Samstag, 30. August 2008

Platin

Der Preisverfall am Platinmarkt wird nun damit begründet, dass die physische Nachfrage wegen der zunehmenden konjunkturellen Schwierigkeiten vor allem in der Automobilindustrie spürbar sinken könnte. Zudem gelange immer mehr Platin im Zuge der Rückgewinnung aus verschrotteten Katalysatoren auf den Markt (Recycling). Nicht zuletzt wird darauf verwiesen, dass börsengehandelte Platinfonds (ETF) im Zuge der Baisse beträchtliche physische Mengen des Edelmetalls verkauft haben. Dem binnen kurzer Zeit aufgekommenen starken Angebot stand zunächst offenkundig eine zu geringe Nachfrage der Verarbeiter gegenüber, um den Preisverfall früher aufhalten zu können.

Jim Rodgers

Ob das jetzt schon der Fall sein wird, bleibt zwar abzuwarten. Aber ermutigend ist es allemal, dass auch Anlageguru Jim Rogers, der die Rohstoffhause frühzeitig vorhergesagt hat, nach wie vor zuversichtlich gestimmt ist. Auf Sicht geht er unter dem Strich von steigenden Preisen aus, wobei er aber nicht ausschließt, dass die Preise zwischenzeitlich noch stärker korrigieren können. Mit einem Ende des Aufwärtstrends rechnet er basierend auf historischen Wirtschaftszyklen aber erst ab dem Jahr 2020.

Rogers' Optimismus basiert vermutlich auch auf der einfachen Rechnung, dass die wachsende Weltbevölkerung und der steigende Wohlstand selbst bei einer etwas nachlassenden Konjunkturdynamik zu einer auch künftig anhaltend hohen Nachfrage nach Rohstoffen führen werden. Zumal der vermutlich weiterhin hohen Nachfrage ein nur schwach steigendes Angebot gegenübersteht.

Kurzfristig haben die Rohstoffpreise in den vergangenen Tagen auch Meldungen gestützt, wonach die chinesische Regierung Maßnahmen zur Ankurbelung der heimischen Konjunktur planen soll. Dazu muss man auch wissen, dass die Metallpreise durch die Korrektur auf ein Niveau gefallen sind, bei dem China in der Vergangenheit die Vorräte meist aufgestockt hat. Auch ist zu bedenken, dass sich das Wachstum in China zwar in den vergangenen vier Quartalen abgeschwächt hat. Selbst wenn das Bruttoinlandsprodukt (im zweiten Quartal betrug das Plus 10,1 Prozent) aber nur noch mit acht Prozent wachsen würde, würde das eine steigende Rohstoffnachfrage bedeuten.

ÖL

Wir müssen den Unternehmen steuerliche Anreize geben, in innovative Fördertechnologien zu investieren. EOR-Technologien bieten die besten Möglichkeiten weltweit, die Ölproduktion zu steigern.

Lassen Sie uns über die so genannte Peak-Oil-Theorie reden, die im Kern besagt, dass die globale Ölproduktion ihren Höhepunkt überschritten hat.

Das Problem ist nicht Peak-Oil, auch wenn letztlich alles endlich ist. Das Peak-Oil-Konzept suggeriert, dass wir bald kein Öl mehr haben werden. Dabei haben wir bisher gerade einmal zehn Prozent der entdeckten Reserven gefördert. Ich rede lieber über Halbwertszeit: Haben wir die Hälfte unseres Lebens hinter uns, so heißt das noch lange nicht, dass wir morgen sterben werden. Die Situation am Ölmarkt lässt sich damit vergleichen.

Verschwörungstheoretiker unterstellen, die Ölstaaten bremsten ihre Produktion. Je weniger sie förderten, desto stärker steige der Preis und desto wertvoller würden die im Boden verbliebenen Reserven.

Die Ironie ist: Je stärker der Preis steigt, desto weniger müssen die Ölförderstaaten und die Ölunternehmen tun, um höhere Einnahmen zu generieren. Sie können es sich auf dem Sofa bequem machen und sich darauf konzentrieren, die hereinrollenden Taler zählen. Ich glaube nicht an eine intelligente, übergeordnete „Superstrategie“. Auch wenn der Effekt derselbe ist.

Siehe auch: Oil & Gas Journal Research Center

CTS

In der Tat könnte die Kooperation mit Live Nation CTS Eventim in eine neue Dimension führen. Denn Live Nation ist im internationalen Musikgeschäft ein Schwergewicht. Im Herbst hat das Unternehmen Schlagzeilen gemacht, als die Konzertagentur Superstar Madonna von der Plattenfirma Warner Music abwarb. Es ist das erste Mal, dass eine so erfolgreiche Künstlerin ihre Musik live und auch auf Tonträger von einem Konzertveranstalter vermarkten lässt. Der Wechsel spiegelt die neuen Kräfteverhältnisse im Musikgeschäft: Plattenfirmen wie Warner leiden unter chronischem Umsatzschwund, während populäre Künstler dank steigender Eintrittspreise an Konzerten immer mehr verdienen.

25 Euro sind eine wichtige Marke

Ins Tonträgergeschäft will CTS Eventim bisher nicht einsteigen. Dafür kündigte Schulenberg jüngst an, in diesem Jahr noch zwei Ticketanbieter in Europa kaufen zu wollen. In 16 europäischen Ländern ist das Unternehmen bereits aktiv. Schrittweise wird CTS zudem den Ticketvertrieb von Live Nation im wichtigen britischen Konzertmarkt, aber auch in Spanien und Frankreich übernehmen, hatten die Bremer schon im Januar angekündigt.

Nachdem der Kurs die Marke von 20 Euro halten konnte, dürfte sich der Kurs in der mittelfristigen Aufwärtsbewegung halten. Charttechnisch kommt der Titel wieder bei 25 Euro in einen kritischen Bereich: Sollte es CTS Eventim gelingen, diese Marke zu überwinden, hätte der Titel gute Chancen, den längerfristigen Abwärtstrend dauerhaft zu durchbrechen.

Donnerstag, 28. August 2008

Top Indexfonds

Der Indexfonds auf den MSCI Europe Materials bildet den von Morgan Stanley berechneten Index für europäische Grundstoffe nach, dem Branchenindex, der am stärksten von den hohen Rohstoffpreisen profitiert hat. Schwergewicht mit einem Anteil von 12 Prozent sind die Aktien der britisch-australischen Bergbaugesellschaft Rio Tinto. Die Minengesellschaft betreibt Anlagen zur Förderung von Eisenerz, Kohle, Aluminiumerz, Uran, Gold, Kupfer, Diamanten und mehr. Die steigenden Rohstoffpreise haben die Erträge der Gesellschaft fortgesetzt kräftig steigen lassen. Der Aktienkurs hat sich seit dem Sommer mehr als verdoppelt. Dazu beigetragen hat auch das Übernahmeangebot durch den Konkurrenten BHP Billiton, ebenfalls eine britisch-australische Minengesellschaft mit ähnlichen Geschäftsfeldern, die gleichsam ein hohes Gewicht in den Grundstofffonds aufweist.

Minen-, Stahl- und Agrarwerte

Weitere Schwergewichte im Morgan- Stanley-Index sind die britisch-südafrikanische Minengesellschaft Anglo American und der Stahlkonzern Arcelor Mittal. Die Aktien dieser Unternehmen haben allesamt trotz der Kreditkrise an Wert gewonnen. Auf den Plätzen 5 und 6 folgen Chemiekonzerne wie BASF und Bayer und auf Rang acht der Schweizer Pflanzenschutz- und Saatgutspezialist Syngenta. Auch der auf Platz zwei unserer Fondsrangliste notierte ABN Amro Materials-Fonds setzt im Wesentlichen auf die großen Bergbauunternehmen der Welt, hält aber auch den amerikanischen Saatgutspezialisten Monsanto und den kanadischen Düngemittelspezialisten Potash Corporation of Saskatchewan übergewichtet im Fonds.

Mischfonds - aber wie

u den Mischfonds, die trotz der angespannten Marktlage ihren Anlegern in diesem Jahr einen Gewinn bescherten, zählt der M&W Privat. Im ersten Halbjahr stieg der Wert der Anteile um 6 Prozent. Zusammengestellt wird das Portfolio vom unabhängigen Hamburger Vermögensverwalter Mack & Weise. Die Fondsmanager können dabei über das klassische Repertoire aus Aktien, Anleihen und Bargeld hinausgehen. Weil für den M&W Privat die erst seit gut vier Jahren mögliche Rechtsform eines sogenannten Superfonds gewählt wurde, steht ihnen noch das ganze Spektrum an Derivaten und Rohstoffen offen. Sie können beispielsweise auch wie ein Dachfonds Fondsanteile kaufen.

Manche können ihre skeptische Marktsicht voll ausleben

Mit dieser Aufstellung ist es ihnen möglich, ihre skeptische Marktsicht voll auszuleben. Eine der größten Positionen im Portfolio ist ein börsengehandelter Indexfonds, dessen Wert steigt, wenn der Dax fällt (Short-Dax). Trotz seines jüngsten Erfolgs kann dieser Fonds in unserer Rangliste allerdings noch nicht auftauchen, weil er erst eine Historie von anderthalb Jahren aufweisen kann. Um berücksichtigt zu werden, sind mindestens drei Jahre nötig.

Pictet

Auf den ersten Blick ungewöhnlich ist das Vordringen des Branchenfonds Pictet Biotech in unsere Rangliste von Aktienfonds mit stabiler Wertentwicklung. Gerade die Spezialisten für Biotechnologieaktien stehen in dem Ruf, den Launen der Märkte in besonderem Maße ausgeliefert zu sein.

Das hat sich aber offenbar seit der Jahrtausendbaisse etwas geändert. So zeigt beispielsweise ein Blick auf die Schwankungsbreite des Pictet-Biotech-Fondspreises um seinen Mittelwert über die vergangenen drei Jahre, dass Rohstofffonds wie der I-Shares DJ Stoxx 600 Basic Resources oder Schwellenmarktfonds wie der HSBC Bric Freestyle ihren Anlegern durchaus mehr Nerven abverlangen.

Getrieben von einigen Übernahmeangeboten, erfolgreichen klinischen Tests und guten Zwischenergebnissen, konnte sich das Marktsegment der Biotechnologieaktien seit Jahresbeginn dem Abwärtstrend an den Börsen entziehen.

Platin ?

Der Preisverfall am Platinmarkt wird nun damit begründet, dass die physische Nachfrage wegen der zunehmenden konjunkturellen Schwierigkeiten vor allem in der Automobilindustrie spürbar sinken könnte. Zudem gelange immer mehr Platin im Zuge der Rückgewinnung aus verschrotteten Katalysatoren auf den Markt (Recycling). Nicht zuletzt wird darauf verwiesen, dass börsengehandelte Platinfonds (ETF) im Zuge der Baisse beträchtliche physische Mengen des Edelmetalls verkauft haben. Dem binnen kurzer Zeit aufgekommenen starken Angebot stand zunächst offenkundig eine zu geringe Nachfrage der Verarbeiter gegenüber, um den Preisverfall früher aufhalten zu können.

Dabei könnte auch eine Rolle gespielt haben, dass sich der Sommer an den Metall- und den Edelmetallmärkten häufig durch Abwesenheit industrieller Käufer auszeichnet. Händler berichten, inzwischen belebe sich das physische Geschäft jedoch wieder, und es sei deutlich zu erkennen, dass die verarbeitende Industrie zum Aufbau von Vorräten neige. Wegen der in ihren Ursachen nicht beseitigten Knappheit an Platin sei abzusehen, dass sein Preis wieder deutlich anziehe.

Dienstag, 26. August 2008

Steuersignal stärkt Aktienkurse - wann kommt es ?

Dass nach drei Jahren kräftigen Aufschwungs das Investitionswachstum nun nachlässt, ist dem normalen Konjunkturzyklus geschuldet. Sorgen bereitet die hartnäckige Schwäche des Konsums, der seit drei Quartalen real gesunken ist. Mittelfristig könnte der doch deutlich gesunkene Ölpreis die Teuerungsrate wieder dämpfen und die Konsumlaune etwas stärken. Um die Zuversicht der Verbraucher zu heben, wäre aber auch ein Signal der Politik für eine steuerliche Entlastung angebracht.

Montag, 25. August 2008

Commodities Index

http://etf.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=14333589&SEARCH_VALUE=A0JK68

Sonntag, 24. August 2008

Rosenbauer

ien - Der börsenotierte Feuerwehrausüster Rosenbauer International AG hat im ersten Halbjahr 2008 den Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 8,8 auf 18,1 Mio. Euro mehr als verdoppelt. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) stieg um 151 Prozent auf 15,3 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse hätten sich um 21 Prozent auf 215,7 Mio. Euro erhöht, teilte das oberösterreichische Unternehmen heute, Freitag, im Vorfeld der Halbjahrespressekonferenz in Wien mit.
Für das Gesamtjahr 2008 geht Rosenbauer von einem in Summe weiterhin stabilen Weltfeuerwehrmarkt aus, wobei einzelne Regionen stärkeren Schwankungen unterworfen sein werden. Konzernumsatz und EBIT sollen im Jahresabstand um rund 15 Prozent zulegen, erwartet das Management. Der Konzernumsatz soll erstmals die 500-Millionen-Euro-Schwelle überschreiten.

sulzer

reitag den Handel in der Aktie von Sulzer, nachdem der Schweizer Maschinenbaukonzern seine Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt hatte. Die Aktie tendierte an der Frankfurter Börse 0,4 Prozent leichter bei 75,38 Euro.

Dabei hatte das Unternehmen starke Zahlen präsentiert: Alle wichtige Kennziffern verzeichneten kräftige Wachstumsraten - Umsatz, Auftragseingang, Betriebsergebnis und der Nettogewinn. Dabei beklagten die Schweizer „erhebliche negative Währungseffekte“. Dennoch stieg die Umsatzrendite auf 12,9 Prozent.

Prognose bekräftigt

Zudem bekräftigte die Unternehmensführung seine Prognose: „Der Ausblick für das Gesamtjahr 2008 bleibt positiv“, hieß es in der Mitteilung. „Und es wird im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung von Umsatz und Betriebsergebnis erwartet.“ Die Umsatzrendite solle auf mehr als 12 Prozent gesteigert und die Rendite des Betriebsvermögens von gut 20 Prozent auf mehr als 25 Prozent erhöht werden.

Boskalis

22. August 2008 Nach satten Kursgewinnen in den Jahren 2004 bis 2007 von bis zu knapp 600 Prozent hält sich die Aktie des niederländischen Bau- & Infrastrukturunternehmens Koninklijke Boskalis Westminster trotz aller Wirren der Finanzmärkte auf hohem Niveau.

Mit einem Kurs von 69,65 Euro liegt sie am Freitag nach zwischenzeitlichen Kursrückschlägen gerade einmal 7,7 Prozent unter dem noch Anfang November des vergangenen Jahres erreichten Allzeithoch. In den vergangenen drei Tagen ging der Kurs kräftig nach oben, alleine am Donnerstag um 8,61 Prozent.

Samstag, 23. August 2008

Rosenbauer

Für das Gesamtjahr 2008 geht Rosenbauer von einem in Summe weiterhin stabilen Weltfeuerwehrmarkt aus, wobei einzelne Regionen stärkeren Schwankungen unterworfen sein werden. Konzernumsatz und EBIT sollen im Jahresabstand um rund 15 Prozent zulegen, erwartet das Management. Der Konzernumsatz soll erstmals die 500-Millionen-Euro-Schwelle überschreiten.

In den ersten sechs Monaten verbesserte sich die EBIT-Marge von 4,9 Prozent auf 8,4 Prozent, was vor allem auf positive Effekte aus der hohen Auslastung und die damit erreichte Fixkostendegression zurückzuführen sei. Dazu hätten im ersten Halbjahr besonders hochspannige Aufträge aus dem internationalen Exportgeschäft abgewickelt werden können.

Freitag, 22. August 2008

Öl & Gold

Mit einem satten Sprung um beinahe sechs Dollar stoppte der Ölpreis die Talfahrt der letzten Wochen. Ein schwächerer Dollar sowie anhaltende Spannungen zwischen den USA und Russland sorgten für einen wahren Kaufrausch an den Rohstoffmärkten.

Öl der US-Sorte Light Sweet Crude legte um 5,62 Dollar oder 4,9 Prozent auf 121,18 Dollar zu. Dies ist der höchste Stand seit dem 4. August.
Banksektor, Dollar und USA-Russland-Krise
Experten verwiesen auf die anhaltenden Unsicherheiten im Banksektor, die Kursverluste des Dollars nach den zuletzt starken Gewinnen sowie auf eine Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und den USA infolge der Kaukakus-Krise sowie des US-Raketenschutzschildes in Polen.

Donnerstag, 21. August 2008

"Städtische" steigert Gewinn

Die Vienna Insurance Group (VIG), vormals Wiener Städtische, hat im ersten Halbjahr den Vorsteuergewinn im Konzern um rund ein Drittel gesteigert.

Er wuchs um 33,9 Prozent auf 288,34 Mio. Euro, gab die Wiener Städtische am Donnerstag bekannt. Im Gesamtjahr will die VIG den Gewinn vor Steuern (nach IFRS) nach früheren Angaben wie berichtet auf rund 540 Mio. Euro steigern (bis 2011 auf 1,05 Mrd. Euro), nach 437 Mio. Euro im Vorjahr. Das Netto-Konzernergebnis betrug 207,74 Mio. Euro, ein Zuwachs von 29,3 Prozent.

$ - Ralley - only short term

ch glaube nicht, dass die Rally des Dollar lange dauern wird.

Die Verbesserung der amerikanischen Leistungsbilanzdefizits zählt nicht?

Die Leistungsbilanz verbessert sich meistens in einer sich abschwächenden Wirtschaft, weil die Importe zurückgehen. Um dem Dollar wirklich zu helfen, muss es eine Steigerung der lokalen Investitionen geben - und die sehen wir nicht. Sie - und damit das Wachstum - werden gebremst durch die Schwäche der Finanzinstitute, die die Kreditvergabe deutlich eingeschränkt haben, obwohl die Zentralbank unheimlich viel Liquidität in den Markt gegeben hat.

Machen sich die Marktteilnehmer Illusionen über den Rückgang der Inflationsraten?

Ich fürchte, wir stehen erst am Anfang der inflationären Entwicklung. Sobald sich die globale Wirtschaft stabilisiert, werden die Produzenten ihre höheren Kosten weiterleiten können. Spätestens dann wird die Inflation offen ausbrechen. In diesem Umfeld werden sich Edelmetalle gut entwickeln, während der Dollar schwach bleiben wird. Nicht umsonst sind Goldmünzen inzwischen knapp geworden.

Mittwoch, 20. August 2008

HP - große Erwartungen - mit ?

Auch wenn sich HP im abgelaufenen Quartal gut behauptet hat, muss man die weitere Entwicklung erst einmal abwarten. Mit prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnissen von 12,6 für das laufende und 11,25 für das kommende Geschäftsjahr ist die Aktie indes nicht teuer, so dass die Notierung durchaus eine etwas schwächere Gewinnentwicklung vertragen kann.

Die jüngste charttechnische Entwicklung ist dagegen ambivalent. Die Erholung nach dem Angriff auf das Jahrestief im Juli brach im August wieder ab und könnte erst bei Kursen über 46 Dollar als wieder aufgenommen betrachtet werden. Bis 49,20 Dollar sind dann starke Widerstände zu überwinden, bevor die Sieben-Jahres-Höchststände vom Ende des Jahres 2007 wieder in erreichbare Nähe rücken.

Kann HP die Prognosen einhalten, wäre die Aktie aber auch bei diesen Kursen nicht überbewertet. Angesichts der eher instabilen Marktlage, den noch ungewissen Auswirkungen des EDS-Kaufs und der wenig günstigen charttechnischen Voraussetzungen ist mit einer raschen Erholung oder neuen Höchstständen eher weniger zu rechnen.

China mit Fragezeichen

Die Aussichten für eine Renaissance der China-Aktien sind schlecht. Bei vielen Anlegern gelten diese Titel als verbrannt, so dass selbst gute Nachrichten nun kaum noch wahr genommen werden. Den Aktionären bleibt nur, sich hoffnungsvoll an chinesische Weisheit zu halten. Konfuzius sagte: „Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen.“

Dienstag, 19. August 2008

Kein Ende der Finanzkrise

ie internationale Kreditkrise wird nach Einschätzung der US-Investmentbank Morgan Stanley deutlich über dieses Jahr hinaus andauern. Wahrscheinlich werde sie erst „zwischen dem nächsten Jahr und 2010“ beendet sein, sagte Konzern-Vizechef Walid Chammah dem „Handelsblatt“ vom Montag. Chammah erwartet zudem weitere Bankenzusammenbrüche infolge der Krise: „Wir werden wohl mehr Pleiten von kleinen US-Regionalbanken sehen, die sich auf das Hypothekengeschäft konzentriert haben.“

Sonntag, 17. August 2008

Fair Value

Devisenkurse bewegen sich in sehr langfristigen Trends. Regelmäßig kommt es dabei zu Übertreibungen – in die eine oder andere Richtung. Um ermessen zu können, wie stark die Über- oder Unterbewertung ist, berechnen Ökonomen einen fairen Wert, einen Kurs der den ökonomischen Fakten entspräche.
Überbewertet
Über die vergangenen Jahre errechneten Experten regelmäßig einen fairen Wert von 1,15 bis 1,20 Dollar je Euro. Vor diesem Hintergrund wäre die europäische Währung seit Jahren massiv überbewertet.
Fragliche Basis
Zuletzt stellten einige Ökonomen die Berechnung jedoch in Frage. Sie basiere rein auf Zahlen aus der Vergangenheit und berücksichtige nicht die gewachsene internationale Bedeutung des Euro. Sie gehen daher davon aus, dass der faire Wert höher liegt, bei 1,30 bis 1,40 Dollar.

Donnerstag, 14. August 2008

No recession in Europe

Separately, Eurostat said that July inflation was still high but better than anticipated, posting a figure of 4 percent -- the same as June -- that it revised downward from a record high of 4.1 percent.

The rate was driven by higher prices for package holidays, housing services and transport fuel, it said.

High inflation is the euro economy's biggest problem as it eats into household spending -- the main engine of growth -- and hikes costs for companies and exporters.

Workers, facing higher prices at the gas pump and grocery store, are demanding more pay in the face of European Central Bank concerns that this would fuel an inflation spiral.

The ECB has reason to worry. Stripping out soaring fuel and food prices, underlying inflation is running worryingly high at 2.6 percent -- above the ECB's recommended guideline of just under 2 percent.

The bank in June hiked interest rates from 4 percent to 4.25 percent to try to cool inflation even though this risks slowing growth by increasing the cost of borrowing money in a tight credit market still suffering from the subprime banking crisis.

The 27-nation European Union also saw growth fall by 0.1 percent from the previous quarter, up just 1.7 percent from a year ago.

Only one EU country is now in recession: the previously fast-growing Baltic economy of Estonia. Growth was minus 0.9 percent in the second quarter and down 0.5 percent in the first.

Denmark also risks recession.

Abwärtsrikiken

Insgesamt überwiegen die Abwärtsrisiken", hieß es im letzten EZB-Monatsbericht. Zu schaffen macht Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen die hohe Teuerungsrate, die im Juli in der Euro-Zone bei 4,0 Prozent und damit auf Rekordniveau lag.

Trübe Stimmung in Deutschland
Besonders eingetrübt hatte sich die Stimmung in den letzten Monaten in Deutschland, wo die aktuellen BIP-Zahlen dem Pessimismus recht geben.

Zum Angstszenario einer Rezession (ein Schrumpfen des BIP in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen, Anm.) sollte es allerdings nicht kommen, zeigte sich am Donnerstag zumindest der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, überzeugt. "Es geht wieder bergauf, wir kommen nicht in eine Rezession", so Zimmermann. "Wir haben jetzt eine Art Zwischenhalt."

Status - 14. Aug. 2008

Auch der wieder nachgebende Ölpreis sorgt für gute Stimmung. Anleger zeigen sich aufgrund überraschend schlechter Konjunkturdaten dennoch weiter vorsichtig. Eine Rekord-Inflationsrate sowie eine unerwartet hohe Zahl von Arbeitslosmeldungen ließen Befürchtungen vor schwachen Unternehmenszahlen in der Zukunft aufkommen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte steigt bis zum New Yorker Mittagshandel um 0,8 Prozent auf 11.624 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewinnt 0,5 Prozent auf 1291 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legt um 0,8 Prozent auf 2447 Punkte zu.

Von der Konjunkturflaute profitierte der Einzelhandelsriese Wal-Mart, der seinen Nettogewinn im vergangenen Quartal um 17 Prozent steigern konnte: Klamme Kassen treiben immer mehr amerikanischen Bürger in seine vergleichsweise preiswerten Geschäfte. Die Wal-Mart-Aktie steigt um knapp 0,2 Prozent. Eine vorsichtige Prognose für das laufende Quartal trübte die Nachricht vom Quartalsgewinn.

Raus aus den Finanzwerten, rein in die Finanzwerte

Finanzwerte sind nach ihren Verlusten vom Wochenbeginn wieder gefragt. Vor allem Citigroup und Bank of America verzeichnen Kursgewinne. Die Papiere von Citigroup verteuern sich um 2,1 Prozent, die der Bank of America um rund 3,9 Prozent.

Händler warten aber gespannt auf Nachrichten von Lehman Brothers. Die Investmentbank könnte nach Analystenmeinung im dritten Quartal einen Verlust einfahren. Auch von Merrill Lynch befürchteten Händler schlechte Neuigkeiten: Die größte amerikanische Investmentbank könnte erstmals seit 37 Jahren eine Dividendenkürzung bekanntgeben. Auch Technologietitel sind gefragt. Die Papiere von Research in Motion legen rund 2,4 Prozent zu.

Dienstag, 12. August 2008

Abschwung ?

Auch wenn es sich alle wünschen: Es ist klar, dass die Krise nicht an der Weltkonjunktur vorübergeht. Auch nicht an der deutschen. Der fallende Ölpreis ist das erste Zeichen, dass die Wirtschaft bereits lahmt. In der Folge werden auch die Unternehmensgewinne schrumpfen. Zudem glauben viele, dass der Rückgang bei den Rohstoffpreisen nur eine kurze Korrektur ist. Auf Dauer werden Öl und Energie immer teurer. Das belastet die Wirtschaft dann weiter. Kai Carstensen, Leiter der Konjunkturabteilung des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo, drückt es bewusst nicht mit der Greenspan-Dramatik aus, prognostiziert aber: „Deutschland steht ein größerer Abschwung bevor.“ Die Auslandsaufträge brechen bereits weg.

Dass die Börsen trotzdem so ruhig bleiben, macht Experten daher eher nachdenklich: „Wenn das, was die Leute machen, und die Fundamentaldaten nicht zusammenpassen, dann läuft da etwas schief“, befürchtet Kapitalmarktanalyst Goldberg, „an der These der Jahrhundertkrise ist schon was dran. Aber noch überlagert die Psychologie viele Fakten.“ Fundamentalanalyst Mattern kann das sogar in Zahlen ausdrücken: Er hat aus vielen Indikatoren einen „Panikindex“ errechnet und ermittelt: Immer wenn an der Börse die Gelassenheit groß war, folgte bald ein heftiger Kurssturz. Was heute schon billig ist, könnte also morgen noch viel billiger sein.

Montag, 11. August 2008

Weak US-centered Funds

Das spricht nicht unbedingt für die Chancen von Aktienfonds, die in dem Land anlegen. Allzumal es vor allem die Währungsseite ist, die den Investmentvehikel in der Vergangenheit Kummer machte. Von 307 Fonds schlossen lediglich 38 in Fondswährung über fünf Jahre mit einem Minus ab. In Euro war es fast die Hälfte. Über ein Jahr konnten gar nur rund fünf Prozent in Fondswährung und drei Prozent in Euro ein Plus verbuchen.

Konstant zu den Besten gehörten die Fonds der irischen Tochter der amerikanischen Fondsgesellschaft Janus (Isin IE0009531827), zu deren größten Positionen zuletzt das Biotech-Unternehmen Gilead, aber auch der Düngemittel-Hersteller Potash Corporation of Sasketchewan gehörte.

Samstag, 9. August 2008

Artner - Erste B. Prognose YE

Wir bleiben damit eindeutig bei unseren Topempfehlungen aus dem Banken- und Versicherungsbereich (Raiffeisen Int., Vienna Insurance Group). Wir glauben, dass diese Werte nicht mehr lange so günstig wie jetzt zu haben sein werden und raten hier jetzt nochmals zum (Zu-)Kauf, falls man noch nicht oder nicht ausreichend investiert ist. Diese Werte - zusammen mit den defensiven Werten wie Österr. Post
und EVN oder auch einer OMV-Aktie - sollten den ATX gegen Jahresende in Richtung unseres ATX-Kursziels von 4.250 Punkten tragen.

Freitag, 8. August 2008

Speculating on "Green"

There are a growing number of exchange-traded funds (ETFs) that track various alternative energy indices. This means that rather than risking your money on one particular technology, you can hedge your bets on the performance of the entire index, making you less vulnerable to sudden shifts in the market.

When it comes to specific stocks, Nasdeo sees opportunities in the solar, biodiesel and wind sectors. He also sees cellulosic ethanol as a strong technology for the future. "The information we're getting in now is that if the markets correct themselves we may see some selling off of cellulosic ethanol IPOs (initial public offerings) mid to late next year, which would obviously bring the spotlight back to the biofuel market, and that's a positive," Nasdeo told CNN.

Wind energy has attracted the most investment in recent years and has proved reasonably resilient to the credit crunch.

Solar energy has been the victim of its own success, growing at an annual rate of 254% between 2004 and 2008 according to NEF, creating a mini bubble that was bound to burst.

Solar shares fell some 32% on the NEX in the first quarter of the year and have suffered again in recent weeks, a drop that Prideaux blames on proposals in Germany and Spain to cut generous feed-in tariffs that oblige utilities to buy renewable electricity at above market prices.

However, Prideaux added that "dramatic growth in the solar market is expected in Italy, France and Greece. Also, high profile acquisitions within the solar power value chain by large non-solar buyers -- Germany's Bosch and France's Schneider Electric are key examples -- have bolstered sentiment in [solar] shares."

Solar subsidies in the U.S. are also in doubt. A bipartisan group of 10 senators is currently pushing a compromise deal to renew the U.S. Investment Tax Credit. This would continue a subsidy to renewable energy that currently allows investors in solar projects to claim 30% off their investment tax bill.

The issue, which could be crucial to the development of the solar sector in the U.S., may not be resolved until there is a new administration in the White House.

Oil tumbles, who wins ?

Companies whose profits are directly impacted by fuel prices led the charge, including truckers, railroads and airlines. The Dow Jones Transportation (DJTA) average gained 4%.

But gains were broad based, with all 30 of the Dow's components rising, including McDonald's (MCD, Fortune 500). The fast-food company said Friday that same-store sales jumped 8% worldwide. (Full story.)

Other big gainers included Boeing (BA, Fortune 500), Citigroup (C, Fortune 500), DuPont (DD, Fortune 500) and Home Depot (HD, Fortune 500).

Home Depot was among many consumer names rallying on hopes that less money spent on fuel will mean more money spent on other things. Lowe's (LOW, Fortune 500) and Best Buy (BBY, Fortune 500) rose, too.

Market breadth was positive. On the New York Stock Exchange, winners topped losers 3 to 1 on volume of 1.25 billion shares. On the Nasdaq, advancers topped decliners by more than 2 to 1 on volume of 2.23 billion shares.

DWS invest PLUS LC

Direkt auf der Demarkationslinie unserer Rangliste liegen die „BRIC“-Fonds, deren Länderauswahl Brasilien, Russland, Indien und China umfasst. Während die beiden zuerst genannten Aktienmärkte eher auf der Gewinnerseite stehen, fallen die beiden asiatischen Schwellenmärkte hingegen ab.

Kein Wunder also, dass von den BRIC-Aktienfonds diejenigen am erfolgreichsten sind, die besonders viele russische und brasilianische Titel im Portfolio haben. „Wir haben schon seit einigen Monaten ein Übergewicht in Brasilien, und dort vor allem in Rohstoffwerten“, sagt Thomas Gerhardt, der für den globalen Schwellenländerfonds DWS Ínvest Plus LC verantwortlich ist. Mit weiteren Investitionen in chinesische und indische Titel wolle er zunächst einmal warten.

Now stocks ?

In den USA ist die Aktion mit den Steuerschecks ausgelaufen. Der Konsum erhält keine weiteren Impulse. Die Immobilien- und die Finanzkrise halten aber an. Einige Banken beginnen, die Konsumentenkredite zu kürzen. Die einzige stabile Wachstumsstütze ist der Außenbeitrag, also die wachsenden Exporte und die rückläufigen Importe. Ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts in einem oder mehreren der folgen Quartale ist nicht mehr ausgeschlossen.

- In Japan spricht man schon offiziell von Rezession. Das Wachstum soll in den nächsten drei Quartalen nur noch 0,1% betragen (was schnell auch in ein Minus umschlagen kann). Die Regierung legt ein Konjunkturprogramm mit höheren Ausgaben auf.

- In China mehren sich die Zeichen für eine weitere Abschwächung nach den olympischen Spielen. Das langsamere Wachstum des zweiten Quartals (immer noch 10,1%) liegt an nachlassenden Exporten. Hinzu kommt die Inflation (7,1%), die auch dort an der Kaufkraft zehrt.

Das sieht nicht nach einem Ende des Aufschwungs aus. Das ist ein Abschwung. Die schwachen Entwicklungen in den einzelnen Regionen der Welt schaukeln sich gegenseitig hoch. Jeder importiert die Probleme des anderen. Die Volumina des internationalen Frachtverkehrs – erfahrungsgemäß ein verlässlicher Indikator für die weitere Konjunktur – gehen zurück. Die Industrieländer haben schon weniger für das Weihnachtsgeschäft geordert.

Was noch mehr beunruhigt ist die Tatsache, dass zurzeit keine verlässlichen Gegenkräfte gegen eine Fortsetzung des Abschwungs erkennbar sind. Alle hoffen auf den Export. Es geht aber schon rein logisch nicht, dass alle mehr exportieren, wenn nicht irgendjemanden auch mehr einführt. Hoffnungen werden auch auf die Rohstoffpreise gesetzt. Sie haben sich in den letzten Wochen deutlich verringert. Das stärkt die Kaufkraft der Verbraucher und entlastet die Unternehmen. Andererseits geben die Konsumenten das an der Tankstelle gesparte Geld nicht so schnell für anderes aus, wenn sie generell verunsichert sind. Zudem führen niedrigere Ölpreise auch dazu, dass die Rohstoffexporteure weniger im Ausland kaufen. Das fehlt dann bei den Ausfuhren.

Positiv kann sich der Lagerzyklus auswirken. Hilfreich ist auch, dass die Unternehmen aus Wettbewerbsgründen weiter investieren müssen, unter anderem in den Ausbau der Computernetze für immer größere Datenmengen. Auch von der Fiskalpolitik werden über die so genannten automatischen Stabilisatoren Entlastungen ausgehen (rückläufige Steuereinnahmen bei tendenziell steigenden Ausgaben). Wenn die Wirtschaft noch weiter abstürzt, wird es auch neue Konjunkturprogramme geben. (In Deutschland sind im nächsten Jahr Wahlen.) Von den Zentralbanken ist dagegen angesichts der nach wie vor hohen Inflation keine schnelle Entlastung zu erwarten. Die Federal Reserve hat nach ihrer Zinssitzung von dieser Woche deutlich gemacht, dass sie nicht an weitere Lockerungen denkt. Richard Fisher von der Federal Reserve in Dallas hat sogar für eine Zinserhöhung gestimmt. Südkorea hat diese Woche die Zinsen erhöht.

Es gibt also Gegenkräfte, die einen Abschwung aufhalten oder zumindest bremsen können. So richtig überzeugend und stark sind sie aber nicht. Immerhin hält die Immobilienkrise hält. Die Banken leiden nach wie vor unter hohen Abschreibungen. Die Ölpreise sind auch bei dem jetzigen Niveau noch hoch (zu Jahresbeginn lagen sie bei 100 Dollar je Barrel). Der Dollar ist gemessen an den Fundamentalfaktoren zu schwach. Die Unsicherheit bei Verbrauchern und Unternehmen ist groß und wird noch steigen, wenn die Arbeitslosigkeit zunimmt.

Das ist beunruhigend. Ob es – wie der frühere US-Notenbankpräsident Alan Greenspan dieser Tag e schrieb – eine „Jahrhundert-Krise“ wird, kann man heute noch nicht sagen. Ich persönlich glaube es nicht. Nach einer solchen Häufung von schlechten Meldungen (vor allem in der nachrichtenarmen Sommerzeit) wird es auch wieder bessere geben. Eine Rezession auch in Staaten Europas schließe ich aber nicht mehr aus.

Für den Anleger: Das sind keine guten Nachrichten für die Unternehmensgewinne und damit auch nicht für den Aktienmarkt. Andererseits wird sich die schlechtere Konjunktur positiv auf Inflation auswirken und die Zinsen drücken. Das hilft. Zudem sind die Aktienkurse bei einer Reihe von Unternehmen inzwischen so attraktiv, dass internationale Investoren wieder ans Kaufen denken (und betroffene Übernahmekandidaten an mögliche Abwehrstrategien).

Oil Price Cycles

Allerdings hat es in dem seit dem Jahr 2002 dauernden Preisaufschwung auf dem Ölmarkt immer wieder Korrekturen gegeben. So betrug die Preiskorrektur im Jahr 2003 angesichts des Irak-Krieges 33,5 Prozent, die Korrektur im Herbst 2004 belief sich auf 29,7 Prozent, Hurrikan Katrina löste eine Korrektur um 20,9 Prozent aus, und Israels Militärschlag gegen den Libanon im Jahr 2006 versetzte dem Ölpreis einen Dämpfer von 28,7 Prozent.

Demgegenüber ist die derzeitige Korrektur also moderat und kurz, denn sie dauert erst seit 25 Tagen an. Die früheren Preiskorrekturen haben 50 bis 80 Tage in Anspruch genommen. Die jetzige Korrektur könnte sich also noch etwas fortsetzen. Da die Nachfrage der OECD-Länder aber nur 56 Prozent der globalen Ölnachfrage ausmacht, müsste das Nachfragewachstum der Schwellenländer praktisch kollabieren, um die Nachfrage deutlich und damit den Ölpreis nachhaltig zu dämpfen.

Stieglitz on Neoliberalism

Schwer zu erkennen sind jedoch derartige Vorteile im Hinblick auf die massive Fehlallokation von Ressourcen im Immobilienbereich. Millionen von US-Familien hat die Hypothekenkrise dazu gezwungen, ihre Häuser zu verlassen. Mancherorts ist die Regierung eingesprungen, anderswo greift die Plage weiter um sich. Natürlich nutzte die Immobilienblase kurzfristig manchen Amerikanern, die für eine Weile das Leben in einem größeren Heim genossen, als sie es sich sonst hätten leisten können. Aber zu welchem Preis. Millionen verlieren mit ihren Häusern zugleich ihre Lebensersparnisse. Und die Zwangsversteigerungen haben zu einer weltweiten Abschwung geführt. Über die weiteren Aussichten herrscht zunehmend Einigkeit: Dieser Abschwung wird anhalten und er wird weite Kreise ziehen.

Ebenso wenig haben uns die Märkte auf rasant steigende Öl- und Lebensmittelpreise vorbereitet. Natürlich ist keiner dieser Sektoren ein Beispiel für freie Marktwirtschaft, aber genau das ist Teil des Problems: Die Rhetorik vom freien Markt wird selektiv angewandt - hervorgehoben, wenn sie speziellen Interessen dient, und verworfen, wenn dies nicht der Fall ist.

Die Mischung aus rhetorischem Einsatz für freie Märkte bei gleichzeitigen staatlichen Interventionen hat sich besonders für die Entwicklungsländer negativ ausgewirkt. Ihnen legte man nahe, Interventionen im Bereich Landwirtschaft zu unterlassen. Dadurch wurden die Bauern dieser Länder der verheerenden Konkurrenz der USA und Europas ausgesetzt. Sie wären in der Lage gewesen, im Wettbewerb mit amerikanischen und europäischen Landwirten zu bestehen - aber nicht im Wettbewerb mit den Subventionen in den USA und der EU. So verwundert es nicht, dass die Agrarinvestitionen in den Entwicklungsländern zurückgingen und sich die Nahrungsmittellücke vergrößerte.

Donnerstag, 7. August 2008

Rohstoffe , Öl 2009

Die Deutsche Bank erwartet deshalb, dass WTI-Öl Anfang 2009 nur noch rund 100 Dollar je Barrel kosten wird. Die Deka-Bank stellt eine ähnliche Prognose. Ihre Fachleute stellen heraus, dass die Spekulanten Mitte Juli ihre Strategie geändert hätten: In der Woche zum 22. Juli hätten sie erstmals seit Februar mehrheitlich nicht auf einen steigenden, sondern auf einen fallenden Ölpreis gesetzt. Ähnlich ist die Stimmung auch an einigen Märkten für Metalle umgeschlagen. So ist Aluminium seit Mitte Juli um 13 Prozent billiger geworden, Nickel seit Beginn des Halbjahres um 20 Prozent.

WAs ist noch solide ?

Wirtschaft

Deutsche Rohstahlproduktion im Juli deutlich gefallen

Die deutschen Hüttenwerke haben im Juli 2,37 Millionen t Roheisen und 3,77 Millionen t Rohstahl erzeugt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts (Destatis) vom Donnerstag wurden damit 10,2 Prozent weniger Roheisen und 5,7 Prozent weniger Rohstahl
produziert als im Vorjahresmonat. In den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres wurden somit 17,65 Millionen t Roheisen und 28,18 Millionen t Rohstahl hergestellt. Verglichen mit dem Vorjahreszeitraum entspricht dies einem Minus von 2,5 Prozent bei der Roheisenproduktion und einem Rückgang von 1,3 Prozent bei der Rohstahlproduktion.

Im früheren Bundesgebiet sank die Produktion von Rohstahl im Juli gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,8 Prozent auf 3,14 Millionen t. In den ersten sieben Monaten nahm sie um 2,3 Prozent auf 23,80 Millionen t ab. In den Neuen Bundesländern und Berlin erhöhte sich die Erzeugung von Rohstahl im Juli verglichen mit dem Vorjahresmonat hingegen um 13,9 Prozent auf 0,63 Millionen t. Von Januar bis Juli lag sie mit 4,38 Millionen t um 4,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraums. (Dow Jones)

Maschinenbau sieht keinen Grund für Konjunktur-Pessimismus

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbaus (VDMA) sieht trotz der im Juni erneut rückläufigen Auftragseingänge der deutschen Industrie keinen Grund für Pessimismus. „Strukturell stehen der deutsche Maschinenbau und weite Teile der Industrie gut da“, sagte der Chefvolkswirt des Verbandes, Ralph Wiechers, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). Nach bis zu fünf Jahren Wachstum sei die sich abzeichnende Abschwächung vor allem zyklisch begründet, wobei dieser Trend durch die Finanzmarktkrise forciert werde. Der VDMA rechnet im gesamten Jahr damit, dass die Produktion im Maschinenbau trotz der nachlassenden Dynamik um fünf Prozent auf einen Rekordwert steigen wird.

„2009 wird das entscheidende Jahr, dann werden wir sehen, wie krisenfest die hiesigen Unternehmen wirklich sind“, sagte der VDMA-Chefvolkswirt an. Er sei zuversichtlich, dass die deutschen Maschinenbauunternehmen die Belastungen wie eine sich abschwächende Weltkonjunktur, zunehmende Inflation, den schwachen Dollar und die Finanzmarktkrise souverän meistern. Die guten zurückliegenden Jahre hätten die Unternehmen nicht dazu veranlasst, unvorsichtig und allzu euphorisch zu agieren. „Sie haben die aufgebauten Kapazitäten solide finanziert und weiterhin viel Wert auf flexible Strukturen gelegt, indem sie beispielsweise Leiharbeiter einstellten. Das hilft ihnen jetzt, wettbewerbsfähig zu bleiben“, sagte Wiechers.

Montag, 4. August 2008

Facotr influencing Oil Risk

Jüngst wieder aufgeflammte politische Risiken und mögliche Produktionsstörungen
wegen Wirbelstürmen im Golf von Mexiko erhöhen nach Einschätzung der Commerzbank
aktuell den Risikoaufschlag bei Rohöl. So sei insbesondere im Konflikt um das
iranische Atomprogramm eine weitere Verschärfung nicht auszuschließen. Am
Wochenende war die Frist ausgelaufen, innerhalb derer sich der Iran zu seinem
vom Westen kritisierten Atomprogramm äußern sollte. Das Risiko eines
israelischen Militärschlags gegen iranische Atomeinrichtungen sei mit dem
Stillhalten Irans gewachsen, heißt es bei der Commerzbank.

Samstag, 2. August 2008

Ehrhardt on "Taggeld"

Ehrhardt: Ich rate nicht generell von Aktien ab. Auch in der Baisse wird es immer wieder Phasen geben, in denen es aufwärts geht. Nehmen Sie Deutschland: Von März bis Mai kletterte der Dax um mehr als 1000 Punkte, bevor es steil bergab ging. Mit den richtigen Titeln sind auch weiterhin Gewinne möglich. Ich erwarte, dass der Dax bis zum Jahresende nur moderat verliert, etwa fünf Prozent. Zwischendrin geht es munter auf und ab. Es droht ein heißer Herbst.

FOCUS Online: Der richtige Einstiegszeitpunkt ist ein Problem, gerade für private Anleger.

Ehrhardt: Anleihen kommen kaum infrage, die Zinsen sind zu mickrig. Zieht man Steuern und Inflation ab, stehen unterm Strich meist Verluste. Für viele ist Tagesgeld derzeit wahrscheinlich eine sinnvolle Alternative.

Raus aus Aktienfonds !

Ganz unten auf der Vertrauensskala der Privatanleger standen Aktienfonds, aus denen die Investoren unter dem Strich 3,67 Milliarden Euro abzogen – im Mai gab es noch ein Plus von 2,75 Milliarden Euro. Die Abflüsse bei den Rentenfonds beliefen sich auf 2,03 Milliarden Euro (im Mai plus 117,7 Millionen Euro). Bei den Geldmarktfonds überstiegen die Anteilsscheinrückgaben den Erwerb neuer Anteile um 2,4 Milliarden Euro. Im Mai war ein Minus von 515 Millionen Euro verbucht worden.

EFT's - Advantages and Risks

Aus dieser Erkenntnis heraus ist eine neue Sorte von Investmentfonds entstanden, die ohne Manager auskommen, welche mit großem Aufwand nach vielversprechenden Aktien suchen. Sie heißen Indexfonds. Mit ihnen kauft man in kleinen Anteilen alle Aktien, die in einem Börsenindex wie dem Dax, Dow Jones oder Nikkei enthalten sind. Man erwirbt also nicht Einzeltitel, sondern von allem etwas und erreicht damit immer ein durchschnittliches Ergebnis.

Der entscheidende Vorteil solcher Fonds liegt in ihren geringen Kosten. Man kauft sie über die Börse und muss der Bank keinen Ausgabeaufschlag von bis zu fünf Prozent der Anlagesumme zahlen, wie er bei einem normalen Aktienfonds fällig wird. Auch die Verwaltungskosten (teils nur 0,15 Prozent pro Jahr) sind relativ gering.

Die Banken empfehlen diese Fonds, die unter der kryptischen Bezeichnung ETF angeboten werden (das Kürzel steht für Exchange Traded Funds), eher selten; sie können daran wenig verdienen. Wegen der wachsenden Nachfrage nach solchen Anlagen mochten sie sich dieses Geschäft aber auch nicht entgehen lassen. So hat die Deutsche Bank neben ihrer Tochter DWS, die auf herkömmliche Fonds setzt, seit Januar 2007 eine Abteilung für Indexfonds, die unter dem Namen »db x-trackers« verkauft werden.

Profitable Ethics

Nun hat das österreichische Fondsanalysehaus e-fundresearch untersucht, welche Geisteshaltung den besten Profit bringt. Ganz vorne liegen die religionsfreien Ethiker: Der Carnegie Ethical Worldwide Fund konnte auf Sicht der letzten drei Jahre im Jahresdurchschnitt den MSCI-Weltaktienindex um sieben Prozent schlagen, während der katholische Fonds der Union Investment um jährlich 0,2 Prozentpunkte hinter dem Weltaktienindex lag. Islam-Fonds hinkten hingegen im Schnitt jährlich um vier Prozent dem MSCI-Weltaktienindex hinterher, während der Durchschnitt der Ethik-Fonds die Messlatte um 1,8 Prozent schlagen konnte.

Freitag, 1. August 2008

Does China Need More Oil ?

Nachhaltige Impulse für steigende Ölpreise seien erst wieder mit Vorlage der chinesischen Importstatistik für Juli in etwa einer Woche zu erwarten. Nach den eher verhaltenen Ölimporten im Juni sollten die Juli-Zahlen wieder einen deutlich höheren Ölhunger im Reich der Mitte belegen. Bis dahin dürften die Bären aber weiter das Zepter am Ölmarkt in Händen halten.T