Freitag, 24. Februar 2012

Wie lange steigt Gold ? - FAZ

Metalle sollten nicht vor der zweiten Jahreshälfte zulegen. Kurzfristig werden sich Energierohstoffe wie Öl verteuern, ebenso Gold. Das Edelmetall ist wegen des niedrigen Realzinsen unterbewertet, die Opportunitätskosten sind gering. Unsere Jahresprognose für Gold liegt bei 1940 Dolle je Unze.

Der Goldpreis steigt das elfte Jahr in Folge. Gibt es eine Blase?

Wir denken, dass es mit ziemlicher Sicherheit eine Gold-Blase gibt. Die Frage ist wohl eher, wann sie platzen wird. Es ist eine Blase, weil Gold in großem Stil gehortet wird. Die Investoren in den mit Gold hinterlegten börsennotierten Indexfonds (ETF) sind nach den Vereinigten Staaten und Europa inzwischen der drittgrößte Besitzer von Goldreserven auf der Welt. Das Gold in diesen Rohstofffonds kann allerdings leicht auf den Markt zurückkommen. Dann würde die Blase platzen. Solange jedoch die Staatsschuldenproblematik auf beiden Seiten des Atlantiks nicht gelöst ist, werden die Anleger an Gold festhalten. So lange sollte man als Anleger auf steigende Goldpreise setzen.

China ist der größte Energieverbraucher, wie ist Ihr Ausblick bezüglich der Rohstoffpreise?

Viele Anleger vergessen, dass China nicht nur ein großer Verbraucher, sondern auch ein wichtiger Anbieter von Rohstoffen ist. Es ist davon auszugehen, dass China seine Aluminium-Produktion zurückfahren wird, weil der Strom teurer wird. Mit Blick auf Öl und das Industriemetall Kupfer wird China auch weiterhin für eine hohe Nachfrage sorgen, so dass die Preise zulegen.

Das Gespräch führte Tim Höfinghoff.


Quelle: F.A.Z.

2 Kommentare:

Watzenböck hat gesagt…

Wird man 2020 mit Geld oder Gold zahlen, will ein anderer User wissen. Dafür hat Erich Streissler folgende Antwort parat: "Man wird 2020 mit den gegenwärtigen Hauptwährungen, dem Dollar, dem Euro und dem Yen bezahlen, zu welchen sich der chinesische Yuan hinzugesellen wird. Wenn man bezüglich irgendwelcher dieser Währungen skeptisch ist, wird man wie seit fast 300 Jahren auf das Gold zurückgreifen. Das ist schließlich diejenige Währung, die der größte Mathematiker aller Zeiten, Sir Isaac Newton in seiner Eigenschaft als maßgeblicher englischer Geldpolitiker eingeführt hat. Die Goldwährung hat längst die Skepsis von Einstein gegenüber den mathematisch-physikalischen Ideen von Newton überdauert." (rb, derStandard.at, 14.2.2012)

Watzenböck hat gesagt…

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