Wirtschaft
Deutsche Rohstahlproduktion im Juli deutlich gefallen
Die deutschen Hüttenwerke haben im Juli 2,37 Millionen t Roheisen und 3,77 Millionen t Rohstahl erzeugt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom Donnerstag wurden damit 10,2 Prozent weniger Roheisen und 5,7 Prozent weniger Rohstahl
produziert als im Vorjahresmonat. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wurden somit 17,65 Millionen t Roheisen und 28,18 Millionen t Rohstahl hergestellt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Minus von 2,5 Prozent bei der Roheisenproduktion und einem Rückgang von 1,3 Prozent bei der Rohstahlproduktion.
Im früheren Bundesgebiet sank die Produktion von Rohstahl im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent auf 3,14 Millionen t. In den ersten sieben Monaten nahm sie um 2,3 Prozent auf 23,80 Millionen t ab. In den Neuen Bundesländern und Berlin erhöhte sich die Erzeugung von Rohstahl im Juli verglichen mit dem Vorjahresmonat hingegen um 13,9 Prozent auf 0,63 Millionen t. Von Januar bis Juli lag sie mit 4,38 Millionen t um 4,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. (Dow Jones)
Maschinenbau sieht keinen Grund für Konjunktur-Pessimismus
Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA) sieht trotz der im Juni erneut rückläufigen Auftragseingänge der deutschen Industrie keinen Grund für Pessimismus. „Strukturell stehen der deutsche Maschinenbau und weite Teile der Industrie gut da“, sagte der Chefvolkswirt des Verbandes, Ralph Wiechers, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Nach bis zu fünf Jahren Wachstum sei die sich abzeichnende Abschwächung vor allem zyklisch begründet, wobei dieser Trend durch die Finanzmarktkrise forciert werde. Der VDMA rechnet im gesamten Jahr damit, dass die Produktion im Maschinenbau trotz der nachlassenden Dynamik um fünf Prozent auf einen Rekordwert steigen wird.
„2009 wird das entscheidende Jahr, dann werden wir sehen, wie krisenfest die hiesigen Unternehmen wirklich sind“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt an. Er sei zuversichtlich, dass die deutschen Maschinenbauunternehmen die Belastungen wie eine sich abschwächende Weltkonjunktur, zunehmende Inflation, den schwachen Dollar und die Finanzmarktkrise souverän meistern. Die guten zurückliegenden Jahre hätten die Unternehmen nicht dazu veranlasst, unvorsichtig und allzu euphorisch zu agieren. „Sie haben die aufgebauten Kapazitäten solide finanziert und weiterhin viel Wert auf flexible Strukturen gelegt, indem sie beispielsweise Leiharbeiter einstellten. Das hilft ihnen jetzt, wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Wiechers.
Donnerstag, 7. August 2008
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