Donnerstag, 16. Oktober 2008

Was tun ? - aus FAZ

Das alles hat Folgen für die Geldanlage auf dem Anleihemarkt. Nach der Ankündigung der staatlichen Rettungspakete hat sich die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen sprunghaft von 3,7 auf 4,1 Prozent erhöht. Mancher Anleger wird schon wieder auf aufkeimende Inflationssorgen spekuliert haben. Das kann langfristig auch ein plausibles Szenario werden. Doch kurz- und mittelfristig dürfte zunächst die Furcht vor einer Rezession, verbunden mit rasch fallenden Inflationsraten, dominieren. Lohnt sich also die langfristige Bindung des Geldes? Eher nicht. Dafür ist der langfristige Zins von wenig mehr als 4 Prozent zu niedrig. Die kurzfristige Anlage - 4 bis 5 Prozent sind bei augenscheinlich soliden Banken immer noch möglich - bietet mehr Flexibilität zu ansehnlichen Konditionen. Riskantere Anlagen sollte nur wagen, wer sie als Beimischung betrachten und Verluste ertragen kann, ohne gleich den ruhigen Schlaf einzubüßen.

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