In den bisherigen Importländern werden die Verbraucher auf Dauer weniger konsumieren
Nach Eindämmen der Krise dürfte es dann aber selbst unter günstigen Umständen keine Rückkehr zum früheren Verhalten geben: Denn in den bisherigen Importländern werden die Verbraucher wegen ihrer hohen Schulden auf Dauer weniger konsumieren, gleichzeitig werden die Banken vorsichtiger agieren. Und in vielen Ländern wird die Bevölkerung unter den höheren Steuern stöhnen, die benötigt werden, um die Zinsen auf die Staatsschulden zu zahlen.
Auch in Zukunft wird es Welthandel geben, Länder mit Handelsüberschüssen und solche mit Defiziten. Doch spricht einiges dafür, dass die privaten Akteure mit dem „Wachstumshormon“ Schulden künftig behutsamer umgehen werden, ebenso – hoffentlich – Notenbanken und Regierungen. Die Politik sollte nicht versuchen, diese marktwirtschaftlichem Kalkül entspringende langsamere Gangart zu konterkarieren, zum Beispiel indem sie den Außenhandel durch Subventionen aufbläht. Vielmehr sollte sie die Marktkräfte stärken, etwa durch Verzicht auf Eingriffe in den Devisenmarkt. Oder durch den Abschluss der Doha-Welthandelsrunde; das baute Handels- und Investitionsbarrieren ab. Kreditvergabe und Schuldenmachen sind unverzichtbarer Treibstoff für das Wirtschaftswachstum. Aber zu stark eingesetzt – das ist eine Lehre dieser Krise –, wird daraus ein zerstörerisches Gift.
Dienstag, 21. April 2009
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