Freitag, 26. Juli 2013
Dienstag, 23. Juli 2013
China - aus NZZ.ch
(Reuters)
Ein regelrechtes Kursrally in China hat am Dienstag den asiatischen
Aktienmärkten deutlich Auftrieb verliehen. Grund für die gute Stimmung
in Schanghai und Hongkong waren chinesische Medienberichte, wonach die
Regierung das Wachstum der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt nicht
unter sieben Prozent sinken lassen wird. Anleger nahmen dies angesichts
der bereits deutlich sichtbaren Abkühlung der chinesischen Konjunktur
mit Erleichterung auf. Zudem war in den Berichten davon die Rede, dass
Überkapazitäten etwa bei Stahl oder anderen Baumaterialien durch
staatliche Programme im Eisenbahnsektor aufgefangen werden sollen.
Gewinne auch in Japan
Der Hongkonger Hang-Seng-Index kletterte um gut zwei Prozent, der CSI300 der führenden Werte in Shanghai sogar um 2,6 Prozent. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 1,3 Prozent zu und markierte damit den höchsten Stand seit Anfang Juni. Auch Tokio profitierte von den chinesischen Berichten und konnte seine anfänglichen Verluste mehr als wettmachen. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 0,8 Prozent fester bei 14.778 Punkten. Händler sagten, so lange die Märkte einen stabilen Eindruck machten, die Wall Street gut aussehe und China nicht von der Klippe falle, werde es Gründe geben, in Japan Aktien zu kaufen.Positiver Monatsbericht
Positiv wirkte sich zudem weiter der Sieg der Regierungskoalition bei der Oberhauswahl in Japan vom vergangenen Sonntag aus. Anleger hoffen, dass Regierungschef Shinzo Abe seine angestrebten Reformen wie angekündigt nun problemlos umsetzen kann. Der Monatsbericht der Regierung für Juli zeichnete zudem ein positives Bild vom Zustand der japanischen Wirtschaft. Die Deflation lasse allmählich nach und die Wirtschaft gewinne an Schwung, hieß es darin.Aussichten - aus FAZ
Uwe Streich, Aktienstratege der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW),
rechnet vom Herbst an mit einer Belebung des hiesigen Aktienmarktes.
„Das Jahr 2014 dürfte von einer wirtschaftlichen Belebung gekennzeichnet
sein, und darauf richten sich die Blicke gegen Jahresende“, sagt
Streich. Er setzt auf eine Übergewichtung des deutschen Aktienmarktes.
„Deutschland hat eine gute Binnenkonjunktur und profitiert von Exporten
in Wachstumsregionen.“ Für das Jahr 2014 erwarten die Experten der LBBW
Rekordgewinne der Dax-Unternehmen. Schon jetzt liegen die Gewinne
deutscher Unternehmen 53 Prozent höher als nach dem Finanzkrisentief im
Frühjahr 2009.
Unter den europäischen Branchen werden für die Energieversorger und die Rohstoff- und Ölkonzerne die stärksten Gewinnrückgänge erwartet. Mit einem Minus rechnen die Analysten aber auch in den Bereichen Konsum, Nahrungsmittel, Pharma und Telekommunikation. Eine leichte Erholung von einem niedrigen Niveau aus wird hingegen den Bankenwerten zugetraut. Eine auch nur annähernd so positive Entwicklung wie in der amerikanischen Finanzbranche erwartet in Europa hingegen niemand. Dafür fehlt es an einem dynamisch wachsenden Binnenmarkt, und auch die Immobilienwirtschaft ist in Europa längst nicht wieder auf einem Wachstumspfad wie in den Vereinigten Staaten.
Stärkste Rückgänge für Energieversorger
Die Gewinne der im Euro Stoxx 50 enthaltenen Unternehmen aus Frankreich und den Benelux-Ländern seien seither nur um rund 20 Prozent gestiegen, italienische und spanische Unternehmen hätten sogar einen Gewinnrückgang um ein Viertel hinnehmen müssen. „Die Abwärtsdynamik im Mittelmeerraum hat sich zuletzt jedoch verlangsamt. Im kommenden Jahr scheint deshalb sogar wieder ein geringfügiges Wachstum möglich“, sagt Streich.Unter den europäischen Branchen werden für die Energieversorger und die Rohstoff- und Ölkonzerne die stärksten Gewinnrückgänge erwartet. Mit einem Minus rechnen die Analysten aber auch in den Bereichen Konsum, Nahrungsmittel, Pharma und Telekommunikation. Eine leichte Erholung von einem niedrigen Niveau aus wird hingegen den Bankenwerten zugetraut. Eine auch nur annähernd so positive Entwicklung wie in der amerikanischen Finanzbranche erwartet in Europa hingegen niemand. Dafür fehlt es an einem dynamisch wachsenden Binnenmarkt, und auch die Immobilienwirtschaft ist in Europa längst nicht wieder auf einem Wachstumspfad wie in den Vereinigten Staaten.
Abonnieren
Kommentare (Atom)
