Montag, 28. Juni 2010
Marc Faber
http://www.shtfplan.com/marc-faber/marc-faber-all-currencies-are-doomed-except-for-gold_05052010
Sonntag, 27. Juni 2010
Gold
»Ich glaube nicht, dass jetzt schon Schluss ist«, sagt Jim Rogers über den Goldpreisboom, während er am Morgen in Singapur auf seiner Terrasse in die Pedale seines Fitnessfahrrads tritt und sich den Schweiß aus den Augen kneift, weil seine Finger damit beschäftigt sind, eine E-Mail zu beantworten. Der Laptop ist an den Lenker geschraubt. Ein Blackberry liegt in Reichweite. Ventilatoren quirlen 35 Grad schwere Luft.
Vor drei Jahren hat der 67 Jahre alte US-Investor sein Haus in New York für 15 Millionen Dollar verkauft, um mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern nach Singapur umzusiedeln. Mit Amerika, sagt Rogers, habe er abgeschlossen. Das Land habe keine Zukunft. Jim Rogers glaubt an China. Deshalb, sagt er, sei er es seinen Töchtern schuldig gewesen, dafür zu sorgen, dass sie mit Mandarin aufwachsen. Und Spanisch. Mit unmittelbarer Krisenvorsorge habe sein Umzug nichts zu tun, aber er gehe davon aus, dass es in den USA in Zukunft zu massiven sozialen Unruhen kommen werde. Im Pool planscht seine zweijährige Tochter Baby Bee mit dem kolumbianischen Kindermädchen. Die Kleine sei im Spanischen schon wesentlich flüssiger als ihre siebenjährige Schwester, sagt Rogers.
Es gibt Leute, die ihm jetzt gerne zuhören. Leute, von denen Rogers sagt, er könne eigentlich nicht viel mit ihnen anfangen. Im Englischen nennt man sie gold bugs, Goldkäfer, eine Spezies, die sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat, in Deutschland und in der Schweiz, in den USA und in Asien. Als Ökonomen sitzen sie in den Chefetagen von Banken und fordern die Rückkehr zum Goldstandard, als Privatinvestoren leben sie auf Landsitzen an der amerikanischen Ostküste und reden ungern über die Menge ihres Edelmetalls. Es sei denn, man ist unter sich.
»Gold«, schreibt Brett Arends, Kolumnist des Wall Street Journal, »hat eine Armee von Gläubigen hinter sich, die bereit sind, jede Kurssteigerung als Sieg zu feiern und Skeptiker mit den Worten ›Ihr versteht es eben einfach nicht‹ abzuspeisen.« Aus München meldete die Edelmetallmesse im vergangenen Jahr mit 5000 Besuchern einen neuen Rekord. Gold bugs veröffentlichen Bücher mit Titeln wie Das geheime Wissen der Goldanleger, sie schreiben Beiträge in Periodika wie dem Smart Investor (»Edelmetalle – Hochglanz hoch vier!«) oder dem Morgan Report (»Hyperinflation voraus!«). Sie vergewissern sich gegenseitig in Internetforen wie den Goldseiten, auf Konferenzen und Tagungen, dass Gold das einzig wahre Anlageobjekt ist. Vom bevorstehenden Untergang der Papierwährungen sind sie überzeugt, seit die Zentralbanken aufgehört haben, deren Gegenwert in Gold im Tresor zu lagern.
Gold bugs sind Kapitalisten, die ihr Eigentum verteidigen. Gold bugs sind Antikapitalisten, weil sie hinnehmen, dass ihre Anlage keine Rendite abwirft. Sie sind zukunftsfixiert in ihrer Erwartung kommender Katastrophen, reaktionär in ihrem Glauben an ein fassbares Stück Ewigkeit. Gold bugs, sagt Rogers, seien Menschen, die dem Edelmetall einen höheren, nahezu religiösen Wert beimessen. In der Regel erklären sie einem, dass sie selbst keine gold bugs sind, sondern einfach Kenner der Materie. Unter gold bugs gilt: Gold bugs sind immer die anderen.
Fragen zu seinem Werdegang beantwortet Hans J. Bocker standardmäßig mit der Formel: »Lassen Sie uns nicht unsere wertvolle Zeit verschwenden. Sehen Sie bitte nach im Who is Who in the World unter B. Da bin ich drin. Seit 27 Jahren.« Er habe keinen besonderen Wert auf diesen Eintrag gelegt. Dann sagt er, er habe 104 Länder bereist und in 54 davon gelebt, übe drei Berufe aus, halte zwei Professuren und nutze fünf Handys internationaler Netzanbieter. Meistens spricht er ein wenig atemlos, gepresst und leise, als sei er in ein Selbstgespräch versunken. Seine Haut ist gebräunt. Bocker sagt, er komme gerade aus Togo.
Am Morgen nach seinem Vortrag in Oldenburg schiebt er unvermittelt zwischen Marmelade und Kaffee ein DIN-A4-großes Farbfoto über den Frühstückstisch. Es zeigt die erheblich versehrte Leiche eines jungen Geologen, der bei einer Expedition von einem Bären getötet wurde. Bocker hat sie fotografiert. »Es gibt keine Schwäche und keine Weichheit«, murmelt Bocker. »Das können wir uns gar nicht leisten.« Dann referiert er über Themen, die in seinem Goldvortrag gestern Abend nicht mehr unterkamen: das bevorstehende Ende der Zivilisation, Wiedergeburt und seine Überzeugung, dass die geplante Ausrottung der Menschheit durch Zwangsimpfungen unmittelbar bevorsteht.
Vor drei Jahren hat der 67 Jahre alte US-Investor sein Haus in New York für 15 Millionen Dollar verkauft, um mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Töchtern nach Singapur umzusiedeln. Mit Amerika, sagt Rogers, habe er abgeschlossen. Das Land habe keine Zukunft. Jim Rogers glaubt an China. Deshalb, sagt er, sei er es seinen Töchtern schuldig gewesen, dafür zu sorgen, dass sie mit Mandarin aufwachsen. Und Spanisch. Mit unmittelbarer Krisenvorsorge habe sein Umzug nichts zu tun, aber er gehe davon aus, dass es in den USA in Zukunft zu massiven sozialen Unruhen kommen werde. Im Pool planscht seine zweijährige Tochter Baby Bee mit dem kolumbianischen Kindermädchen. Die Kleine sei im Spanischen schon wesentlich flüssiger als ihre siebenjährige Schwester, sagt Rogers.
Es gibt Leute, die ihm jetzt gerne zuhören. Leute, von denen Rogers sagt, er könne eigentlich nicht viel mit ihnen anfangen. Im Englischen nennt man sie gold bugs, Goldkäfer, eine Spezies, die sich auf der ganzen Welt ausgebreitet hat, in Deutschland und in der Schweiz, in den USA und in Asien. Als Ökonomen sitzen sie in den Chefetagen von Banken und fordern die Rückkehr zum Goldstandard, als Privatinvestoren leben sie auf Landsitzen an der amerikanischen Ostküste und reden ungern über die Menge ihres Edelmetalls. Es sei denn, man ist unter sich.
»Gold«, schreibt Brett Arends, Kolumnist des Wall Street Journal, »hat eine Armee von Gläubigen hinter sich, die bereit sind, jede Kurssteigerung als Sieg zu feiern und Skeptiker mit den Worten ›Ihr versteht es eben einfach nicht‹ abzuspeisen.« Aus München meldete die Edelmetallmesse im vergangenen Jahr mit 5000 Besuchern einen neuen Rekord. Gold bugs veröffentlichen Bücher mit Titeln wie Das geheime Wissen der Goldanleger, sie schreiben Beiträge in Periodika wie dem Smart Investor (»Edelmetalle – Hochglanz hoch vier!«) oder dem Morgan Report (»Hyperinflation voraus!«). Sie vergewissern sich gegenseitig in Internetforen wie den Goldseiten, auf Konferenzen und Tagungen, dass Gold das einzig wahre Anlageobjekt ist. Vom bevorstehenden Untergang der Papierwährungen sind sie überzeugt, seit die Zentralbanken aufgehört haben, deren Gegenwert in Gold im Tresor zu lagern.
Gold bugs sind Kapitalisten, die ihr Eigentum verteidigen. Gold bugs sind Antikapitalisten, weil sie hinnehmen, dass ihre Anlage keine Rendite abwirft. Sie sind zukunftsfixiert in ihrer Erwartung kommender Katastrophen, reaktionär in ihrem Glauben an ein fassbares Stück Ewigkeit. Gold bugs, sagt Rogers, seien Menschen, die dem Edelmetall einen höheren, nahezu religiösen Wert beimessen. In der Regel erklären sie einem, dass sie selbst keine gold bugs sind, sondern einfach Kenner der Materie. Unter gold bugs gilt: Gold bugs sind immer die anderen.
Fragen zu seinem Werdegang beantwortet Hans J. Bocker standardmäßig mit der Formel: »Lassen Sie uns nicht unsere wertvolle Zeit verschwenden. Sehen Sie bitte nach im Who is Who in the World unter B. Da bin ich drin. Seit 27 Jahren.« Er habe keinen besonderen Wert auf diesen Eintrag gelegt. Dann sagt er, er habe 104 Länder bereist und in 54 davon gelebt, übe drei Berufe aus, halte zwei Professuren und nutze fünf Handys internationaler Netzanbieter. Meistens spricht er ein wenig atemlos, gepresst und leise, als sei er in ein Selbstgespräch versunken. Seine Haut ist gebräunt. Bocker sagt, er komme gerade aus Togo.
Am Morgen nach seinem Vortrag in Oldenburg schiebt er unvermittelt zwischen Marmelade und Kaffee ein DIN-A4-großes Farbfoto über den Frühstückstisch. Es zeigt die erheblich versehrte Leiche eines jungen Geologen, der bei einer Expedition von einem Bären getötet wurde. Bocker hat sie fotografiert. »Es gibt keine Schwäche und keine Weichheit«, murmelt Bocker. »Das können wir uns gar nicht leisten.« Dann referiert er über Themen, die in seinem Goldvortrag gestern Abend nicht mehr unterkamen: das bevorstehende Ende der Zivilisation, Wiedergeburt und seine Überzeugung, dass die geplante Ausrottung der Menschheit durch Zwangsimpfungen unmittelbar bevorsteht.
Donnerstag, 24. Juni 2010
Dienstag, 22. Juni 2010
Wichtige Metalle
* Antimon (zum Beispiel für Mikrokondensatoren)
* Beryllium
* Kobalt (zum Beispiel für Lithium-Ionen-Batterien und synthetische Treibstoffe)
* Flussspat
* Gallium (etwa für Dünnschichtphotovoltaikmodule und weiße Leuchtdioden)
* Germanium (für Glasfaserkabel und Infrarotoptik)
* Graphit
* Indium (für Bildschirme und Dünnschichtphotovoltaikmodule)
* Magnesium
* Niob (für Mikrokondensatoren und Eisenlegierungen)
* Metalle der Platingruppe (für Brennstoffzellen, Katalysatoren und Meerwasserentsalzung)
* seltene Erden (für Dauermagnete und Lasertechnologie)
* Tantal (für Mikrokondensatoren und medizinische Technologien)
* Wolfram.
* Beryllium
* Kobalt (zum Beispiel für Lithium-Ionen-Batterien und synthetische Treibstoffe)
* Flussspat
* Gallium (etwa für Dünnschichtphotovoltaikmodule und weiße Leuchtdioden)
* Germanium (für Glasfaserkabel und Infrarotoptik)
* Graphit
* Indium (für Bildschirme und Dünnschichtphotovoltaikmodule)
* Magnesium
* Niob (für Mikrokondensatoren und Eisenlegierungen)
* Metalle der Platingruppe (für Brennstoffzellen, Katalysatoren und Meerwasserentsalzung)
* seltene Erden (für Dauermagnete und Lasertechnologie)
* Tantal (für Mikrokondensatoren und medizinische Technologien)
* Wolfram.
Outlook Germany
Die Firmen selbst gehen davon aus, dass ihre Exporte nicht mehr ganz so kräftig wachsen wie zuletzt. „Dennoch bewerten sie ihre Perspektiven für das Auslandsgeschäft weiterhin als sehr gut“, erklärte das Ifo. Bei den Industriebetrieben habe sich die Stimmung verbessert, die Firmen würden voraussichtlich kaum mehr Stellen abbauen. Während sich die Stimmung im Großhandel und Baugewerbe weiter verbessert habe, trübte sich das Klima im Einzelhandel etwas ein.
Die meisten Experten sagen der Konjunktur für das laufende Jahr ein Anziehen von rund zwei Prozent voraus. Das stärkste Quartal dürfte das im Juni zu Ende gehende sein. Für die zweite Jahreshälfte rechnen viele Fachleute bereits damit, dass sich das Wachstum wieder etwas abschwächt. „Einen Einbruch brauchen wir aber nicht befürchten“, sagte WestLB-Analyst Jörg Lüschow.
Die meisten Experten sagen der Konjunktur für das laufende Jahr ein Anziehen von rund zwei Prozent voraus. Das stärkste Quartal dürfte das im Juni zu Ende gehende sein. Für die zweite Jahreshälfte rechnen viele Fachleute bereits damit, dass sich das Wachstum wieder etwas abschwächt. „Einen Einbruch brauchen wir aber nicht befürchten“, sagte WestLB-Analyst Jörg Lüschow.
Mittwoch, 16. Juni 2010
Donnerstag, 3. Juni 2010
Deflation - Inflation
Wechsel zwischen Deflation und Inflation
Sollten die staatlichen Retter von ihren Hilfen für Banken, Konjunktur und Schuldensünder irgendwann aufgezehrt sei, werde die Europäische Zentralbank Geld schöpfen. "Alles bewegt sich auf eine eruptive Entwicklung zu, die aus der Erkenntnis resultiert, dass die Staaten ihre Schulden nicht geordnet zurückzahlen können", glaubt Flossbach. Der Kampf zwischen Deflation und Inflation könne sich noch Jahre hinziehen, bis es zum Showdown komme.
Für Anleger haben die Vermögensverwalter deshalb vor allem einen Rat: Sie sollen ihre Ersparnisse in möglichst viele verschiedene Anlageklassen investieren. "Also ein bisschen Geld in Gold stecken und natürlich in Aktien - und zwar von in Unternehmen, die unentbehrliche Dinge verkaufen wie Energie und Nahrungsmittel und die Preissteigerungen an ihre Kunden weiterreichen können", empfiehlt Experte Walter.
Einseitige Wetten auf eine Anlage seien viel zu gefährlich. Gold allein mache ebensowenig glücklich wie Aktien pur. "Die Frage ist nicht, ob sie die A- oder die B-Aktie erwerben", sagt Flossbach. "Wenn das Wachstum zerstört wird, dann ist das ein Szenario für Anleihen." Ach ja: Auch eine Immobilie könne nichts schaden, aber eben nur eine, denn auch hier lauern Risiken, falls der Staat beschließt, die Eigentümer zu schröpfen.
Sollten die staatlichen Retter von ihren Hilfen für Banken, Konjunktur und Schuldensünder irgendwann aufgezehrt sei, werde die Europäische Zentralbank Geld schöpfen. "Alles bewegt sich auf eine eruptive Entwicklung zu, die aus der Erkenntnis resultiert, dass die Staaten ihre Schulden nicht geordnet zurückzahlen können", glaubt Flossbach. Der Kampf zwischen Deflation und Inflation könne sich noch Jahre hinziehen, bis es zum Showdown komme.
Für Anleger haben die Vermögensverwalter deshalb vor allem einen Rat: Sie sollen ihre Ersparnisse in möglichst viele verschiedene Anlageklassen investieren. "Also ein bisschen Geld in Gold stecken und natürlich in Aktien - und zwar von in Unternehmen, die unentbehrliche Dinge verkaufen wie Energie und Nahrungsmittel und die Preissteigerungen an ihre Kunden weiterreichen können", empfiehlt Experte Walter.
Einseitige Wetten auf eine Anlage seien viel zu gefährlich. Gold allein mache ebensowenig glücklich wie Aktien pur. "Die Frage ist nicht, ob sie die A- oder die B-Aktie erwerben", sagt Flossbach. "Wenn das Wachstum zerstört wird, dann ist das ein Szenario für Anleihen." Ach ja: Auch eine Immobilie könne nichts schaden, aber eben nur eine, denn auch hier lauern Risiken, falls der Staat beschließt, die Eigentümer zu schröpfen.
Dienstag, 1. Juni 2010
Palladium - Platin
Anleger, die an der Preisentwicklung von Platin und Palladium teilhaben möchten, können nicht nur in solche börsengehandelte Indexfonds investieren. Auch Münzen und Barren für Platin und Palladium gibt es, sie spielen aber eine geringere Rolle, zumal bei einem Kauf 19 Prozent Mehrwertsteuer in Deutschland anfallen. Es gibt zudem Zertifikate, die sich am Preis für Platin und Palladium orientieren. Auch der Kauf von börsennotierten Minenunternehmen ist möglich, doch dabei erwirbt der Anleger nicht direkt den Rohstoff, sondern einen Anteil an dem Förderunternehmen - wie dem Anbieter Anglo Platinum.
Spekulationen um Südafrikas Produktion während der WM
Der Einfluss der ETF-Branche im Rohstoffgeschäft steigt. In einem Commerzbank-Bericht heißt es, dass der Platin-ETF des Anbieters ETF Securities in den Vereinigten Staaten mittlerweile für 6 Prozent der globalen Platin-Jahresnachfrage verantwortlich ist. Während die spekulativ orientierten Finanzanleger sich von ihren Anlagen jüngst getrennt haben, sind die ETF-Anleger nach Einschätzung von LBBW-Analyst Proettel nicht Auslöser des Preisrückgangs: „Die Zuflüsse in die Fonds wurden nur kurzfristig unterbrochen.“
Rund die Hälfte der Nachfrage für Palladium kommt aus der Automobilindustrie für den Bau von Katalysatoren. Eine Erholung der Weltwirtschaft und die steigende Nachfrage der Automobilindustrie dürfte nach Einschätzung des britischen Rohstoff-Analyseunternehmens GFMS dieses Jahr dazu führen, dass das bestehende Angebotsdefizit bei Palladium sich vergrößert und daher die Preise wieder anziehen. So rechnet die Commerzbank mit einem Preis von durchschnittlich 625 Dollar je Feinunze im dritten Quartal.
Allerdings sei auch ein Rückgang bis Jahresende auf 550 Dollar möglich. Bei Platin drohten Angebotsprobleme, weil der weltweit führende Platinverarbeiter in Südafrika wegen der Fußball-Weltmeisterschaft nicht ausreichend Strom für seine Produktion erhalten könnte. LBBW-Analyst Proettel rechnet damit, dass der Preis für Platin in den kommenden drei Monaten auf 1600 Dollar steigt. Viele Unternehmen, die Platin für ihre Produktion benötigen, dürften das aktuelle Preisniveau zur Ergänzung ihrer Lagerbestände nutzen.
Spekulationen um Südafrikas Produktion während der WM
Der Einfluss der ETF-Branche im Rohstoffgeschäft steigt. In einem Commerzbank-Bericht heißt es, dass der Platin-ETF des Anbieters ETF Securities in den Vereinigten Staaten mittlerweile für 6 Prozent der globalen Platin-Jahresnachfrage verantwortlich ist. Während die spekulativ orientierten Finanzanleger sich von ihren Anlagen jüngst getrennt haben, sind die ETF-Anleger nach Einschätzung von LBBW-Analyst Proettel nicht Auslöser des Preisrückgangs: „Die Zuflüsse in die Fonds wurden nur kurzfristig unterbrochen.“
Rund die Hälfte der Nachfrage für Palladium kommt aus der Automobilindustrie für den Bau von Katalysatoren. Eine Erholung der Weltwirtschaft und die steigende Nachfrage der Automobilindustrie dürfte nach Einschätzung des britischen Rohstoff-Analyseunternehmens GFMS dieses Jahr dazu führen, dass das bestehende Angebotsdefizit bei Palladium sich vergrößert und daher die Preise wieder anziehen. So rechnet die Commerzbank mit einem Preis von durchschnittlich 625 Dollar je Feinunze im dritten Quartal.
Allerdings sei auch ein Rückgang bis Jahresende auf 550 Dollar möglich. Bei Platin drohten Angebotsprobleme, weil der weltweit führende Platinverarbeiter in Südafrika wegen der Fußball-Weltmeisterschaft nicht ausreichend Strom für seine Produktion erhalten könnte. LBBW-Analyst Proettel rechnet damit, dass der Preis für Platin in den kommenden drei Monaten auf 1600 Dollar steigt. Viele Unternehmen, die Platin für ihre Produktion benötigen, dürften das aktuelle Preisniveau zur Ergänzung ihrer Lagerbestände nutzen.
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