Samstag, 19. März 2011

Gold wird steigen

Die Zinsen sind schon auf einem Rekordtief. Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Situation, die Ökonomen die Liquiditätsfalle nennen: So sehr die Zinsen auch sinken mögen, es wird nicht investiert. Der Weg aus diesem Dilemma führt bekanntermaßen über die Fiskalpolitik, nicht indem man die Märkte weiter mit billigem Geld flutet. Deshalb will die Regierung Obama die Steuern senken, um die Konjunktur zu stützen. Das ist im Prinzip richtig – kollidiert aber mit der hohen Staatsverschuldung, die hierdurch weiter steigen wird. In Euroland wird eher konsolidiert, was das Wachstum eher dämpfen wird.

Ein gesundes Wachstum, das sich selbst trägt, gibt es auf beiden Seiten des Atlantiks nicht. Für die Aktienmärkte bedeutet das nichts Gutes. Solange die drohenden Wolken noch weit entfernt sind und die Anleger weiter auf den Staat hoffen, können die Aktienkurse weiter steigen. Aber wehe, die Zweifel kommen auf. Dann ändert sich die Lage rapide.

Während das vergangene Jahr noch ruhig verlief, dürften die Turbulenzen an der Börse im kommenden Jahr dramatisch zunehmen. Die immer größeren fundamentalen Schwierigkeiten werden immer stärkere Anstrengungen der Geld- und Fiskalpolitik nötig machen. Am Ende werden die fundamentalen Kräfte siegen und die Aktienkurse fallen. Ob bereits im nächsten Jahr, ist die offene Frage.

Die Flucht in die Sicherheit wird auf jeden Fall anhalten. Je stärker die Zweifel werden, dass die Wirtschafts- und Geldpolitiker die Situation in den Griff bekommen, umso mehr werden sich die Anleger Edelmetallen zuwenden. Deshalb wird der Goldpreis weiter steigen. 2010 mag ein relativ leichtes Jahr für die Anleger gewesen sein. Das kommende Jahr wird es nicht.

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