Erschütternde Makrodaten, weitere Hiobsbotschaften aus dem Finanzsektor und der wahrscheinlich unausweichliche Antrag auf Gläubigerschutz von General Motors schickten die US-Indizes auf Talfahrt. Die Hoffnung auf eine Ausweitung des chinesischen Konjunkturpaketes (aktuell USD 585 Mrd.) um weitere hunderte Milliarden Dollar sorgte am Mittwoch für deutliche Aufschläge, am Donnerstag wurden die Hoffnungen jedoch seitens der chinesischen Regierung enttäuscht. Der S&P verliert 9,34%, der Dow Jones fällt 8% und handelt nun erstmals seit 1997 unter der Marke von 7.000 Zählern. Gold klettert auf USD 941/Unze, der Ölpreis (WTI) steigt aufgrund deutlich rückläufiger Lagerbestände auf USD 43/Barrel.
Der Chicago-Einkaufsmanagerindex aber auch das Konsumklima der Uni Michigan überraschten zunächst (leicht) positiv, auch die Konsumausgaben stiegen zum 1. Mal seit 6 Monaten wieder geringfügig an. Die anschließend veröffentlichten Makrodaten zeichneten jedoch ein düsteres Bild der US-Konjunktur. Die Beschäftigung im Privatsektor fiel lt. ADP um 697.000 Jobs im vergangenen Monat und damit so stark wie nie zuvor. Auch die Vormonatsdaten wurden von 522.000 auf 614.000 revidiert. Die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft fiel um 0,4%, während der Konsens von einem Plus in Höhe von 1% ausging. Die Lohnstückkosten stiegen um 5,7% (Konsens: 3,8%). Die Bauausgaben fielen stärker als erwartet, ebenso die Häuserverkäufe. Ben Bernanke forderte in einer Ansprache weitere energische Maßnahmen der US -Regierung, auch wenn die Staatsverschuldung dadurch noch weiter steigen sollte. Oberste Priorität sei eine baldige konjunkturelle Erholung.
Samstag, 7. März 2009
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