Sonntag, 25. August 2013
Dienstag, 6. August 2013
Top-Bildung Ende August? - aus nzz.ch
Top-Bildung Ende August?
Dank der jüngsten Veröffentlichung der US-Notenbank haben die amerikanischen Aktienmärkte einen guten Start in den August erwischt. In Anbetracht der durchschnittlichen Performance seit dem Jahr 1930 von 0,5% ist der August gemessen am Dow Jones weder ein Wonne- noch ein Schreckensmonat. Er ist annähernd vergleichbar mit dem März, dem Juni und dem Oktober (vgl. Grafik 2). Schaut man auf den historischen Durchschnittsverlauf im Monat selber, gibt es zwei Herangehensweisen: Betrachtet man für den Dow Jones den Durchschnittsverlauf für alle August-Monate seit 1930, so ergibt sich eine Seitwärtsbewegung bis zur Monatsmitte und danach eine deutlich steigende Tendenz bis Monatsende (nicht in der Grafik). Stützt man sich dagegen nur auf den durchschnittlichen Verlauf von August-Monaten in Nachwahljahren im Rahmen des amerikanischen Präsidentschaftszyklus, verläuft der August weitestgehend seitwärts, mit einem kleinen Tief zur Monatsmitte (vgl. Grafik 3). Da 2013 ein Nachwahljahr ist, zielen Beobachter wie etwa jene vom deutschen Börsenbrief Wellenreiter-Invest eher auf den Vergleich mit den Nachwahljahren ab. Zudem scheint dieser Chart-Verlauf besser zum derzeitigen Zustand des Gesamtmarktes zu passen.Unterschiedliche Tendenzen
Die Divergenzen bei den amerikanischen Aktienindizes haben ferner jüngst zugenommen. Zwar erreichte der Dow Jones für Industriewerte – ebenso wie der breite S&P-500-Index und der Russell 2000 – in den vergangenen beiden Wochen knapp bzw. deutlich ein neues zyklisches Hoch. Doch dieses wurde nicht mehr durch den Dow Jones Transportation bestätigt. Der Transportindex erreichte zwar auch knapp ein zyklisches Hoch Mitte Juli, konnte diesen Ausbruch nach oben aber nicht verteidigen, so dass sich ein Fehlausbruch ergab. Nach solchen kommt es oft zu einer deutlichen Bewegung in die Gegenrichtung. Zudem ergibt sich durch den Transportwerte-Index im Rahmen der Dow-Theorie ein Warnsignal. Für einen nachhaltigen Trend nach oben oder unten sollten sich demzufolge der Index für Transport- und für Industriewerte gegenseitig bestätigen. Damit der Trend als intakt gilt, müsste der Transportwerte-Index dem Barometer für Industrietitel strenggenommen sogar vorauslaufen, da Transportwerte zyklischer Natur sind und Änderungen im Konjunkturverlauf tendenziell früher indizieren.Es gibt zudem noch eine Reihe weiterer Nichtbestätigungen. So hat die Zahl der neuen 52-Wochen-Hochs an der New Yorker Börse (NYSE) das zyklische Hoch des Dow Jones für Industriewerte nicht bestätigt. Während es beim letzten zyklischen Hoch im Mai zeitweise über 500 Aktien an der New Yorker Börse mit neuen 52-Wochen-Hochs gab, wurden diesmal in der Spitze nur rund 300 bis 350 neue 52-Wochen-Hochs erreicht. Dies ist ein Signal für eine nachlassende Marktbreite. Der Aufschwung wird also von immer weniger Titeln, dafür aber von solchen mit grösserer Marktkapitalisierung getragen. Auch viele andere zyklische Sektoren ziehen nicht mehr mit. So stockten jüngst die Aufwärtstrends bei den Halbleiter- und den Ölservice-Titeln. Ferner ist die Stimmung der amerikanischen Privatanleger, Börsenbrief-Schreiber sowie Fondsmanager so gut, dass aufgrund einer zunehmenden Sorglosigkeit mit Rückschlägen zu rechnen ist.
Stockender SMI und DAX
Als Divergenz kann man zudem bezeichnen, dass die Aktienindizes in Europa und in Asien sowie auch viele Rohstoffe mit dem intakten Rally am US- Aktienmarkt nicht mithalten können. In Europa dürften sich dieser Tage bei vielen Indizes niedrigere Hochs im Vergleich zum zyklischen Top vom Mai bilden. Dies gilt etwa für den SMI und den DAX. Da Top-Bildungen in der Regel einige Zeit brauchen, ist nicht mit einem sofortigen Absturz zu rechnen. Vielleicht entwickelt sich auch eine volatile Seitwärtsphase, wie man sie zuletzt gesehen hat. Ein niedrigeres Hoch ist jedoch ein Signal dafür, dass der Aufwärtstrend vorerst ins Stocken geraten ist.Rohstoffe als Investment
Ich hatte schon vor Jahrzehnten Kunden, die einerseits
über viel Kapital verfügten, genauso wie über
entsprechende Lagerkapazitäten. Die kannten sich natürlich bei
den von ihnen verwendeten Rohstoffen sehr gut aus und wenn die Preise
entsprechend niedrig waren, dann kauften sie große Mengen dieser
Materialien auf. Daraus ergab sich dann die Möglichkeit bei
steigenden Rohstoffpreisen die günstig eingekauften Mengen zu
verarbeiten und die Fertig- oder Zwischenprodukte zu Marktpreisen zu
verkaufen. Die Gewinne waren regelmäßig sehr ansehnlich und
darüber hinaus konnte man auch überschüssige Lagermengen
zu gewinnbringenden Preisen an Interessenten zu verkaufen. Sachkenner
wissen, dass bei diesem Verfahren die Risiken überschaubar bleiben,
bei guten Gewinnaussichten.
Aber jedermann sollte klar sein, dass mögliche Gewinne in Rohstoff-Fonds zuallererst bei den Fondmanagern bleiben, aber alle Risiken (und die sind nicht klein) der Kunde zu tragen hat.
Also Finger weg!
Aber jedermann sollte klar sein, dass mögliche Gewinne in Rohstoff-Fonds zuallererst bei den Fondmanagern bleiben, aber alle Risiken (und die sind nicht klein) der Kunde zu tragen hat.
Also Finger weg!
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