29. Juni 2010
Jahrzehntelang hatte der amerikanische Ökonom Bob Haugen die Moderne Portfoliotheorie seines amerikanischen Kollegen Harry Markowitz bekämpft. Nun, im Alter, sieht er sich endlich auf der Gewinnerseite. Im Zuge der Finanzkrise ist die Kapitalmarkttheorie, wie Markowitz sie 1952 entworfen hatte, zunehmend in die Kritik geraten. „Es ist ganz falsch anzunehmen, dass die Kapitalmärkte effizient seien“, sagt Haugen, der nun auch als Berater von verschiedenen Fondsgesellschaften der französischen Großbank BNP Paribas arbeitet.
Markowitz veränderte die Geldanlage wie kaum ein anderer Ökonom im zwanzigsten Jahrhundert. Mit seiner Modernen Portfoliotheorie wies er wissenschaftlich nach, dass Anleger dank einer breiten Streuung der Geldanlage das Risiko spürbar senken können. Allerdings sind der Diversifizierung Grenzen gesetzt. Sind sie überschritten, bringt eine noch breitere Streuung keinen Vorteil mehr.
Samstag, 3. Juli 2010
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