012 ist es Jenoptik mit einem übergeordneten Investment-Kaufsignal (bedeutet: nachhaltiger Sprung über die langfristige Widerstandszone um 6 Euro) gelungen, die Bodenformation zu verlassen.
Als technische Konsequenz kommt die Aufarbeitung der Baisse der Jahre 2000 bis 2010 jetzt in Gang. Nach dem ersten Aufwärtsschub auf ein Niveau um 8 Euro befand sich die Aktie zuletzt in einer Konsolidierung mit einem trendbestätigenden Charakter nach oben. Zuletzt hat Jenoptik mit einem Kaufsignal nachgelegt. Da sich bei Jenoptik als nächstes technisches Etappenziel der Bereich um 10 Euro andeutet, bleibt die Aktie ein (Zu-)Kauf.
Weitere Artikel
Das
im Tec-Dax notierte Technologie-Unternehmen Jenoptik ist ein
technisches Beispiel dafür, wie eine jahrelange Baisse und eine
mehrjährige Bodenformation von einer langfristigen technischen Hausse
abgelöst werden können. Zuerst steckte Jenoptik seit den historischen
Höchstkursen um 35,50 Euro (September 2000) in einer sehr langfristigen
Baisse, die im Juni 2009 bei Kursen um 2,80 Euro ihr Tief fand. Jedoch
gelang es erst im zweiten Halbjahr 2010, den zentralen, zehnjährigen
Baisse-Trend zur Seite zu verlassen.Insgesamt bildete sich bei der Aktie seit dem Sommer 2008 unterhalb der mehrmals getesteten Widerstandszone von 5,60 Euro bis 6,20 Euro eine mehrjährige Bodenformation (ebenfalls in Form eines langfristigen Aufwärtsdreiecks) heraus. Im vierten Quartal 2012 ist es Jenoptik mit einem übergeordneten Investment-Kaufsignal (bedeutet: nachhaltiger Sprung über die langfristige Widerstandszone um 6 Euro) gelungen, die Bodenformation zu verlassen.
Als technische Konsequenz kommt die Aufarbeitung der Baisse der Jahre 2000 bis 2010 jetzt in Gang. Nach dem ersten Aufwärtsschub auf ein Niveau um 8 Euro befand sich die Aktie zuletzt in einer Konsolidierung mit einem trendbestätigenden Charakter nach oben. Zuletzt hat Jenoptik mit einem Kaufsignal nachgelegt. Da sich bei Jenoptik als nächstes technisches Etappenziel der Bereich um 10 Euro andeutet, bleibt die Aktie ein (Zu-)Kauf.
Bayer - BASF - aus FAZ gek.
Bayer will sein Geschäft mit Verhütungsmitteln durch
einen Zukauf ausbauen und das amerikanische Unternehmen Conceptus für
etwa 1,1 Milliarden Dollar (852 Millionen Euro) übernehmen. Innerhalb
der nächsten zehn Arbeitstage will Bayer ein öffentliches Angebot zum
Erwerb sämtlicher Conceptus-Anteile zu 31,00 Dollar je Aktie abgeben.
Der Zukauf von Conceptus passe gut zum Bayer-Gesundheitsgeschäft, sagt der Vorstandsvorsitzende Marijn Dekkers. denn damit könne das Unternehmen nun alle Varianten einer Schwangerschaftsverhütung anbieten. Die Aktien des Leverkusener Konzerns legten nach Bekanntgabe der Übernahmepläne zunächst zu, gibt aber mittlerweile um mehr als 2 Prozent nach.
Conceptus setzte im vergangenen Jahr rund 110 Millionen Euro um und beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter. Insgesamt ist die Übernahme für Bayer schon eine Verstärkung, stand der Konzern doch gerade in Amerika wegen seiner Verhütungsmittel stark unter Druck und musste mehr als eine Milliarde Euro für Vergleichszahlungen aufwenden.
Der Zukauf von Conceptus passe gut zum Bayer-Gesundheitsgeschäft, sagt der Vorstandsvorsitzende Marijn Dekkers. denn damit könne das Unternehmen nun alle Varianten einer Schwangerschaftsverhütung anbieten. Die Aktien des Leverkusener Konzerns legten nach Bekanntgabe der Übernahmepläne zunächst zu, gibt aber mittlerweile um mehr als 2 Prozent nach.
Conceptus setzte im vergangenen Jahr rund 110 Millionen Euro um und beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter. Insgesamt ist die Übernahme für Bayer schon eine Verstärkung, stand der Konzern doch gerade in Amerika wegen seiner Verhütungsmittel stark unter Druck und musste mehr als eine Milliarde Euro für Vergleichszahlungen aufwenden.
BASF bei Analysten out
BASF, die am Freitag dem Dax ein schönes Plus bescherten, präsentieren sich am Montag weniger attraktiv. Das liegt nicht so sehr am Kurs, der knapp 4 Prozent nachgibt. Denn dies ist auf den Dividendenabschlag zurückzuführen. Indes sorgen negative Analysteneinschätzungen für Gesprächsstoff.Heinz aus FAZ
Buffett und der Finanzinvestor 3G Capital hatten Mitte Februar verkündet, dass sie H.J. Heinz schlucken wollen.
Einen üblen Beigeschmack erhielt der Deal durch den Verdacht des
Insiderhandels durch unbekannte Anleger. Die US-Börsenaufsicht SEC und
die Bundespolizei FBI starteten Ermittlungen.
Für weitere Aufregung sorgte das Abfindungspaket des langjährigen Firmenchefs William Johnson, der letztlich mit 213 Millionen Dollar (163 Millionen Euro) nach Hause gehen könnte. Neuer Heinz-Chef wird nach der vollzogenen Übernahme der Lenker der Fastfood-Kette Burger King, Bernardo Hees.
Für weitere Aufregung sorgte das Abfindungspaket des langjährigen Firmenchefs William Johnson, der letztlich mit 213 Millionen Dollar (163 Millionen Euro) nach Hause gehen könnte. Neuer Heinz-Chef wird nach der vollzogenen Übernahme der Lenker der Fastfood-Kette Burger King, Bernardo Hees.
Sell in May ? - aus FAZ
Doch auch in anderen Fällen sollte man saisonale Börsenregeln nicht
allzu wörtlich nehmen. „Sell in May“ stehe nicht vorrangig für die
Gefahr eines Kurseinbruchs im Mai, sondern warne vielmehr vor einer
Phase in den Sommermonaten, in der sich das Eingehen von Aktienrisiken
typischerweise nicht lohne, sagt Streich. Als besonders schlechter
Dax-Monat gilt der September. Nach Berechnungen der Helaba wurde in
diesem Monat in den Jahren von 1965 bis 2012 ein durchschnittliches
Minus von 1,9 Prozent verzeichnet.
Auch wenn also die Aussichten auf eine Jahresendrally locken, kann eine zu frühe Rückkehr an den Markt nach der Urlaubszeit Rendite kosten. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist freilich nicht leicht zu finden. Die Mai-Regel findet denn auch ihre Fortsetzung in zweierlei Varianten. Eine empfiehlt die Rückkehr im September, was angesichts der Empirie möglicherweise zu früh sein könnte. Der sogenannte Halloween-Indikator rät zum Einstieg erst im November.
Zahlen sich saisonale Anlagestrategien aus? Um das festzustellen könnte man eine Strategie, die Aktien im Mai zu verkaufen und das Geld bis Oktober am Geldmarkt anzulegen, mit der Strategie vergleichen, die Papiere einfach liegenzulassen („Buy an Hold“). Die Analysten der Helaba kommen dabei zu dem Ergebnis, dass sich die Wechselstrategie seit dem Jahr 1990 für den Dax insgesamt deutlich gelohnt hätte (siehe Grafik).
Auch wenn also die Aussichten auf eine Jahresendrally locken, kann eine zu frühe Rückkehr an den Markt nach der Urlaubszeit Rendite kosten. Der richtige Einstiegszeitpunkt ist freilich nicht leicht zu finden. Die Mai-Regel findet denn auch ihre Fortsetzung in zweierlei Varianten. Eine empfiehlt die Rückkehr im September, was angesichts der Empirie möglicherweise zu früh sein könnte. Der sogenannte Halloween-Indikator rät zum Einstieg erst im November.
Zahlen sich saisonale Anlagestrategien aus? Um das festzustellen könnte man eine Strategie, die Aktien im Mai zu verkaufen und das Geld bis Oktober am Geldmarkt anzulegen, mit der Strategie vergleichen, die Papiere einfach liegenzulassen („Buy an Hold“). Die Analysten der Helaba kommen dabei zu dem Ergebnis, dass sich die Wechselstrategie seit dem Jahr 1990 für den Dax insgesamt deutlich gelohnt hätte (siehe Grafik).
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