Doch mittlerweile verlieren die Bremsversuche der Notenbanken an Gewicht. Denn vor allem asiatische Zentralbanken springen auf den Goldzug auf und legen sich vermehrt die Barren in ihre Tresore. Das ist ein weiteres Alarmzeichen für die Gold-Bullen. Denn wenn die Notenbanken nicht mehr an die Werthaltigkeit ihrer Währungsreserven in US-Dollar, Yen und Euro glauben und Gold als bessere Alternative ansehen, dürften die Dämme für den Goldpreis gebrochen sein.
„Als nächstes 12-Monats-Ziel sehen wir die Marke von 1600 US-Dollar“, gibt Stöferle die Erwartungen der Erste-Bank-Analysten an. „Am Ende des Zyklus sollte unser Kursziel von 2300 US-Dollar erreicht werden“, sagt der Goldexperte zudem. Wenn das nicht nach Verschwörung gegen die Notenbanken riecht!
Sonntag, 25. Juli 2010
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2 Kommentare:
Ex-US-Notenbankchef Alan Greenspan bezeichnete 1993 das Gold sogar als Thermometer für die Beschaffenheit des Finanzsystems. Dies gilt nicht nur für die USA, sondern für das weltweite System von Papier- und Buchgeld. Steigt also der Goldpreis, wäre dies ein Zeichen des schwächer werdenden Systems und vor allem ein Vertrauensverlust in die Weltleitwährung, den US-Dollar.
Südosteuropäische Zentralbanken, allen voran die Griechenlands, Spaniens und Portugals sind für viele Marktbeobachter erste Wahl, sobald Hintermänner für die BIZ-Transaktionen gesucht werden. Doch könnten die Notenbanken der in Europa am Tropf hängenden Volkswirtschaften ihre Kredite zurückzahlen, um ihr Gold wieder von der BIZ loszueisen und in die heimischen Tresore zu schleusen? Das ist zumindest fraglich. Doch dass das Gold dann verkauft würde und den Preis drücken könnte, wie so mancher Verschwörungstheoretiker wissen will, ist auch nicht sicher. Denn die Zentralbanken könnten ihre Tauschgeschäfte verlängern. Zudem steht noch nicht einmal fest, ob die obskuren 346 Tonnen von europäischen Notenbanken stammen.
Woher sollten BIZ- und Zentral-Banker auch wissen, wie die Anleger auf Gold-Swaps von angeschlagenen Notenbanken regieren würden? Käme der Goldpreis unter Druck, weil viele Investoren annehmen, dass die Zentralbanken das Gold nicht mehr auslösen können und somit die mehr als 340 Tonnen Gold über den freien Markt verkauft werden? Oder würden die Investoren den Goldpreis mit Käufen weiter nach oben treiben, weil sie in den Swaps den Beweis sehen, dass die Notenbanken ihr Gold nicht verkaufen, sondern langfristig halten wollen?
Feste Goldpreisbindung
Manipulationsgerüchte gab es in den vergangenen Jahrzehnten viele. Vor allem in der Zeit um und nach 1970 versuchten die Notenbanken gezielt, den Goldpreis zu beherrschen. Damals noch mit Erfolg. Dies war insbesondere eine wichtige Phase in der Geschichte des Finanzsystems, da damals der US-Dollar noch an den Goldpreis gekoppelt war. 35 US-Dollar je Unze Gold – das war das Umtauschverhältnis, das noch 1944 festgezurrt worden war. Über einen festen Wechselkursmechanismus galt somit ein fester Goldpreis auch für die meisten anderen Währungen der Erde.
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