Sollten ausländische Gas- und Ölfirmen profitieren, dann nur für kurze Zeit. Die internationalen Konzerne sind eng mit der Weltwirtschaft verbunden. Folglich wird der globale Wirtschaftsaufschwung auch die treibende Kraft hinter steigenden Ölpreisen oder Konzerngewinnen sein. Japan spielt nur eine untergeordnete Rolle.
derStandard.at: Wie sieht es mit anderen Branchen, wie der Chip-Industrie, Stahl-Unternehmen oder Autoherstellern aus?
Garnry: Auch hier erwarten wir keine längerfristigen Effekte durch die Katastrophe in Japan. Wenn überhaupt, wäre durch den Ausverkauf an der Tokioter Börse ein schneller Einstieg in diese Aktien eine Möglichkeit für Investoren gewesen. Ansonsten gehen wir davon aus, dass die japanischen Unternehmen bald wieder auf demselben hohen Niveau wie vor dem Beben produzieren werden. Entweder sie tun es ohnehin schon, wenn auch mit eingeschränkter Kapazität, oder sie werden Möglichkeiten finden, die Produktion in andere Anlagen umzuschichten.
derStandard.at: Anlageprofis spekulieren bereits über Profite. Welche Aktien sind derzeit besonders interessant?
Garnry: In jedem Fall prozyklische Papiere. Alle Indikatoren zeigen auf Expansion in der globalen Wirtschaft. Sektoren wie Energie, Rohstoffe, Industrie und Technologie werden stark zulegen.
derStandard.at: Japanische Unternehmen könnten ebenfalls interessant sein?
Garnry: Die Branchen sind auch hier dieselben. Achten sollte man allerdings darauf, dass es multi-nationale Unternehmen sind und zumindest 40 Prozent der Einkünfte im Ausland erwirtschaftet werden.
Mittwoch, 23. März 2011
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