Enel war nach dem mittelfristigen technischen Doppeltop (in 2007/2008; oberhalb der Unterstützung um 6,2 Euro) im Sommer 2008 mit Verkaufssignalen massiv unter Druck gekommen. Hierbei hatte die im Mai 2009 vorgenommene Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der Übernahme des spanischen Versorgers Endesa auf das Kursniveau gedrückt. Der Baisse-Trend (Januar 2008 bis Juni 2009) endete in einem technischen Ausverkauf bei Kursen um 2,84 Euro. Enel konnte im Sommer 2009 zwar eine Kurserholung durchlaufen, je-doch war dies nur der Start in eine langfristige, technische Bodenformation. Diese hat die technische Form eines langfristigen Aufwärtsdreiecks.
Investment-Kaufsignal in den vergangenen Tagen für Enel-Aktien
Bereits nach der Baisse von 2000 bis 2002 steckte Enel von Juni 2002 bis zum März 2004 in einer langfristigen Bodenformation, die ebenfalls die Form eines technischen Aufwärtsdreiecks aufwies. Seit Juli 2010 war Enel innerhalb dieser Bodenformation durch einen mittelfristigen Aufwärtstrend zunächst bis an die Widerstandszone um 4,40 Euro geführt worden. Danach hatte sich unterhalb dieser Zone eine Konsolidierung ergeben. In den vergangenen Handelstagen ist Enel mit einem Investment-Kaufsignal aus der Bodenformation herausgelaufen. Die Aktie bietet sich für ein konservatives, technisches Investment an. Der Sicherungsstopp sollte bei 3,40 Euro liegen.
Für ING startete die Baisse bereits im Oktober 2006. Nachdem bis zum Herbst 2008 eine normale Baisse-Dynamik vorlag, beschleunigte sich die Baisse und endete nach vielen Verkaufssignalen erst im März 2008 mit einem Ausverkauf bei Kursen um 1,80 Euro. Danach war die Notierung von ING nach oben umgeschlagen. Dieser Aufwärtstrend lieferte vom März 2008 bis November 2008 einen Kursanstieg auf 9,80 Euro. Nach dem Abschluss dieser Kurserholung ergab sich eine mittel- bis langfristige Seitwärtspendelbewegung.
Ende Januar ist ING dann mit einem Investment-Kaufsignal aus dieser Seitwärtsbewegung herausgekommen, so dass die Aufarbeitung der Baisse wieder in Gang gekommen ist. Auch wenn das nächste technische Etappenziel im Test der Widerstandszone von 9,80 Euro bis 10 Euro liegen sollte, deutet die langfristige technische Gesamtlage ein deutlich höheres Kurspotential an. Der strategische Sicherungsstopp für eine ING-Position sollte bei 7,50 Euro liegen.
Bilderbuch-Haussetrend der Siemensaktien
Siemens ist nach Streubesitz nicht nur die größte Aktie im Dax, sondern auch die zweitgrößte Aktie im Euro-Raum nach dem französischen Konzern Total. Siemens hat nach dem Verlassen seiner technischen Bodenformation im Sommer 2009 einen technischen Bilderbuch-Haussetrend herausgebildet. Dieser Hausse-Trend, der bisher ein idealtypisches Wechselspiel von Investment-Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und mittelfristigen, trendbestätigenden Konsolidierungen darstellt, wird aktuell durch eine Hausse-Trendlinie bei 82,50 Euro begrenzt.
Zuletzt hat die Aktie den mittelfristigen Aufwärtstrend (von September 2010 bis März 2011, Kursanstieg von 70 Euro auf 98,90 Euro) zum Abbau der überkauften Lage in eine Konsolidierung unterhalb der kleinen Widerstandszone (um 98,90 Euro) verlassen. Da es sich hierbei bisher um eine normale technische Konsolidierung mit einem trendbestätigenden Charakter (nach oben) handeln sollte, bleibt Siemens weiterhin ein technischer (Zu-)Kauf. Damit bleibt auch das mittelfristige technische Etappenziel (Test der nächsten mittelfristigen Widerstandszone um 110 Euro; stammt aus 2007) unverändert. Der strategische Sicherungsstopp für eine Siemens-Position sollte jetzt bei 78 Euro liegen.
Freitag, 1. April 2011
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