Derby Cycle
A1H6HN
25.08.2011
von 15,80 auf 28,89 EUR
+82,8%
Acazis
A1C9YF
06.06.2011
von 3,05 auf 5,70 EUR
+86,9%
Balda
521510
14.07.2010
von 2,88 auf 9,90 EUR
+243,8% DISASTER
Stamps.com
A0BM1V
01.08.2011
von 17 auf 25,24 USD
+48,4%
Lanxess
547040
22.03.2010
von 32,08 auf 62,80 EUR
+95,8%
Basler AG
510200
13.07.2010
von 7,80 auf 15,25 EUR
+95,5%
Bertrandt
523280
03.05.2010
von 29,70 auf 59,94 EUR
+101,8%
Infineon
A0MSN1
17.05.2010
von 5,10 auf 8,30 EUR
+62,7%
Bob Mobile
A0HHJR
25.05.2010
von 14,44 auf 24,30 EUR
+68,3%
Canyon Services
A0N96U
06.01.2011
von 11,07 auf 15,77 CAD
+42,5%
Centrotec
540750
11.01.2010
von 11 auf 24,50 EUR
+122,7%
Delticom
514680
29.03.2010
von 30,01 auf 77,35 EUR
+157,7%
Samstag, 14. Januar 2012
the-dows-10-biggest-bargain
http://www.fool.com/investing/general/2012/01/10/the-dows-10-biggest-bargain-stocks.aspx
Dienstag, 10. Januar 2012
Striking oil (and gas)
Another big dividend raiser has been Williams (NYSE: WMB ) . The company has boosted its dividend twice in the past year, with the payout now double what it was in late 2010. Its $0.25 dividend now represents a 3.7% yield.
The company also made another shareholder-friendly move, spinning off WPX Energy, its exploration and production unit. Now, Williams has focused on the energy midstream, with its pipelines and processing assets. With all the new production throughout the U.S., Williams is in a good position to profit from high demand.
The company also made another shareholder-friendly move, spinning off WPX Energy, its exploration and production unit. Now, Williams has focused on the energy midstream, with its pipelines and processing assets. With all the new production throughout the U.S., Williams is in a good position to profit from high demand.
Sonntag, 8. Januar 2012
Investment ideas
Chipotle (NYSE: CMG )
$8.7 billion
I can't name another restaurant concept in Chipotle's space that engenders such broad-reaching fandom.
Tempur-Pedic (NYSE: TPX )
$4.4 billion
An innovative, high-end bedding company whose 50% gross margins make "putting your money under a mattress" a tempting option.
Morningstar (Nasdaq: MORN )
$3.0 billion
This article is about the proliferation of useless financial data. Morningstar provides the opposite.
Buffalo Wild Wings (Nasdaq: BWLD )
$1.1 billion
A debt-free restaurant concept that has achieved 23% sales growth and 32% EPS growth over the last five years.
Whole Foods (Nasdaq: WFM )
$10.7 billion
Supermarket chain that's riding the organic food trend with a focus on "conscious capitalism."
Rosetta Stone (NYSE: RST )
$0.3 billion
As we get more global, Rosetta Stone's learning software seeks to bridge the language barriers.
Intuitive Surgical (Nasdaq: ISRG )
$13.7 billion
As health care strives to get both cheaper and better while our population ages, robotic surgery has a tantalizing opportunity.
$8.7 billion
I can't name another restaurant concept in Chipotle's space that engenders such broad-reaching fandom.
Tempur-Pedic (NYSE: TPX )
$4.4 billion
An innovative, high-end bedding company whose 50% gross margins make "putting your money under a mattress" a tempting option.
Morningstar (Nasdaq: MORN )
$3.0 billion
This article is about the proliferation of useless financial data. Morningstar provides the opposite.
Buffalo Wild Wings (Nasdaq: BWLD )
$1.1 billion
A debt-free restaurant concept that has achieved 23% sales growth and 32% EPS growth over the last five years.
Whole Foods (Nasdaq: WFM )
$10.7 billion
Supermarket chain that's riding the organic food trend with a focus on "conscious capitalism."
Rosetta Stone (NYSE: RST )
$0.3 billion
As we get more global, Rosetta Stone's learning software seeks to bridge the language barriers.
Intuitive Surgical (Nasdaq: ISRG )
$13.7 billion
As health care strives to get both cheaper and better while our population ages, robotic surgery has a tantalizing opportunity.
Aber was heißt das für Gold & Silber?
Durch eine Inflation steigen die Preise für Rohstoffe, ohne Frage!
Die offizielle Inflation beträgt in Deutschland knapp 3%, wobei sich die Leitzinsen bei 1% befinden. Das bedeutet, dass jeder Sparer, der 1% von seiner bekommt, 2% an realer Kaufkraft verliert.
In China werden alle Menschen angehalten einen Teil ihres Geldes in Gold & Silber anzulegen, um bei einem möglichen Ausfall des Buchgeld-Systems immerhin noch etwas Vermögen zu haben.
Inzwischen sagt die chinesische Regierung, dass Buchgeld nicht mehr sicher ist, und man seinen gesamtes Vermögen in harten Assets halten soll - Gold und Silber sind harte Assets.
Kurz gesagt: Inflation frißt das Geld auf und Gold & Silber sind der perfekte Schutz vor einer Inflation, auch wenn immer wieder gesagt wird, dass Gold & Silber während einer Inflation nicht so gut abschneiden würden und keine Zinsen zahlen.
Fakt ist jedenfalls, dass man eine Unze Silber im Notfall immer gegen Lebensmittel eintauschen kann. Bei anderen Assets sieht das deutlich schlechter aus.
(Natürlich weiß ich, dass dieser Vergleich in einer modernen Gesellschaft, wie unserer, hinkt, aber die letzte Hyperinflation ist gar nicht mal so lange her!)
Durch eine Inflation steigen die Preise für Rohstoffe, ohne Frage!
Die offizielle Inflation beträgt in Deutschland knapp 3%, wobei sich die Leitzinsen bei 1% befinden. Das bedeutet, dass jeder Sparer, der 1% von seiner bekommt, 2% an realer Kaufkraft verliert.
In China werden alle Menschen angehalten einen Teil ihres Geldes in Gold & Silber anzulegen, um bei einem möglichen Ausfall des Buchgeld-Systems immerhin noch etwas Vermögen zu haben.
Inzwischen sagt die chinesische Regierung, dass Buchgeld nicht mehr sicher ist, und man seinen gesamtes Vermögen in harten Assets halten soll - Gold und Silber sind harte Assets.
Kurz gesagt: Inflation frißt das Geld auf und Gold & Silber sind der perfekte Schutz vor einer Inflation, auch wenn immer wieder gesagt wird, dass Gold & Silber während einer Inflation nicht so gut abschneiden würden und keine Zinsen zahlen.
Fakt ist jedenfalls, dass man eine Unze Silber im Notfall immer gegen Lebensmittel eintauschen kann. Bei anderen Assets sieht das deutlich schlechter aus.
(Natürlich weiß ich, dass dieser Vergleich in einer modernen Gesellschaft, wie unserer, hinkt, aber die letzte Hyperinflation ist gar nicht mal so lange her!)
Freitag, 6. Januar 2012
Gold ? - FAZ
Investoren klammern sich ans Gold
Dies spornt die Notenbanken vor allem der Schwellenländer an, einen größeren Teil ihrer Reserven von Staatsanleihen in Gold umzuschichten, ihre Goldreserven also aufzustocken. Die Krise in der Währungsunion und die Unfähigkeit der amerikanischen Administration, die Fiskalpolitik der Vereinigten Staaten zu konsolidieren, beschleunigen diesen Prozess. Und solange Investoren fürchten, dass es ein - wenn auch geringes - Restrisiko gibt, dass die Währungsunion durch eine Welle von unkontrollierten Zahlungsausfällen von Staaten, Banken und Unternehmen auseinanderbrechen könnte, klammern sich Investoren erst recht an Gold.
Russland, Bolivien, Kasachstan, Thailand, Südkorea, Weißrussland, die Türkei, Tadschikistan, Makedonien, Mauritius und Marokko haben ihre Goldreserven im vergangenen Jahr erhöht oder signalisiert, dass sie ihre Goldreserven weiter aufstocken könnten. Im vergangenen Jahr haben Notenbanken 349 Tonnen Gold gekauft, mehr als vom Markt erwartet.
Goldpreis könnte weiter steigen
„Angesichts der expansiven Geldpolitik könnte der Goldpreis in den kommenden zwölf Monaten sogar kurzfristig auf ein Niveau von 2000 bis 2500 Dollar je Feinunze steigen“, meinten Analysten von Bank of America Merrill Lynch. Der Silberpreis indessen werde nicht entsprechend zulegen. Der Rekordpreis von fast 50 Euro im vergangenen Jahr sei die Folge unbändiger Spekulationen gewesen, ein Preis von etwa 30 Dollar jedoch fundamental gerechtfertigt, heißt es bei der amerikanischen Investmentbank.
Die Prognose könnte bedeuten, dass das Gold-Silber-Verhältnis von derzeit Faktor 56 weiter steigt (siehe Grafik). Das Verhältnis liegt indessen noch weit unter Faktor 83 von Ende 2008, als der Goldpreis wegen der Finanzkrise bereits rasant zulegte, dem Silber seine Aufholjagd jedoch noch bevorstand. Der Preisanstieg von Silber ließ das Preisverhältnis beider Edelmetalle dann bis Mai 2011 auf ein vorläufiges Tief von 32 fallen.
Angesichts der Nervosität am Markt und der für die Märkte gewichtigen politischen Entscheidungen ist es für Anleger schwer einzuschätzen, wann die glänzende Zeit für Gold vorbei sein könnte. Manche Investoren schwören, sich auf Jahre nicht von ihren Beständen trennen zu wollen. Aber wenn die Regierungen mehr tun, um das Wachstum ihrer Volkswirtschaften anzukurbeln, und wenn sich mittelfristig die Inflation tatsächlich beschleunigen sollte, könnte Gold an Attraktivität verlieren. Mit steigenden Zinsen gewinnen andere Anlageklassen an Attraktivität, und der Investor muss höhere Opportunitätskosten mit seinen Gold-Investments schultern.
„Gold ist wahrscheinlich eines der besten Investments in Zeiten des Vertrauensverlustes in Staaten und Finanzinstitute sowie bei zunehmender Besorgnis angesichts der expansiven Geldpolitik rund um den Globus“, heißt es bei dem Vermögensverwalter MAN Group. Wenn es aber erst zu Inflation komme, seien andere Vermögens- und Rohstoffpositionen interessanter. JP Morgan erwartet, dass der Goldpreis ab dem zweiten Quartal nicht weiter steigt.
Dies spornt die Notenbanken vor allem der Schwellenländer an, einen größeren Teil ihrer Reserven von Staatsanleihen in Gold umzuschichten, ihre Goldreserven also aufzustocken. Die Krise in der Währungsunion und die Unfähigkeit der amerikanischen Administration, die Fiskalpolitik der Vereinigten Staaten zu konsolidieren, beschleunigen diesen Prozess. Und solange Investoren fürchten, dass es ein - wenn auch geringes - Restrisiko gibt, dass die Währungsunion durch eine Welle von unkontrollierten Zahlungsausfällen von Staaten, Banken und Unternehmen auseinanderbrechen könnte, klammern sich Investoren erst recht an Gold.
Russland, Bolivien, Kasachstan, Thailand, Südkorea, Weißrussland, die Türkei, Tadschikistan, Makedonien, Mauritius und Marokko haben ihre Goldreserven im vergangenen Jahr erhöht oder signalisiert, dass sie ihre Goldreserven weiter aufstocken könnten. Im vergangenen Jahr haben Notenbanken 349 Tonnen Gold gekauft, mehr als vom Markt erwartet.
Goldpreis könnte weiter steigen
„Angesichts der expansiven Geldpolitik könnte der Goldpreis in den kommenden zwölf Monaten sogar kurzfristig auf ein Niveau von 2000 bis 2500 Dollar je Feinunze steigen“, meinten Analysten von Bank of America Merrill Lynch. Der Silberpreis indessen werde nicht entsprechend zulegen. Der Rekordpreis von fast 50 Euro im vergangenen Jahr sei die Folge unbändiger Spekulationen gewesen, ein Preis von etwa 30 Dollar jedoch fundamental gerechtfertigt, heißt es bei der amerikanischen Investmentbank.
Die Prognose könnte bedeuten, dass das Gold-Silber-Verhältnis von derzeit Faktor 56 weiter steigt (siehe Grafik). Das Verhältnis liegt indessen noch weit unter Faktor 83 von Ende 2008, als der Goldpreis wegen der Finanzkrise bereits rasant zulegte, dem Silber seine Aufholjagd jedoch noch bevorstand. Der Preisanstieg von Silber ließ das Preisverhältnis beider Edelmetalle dann bis Mai 2011 auf ein vorläufiges Tief von 32 fallen.
Angesichts der Nervosität am Markt und der für die Märkte gewichtigen politischen Entscheidungen ist es für Anleger schwer einzuschätzen, wann die glänzende Zeit für Gold vorbei sein könnte. Manche Investoren schwören, sich auf Jahre nicht von ihren Beständen trennen zu wollen. Aber wenn die Regierungen mehr tun, um das Wachstum ihrer Volkswirtschaften anzukurbeln, und wenn sich mittelfristig die Inflation tatsächlich beschleunigen sollte, könnte Gold an Attraktivität verlieren. Mit steigenden Zinsen gewinnen andere Anlageklassen an Attraktivität, und der Investor muss höhere Opportunitätskosten mit seinen Gold-Investments schultern.
„Gold ist wahrscheinlich eines der besten Investments in Zeiten des Vertrauensverlustes in Staaten und Finanzinstitute sowie bei zunehmender Besorgnis angesichts der expansiven Geldpolitik rund um den Globus“, heißt es bei dem Vermögensverwalter MAN Group. Wenn es aber erst zu Inflation komme, seien andere Vermögens- und Rohstoffpositionen interessanter. JP Morgan erwartet, dass der Goldpreis ab dem zweiten Quartal nicht weiter steigt.
Montag, 2. Januar 2012
Aktien ?? (DEr Spiegel)
Tatsächlich gibt es einige gute Gründe, derzeit auf Aktien zu setzen.
■Es gibt kaum lohnende Alternativen. Weltweit liegen die Zinsen auf einem historisch extrem niedrigen Niveau. Zinsabhängige und zugleich als sicher wahrgenommene Anlagen wie Bundesanleihen, US-Staatsanleihen, Festgeld oder Tagesgeldkonten werfen deshalb nur mickrige Renditen ab, die oft unter der Inflationsrate liegen. Anleihen anderer Länder wie Italien oder Spanien bieten zwar höhere Zinsen, allerdings gilt die Rückzahlung des Geldes zunehmend als unsicher.
■Aktien sind Sachwerte - und die sind in unsicheren Zeiten besonders gefragt. Anders als Staatsanleihen oder andere Schuldverschreibungen haben Aktien einen reellen Gegenwert, der Aktionär ist Teilhaber des jeweiligen Unternehmens. Solange das Unternehmen besteht, wird die Aktie also nie ganz wertlos. Viele Experten raten deshalb, auf große, international tätige Konzerne zu setzen, die auch größere Krisen überstehen können.
■Aktien sind vergleichsweise billig. Als wichtigste Kennzahl an der Börse gilt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es setzt den aktuellen Aktienkurs in Verhältnis zum erwarteten Jahresgewinn. Historisch betrachtet weisen die meisten Dax-Aktien derzeit sehr günstige Werte auf. Die Autobauer BMW , Daimler und Volkswagen etwa kommen alle auf ein KGV von unter sieben, auch der Energiekonzern RWE und die Deutsche Bank erscheinen demnach sehr günstig bewertet. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man auf das Verhältnis des Aktienkurses zum sogenannten Buchwert schaut, also dem Wert aller Vermögensgegenstände des jeweiligen Unternehmens: Abgesehen von BMW haben alle genannten Unternehmen ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von weniger als eins. Das heißt: Würde man das gesamte Firmenvermögen verkaufen, bekäme man mehr Geld dafür, als der gesamte Konzern derzeit an der Börse wert ist.
■Aktien werfen auch bei stagnierenden Kursen Gewinne ab. Einige Papiere können sich sogar bei leicht sinkenden Preisen rentieren. Grund ist die Dividende, also die jährliche Gewinnausschüttung an die Aktionäre. Einige Konzerne geben derzeit extrem große Teile an die Anteilseigner weiter. In Deutschland etwa kann man so mit Aktien von RWE 7,6 Prozent pro Jahr verdienen. Auch E.on, die Deutsche Telekom und der Rückversicherer Munich Re liefern Dividendenrenditen von mehr als fünf Prozent - vorausgesetzt die Ausschüttung bleibt so hoch wie sie ist.
■Krisenjahre sind gute Jahre für Aktien. Das klingt zwar paradox, stimmt aber meistens. Aktienkurse sind Frühindikatoren, sie eilen der Konjunkturentwicklung voraus. Zwischen Anfang Januar und Mitte September 2011 ist der Dax um mehr als ein Viertel eingebrochen. Das kann als Vorbote einer leichten Rezession gesehen werden, die einige Ökonomen für Anfang 2012 erwarten. Im Rezessionsjahr selbst könnte es dagegen wieder nach oben gehen. So war es jedenfalls in der Vergangenheit häufig: 2009 etwa schrumpfte die deutsche Wirtschaft um fünf Prozent. Der Dax legte im gleichen Zeitraum um knapp 24 Prozent zu. 2003 betrug das Minus beim Bruttoinlandsprodukt 0,4 Prozent, der Dax stieg um mehr als 30 Prozent. Ähnlich verlief es in den Jahren 1993, 1982 und 1975.
All diese Gründe sprechen dafür, dass 2012 ein gutes Jahr für Aktien wird. Doch es gibt natürlich auch viele Risiken: Was, wenn aus der milden Rezession eine schwere Depression wird? Was, wenn die Euro-Zone auseinanderbricht oder die chinesische Immobilienblase mit einem lauten Knall platzt? Dann fallen die Gewinnerwartungen der Unternehmen schneller als das Laub im Herbst - und aus günstigen Schnäppchen werden überteuerte Aktien, die keiner mehr haben will.
Sicherheitshalber haben viele Analysten solche Szenarien dieses Mal in ihre Prognosen aufgenommen. Die Landesbank Hessen-Thüringen etwa sieht eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, dass der Dax unter die Marke von 4000 Punkten fällt. Auch Folker Hellmeyer möchte auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Festlegen will er sich allerdings lieber nicht: Wenn die Euro-Zone zerfällt, weiß der Experte, drohe ein "nicht quantifizierbares Abwärtsrisiko".
■Es gibt kaum lohnende Alternativen. Weltweit liegen die Zinsen auf einem historisch extrem niedrigen Niveau. Zinsabhängige und zugleich als sicher wahrgenommene Anlagen wie Bundesanleihen, US-Staatsanleihen, Festgeld oder Tagesgeldkonten werfen deshalb nur mickrige Renditen ab, die oft unter der Inflationsrate liegen. Anleihen anderer Länder wie Italien oder Spanien bieten zwar höhere Zinsen, allerdings gilt die Rückzahlung des Geldes zunehmend als unsicher.
■Aktien sind Sachwerte - und die sind in unsicheren Zeiten besonders gefragt. Anders als Staatsanleihen oder andere Schuldverschreibungen haben Aktien einen reellen Gegenwert, der Aktionär ist Teilhaber des jeweiligen Unternehmens. Solange das Unternehmen besteht, wird die Aktie also nie ganz wertlos. Viele Experten raten deshalb, auf große, international tätige Konzerne zu setzen, die auch größere Krisen überstehen können.
■Aktien sind vergleichsweise billig. Als wichtigste Kennzahl an der Börse gilt das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV). Es setzt den aktuellen Aktienkurs in Verhältnis zum erwarteten Jahresgewinn. Historisch betrachtet weisen die meisten Dax-Aktien derzeit sehr günstige Werte auf. Die Autobauer BMW , Daimler und Volkswagen etwa kommen alle auf ein KGV von unter sieben, auch der Energiekonzern RWE und die Deutsche Bank erscheinen demnach sehr günstig bewertet. Dieser Eindruck bestätigt sich, wenn man auf das Verhältnis des Aktienkurses zum sogenannten Buchwert schaut, also dem Wert aller Vermögensgegenstände des jeweiligen Unternehmens: Abgesehen von BMW haben alle genannten Unternehmen ein Kurs-Buchwert-Verhältnis von weniger als eins. Das heißt: Würde man das gesamte Firmenvermögen verkaufen, bekäme man mehr Geld dafür, als der gesamte Konzern derzeit an der Börse wert ist.
■Aktien werfen auch bei stagnierenden Kursen Gewinne ab. Einige Papiere können sich sogar bei leicht sinkenden Preisen rentieren. Grund ist die Dividende, also die jährliche Gewinnausschüttung an die Aktionäre. Einige Konzerne geben derzeit extrem große Teile an die Anteilseigner weiter. In Deutschland etwa kann man so mit Aktien von RWE 7,6 Prozent pro Jahr verdienen. Auch E.on, die Deutsche Telekom und der Rückversicherer Munich Re liefern Dividendenrenditen von mehr als fünf Prozent - vorausgesetzt die Ausschüttung bleibt so hoch wie sie ist.
■Krisenjahre sind gute Jahre für Aktien. Das klingt zwar paradox, stimmt aber meistens. Aktienkurse sind Frühindikatoren, sie eilen der Konjunkturentwicklung voraus. Zwischen Anfang Januar und Mitte September 2011 ist der Dax um mehr als ein Viertel eingebrochen. Das kann als Vorbote einer leichten Rezession gesehen werden, die einige Ökonomen für Anfang 2012 erwarten. Im Rezessionsjahr selbst könnte es dagegen wieder nach oben gehen. So war es jedenfalls in der Vergangenheit häufig: 2009 etwa schrumpfte die deutsche Wirtschaft um fünf Prozent. Der Dax legte im gleichen Zeitraum um knapp 24 Prozent zu. 2003 betrug das Minus beim Bruttoinlandsprodukt 0,4 Prozent, der Dax stieg um mehr als 30 Prozent. Ähnlich verlief es in den Jahren 1993, 1982 und 1975.
All diese Gründe sprechen dafür, dass 2012 ein gutes Jahr für Aktien wird. Doch es gibt natürlich auch viele Risiken: Was, wenn aus der milden Rezession eine schwere Depression wird? Was, wenn die Euro-Zone auseinanderbricht oder die chinesische Immobilienblase mit einem lauten Knall platzt? Dann fallen die Gewinnerwartungen der Unternehmen schneller als das Laub im Herbst - und aus günstigen Schnäppchen werden überteuerte Aktien, die keiner mehr haben will.
Sicherheitshalber haben viele Analysten solche Szenarien dieses Mal in ihre Prognosen aufgenommen. Die Landesbank Hessen-Thüringen etwa sieht eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, dass der Dax unter die Marke von 4000 Punkten fällt. Auch Folker Hellmeyer möchte auf den schlimmsten Fall vorbereitet sein. Festlegen will er sich allerdings lieber nicht: Wenn die Euro-Zone zerfällt, weiß der Experte, drohe ein "nicht quantifizierbares Abwärtsrisiko".
Sonntag, 1. Januar 2012
Abonnieren
Kommentare (Atom)
