Samstag, 28. August 2010

Bessser als der Markt

Kaum möglich, besser als der Markt zu sein

Das Ergebnis wird keinen Menschen vom Hocker reißen. Vor dem Hintergrund, dass die Inflation in Zukunft bei 2 bis 3 Prozent liegen wird, sollte auch Optimisten klar werden, was die Stunde geschlagen hat: Ordentlicher Lohn, hohe Abgaben, kein eigenes Heim, mittlere Sparraten, stramme Gebühren, keine Sicherheit, schleichende Geldentwertung. Es ist daher kein Wunder, dass sich viele Anleger vor der Altersvorsorge drücken.

Die Alternativen sind jedoch bescheiden. Sowohl am Sparen als auch an Anleihen und Aktien führt kein Weg vorbei. Spielraum gibt es nur bei den Tüten, in denen die Früchte nach Hause getragen werden. Es muss keine Fondspolice sein, und es sind auch keine Investmentfonds mit aktiver Verwaltung notwendig. Kenner der Szene wissen seit Jahren, dass Vermögensverwalter viel Staub aufwirbeln, wenn es um Prozente und Promille geht. Nur wird diskret verschwiegen, dass es über einen Zeitraum von 30 Jahren kaum möglich ist, besser als der Markt abzuschneiden.
Geld ist Geld

Daher gibt es für alle Anleger, welche die Wirklichkeit akzeptieren, wie sie ist, nur eine Alternative: Sie wählen zwei Indexfonds aus und schwimmen mit der Masse mit. Auf diese Weise wird die Rendite mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls 5 Prozent betragen. Davon gehen Verwaltungskosten von höchstens 0,25 Prozent ab. Außerdem fällt die Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent an, und die Überweisung des Geldes in die Fondstöpfe kostet fünf Euro je Sparrate. Dadurch bleiben unter dem Strich etwa 3,5 Prozent übrig.

Die Einsparungen steigern das Guthaben in 30 Jahren auf 325.000 Euro. Das sind 39.000 Euro mehr als bei der Fondspolice. Sie entsprechen einem Gegenwert von 14.000 Euro. Das ist nicht die Welt, aber Geld ist Geld. Und warum soll das Kapital in Fondspolicen fließen, wenn die Aussichten gering sind, dass am Ende mehr herausspringen wird?

Die Verkäufer der Fondspolicen werden, das ist ihr gutes Recht, mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die aktiven Fondsmanager bessere Ergebnisse abliefern werden als die passiven Verwalter. Die Verbraucher sollten, auch sie haben Rechte, die Verheißungen mit gewisser Skepsis betrachten. In der Vergangenheit hat es nur selten geklappt, und in Zukunft sind die Aussichten nicht besser.

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