Beliebt bei Goldanlegern sind vor allem die börsengehandelten Rohstoffe (ETCs). Sie sind einfach und günstig wie eine Aktie zu kaufen und zu verkaufen und orientieren sich in einem bestimmten Verhältnis am Goldpreis. Noch dazu kaufen die Anbieter bestimmter Produkte für das Geld der Investoren physisches Gold. Beim deutschen Xetra Gold etwa können sich Anleger ihre Anteile auf Wunsch in Barrenform ausliefern lassen. Und sollte der Emittent insolvent werden, so bleibt Anlegern das Recht auf Auslieferung des Goldes. Allein in der ersten Mai-Woche kauften Anleger Xetra Gold-Anteile für 3,7 Tonnen, das Gesamtvolumen des Produkts liegt damit bei 45 Tonnen. Xetra-Gold kostet jährlich eine Managementgebühr von 0,40 Prozent, die die Kosten für die Lagerung bereits beinhalten. Globales Flaggschiff dieser Produktklasse ist der SPDR Gold, dessen Bestände sich auf 1220 Tonnen belaufen.
Wer trotz der Wirren um Euro, Dollar und Pfund keine Sorge um das große Ganze hat, aber dennoch von den Preisbewegungen am Goldmarkt profitieren will, für den stehen weitere ETCs und Zertifikate bereit. So können Anleger mit dem Gold-Bear-ETF von ETF Securities (WKN A0V9X0) von einem Preisrückgang beim Gold profitieren. Derselbe Anbieter hat auch ein gehebeltes Produkt im Programm, das mögliche Zuwächse beim Goldpreis für den Anleger verdoppelt (A0V9YZ). Geht der Preis nicht in die gewünschte Richtung, wachsen die Verluste entsprechend.
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Eine eigene Anlagekategorie innerhalb des Sektors bilden die Goldminenaktien. Hier hofft Martin Siegel von westgold.de, der auch den Fonds stabilitas gold und silber berät, noch auf Nachholpotenzial. "Viel Anlagekapital, das früher in Reaktion auf einen steigenden Goldpreis direkt in Minenaktien geflossen ist, wird heute von den ETC-Anbietern absorbiert", hat er beobachtet. In der Folge seien die Minenaktien in ihrer Kursentwicklung zurückgeblieben. "Viele Minenunternehmen sind inzwischen ungewöhnlich günstig bewertet. Wenn der Goldpreis auf diesem Niveau bleibt oder steigt, werden die Aktien irgendwann anspringen."
Sonntag, 23. Mai 2010
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