Donnerstag, 28. April 2011

Deutsche Bank - Gewinn auf Rekordniveau

Auf dem Weg zu ihren ehrgeizigen Zielen ist die Deutsche Bank zu Jahresbeginn einen großen Schritt vorangekommen. Der Gewinn vor Steuern stieg in den ersten drei Monaten des Jahres dank kräftiger Zuwächse im Privatkundengeschäft um acht Prozent auf 3 Milliarden Euro, wie das Institut am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Unter dem Strich blieben mit 2,1 Milliarden Euro dank einer geringeren Steuerquote fast ein Fünftel mehr als vor einem Jahr übrig. Damit übertraf der deutsche Branchenprimus alle Erwartungen und stellte auch die Ergebnisse der von großen Teilen der internationalen Konkurrenz in den Schatten.

„Die Deutsche Bank ist sehr gut ins Jahr gestartet“, sagte Bankchef Josef Ackermann. Er bekräftigte sein Prognose, in diesem Jahr im operativen Geschäft erstmals in der Geschichte der Bank mehr zehn Milliarden Euro vor Steuern zu verdienen. Seinem umstrittenen Renditeziel einer Vorsteuerrendite auf das eingesetzte Kapital von 25 Prozent kam er mit 22 Prozent bereits sehr nahe. (dpa-AFX)

Ampeln auf Grün

Charts generieren prozyklisches Kaufsignal

Gelingt es dem deutschen Leitindex demnächst, diese Hürde zu nehmen, dann wäre das gleichbedeutend mit einem prozyklishen charttechnischen Kaufsignal. Genau das haben die führenden Aktienindizes an der Wall Street bereits am Vortag generiert. Die Kursampeln sind dadurch in Übersee bereits auf Grün gesprungen. Alles andere als zunächst weiter steigende Kurse wären vor diesem Hintergrund eine Überraschung.



Gestört werden kann die Partylaune kurzfristig eigentlich nur durch unerwartete negative Ereignisse oder einer Entscheidung der Fed, von ihrer sehr expansiven Geldpolitik abzurücken. Damit wird derzeit aber mehrheitlich nicht gerechnet, wenn der amerikanische Notenbankchef Ben Bernanke am Mittwoch nach Börsenschluss in Europa die neueste Zinsentscheidung präsentieren wird.

Der vorhandene Liquiditätsüberschuss dürfte mit einer der wichtigsten Gründe gewesen sein, warum die Weltbörsen zuletzt gleich mehrere größere Belastungsfaktoren erstaunlich gut weggesteckt haben. Erinnert sei an dieser Stelle nur an die Erdbeben- und Atomkatastrophe in Japan, die Schuldenprobleme in Europa und Amerika, weiter fallende amerikanische Immobilienpreise oder die Bonitätsrückstufungen für die Staatsanleihen Amerikas und Japans.
Berichtssaison verläuft erneut überzeugend

Doch vertrauend darauf, dass die Notenbanken im Ernstfall schon einspringen werden, haben sich die Anleger von solchen Schwierigkeiten zuletzt nicht mehr stark verunsichern lassen. Sie konzentrieren sich vielmehr auf die Konjunktur- und Unternehmenszahlen. Und da diese zumeist positiv ausfallen, stecken sie weiterhin Geld in die Aktienmärkte.

Wie gut die Berichtssaison läuft, zeigen die bislang vorgelegten Ergebnisse in Amerika. Nachdem dort 37 Prozent der im S&P 500 Index vertretenen Unternehmen ihre Ergebnisse vorgelegt haben, steht im Schnitt ein Gewinnplus von 19,1 Prozent und ein Umsatzanstieg von 8,5 Prozent zu Buche. Das liegt 7,4 Prozent und 2,5 Prozent über den Erwartungen der Analysten und kann sich somit sehen lassen. Damit stehen die Chancen gut, dass die Berichtssaison das neunte Mal in Folge besser ausfallen wird als im Vorfeld prognostiziert worden ist.

Diese gute Ergebnisentwicklung hat auch dazu beigetragen, die Bewertung an der Wall Street trotz der in den vergangenen beiden Jahren deutlich gestiegenen Kurse im Zaum zu halten. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis des S&P 500 Index bewegt sich derzeit bei 12,8 und kann folglich als vertretbar bezeichnet werden. Zwar muss dabei berücksichtigt werden, dass die Gewinnspannen der Unternehmen bereits sehr hoch sind und sich vermutlich kaum noch steigern lassen. Aber auch das wird wohl erst dann eine bremsende Rolle spielen, wenn die Notenbank ernsthaft damit beginnt, den Geldhahn zuzudrehen.

Mittwoch, 27. April 2011

Silver outlook

Rekordhoch in Reichweite

Die Preisrückschläge vom Dienstag werden nach Einschätzung von Analysten nur von kurzer Dauer sein. Sie sagen stattdessen weiter steigende Notierungen voraus. Die starke Nachfrage von Finanzinvestoren spiele dabei zwar auch eine Rolle, entscheidender sei inzwischen aber der stetig zunehmende industrielle Bedarf. Dieser war schon im vergangenen Jahr um 20 Prozent gestiegen. So ist Silber nicht nur ein wichtiges Material in der Schmuckindustrie, sondern es wird auch eingesetzt zur Reinigung von Wasser, in der Medizintechnik, in der Fotografie und auch bei Solarmodulen.

Seit Jahresbeginn ist der Preis um 60 Prozent gestiegen; nach einem Plus von 80 Prozent im vergangenen Jahr. Im Vergleich dazu hat sich Gold - was traditionell die Richtung der Preise am Edelmetallmarkt vorgibt - in diesem Jahr nur um rund acht Prozent verteuert. (APA/Reuters)

Sonntag, 24. April 2011

Was hat Chancen in der Krise ?

Kaufenswert sind vor allem die Papiere von Unternehmen, die steigende Preise (und steigende Kosten etwa durch teurere Vorprodukte oder anziehende Löhne) relativ problemlos weitergeben können, weil die Kunden auf ihre Produkte nicht verzichten wollen. Das sind etwa Firmen aus dem Nahrungsmittel-, Energie- und Rohstoffsektor. Auch die Hersteller von Pharmazeutika haben gute Chancen, ohne große reale Umsatzverluste durch eine Inflationskrise zu kommen. Starke Preissetzungsmacht haben dabei in erster Linie die wirklich globalen Marktführer, also Unternehmen, die nicht nur in den alten Industrienationen, sondern auch in den neuen Wirtschaftswunderländern wie China oder Indien gute Geschäfte machen. Letzter Punkt: Eine hohe Dividende hilft auch in Inflationszeiten, den Kurs nach unten abzusichern.

Wer will, kann seinem Depot auch Indexfonds (etwa auf Rohstoffaktien) oder kurz laufende Zertifikate beimischen. Schauen Sie sich etwa mal Bonuspapiere auf den Euro-Stoxx an. Mit ihnen kann man gegenwärtig auf Jahressicht bei sehr überschaubarem Risiko – Verluste entstehen erst, wenn der Index beispielsweise von gegenwärtig rund 3000 auf 1600 Punkte abstürzt – Renditen von immerhin vier bis fünf Prozent erzielen.

Bei alldem gilt: Auch in Inflationszeiten können Terroranschläge, Naturkatastrophen oder politische Erdbeben alle Anlagestrategien über den Haufen werfen. Und auch in Jahren der Geldentwertung hält der Staat die Hand auf. Beträgt die Inflationsrate also jährlich vier Prozent, muss schon eine Rendite von fast sechs Prozent erzielt werden, um am Ende des Jahres bei plus/minus null zu landen. Das ist anspruchsvoll. Manche vermögende Zeitgenossen kaufen denn auch lieber teure Uhren oder Kunst, beidem kann Inflation nichts anhaben. Oder Oldtimer: Alte Autos bringen schon seit Jahren eine bessere Rendite als Dax, Dow Jones und Co. Und schön anzuschauen sind die Preziosen auch noch.

Samstag, 23. April 2011

Inflation und Aktie

die Studie der DB wird durch zahlreiche Angelsächsische Studien gestützt. Entscheidend war die Einteilung, niedrige Inflation d.h. 5% steigend und hohe Inflation d.h. 10-15%. In dem Umfeld 5% steigend, konnten Aktien noch mithalten. In dem Inflationsszenario, 10-15% boten Aktien vielfach keinen Schutz. Aktien von Rohstoffunternehmen profitierten dagegen auch von hohen Inflationsraten. Da der Preis der Aktie immer in einer "Papierwährung" notiert sind die Kurse jedoch nicht wirklich Aussagekräftig. Erst der Vergleich der Aktie zu einem anderen Sachwert zB. Gold zeigt die wahre Entwicklung der Kaufkraft.

Silber

Silber ist eigentlich reif für eine Korrektur
Auch am Donnerstag setzt sich der rasante Aufschwung beim Silberpreis fort. Die Feinunze kostet inzwischen so viel wie seit 1980 nicht mehr. Doch umso höher die Preise klettern, umso größer wird die kurzfristige Korrekturgefahr.
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21. April 2011 2011-04-21 18:15:40

Konkret kostet die Feinunze am Nachmittag 46,08 Dollar. Im Tagesvergleich bedeutet das ein Plus von 2,2 Prozent. Das ist ansehnlich, richtig dick und fett fallen die Gewinne aber beim Blick zurück aus. So wurde Silber im Oktober 2008 lediglich bei gut 9 Dollar je Feinunze gehandelt. Das entspricht bis heute einem Anstieg von 409 Prozent. Selbst gemessen am Januartief von unter 27 Dollar steht derzeit ein beeindruckendes Plus von 71 Prozent zu Buche.

Investierte Anleger wird diese Entwicklung zwar freuen, bei erfahrenen Marktteilnehmern wittern bei solch starken Kursgewinnen in relativ kurzer Zeit aber auch immer automatisch Korrekturgefahren. Selbst der ausgewiesene Silber-Anhänger Thorsten Schulte, der an dieser Stelle im August unter der Überschrift „Neue Hochs beim Silberpreis sind nur eine Frage der Zeit“, den jüngsten Preisanstieg treffend vorausgesagt hat, hebt derzeit warnend den Zeigefinger. „Die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur ist sehr hoch. Einige technische Indikatoren sind inzwischen sehr heiß gelaufen und es haben sich Divergenzen ausgebildet. Ich rate meinen Lesern deshalb, keine höheren Risiken mehr einzugehen“, erläutert der Herausgeber des Silber-Informationsdienstes Silberjunge auf Anfrage.
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Edelmetalle: Silber ist eigentlich reif für eine Korrektur
© Bloomberg
Überhitzungssignale mahnen kurzfristig zur Vorsicht

So ist der Relative-StärkeIndex RSI jüngst auf einen Rekordwert gestiegen. Für Charttechniker ist das ein Überhitzungssignal. Zur Vorsicht mahnt auch der Optimismus unter den Gold-Beratern. Dieser wurde zuletzt von Bloomberg auf 77,78 Prozent beziffert. ermittelt. Laut Schulte zeigen hohe Optimistenwerte von über 70 oder 80 Prozent an, dass der Markt in eine Überhitzung eintritt. Nachdenklich stimmt auch der mit rund 70 Prozent mittlerweile sehr hohe Abstand zur 200-Tage-Durchschnittslinie.

Vor diesem Hintergrund reduziert Schulte selbst seine Investitionsquote in riskanten Hebelprodukten antizyklisch weiter von 30 Prozent auf 20 Prozent. Dazu veranlasst ihn unter anderem die aus seiner Sicht deutlich gestiegene Wahrscheinlichkeit einer baldigen Margenerhöhung. Diese Gefahr befürchtet er, weil die für das Halten eines Silber-Futures durch einen Spekulanten notwendige Sicherheitsleistung in Prozent des Marktwertes eines Silber-Futures derzeit nur noch 5,1 Prozent des Marktwertes eines Silber-Kontraktes entspricht.
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Zum Thema

* Begehrte Geldanlage: Der Goldpreis klettert erstmals über 1500 Dollar
* Edelmetalle: Inflationsfurcht treibt Preise für Gold und Silber
* Riskante Gelegenheit zum Silberkauf
* Rohstoffpreise: Silber ist so teuer wie seit 31 Jahren nicht mehr
* Silber ist langfristig weiter für Preisaufschläge gut

Trotz dieser Warnsignale kann es natürlich sein, dass sich der jüngste Preisanstieg zunächst noch etwas weiter fortsetzt. Ein exaktes Timing ist hier erfahrungsgemäß sehr schwierig. Jetzt noch auf den fahrenden Zug aufzuspringen empfiehlt sich aber in der Tat nicht mehr. Wer den frühzeitigen Einstieg verpasst hat, sollte besser auf die Korrekturbewegung warten. Denn in eine Schwächeperiode hinein sollte es sich langfristig gesehen weiterhin lohnen, im Silberbereich mitzumischen.
Langfristig bleiben die Kaufargumente intakt

Schließlich sind etliche der Gründe, die den Aufschwung am Silbermarkt bewirkt haben, langfristiger Natur. Zu nennen sind hier die Schuldenprobleme in Amerika, Japan und Europa, die Unruhen im Nahen Osten sowie die auch damit verbundenen allgemeinen Sorgen um den Zustand der Weltkonjunktur. Verunsichert sind viele Anleger aber auch wegen der bestehenden Inflationsgefahren und den Zweifeln um den Fortbestand des Papiergeldsystems. Diese Faktoren zusammen werden vermutlich dazu beitragen, dass die starke Investmentnachfrage anhalten wird. Denn das hat auch damit zu tun, dass eine wachsende Zahl an Markteilnehmern Gold, aber auch Silber, zunehmend als einen Währungsersatz sieht.

Auch Schulte lässt sich in seinem grundsätzlichen Optimismus für Silber trotz der kurzfristigen Korrekturgefahren nicht beirren. Das zeigt sich auch an seiner Entscheidung, seine physischen Bestände, die Positionen in den Edelmetall-ETFs der Zürcher Kantonalbank und den Minenaktien nicht zu reduzieren. Er tut das auch deshalb nicht, weil sonst die Gefahr bestünde, die größten Anstiege zu verpassen, die er in den kommenden 12 Monaten erst noch kommen sieht. Denn wohin er die Reise gehen sieht, machte er erst in der letzten Ausgabe des Silberjungen deutlich: „Wir sind davon überzeugt, dass das Silber auf 100 Dollar bis 2012/13 durchstarten wird“, lautete da seine klare Prognose.

Mittwoch, 20. April 2011

Intel

Intel-Zahlen beflügeln den Technologiesektor

Unter den Einzelwerten profitierten insbesondere Technologieaktien von den Intel-Resultaten. Entsprechend zählten die Papiere des Halbleiterherstellers Infineon mit plus 4,29 Prozent auf 7,45 Euro zu den stärksten Dax-Titeln. Im TecDax setzten sich Dialog Semiconductor mit einem Aufschlag von 9,08 Prozent auf 14,84 Euro an die Spitze.

Autowerte schlugen sich ebenfalls überdurchschnittlich. Die Automesse in Schanghai sorge für Fantasie, sagten Börsianer. Dax- Spitzenwert waren die Vorzugsaktien von Volkswagen, die sich um 4,78 Prozent auf 118,40 Euro verteuerten. Der Autobauer will amerikanische Kunden einem Medienbericht zufolge mit Niedrigpreisen für verschiedene Modelle locken, um Marktanteile zu erobern.
Verluste bremsen ADVA-Aktie aus

Nach zwischenzeitlichen Verlusten schlossen die Papiere der Munich Re mit einem Aufschlag von 1,59 Prozent auf 115,20 Euro. Damit zählten sie allerdings zu den schwächsten Dax-Titeln. Die Katastrophen in Japan, Australien und Neuseeland hatten den weltgrößten Rückversicherer zu Jahresbeginn tief in die roten Zahlen gerissen. Für das Gesamtjahr rechnet der Vorstand dennoch weiterhin mit einem Gewinn. Börsianer sagten, dass dies alles keine Überraschung sei und sich die Kursreaktion daher in Grenzen halte.

Gegen den Trend verbilligten sich die Aktien von ProSiebenSat.1 um 0,86 Prozent auf 18,54 Euro. Börsianer zeigten sich enttäuscht darüber, dass die Beteiligungen in Nordeuropa nun doch Teil des Unternehmens blieben. Im TecDax brachen die Titel von Adva Optical Networking um 15,60 Prozent auf 5,52 Euro ein. Der Glasfaserkabel-Spezialist war im ersten Quartal wegen eines schwachen operativen Geschäfts und Währungsverlusten in die roten Zahlen gerutscht.
Euro legt deutlich zu gegenüber dem Dollar

Der Eurostoxx 50 legte um 2,23 Prozent auf 2921,43 Punkte zu drives DAX bullish

Heineken

http://www.faz.net/s/Rub297138DAAB064B7698E29C8A4821FF75/Doc~E22EEDB93923D4493BD2FD262ED08906C~ATpl~Ecommon~SMed.html

Leoni

Doch die Analysten finden nicht nur warme Worte für den MDax-Vertreter, sondern einige von ihnen haben auch ihre Kursziele angehoben. So erhöhte die Commerzbank ihre Kurszielvorgabe von 41 auf 44 Euro und auch bei Warburg traut man dem Titel einen Anstieg bis auf 44 Euro zu, nachdem die Messlatte bisher nur bei 40 Euro lag.

Begründet wird die damit verbundene Kaufempfehlung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis. Denn diese Kennziffer sei mit 7,4 auf Basis der für 2011 erwarteten Gewinne und von 6,3 für 2012 trotz der vielen Risiken für die Automobilindustrie zu niedrig. Auch nach Ansicht der Commerzbank wird die Aktie mit einem zu hohen Abschlag gegenüber der durchschnittlichen Bewertung in der Vergleichsgruppe gehandelt.

Wie schon angedeutet sollten trotz aller Zuversicht auch die Risiken nicht vergessen werden. Zur Erreichung der neuen Prognosen darf es beispielsweise zu keinen Störungen in der Lieferkette durch die Krise in Japan kommen. Zudem bestehe weiter die Möglichkeit einer Kapitalerhöhung, gibt Aleksej Wunrau zu bedenken. Aber trotz dieser Bedenken hat auch der Analyst der BHF-Bank sein Kursziel erhöht und zwar gleich von 39 auf 48 Euro.

Damit eine Annäherung an die genannten Kursziele erfolgen kann, bedarf es zunächst aber erst noch eines charttechnischen Kaufsignals. Dzu fehlt nach den jüngsten Kursgewinnen aber auch nicht mehr viel. Notierungen auf Schlusskursbasis von mehr als 35,45 Euro wären gleichbedeutend mit einem Mehrjahreshoch und das wiederum würde charttechnisch gesehen den Weg nach oben freischaufeln.

Freitag, 1. April 2011

Siemens , ENEL

Enel war nach dem mittelfristigen technischen Doppeltop (in 2007/2008; oberhalb der Unterstützung um 6,2 Euro) im Sommer 2008 mit Verkaufssignalen massiv unter Druck gekommen. Hierbei hatte die im Mai 2009 vorgenommene Kapitalerhöhung zur Teilfinanzierung der Übernahme des spanischen Versorgers Endesa auf das Kursniveau gedrückt. Der Baisse-Trend (Januar 2008 bis Juni 2009) endete in einem technischen Ausverkauf bei Kursen um 2,84 Euro. Enel konnte im Sommer 2009 zwar eine Kurserholung durchlaufen, je-doch war dies nur der Start in eine langfristige, technische Bodenformation. Diese hat die technische Form eines langfristigen Aufwärtsdreiecks.
Investment-Kaufsignal in den vergangenen Tagen für Enel-Aktien

Bereits nach der Baisse von 2000 bis 2002 steckte Enel von Juni 2002 bis zum März 2004 in einer langfristigen Bodenformation, die ebenfalls die Form eines technischen Aufwärtsdreiecks aufwies. Seit Juli 2010 war Enel innerhalb dieser Bodenformation durch einen mittelfristigen Aufwärtstrend zunächst bis an die Widerstandszone um 4,40 Euro geführt worden. Danach hatte sich unterhalb dieser Zone eine Konsolidierung ergeben. In den vergangenen Handelstagen ist Enel mit einem Investment-Kaufsignal aus der Bodenformation herausgelaufen. Die Aktie bietet sich für ein konservatives, technisches Investment an. Der Sicherungsstopp sollte bei 3,40 Euro liegen.

Für ING startete die Baisse bereits im Oktober 2006. Nachdem bis zum Herbst 2008 eine normale Baisse-Dynamik vorlag, beschleunigte sich die Baisse und endete nach vielen Verkaufssignalen erst im März 2008 mit einem Ausverkauf bei Kursen um 1,80 Euro. Danach war die Notierung von ING nach oben umgeschlagen. Dieser Aufwärtstrend lieferte vom März 2008 bis November 2008 einen Kursanstieg auf 9,80 Euro. Nach dem Abschluss dieser Kurserholung ergab sich eine mittel- bis langfristige Seitwärtspendelbewegung.



Ende Januar ist ING dann mit einem Investment-Kaufsignal aus dieser Seitwärtsbewegung herausgekommen, so dass die Aufarbeitung der Baisse wieder in Gang gekommen ist. Auch wenn das nächste technische Etappenziel im Test der Widerstandszone von 9,80 Euro bis 10 Euro liegen sollte, deutet die langfristige technische Gesamtlage ein deutlich höheres Kurspotential an. Der strategische Sicherungsstopp für eine ING-Position sollte bei 7,50 Euro liegen.
Bilderbuch-Haussetrend der Siemensaktien

Siemens ist nach Streubesitz nicht nur die größte Aktie im Dax, sondern auch die zweitgrößte Aktie im Euro-Raum nach dem französischen Konzern Total. Siemens hat nach dem Verlassen seiner technischen Bodenformation im Sommer 2009 einen technischen Bilderbuch-Haussetrend herausgebildet. Dieser Hausse-Trend, der bisher ein idealtypisches Wechselspiel von Investment-Kaufsignalen, mittelfristigen Aufwärtstrends und mittelfristigen, trendbestätigenden Konsolidierungen darstellt, wird aktuell durch eine Hausse-Trendlinie bei 82,50 Euro begrenzt.

Zuletzt hat die Aktie den mittelfristigen Aufwärtstrend (von September 2010 bis März 2011, Kursanstieg von 70 Euro auf 98,90 Euro) zum Abbau der überkauften Lage in eine Konsolidierung unterhalb der kleinen Widerstandszone (um 98,90 Euro) verlassen. Da es sich hierbei bisher um eine normale technische Konsolidierung mit einem trendbestätigenden Charakter (nach oben) handeln sollte, bleibt Siemens weiterhin ein technischer (Zu-)Kauf. Damit bleibt auch das mittelfristige technische Etappenziel (Test der nächsten mittelfristigen Widerstandszone um 110 Euro; stammt aus 2007) unverändert. Der strategische Sicherungsstopp für eine Siemens-Position sollte jetzt bei 78 Euro liegen.

Mongolia Stock xchange

tattliche Kursgewinne (das diesjährige Plus beträgt auch nach der Korrektur noch immer 63 Prozent), wie sie die mongolische Börse bis vor kurzem zu bieten hatte, locken viele Anleger magisch an. Das gilt auch für die Emittenten von Zertifikaten und deshalb war absehbar, dass es nicht lange dauern würde, bis entsprechende Produkte lanciert werden. Die Vorreiterrolle hat dabei jetzt die Royal Bank of Scotland übernommen.

Seit dem 30. März bietet sie das RBS Mongolia Opportunities TR Open End Index Zertifikat (Isin DE000AA3ACK6, Geld-/Briefspanne: 1,5 Prozent (unter normalen Marktbedingungen), Managementgebühr: 1,0 Prozent p.a.) an, das den RBS Mongolia Opportunities TR Index abbildet.
Lokal gelistete Aktien noch zu klein für ein Zertifikat


Wie es der Struktur der mongolischen Wirtschaft entspricht, besteht der von Standard & Poor's berechnete Index, der halbjährlich neu gewichtet wird, derzeit vorwiegend aus Aktien aus dem Rohstoffsektor. Konkret handelt es sich momentan um 9 Aktien aus dem Minensektor, die bei Auflegung auf Grundlage ihrer Marktkapitalisierung gewichtet sind. (siehe Grafiken) Diese Unternehmen erzielen mindestens 50 Prozent ihrer Umsätze in der Mongolei oder üben dort mindestens 50 Prozent ihrer geschäftlichen Tätigkeit dort aus.

Berücksichtigt werden ausschließlich Aktien, die über einen Tagesumsatz von umgerechnet 500.000 Dollar über die letzten drei Monate verfügen. Gleichzeitig muss die betreffende Aktie über eine Marktkapitalisierung von mindestens 100 Millionen Dollar verfügen, um sich für eine Aufnahme in den Index zu qualifizieren.

Beide Bedingungen sollen eine kontinuierliche Handelbarkeit sichern. Für lokal gelistete Unternehmen sind diese Hürden derzeit noch zu hoch. „Die mongolische Börse gehört zu den kleinsten der Welt. An einem guten Tag werden dort 100.000 Dollar gehandelt und das wird keinen Liquiditätsanforderung für ein Zertifikat gerecht“, gibt Kemal Bagci vom Emittenten RBS zu bedenken. „Der Index ist aber so konzipiert, dass er halbjährlich Unternehmen, die die Aufnahmekriterien erfüllen, aufnehmen kann. So können lokal gelistete Unternehmen, die in Zukunft diese Kriterien erreichen, in den Index einziehen. Und weil die Regierung in der Zukunft verstärkt privatisieren will, kann das durchaus passieren.“
Rohstoffreichtum verspricht hohe Wachstumsraten

Viele Anleger werden aber ohnehin gerade durch den Rohstoffreichtum des Landes angelockt. So gesehen passt die Struktur des Zertifikats zu den Vorlieben der Marktteilnehmer. Bei den Kohlevorkommen dürfte das Land beispielsweise mit geschätzten 22,3 Milliarden Tonnen an nachgewiesenen Reserven weltweit auf Rang zehn liegen. Daneben gibt es unter anderem auch reichlich Gold, Silber, Kupfer, Blei, Eisenerz, Molybdän und Uran.

Alleine die Tavan Tolgoi Mine soll mit Kohlereserven von 6,4 Milliarden Tonnen das weltgrößte unerschlossene Kokskohlevorkommen beherbergen. Und auch auf der westlichen Seite des Gebietes schlummert in der Oyu Tolgoi Mine ein Kohleschatz. Mit der Produktionsaufnahme wird hier 2012 gerechnet und die Betreiber prognostizieren, dass ihre Betriebsstätte 2020 rund 30 Prozent des Bruttoinlandsproduktes ausmachen wird.

Das sind Assets von unschätzbarem Wert, besonders wenn man wie die Mongolei an das rohstoffhungrige China angrenzt. Nicht wenige Experten hoffen vor diesem Hintergrund auf ein Wirtschaftswunder. In diesem Jahr hält beispielsweise der IWF eine Zuwachsrate von mehr als 10 Prozent für möglich.

Doch damit nicht genug: Geht es nach den Verantwortlichen ist alles das nur der Auftakt für ein goldenes Jahrzehnt. So hat das Nationale Entwicklungs- und Innovations Komitee eben erst für die Periode von 2013 bis 2021 ein durchschnittliches Plus für das Bruttoinlandsprodukt von 15,8 Prozent prognostiziert. Diesen Optimismus teilt auch Temuulen Munkhbaatar von Eurasia Capital: „In diesem Jahr dürfte ein Jahrzehnt mit zweistelligen prozentualen Wachstumsraten eingeleitet werden. Wir sehen die Mongolei in der nächsten Dekade weltweit unter den drei am stärksten wachsenden Volkswirtschaften.“
Risiken nicht vergessen

Das sind natürlich Perspektiven, die dafür sprechen, das auf dem Radarschirm zu haben. Allerdings sollte bei allen viel versprechenden Wachstumsperspektiven auch nie die Risiken ausgeblendet werden. So bleibt unter anderem abzuwarten, wie es dem armen und mit rund 3 Millionen Einwohnern dünn besiedelten Land gelingen wird, mit dem erwarteten Reichtum umzugehen.

Zudem gibt es mit einer in diesem Jahr vermutlich auf 20 Prozent steigenden Inflation auch volkswirtschaftliche Klippen zu umschiffen. Zudem gilt es zu bedenken, dass viel spekulatives Kapital mit an Bord ist, was wie zuletzt demonstriert volatile Kursausschläge in beiden Richtungen bewirken kann. Einsteigen sollte man außerdem erst dann, sobald sich abzeichnet, dass die jüngst eingeleitete Kurskorrektur tatsächlich ausgestanden ist.