11. August 2010
Die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten kann derzeit den Rohstoffmärkten und Aktienkursen der Minengesellschaften noch relativ wenig anhaben. Im Gegenteil: nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten Ende vergangener Woche, der die Flaute in der Konjunkturerholung zu bestätigen schien, hielten sich die Preise an den Rohstoffmärkten stabil. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt. Grund mag der Wechselkurs des Dollar gewesen sein, der mittlerweile auf fast den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gegenüber dem Yen gefallen ist. Gegenüber dem Euro hat er in nur wenigen Wochen von 1,20 auf zeitweise 1,33 Dollar abgewertet.
Ein niedrigerer Wechselkurs des Dollar geht in der Regel einher mit stärkeren Notierungen an den Rohstoffmärkten, da mit sinkendem Wechselkurs die Finanzierungskosten für den Kauf und die Lagerhaltung sinken und sich Produzenten stabile Verkaufserlöse sichern. In der Woche zum 3. August haben die Finanzinvestoren am Kupfer-Markt ihre Netto-Long Positionen, mit denen sich auf einen Anstieg des Kupferpreises setzen, um 18 Prozent auf 17.200 Kontrakte erhöht und damit auf den höchsten Stand seit Ende April. „Die Finanzinvestoren nehmen also wieder verstärkt das Heft in die Hand und lassen die Fundamentaldaten erneut in den Hintergrund treten“, sagt die Commerzbank. „Solange sich an dieser Situation nichts ändert, dürften die Preise von der Seite her auf ihrem aktuell hohen Niveau gut unterstützt bleiben.“ Nachdem der größte Schub der Wirtschaftserholung nach der schweren Rezession vorbei ist, setzen Investoren vor allem auf anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien. „Wir sehen die Märkte für Basismetalle positiv, denn wir gehen gegen Ende des Jahres von wieder besserer Nachfrage aus“, heißt es bei Morgan Stanley.
Mittwoch, 11. August 2010
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