Sonntag, 25. Juli 2010

SWAP: VON HAND ZU HAND

Laut Definition ist ein Swap nichts anderes als ein Tauschgeschäft. Im Fall der BIZ hat das Institut 346 Tonnen Gold von Zentralbanken oder Geschäftsbanken angekauft. Damit es sich um einen Swap handelt, mussten die BIZ und ihre Kunden eine Rückkaufsvereinbarung zu einem festgelegten Termin und Preis festschreiben. Wäre der Kunde nicht in der Lage, das Gold wieder auszulösen, könnte die BIZ das Edelmetall am Markt verkaufen.

In der Regel tragen jedoch die Geschäftsbanken ihr Gold nicht zur BIZ oder einer nationalen Zentralbank. Im Gegenteil: In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten kauften die Bullion Banks, also die Geschäftsbanken, mit Swaps oder Leasing-Geschäften von einer Zentralbank Gold und verkauften es am Markt weiter. Die Bullion Banks hofften dann auf einen fallenden Kurs, um das Gold später günstiger zurückkaufen und zurückgeben zu können. Da das Gold bei Abschluss des Swap in der Regel auf den Markt geworfen wurde, belastete dies den Goldpreis. Swaps und Verleihung wurden und werden offenbar auch noch heute von den Zentralbanken zur Steuerung des Goldmarkts verwendet.

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