Samstag, 28. August 2010
Wie Lebensversicheer anlegen
http://www.faz.net/s/Rub645F7F43865344D198A672E313F3D2C3/Doc~EA882A4489C9343E8A02276D59CEE871D~ATpl~Ecommon~SMed.html
Bessser als der Markt
Kaum möglich, besser als der Markt zu sein
Das Ergebnis wird keinen Menschen vom Hocker reißen. Vor dem Hintergrund, dass die Inflation in Zukunft bei 2 bis 3 Prozent liegen wird, sollte auch Optimisten klar werden, was die Stunde geschlagen hat: Ordentlicher Lohn, hohe Abgaben, kein eigenes Heim, mittlere Sparraten, stramme Gebühren, keine Sicherheit, schleichende Geldentwertung. Es ist daher kein Wunder, dass sich viele Anleger vor der Altersvorsorge drücken.
Die Alternativen sind jedoch bescheiden. Sowohl am Sparen als auch an Anleihen und Aktien führt kein Weg vorbei. Spielraum gibt es nur bei den Tüten, in denen die Früchte nach Hause getragen werden. Es muss keine Fondspolice sein, und es sind auch keine Investmentfonds mit aktiver Verwaltung notwendig. Kenner der Szene wissen seit Jahren, dass Vermögensverwalter viel Staub aufwirbeln, wenn es um Prozente und Promille geht. Nur wird diskret verschwiegen, dass es über einen Zeitraum von 30 Jahren kaum möglich ist, besser als der Markt abzuschneiden.
Geld ist Geld
Daher gibt es für alle Anleger, welche die Wirklichkeit akzeptieren, wie sie ist, nur eine Alternative: Sie wählen zwei Indexfonds aus und schwimmen mit der Masse mit. Auf diese Weise wird die Rendite mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls 5 Prozent betragen. Davon gehen Verwaltungskosten von höchstens 0,25 Prozent ab. Außerdem fällt die Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent an, und die Überweisung des Geldes in die Fondstöpfe kostet fünf Euro je Sparrate. Dadurch bleiben unter dem Strich etwa 3,5 Prozent übrig.
Die Einsparungen steigern das Guthaben in 30 Jahren auf 325.000 Euro. Das sind 39.000 Euro mehr als bei der Fondspolice. Sie entsprechen einem Gegenwert von 14.000 Euro. Das ist nicht die Welt, aber Geld ist Geld. Und warum soll das Kapital in Fondspolicen fließen, wenn die Aussichten gering sind, dass am Ende mehr herausspringen wird?
Die Verkäufer der Fondspolicen werden, das ist ihr gutes Recht, mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die aktiven Fondsmanager bessere Ergebnisse abliefern werden als die passiven Verwalter. Die Verbraucher sollten, auch sie haben Rechte, die Verheißungen mit gewisser Skepsis betrachten. In der Vergangenheit hat es nur selten geklappt, und in Zukunft sind die Aussichten nicht besser.
Das Ergebnis wird keinen Menschen vom Hocker reißen. Vor dem Hintergrund, dass die Inflation in Zukunft bei 2 bis 3 Prozent liegen wird, sollte auch Optimisten klar werden, was die Stunde geschlagen hat: Ordentlicher Lohn, hohe Abgaben, kein eigenes Heim, mittlere Sparraten, stramme Gebühren, keine Sicherheit, schleichende Geldentwertung. Es ist daher kein Wunder, dass sich viele Anleger vor der Altersvorsorge drücken.
Die Alternativen sind jedoch bescheiden. Sowohl am Sparen als auch an Anleihen und Aktien führt kein Weg vorbei. Spielraum gibt es nur bei den Tüten, in denen die Früchte nach Hause getragen werden. Es muss keine Fondspolice sein, und es sind auch keine Investmentfonds mit aktiver Verwaltung notwendig. Kenner der Szene wissen seit Jahren, dass Vermögensverwalter viel Staub aufwirbeln, wenn es um Prozente und Promille geht. Nur wird diskret verschwiegen, dass es über einen Zeitraum von 30 Jahren kaum möglich ist, besser als der Markt abzuschneiden.
Geld ist Geld
Daher gibt es für alle Anleger, welche die Wirklichkeit akzeptieren, wie sie ist, nur eine Alternative: Sie wählen zwei Indexfonds aus und schwimmen mit der Masse mit. Auf diese Weise wird die Rendite mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls 5 Prozent betragen. Davon gehen Verwaltungskosten von höchstens 0,25 Prozent ab. Außerdem fällt die Abgeltungsteuer von 26,375 Prozent an, und die Überweisung des Geldes in die Fondstöpfe kostet fünf Euro je Sparrate. Dadurch bleiben unter dem Strich etwa 3,5 Prozent übrig.
Die Einsparungen steigern das Guthaben in 30 Jahren auf 325.000 Euro. Das sind 39.000 Euro mehr als bei der Fondspolice. Sie entsprechen einem Gegenwert von 14.000 Euro. Das ist nicht die Welt, aber Geld ist Geld. Und warum soll das Kapital in Fondspolicen fließen, wenn die Aussichten gering sind, dass am Ende mehr herausspringen wird?
Die Verkäufer der Fondspolicen werden, das ist ihr gutes Recht, mit Nachdruck darauf hinweisen, dass die aktiven Fondsmanager bessere Ergebnisse abliefern werden als die passiven Verwalter. Die Verbraucher sollten, auch sie haben Rechte, die Verheißungen mit gewisser Skepsis betrachten. In der Vergangenheit hat es nur selten geklappt, und in Zukunft sind die Aussichten nicht besser.
Aktien
Eine zunächst pessimistische Einschätzung der Aktienmärkte haben die Strategen der Unicredit. „Wir halten es für sehr riskant, bereits bei Beginn der Abschwächung zahlreicher Frühindikatoren schon auf einen positiven Ausgang der Sache zu setzen“, sagt Tammo Greetfeld, Aktienstratege der Unicredit. „Wir raten daher zur Vorsicht und zum Untergewichten von Aktien bis die kommenden Wirtschaftsdaten größere Klarheit bringen, wohin die Reise geht.“
Die Unicredit sieht daher an den Anleihemärkten für die Anleger eher Renditepotenzial. „Kurzfristige Anleihen aus Griechenland, sowie länger laufende Titel aus Spanien, Italien und Irland haben aus unserer Sicht ein gutes Chance-Risiko-Profil“, sagt Christian Weber, Anleihestratege der Unicredit. Ebenso böten Anleihen von Unternehmen schlechterer Bonität noch ansehnliche Renditechancen. „Hier sollten Anleger jedoch zur Risikostreuung am besten in Fonds für High-Yield-Anleihen investieren“, sagt Weber.
Von Staatsanleihen wird eher abgeraten
Ausgewählte Unternehmensanleihen hält auch Eberhard Weinberger, Anlagestratege von DJE Kapital für kaufenswert, wenn der Anleger von der Unternehmensführung überzeugt ist und die Zahlungsströme überschaubar sind. Ansonsten rät er wie fast alle Beobachter von Staatsanleihen aus Deutschland und Amerika eher ab. „Die Kurse wurden hier möglicherweise künstlich durch die Notenbankpolitik hochgetrieben. Die Rendite ist dadurch niedrig bei steigenden Risiken“, sagt Weinberger.
Für ihn bieten sich am Aktienmarkt noch am ehesten Chancen. „Die Anleger müssen jedoch streng selektieren: Dividendenstarke Titel aus saturierten Branchen wie Pharma, Versorger und Telekom halten wir für interessant, ebenso wie dividendenstarke chinesische Werte, die von der Binnenkonjunktur in China profitieren.“ Auch sieht Weinberger für Gold ein überdurchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis: „In einer Niedrigzinsphase entgehen dem Anleger hier kaum Zinsen und in den meisten Depots ist Gold als Geldanlage einfach noch völlig unterrepräsentiert.“
Ungelöste Probleme in zahlreichen Volkswirtschaften
Vermögensverwalter Georg Thilenius sieht die Aktienmärkte angesichts der ungelösten Probleme in zahlreichen Volkswirtschaften zwar nicht vor einem rasanten Anstieg, hat jedoch gleichwohl einige aus seiner Sicht attraktive Aktien ausgemacht. So seien die Kurse der RWE- und Eon-Titel zuletzt deutlich gefallen und die Dividendenrendite hoch.
Ebenso hält er Total und Telefonica für attraktiv. „Die Telefonica macht den Großteil ihres Geschäfts in Südamerika und hat daher im Gegensatz zu einer Deutschen Telekom oder France Telecom nicht mit einem schrumpfenden Geschäft und Substanzverlusten zu kämpfen und bietet zudem eine Dividendenrendite von mehr als 9 Prozent“, sagt Thilenius. Für kaufenswert hält er zudem die Aktien von British American Tobacco und dem dänischen Weltmarktführer in der Insulinherstellung Novo Nordisk.
Die Unicredit sieht daher an den Anleihemärkten für die Anleger eher Renditepotenzial. „Kurzfristige Anleihen aus Griechenland, sowie länger laufende Titel aus Spanien, Italien und Irland haben aus unserer Sicht ein gutes Chance-Risiko-Profil“, sagt Christian Weber, Anleihestratege der Unicredit. Ebenso böten Anleihen von Unternehmen schlechterer Bonität noch ansehnliche Renditechancen. „Hier sollten Anleger jedoch zur Risikostreuung am besten in Fonds für High-Yield-Anleihen investieren“, sagt Weber.
Von Staatsanleihen wird eher abgeraten
Ausgewählte Unternehmensanleihen hält auch Eberhard Weinberger, Anlagestratege von DJE Kapital für kaufenswert, wenn der Anleger von der Unternehmensführung überzeugt ist und die Zahlungsströme überschaubar sind. Ansonsten rät er wie fast alle Beobachter von Staatsanleihen aus Deutschland und Amerika eher ab. „Die Kurse wurden hier möglicherweise künstlich durch die Notenbankpolitik hochgetrieben. Die Rendite ist dadurch niedrig bei steigenden Risiken“, sagt Weinberger.
Für ihn bieten sich am Aktienmarkt noch am ehesten Chancen. „Die Anleger müssen jedoch streng selektieren: Dividendenstarke Titel aus saturierten Branchen wie Pharma, Versorger und Telekom halten wir für interessant, ebenso wie dividendenstarke chinesische Werte, die von der Binnenkonjunktur in China profitieren.“ Auch sieht Weinberger für Gold ein überdurchschnittliches Chance-Risiko-Verhältnis: „In einer Niedrigzinsphase entgehen dem Anleger hier kaum Zinsen und in den meisten Depots ist Gold als Geldanlage einfach noch völlig unterrepräsentiert.“
Ungelöste Probleme in zahlreichen Volkswirtschaften
Vermögensverwalter Georg Thilenius sieht die Aktienmärkte angesichts der ungelösten Probleme in zahlreichen Volkswirtschaften zwar nicht vor einem rasanten Anstieg, hat jedoch gleichwohl einige aus seiner Sicht attraktive Aktien ausgemacht. So seien die Kurse der RWE- und Eon-Titel zuletzt deutlich gefallen und die Dividendenrendite hoch.
Ebenso hält er Total und Telefonica für attraktiv. „Die Telefonica macht den Großteil ihres Geschäfts in Südamerika und hat daher im Gegensatz zu einer Deutschen Telekom oder France Telecom nicht mit einem schrumpfenden Geschäft und Substanzverlusten zu kämpfen und bietet zudem eine Dividendenrendite von mehr als 9 Prozent“, sagt Thilenius. Für kaufenswert hält er zudem die Aktien von British American Tobacco und dem dänischen Weltmarktführer in der Insulinherstellung Novo Nordisk.
Stiftung
Soziale Zwecke sind noch heute der wichtigste Verwendungszweck für die Erträge einer gemeinnützigen Stiftung. Rund ein Drittel der deutschen Stiftungen unterstützen soziale Projekte, zwischen 15 und 20 Prozent entfallen auf die Förderung von Kunst und Kultur, knapp 15 Prozent fördern Projekte aus den Bereichen Bildung und Erziehung, rund 12 Prozent unterstützen Wissenschaft und Forschung und der Rest andere gemeinnützige Zwecke. Kritiker sehen in so mancher Stiftung vor allem ein Steuersparmodell.
Die Gemeinnützigkeit und die damit verbundene Steuerbefreiung erhält eine Stiftung durch Anerkennung durch eine Stiftungsaufsicht, die in Deutschland wie die Stiftungsgesetzgebung Ländersache sind. Die Stiftungen sind vor allem gehalten, ihr Kapital zu sichern; erst danach kommt die Ausschüttung zugunsten der von der Stiftung unterstützten Zwecke.
Konservative Vorschriften
Von den laufenden Erträgen aus Zinsen, Dividenden oder Einkünften müssen mindestens zwei Drittel für den Stiftungszweck ausgeschüttet werden, um die steuerlichen Privilegien nicht zu gefährden. Es gibt noch andere spezielle Regeln, die eine Stiftung in ihrem Handel einschränken. So darf sie, wenn sie ihre steuerlichen Vorteile behalten will, nicht innerhalb kurzer Zeit eine größere Zahl von Immobilien kaufen und verkaufen.
Gemeinnützige Stiftungen können nicht wie Immobilienhändler agieren. Angesichts tendenziell fallender Renditen auf die Kapitalanlagen geraten viele Stiftungen in die Gefahr, zugesagte Förderprogramme nicht mehr vollständig finanzieren zu können.
Die Aufsichtsbehörden denken häufig konservativ. Noch heute kommt es vor, dass eine Aufsicht die Nase rümpft, wenn eine Stiftung Geld in Hedge-Fonds oder Private-Equity-Fonds anlegen will, wobei der schlechte Ruf, den diese Fonds in Deutschland - nicht selten aus Unwissenheit - besitzen, ein Grund für die Vorbehalte der Aufsichtsbehörden sein mag. Lange Zeit durften Stiftungen ihr Kapital nur in sogenannten mündelsicheren Anlagen investieren, zum Beispiel in Hypotheken und Grundschulden.
Geschäft der Unabhängigen
Die meisten Stiftungen verwalten ihre Vermögen nicht selbst. Banken und unabhängige Vermögensverwalter bieten vor allem kleinen Stiftungen eine „Rundumbetreuung“ an, wobei unabhängige Vermögensverwalter angesichts einer minimalen Bürokratie und niedrigerer Kosten nach Angaben aus der Branche offenbar an Bedeutung gewinnen.
Auch sagt man ihnen nach, sie reagierten häufig schneller als eine Bank. Die meisten Stiftungen in Deutschland sind eher klein und kommen auf ein Stiftungskapital von höchstens ein oder zwei Millionen Euro. Hier ist die Vermögensverwaltung nicht allzu schwierig.
Geschäft der Spezialisten
Größere Stiftungen gehen häufig anders vor. Sie legen eine grobe Aufteilung ihres Kapitals auf verschiedene Anlageklassen fest und vergeben dann spezialisierte Mandate an Banken oder konzernunabhängige Vermögensverwalter, die jeweils einen Teil des Stiftungskapitals betreuen.
So sucht kaum eine Stiftung, die in Hedge-Fonds investieren will, selbst unter den rund 10.000 Hedge-Fonds in der Welt die attraktivsten Fonds aus. Sie wird einem auf Hedge-Fonds spezialisierten Finanzhaus oder Vermögensverwalter ein Mandat erteilen, worauf dieser Spezialist die geeignetsten Hedge-Fonds aussucht. Ähnlich verläuft es bei Anlagen in Private Equity (Beteiligungskapital). Ebenso überlassen Stiftungen, die in Aktien investieren wollen, Spezialisten die konkrete Auswahl von Einzelaktien oder Aktienfonds.
Kein generelles Modell
Ein typisches Anlagemodell deutscher Stiftungen existiert nicht. Dafür unterscheiden sie sich nicht nur zu sehr in ihrer Größe, sondern auch in ihren Ansprüchen an die Vermögensanlage. Generell gilt, dass viele große Stiftungen ihre Kapitalanlagen diversifizieren und es nicht schätzen, sich zu sehr auf einzelne Anlagen zu konzentrieren.
Generell gilt auch noch, dass die starke Betonung sogenannter alternativer Investments (Hedge-Fonds, Private Equity, Rohstoffe), die in den Vereinigten Staaten das sogenannte Yale-Modell kennzeichnet, von deutschen Stiftungen zumindest in seiner Radikalität nicht nachvollzogen wurde.
Unter Zinsdruck
Die Finanzkrise und die stark gesunkenen Renditen für deutsche Staatspapiere stellen eine Herausforderung auch für die Stiftungen dar. Es gibt große Stiftungen, die in ihren umfangreichen Beständen an Zinspapieren überhaupt keine Bundesanleihen halten, weil deren Mini-Renditen schlicht nicht mehr als konkurrenzfähig gelten.
In den vergangenen Jahren halfen sich viele Stiftungen mit Unternehmensanleihen, die zum Teil deutlich höhere Renditen brachten als Bundesanleihen. In der Zwischenzeit haben sich die Renditeunterschiede zwischen Bundesanleihen und Unternehmensanleihen deutlich reduziert. Mit Zinspapieren lässt sich nicht mehr viel Staat machen.
Die Gemeinnützigkeit und die damit verbundene Steuerbefreiung erhält eine Stiftung durch Anerkennung durch eine Stiftungsaufsicht, die in Deutschland wie die Stiftungsgesetzgebung Ländersache sind. Die Stiftungen sind vor allem gehalten, ihr Kapital zu sichern; erst danach kommt die Ausschüttung zugunsten der von der Stiftung unterstützten Zwecke.
Konservative Vorschriften
Von den laufenden Erträgen aus Zinsen, Dividenden oder Einkünften müssen mindestens zwei Drittel für den Stiftungszweck ausgeschüttet werden, um die steuerlichen Privilegien nicht zu gefährden. Es gibt noch andere spezielle Regeln, die eine Stiftung in ihrem Handel einschränken. So darf sie, wenn sie ihre steuerlichen Vorteile behalten will, nicht innerhalb kurzer Zeit eine größere Zahl von Immobilien kaufen und verkaufen.
Gemeinnützige Stiftungen können nicht wie Immobilienhändler agieren. Angesichts tendenziell fallender Renditen auf die Kapitalanlagen geraten viele Stiftungen in die Gefahr, zugesagte Förderprogramme nicht mehr vollständig finanzieren zu können.
Die Aufsichtsbehörden denken häufig konservativ. Noch heute kommt es vor, dass eine Aufsicht die Nase rümpft, wenn eine Stiftung Geld in Hedge-Fonds oder Private-Equity-Fonds anlegen will, wobei der schlechte Ruf, den diese Fonds in Deutschland - nicht selten aus Unwissenheit - besitzen, ein Grund für die Vorbehalte der Aufsichtsbehörden sein mag. Lange Zeit durften Stiftungen ihr Kapital nur in sogenannten mündelsicheren Anlagen investieren, zum Beispiel in Hypotheken und Grundschulden.
Geschäft der Unabhängigen
Die meisten Stiftungen verwalten ihre Vermögen nicht selbst. Banken und unabhängige Vermögensverwalter bieten vor allem kleinen Stiftungen eine „Rundumbetreuung“ an, wobei unabhängige Vermögensverwalter angesichts einer minimalen Bürokratie und niedrigerer Kosten nach Angaben aus der Branche offenbar an Bedeutung gewinnen.
Auch sagt man ihnen nach, sie reagierten häufig schneller als eine Bank. Die meisten Stiftungen in Deutschland sind eher klein und kommen auf ein Stiftungskapital von höchstens ein oder zwei Millionen Euro. Hier ist die Vermögensverwaltung nicht allzu schwierig.
Geschäft der Spezialisten
Größere Stiftungen gehen häufig anders vor. Sie legen eine grobe Aufteilung ihres Kapitals auf verschiedene Anlageklassen fest und vergeben dann spezialisierte Mandate an Banken oder konzernunabhängige Vermögensverwalter, die jeweils einen Teil des Stiftungskapitals betreuen.
So sucht kaum eine Stiftung, die in Hedge-Fonds investieren will, selbst unter den rund 10.000 Hedge-Fonds in der Welt die attraktivsten Fonds aus. Sie wird einem auf Hedge-Fonds spezialisierten Finanzhaus oder Vermögensverwalter ein Mandat erteilen, worauf dieser Spezialist die geeignetsten Hedge-Fonds aussucht. Ähnlich verläuft es bei Anlagen in Private Equity (Beteiligungskapital). Ebenso überlassen Stiftungen, die in Aktien investieren wollen, Spezialisten die konkrete Auswahl von Einzelaktien oder Aktienfonds.
Kein generelles Modell
Ein typisches Anlagemodell deutscher Stiftungen existiert nicht. Dafür unterscheiden sie sich nicht nur zu sehr in ihrer Größe, sondern auch in ihren Ansprüchen an die Vermögensanlage. Generell gilt, dass viele große Stiftungen ihre Kapitalanlagen diversifizieren und es nicht schätzen, sich zu sehr auf einzelne Anlagen zu konzentrieren.
Generell gilt auch noch, dass die starke Betonung sogenannter alternativer Investments (Hedge-Fonds, Private Equity, Rohstoffe), die in den Vereinigten Staaten das sogenannte Yale-Modell kennzeichnet, von deutschen Stiftungen zumindest in seiner Radikalität nicht nachvollzogen wurde.
Unter Zinsdruck
Die Finanzkrise und die stark gesunkenen Renditen für deutsche Staatspapiere stellen eine Herausforderung auch für die Stiftungen dar. Es gibt große Stiftungen, die in ihren umfangreichen Beständen an Zinspapieren überhaupt keine Bundesanleihen halten, weil deren Mini-Renditen schlicht nicht mehr als konkurrenzfähig gelten.
In den vergangenen Jahren halfen sich viele Stiftungen mit Unternehmensanleihen, die zum Teil deutlich höhere Renditen brachten als Bundesanleihen. In der Zwischenzeit haben sich die Renditeunterschiede zwischen Bundesanleihen und Unternehmensanleihen deutlich reduziert. Mit Zinspapieren lässt sich nicht mehr viel Staat machen.
Mittwoch, 18. August 2010
Tech Aktien
Vor allem ein Sektor boomt derzeit - die Technologiebranche. Ein Unternehmen nach dem anderen legt hervorragende Zahlen vor. Nur scheint das die Anleger nicht zu interessieren, die US-Technologiebörse Nasdaq liegt seit Jahresbeginn mit drei Prozent im Minus. Einige der großen Player hat es besonders stark erwischt: Intel Chart zeigen minus sechs Prozent, Dell Chart zeigen minus 15 Prozent, Microsoft Chart zeigen minus 20 Prozent.
Experten sehen darin schon eine große Chance: Denn mittlerweile ist so manche Tech- Aktie aus den USA extrem günstig bewertet - "auch im historischen Vergleich", sagt Knut Woller, Technologie- und Software-Analyst bei Unicredit in München.
Dies belegt ein Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es beschreibt die Attraktivität einer Aktie: Je größer das KGV, desto teurer ist eine Aktie, je niedriger, desto preiswerter ist sie zu haben. Im langjährigen Schnitt liegt das KGV der großen US-Technologiekonzerne bei einem Wert von 15, gegenwärtig beläuft es sich auf rund 13. Bei den hoch kapitalisierten Flaggschiffen der Branche ist der Wert zum Teil noch geringer.
Mit anderen Worten: Amerikanische Technologieaktien sind zurzeit extrem billig zu haben.
"Größere Gewinne als vor der Krise"
Beispiel Oracle: "Das Unternehmen notierte im Januar bei einem KGV von rund 15, bei Microsoft waren es sogar rund 16. Die aktuellen Werte liegen deutlich darunter", rechnet Woller vor - nämlich zwischen 11 und 12. Hewlett-Packard, Intel oder Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) werden in diesen Tagen gar mit einem Schnäppchen-KGV von 10 taxiert, obwohl alle drei Nasdaq-Schwergewichte gerade erst Quartalszahlen vorgelegt haben, die über den Markterwartungen lagen. Außerdem haben die Unternehmen ihre Prognose für das laufende Jahr angehoben.
Warum also goutiert die Börse dies nicht? Nicht nur Woller wundert sich über das Paradoxon. "Das aktuelle Kursniveau reflektiert die Gewinnentwicklung nicht", erklärt etwa Branchenkollege Markus Golinksi. "Vor allem wenn man bedenkt, dass Technologiewerte als frühzyklischer Indikator eine wirtschaftliche Erholung vorwegnehmen." Hinzu komme, dass die Unternehmen in der Krise ihre Hausaufgaben gemacht und die Kosten massiv gesenkt hätten, nun würden sie Rekordmargen einfahren. "Die heutigen Gewinne sind zum Großteil höher als vor der Krise", rechnet Golinski vor, der Leiter des European Technology Research bei Allianz Global Investors ist.
Experten sehen darin schon eine große Chance: Denn mittlerweile ist so manche Tech- Aktie aus den USA extrem günstig bewertet - "auch im historischen Vergleich", sagt Knut Woller, Technologie- und Software-Analyst bei Unicredit in München.
Dies belegt ein Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es beschreibt die Attraktivität einer Aktie: Je größer das KGV, desto teurer ist eine Aktie, je niedriger, desto preiswerter ist sie zu haben. Im langjährigen Schnitt liegt das KGV der großen US-Technologiekonzerne bei einem Wert von 15, gegenwärtig beläuft es sich auf rund 13. Bei den hoch kapitalisierten Flaggschiffen der Branche ist der Wert zum Teil noch geringer.
Mit anderen Worten: Amerikanische Technologieaktien sind zurzeit extrem billig zu haben.
"Größere Gewinne als vor der Krise"
Beispiel Oracle: "Das Unternehmen notierte im Januar bei einem KGV von rund 15, bei Microsoft waren es sogar rund 16. Die aktuellen Werte liegen deutlich darunter", rechnet Woller vor - nämlich zwischen 11 und 12. Hewlett-Packard, Intel oder Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) werden in diesen Tagen gar mit einem Schnäppchen-KGV von 10 taxiert, obwohl alle drei Nasdaq-Schwergewichte gerade erst Quartalszahlen vorgelegt haben, die über den Markterwartungen lagen. Außerdem haben die Unternehmen ihre Prognose für das laufende Jahr angehoben.
Warum also goutiert die Börse dies nicht? Nicht nur Woller wundert sich über das Paradoxon. "Das aktuelle Kursniveau reflektiert die Gewinnentwicklung nicht", erklärt etwa Branchenkollege Markus Golinksi. "Vor allem wenn man bedenkt, dass Technologiewerte als frühzyklischer Indikator eine wirtschaftliche Erholung vorwegnehmen." Hinzu komme, dass die Unternehmen in der Krise ihre Hausaufgaben gemacht und die Kosten massiv gesenkt hätten, nun würden sie Rekordmargen einfahren. "Die heutigen Gewinne sind zum Großteil höher als vor der Krise", rechnet Golinski vor, der Leiter des European Technology Research bei Allianz Global Investors ist.
Donnerstag, 12. August 2010
Kreditgewährung
Doch die Erfahrung seit dem 9. August 2007 straft die Modelle Lügen. Ein Grund dafür dürfte sein, dass vor allem die Fed diese Strategie in den Jahren vor der Krise stets offen und selbstbewusst kommuniziert hat. In der Erwartung, dass die Fed es im Fall der Fälle schon richten werde, gingen die Investoren immer riskantere Geschäfte ein.
Immer mehr Volkswirte sind daher der Meinung: Notenbanken müssen nicht nur auf die Inflationsraten schauen, sondern auch auf die Kreditentwicklung. Auch hier ist ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte lehrreich. Studien zeigen: Eine exzessive Kreditvergabe an Privathaushalte und Unternehmen destabilisiert über kurz oder lang die Wirtschaft. Makroökonomen und Notenbanker, die nur auf Inflation und Konjunktur schauen, übersehen Entscheidendes - und wiegen sich in trügerischer Gewissheit.
Immer mehr Volkswirte sind daher der Meinung: Notenbanken müssen nicht nur auf die Inflationsraten schauen, sondern auch auf die Kreditentwicklung. Auch hier ist ein Blick in die Wirtschaftsgeschichte lehrreich. Studien zeigen: Eine exzessive Kreditvergabe an Privathaushalte und Unternehmen destabilisiert über kurz oder lang die Wirtschaft. Makroökonomen und Notenbanker, die nur auf Inflation und Konjunktur schauen, übersehen Entscheidendes - und wiegen sich in trügerischer Gewissheit.
Rohstoffe
11. August 2010
Die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten kann derzeit den Rohstoffmärkten und Aktienkursen der Minengesellschaften noch relativ wenig anhaben. Im Gegenteil: nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten Ende vergangener Woche, der die Flaute in der Konjunkturerholung zu bestätigen schien, hielten sich die Preise an den Rohstoffmärkten stabil. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt. Grund mag der Wechselkurs des Dollar gewesen sein, der mittlerweile auf fast den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gegenüber dem Yen gefallen ist. Gegenüber dem Euro hat er in nur wenigen Wochen von 1,20 auf zeitweise 1,33 Dollar abgewertet.
Ein niedrigerer Wechselkurs des Dollar geht in der Regel einher mit stärkeren Notierungen an den Rohstoffmärkten, da mit sinkendem Wechselkurs die Finanzierungskosten für den Kauf und die Lagerhaltung sinken und sich Produzenten stabile Verkaufserlöse sichern. In der Woche zum 3. August haben die Finanzinvestoren am Kupfer-Markt ihre Netto-Long Positionen, mit denen sich auf einen Anstieg des Kupferpreises setzen, um 18 Prozent auf 17.200 Kontrakte erhöht und damit auf den höchsten Stand seit Ende April. „Die Finanzinvestoren nehmen also wieder verstärkt das Heft in die Hand und lassen die Fundamentaldaten erneut in den Hintergrund treten“, sagt die Commerzbank. „Solange sich an dieser Situation nichts ändert, dürften die Preise von der Seite her auf ihrem aktuell hohen Niveau gut unterstützt bleiben.“ Nachdem der größte Schub der Wirtschaftserholung nach der schweren Rezession vorbei ist, setzen Investoren vor allem auf anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien. „Wir sehen die Märkte für Basismetalle positiv, denn wir gehen gegen Ende des Jahres von wieder besserer Nachfrage aus“, heißt es bei Morgan Stanley.
Die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten kann derzeit den Rohstoffmärkten und Aktienkursen der Minengesellschaften noch relativ wenig anhaben. Im Gegenteil: nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten Ende vergangener Woche, der die Flaute in der Konjunkturerholung zu bestätigen schien, hielten sich die Preise an den Rohstoffmärkten stabil. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt. Grund mag der Wechselkurs des Dollar gewesen sein, der mittlerweile auf fast den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gegenüber dem Yen gefallen ist. Gegenüber dem Euro hat er in nur wenigen Wochen von 1,20 auf zeitweise 1,33 Dollar abgewertet.
Ein niedrigerer Wechselkurs des Dollar geht in der Regel einher mit stärkeren Notierungen an den Rohstoffmärkten, da mit sinkendem Wechselkurs die Finanzierungskosten für den Kauf und die Lagerhaltung sinken und sich Produzenten stabile Verkaufserlöse sichern. In der Woche zum 3. August haben die Finanzinvestoren am Kupfer-Markt ihre Netto-Long Positionen, mit denen sich auf einen Anstieg des Kupferpreises setzen, um 18 Prozent auf 17.200 Kontrakte erhöht und damit auf den höchsten Stand seit Ende April. „Die Finanzinvestoren nehmen also wieder verstärkt das Heft in die Hand und lassen die Fundamentaldaten erneut in den Hintergrund treten“, sagt die Commerzbank. „Solange sich an dieser Situation nichts ändert, dürften die Preise von der Seite her auf ihrem aktuell hohen Niveau gut unterstützt bleiben.“ Nachdem der größte Schub der Wirtschaftserholung nach der schweren Rezession vorbei ist, setzen Investoren vor allem auf anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien. „Wir sehen die Märkte für Basismetalle positiv, denn wir gehen gegen Ende des Jahres von wieder besserer Nachfrage aus“, heißt es bei Morgan Stanley.
Mittwoch, 11. August 2010
Rohstoffe
11. August 2010
Die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten kann derzeit den Rohstoffmärkten und Aktienkursen der Minengesellschaften noch relativ wenig anhaben. Im Gegenteil: nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten Ende vergangener Woche, der die Flaute in der Konjunkturerholung zu bestätigen schien, hielten sich die Preise an den Rohstoffmärkten stabil. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt. Grund mag der Wechselkurs des Dollar gewesen sein, der mittlerweile auf fast den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gegenüber dem Yen gefallen ist. Gegenüber dem Euro hat er in nur wenigen Wochen von 1,20 auf zeitweise 1,33 Dollar abgewertet.
Ein niedrigerer Wechselkurs des Dollar geht in der Regel einher mit stärkeren Notierungen an den Rohstoffmärkten, da mit sinkendem Wechselkurs die Finanzierungskosten für den Kauf und die Lagerhaltung sinken und sich Produzenten stabile Verkaufserlöse sichern. In der Woche zum 3. August haben die Finanzinvestoren am Kupfer-Markt ihre Netto-Long Positionen, mit denen sich auf einen Anstieg des Kupferpreises setzen, um 18 Prozent auf 17.200 Kontrakte erhöht und damit auf den höchsten Stand seit Ende April. „Die Finanzinvestoren nehmen also wieder verstärkt das Heft in die Hand und lassen die Fundamentaldaten erneut in den Hintergrund treten“, sagt die Commerzbank. „Solange sich an dieser Situation nichts ändert, dürften die Preise von der Seite her auf ihrem aktuell hohen Niveau gut unterstützt bleiben.“ Nachdem der größte Schub der Wirtschaftserholung nach der schweren Rezession vorbei ist, setzen Investoren vor allem auf anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien. „Wir sehen die Märkte für Basismetalle positiv, denn wir gehen gegen Ende des Jahres von wieder besserer Nachfrage aus“, heißt es bei Morgan Stanley.
Die Sorge um ein schwächeres Wirtschaftswachstum in den Vereinigten Staaten kann derzeit den Rohstoffmärkten und Aktienkursen der Minengesellschaften noch relativ wenig anhaben. Im Gegenteil: nach dem schwachen Arbeitsmarktbericht der Vereinigten Staaten Ende vergangener Woche, der die Flaute in der Konjunkturerholung zu bestätigen schien, hielten sich die Preise an den Rohstoffmärkten stabil. Der Markt zeigte sich unbeeindruckt. Grund mag der Wechselkurs des Dollar gewesen sein, der mittlerweile auf fast den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gegenüber dem Yen gefallen ist. Gegenüber dem Euro hat er in nur wenigen Wochen von 1,20 auf zeitweise 1,33 Dollar abgewertet.
Ein niedrigerer Wechselkurs des Dollar geht in der Regel einher mit stärkeren Notierungen an den Rohstoffmärkten, da mit sinkendem Wechselkurs die Finanzierungskosten für den Kauf und die Lagerhaltung sinken und sich Produzenten stabile Verkaufserlöse sichern. In der Woche zum 3. August haben die Finanzinvestoren am Kupfer-Markt ihre Netto-Long Positionen, mit denen sich auf einen Anstieg des Kupferpreises setzen, um 18 Prozent auf 17.200 Kontrakte erhöht und damit auf den höchsten Stand seit Ende April. „Die Finanzinvestoren nehmen also wieder verstärkt das Heft in die Hand und lassen die Fundamentaldaten erneut in den Hintergrund treten“, sagt die Commerzbank. „Solange sich an dieser Situation nichts ändert, dürften die Preise von der Seite her auf ihrem aktuell hohen Niveau gut unterstützt bleiben.“ Nachdem der größte Schub der Wirtschaftserholung nach der schweren Rezession vorbei ist, setzen Investoren vor allem auf anhaltende Nachfrage nach Rohstoffen aus Asien. „Wir sehen die Märkte für Basismetalle positiv, denn wir gehen gegen Ende des Jahres von wieder besserer Nachfrage aus“, heißt es bei Morgan Stanley.
Dienstag, 10. August 2010
Gewinnw mitnehmen
10. August 2010
Gewinnmitnahmen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag ins Minus gedrückt. Der Dax schloss 1,03 Prozent schwächer bei 6.286,25 Punkten. Für den MDax ging es um 1,56 Prozent auf 8.553,56 Punkte nach unten und der TecDax
verlor 1,28 Prozent auf 765,83 Punkte.
Nachdem der Dax in der vergangenen Woche mehrere neue Jahreshochs markiert habe, fehlten nun weitestgehend die Impulse für weitere Kursanstiege, sagte Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck. IG Markets-Analyst Patrick Pflüger verwies zudem auf schwache amerikanische Konjunkturdaten und die Nervosität der Anleger vor dem Zinsentscheid der Notenbank in Amerika am Abend. „Ein Großteil der Anleger bringt nach solch Zahlen seine Schäfchen lieber ins Trockene.“
Gewinnmitnahmen haben den deutschen Aktienmarkt am Dienstag ins Minus gedrückt. Der Dax schloss 1,03 Prozent schwächer bei 6.286,25 Punkten. Für den MDax ging es um 1,56 Prozent auf 8.553,56 Punkte nach unten und der TecDax
verlor 1,28 Prozent auf 765,83 Punkte.
Nachdem der Dax in der vergangenen Woche mehrere neue Jahreshochs markiert habe, fehlten nun weitestgehend die Impulse für weitere Kursanstiege, sagte Händler Udo Becker von der Münchener Privatbank Merck Finck. IG Markets-Analyst Patrick Pflüger verwies zudem auf schwache amerikanische Konjunkturdaten und die Nervosität der Anleger vor dem Zinsentscheid der Notenbank in Amerika am Abend. „Ein Großteil der Anleger bringt nach solch Zahlen seine Schäfchen lieber ins Trockene.“
Samstag, 7. August 2010
ATX
Die Situation ähnelt weiter frappant der Entwicklung im letzten Jahr. Ab der 2. Juli-Woche setzte auch damals ein starker Aufwärtstrend ein, der den ATX bis Anfang Oktober hinein von ca. 2.000 auf 2.800 Punkte hievte. Dieses Jahr setzte die Aufwärtsbewegung exakt zur selben Zeit ein und brachte den ATX bis dato von ca. 2.200 auf knapp 2.550 Punkte. Das Ende der Fahnenstange sollte damit aber noch nicht erreicht sein. Sowohl die mittelfristige Charttechnik als auch die Bewertung des Marktes unterstützen die These, dass der ATX durchaus in den nächsten Wochen noch weiter in Richtung 2.800 Punkte steigen könnte. Dort wartet dann aber ein hartnäckiger Widerstand, der wohl in einer Phase von bevorstehenden Kapitalerhöhungen im Herbst nicht so einfach zu überwinden sein wird. Wer soll aber den ATX antreiben? Wir denken, dass v.a. Werte wie die OMV, RHI, Vienna Insurance Group, voestalpine oder Semperit noch eindeutig Luft nach oben haben.
In der letzten Woche performte Flughafen Wien (+8,5%) sehr stark, wobei Investoren hier auf eine Erhöhung der Passierwachstumsprognose seitens des Unternehmens warten, die wohl mit dem HJ-Ergebnis kommen wird. Weiters deutlich im Plus lag VIG (+6,0%), die von einer positiven Sektorentwicklung und von der günstigen Bewertung per se profitieren konnte. Ein weiterer Wochengewinner war auch Intercell (+5,9%), wo nun endlich ein markanter Rebound im Abwärtstrend gelungen ist. Auf der Verliererseite standen diesmal eine Erste Group (-4,4%, nach zahlreichen Wochen der Outperformance), bwin (-2,7%, nach Gewinnmitnahmen) und Semperit (-2,7%, aus uns unerfindlichen Gründen).
In der nächsten Woche berichten in Wien - neben einigen kleineren Werten - Andritz, Semperit, A-TEC, Österr. Post und Palfinger ihre Halbjahreszahlen. Damit kommt die Berichtssaison in Wien langsam in ihre Hochphase und wir werden sehen, ob sich die Spreu vom Weizen trennt. Derzeit sehen wir v.a. bei OMV, Semperit und RHI weiteres Kurspotenzial. Auch die Charts von AT&S, conwert und Kapsch dürften weiter nach oben tendieren. Bei Intercell muss sich in den nächsten Wochen zeigen, ob der starke Rebound es auch schafft den mittelfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen.
In der letzten Woche performte Flughafen Wien (+8,5%) sehr stark, wobei Investoren hier auf eine Erhöhung der Passierwachstumsprognose seitens des Unternehmens warten, die wohl mit dem HJ-Ergebnis kommen wird. Weiters deutlich im Plus lag VIG (+6,0%), die von einer positiven Sektorentwicklung und von der günstigen Bewertung per se profitieren konnte. Ein weiterer Wochengewinner war auch Intercell (+5,9%), wo nun endlich ein markanter Rebound im Abwärtstrend gelungen ist. Auf der Verliererseite standen diesmal eine Erste Group (-4,4%, nach zahlreichen Wochen der Outperformance), bwin (-2,7%, nach Gewinnmitnahmen) und Semperit (-2,7%, aus uns unerfindlichen Gründen).
In der nächsten Woche berichten in Wien - neben einigen kleineren Werten - Andritz, Semperit, A-TEC, Österr. Post und Palfinger ihre Halbjahreszahlen. Damit kommt die Berichtssaison in Wien langsam in ihre Hochphase und wir werden sehen, ob sich die Spreu vom Weizen trennt. Derzeit sehen wir v.a. bei OMV, Semperit und RHI weiteres Kurspotenzial. Auch die Charts von AT&S, conwert und Kapsch dürften weiter nach oben tendieren. Bei Intercell muss sich in den nächsten Wochen zeigen, ob der starke Rebound es auch schafft den mittelfristigen Abwärtstrend zu durchbrechen.
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