Freitag, 11. Mai 2012

Gold fällt - ncht für immer - in 6 Mo 1840 $ lt Goldmann-S.

Für Goldkäufer ist der Preisrückgang ein herber Rückschlag, denn das Metall wirft keine Zinsen ab. Die Anleger setzen nur darauf, dass die Preise zulegen. Die Aussicht auf eine höhere Inflation durch die Geldschwemme der Notenbanken, die Euro-Krise, niedrige Realzinsen sowie eine wachsende Goldnachfrage in Ländern wie China - das sind stets die Argumente der Goldfreunde. Bisher hatten die Investoren gute Geschäfte machen können, zumal der Goldpreis bereits seit elf Jahren in Folge klettert. Auch dieses Jahr hatte sich Gold um 14 Prozent verteuert, bevor die Preise ab März sanken. Nun hat Gold nur noch ein Plus von 0,4 Prozent seit Anfang des Jahres zu bieten. Anleger halten Bargeld Es sind allen voran die Anleger an den Terminmärkten, die Gold verkaufen. Mit den ebenfalls stark sinkenden Ölpreisen nimmt auch die Inflationsfurcht ab, damit ist Gold also weniger gefragt. Hinzu kommt, dass wegen der Unsicherheiten bezüglich Griechenland der Euro gegenüber dem Dollar unter Druck steht. Gewinnt der Dollar, werden Goldkäufe in Dollar für Anleger aus dem Euroraum weniger attraktiv. Überhaupt setzen derzeit viele Anleger darauf, Bargeld zu halten, sie ziehen sich aus riskanten Anlageformen wie den Rohstoffen zurück. Im Verhältnis etwa zum Aktienmarkt schwanken die Rohstoffpreise in der Regel deutlich mehr und sind daher risikoreicher. Auffällig ist, dass die Investoren, die mit Gold hinterlegte börsennotierte Indexprodukte (Exchange Traded Products, ETP) kaufen, ihre Bestände nicht im großen Stil auflösen. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Bloomberg liegen diese ETP-Bestände mit 2383 Tonnen Gold lediglich 1,1 Prozent unter dem Rekordstand vom 13. März. Nicht nur die Analysten der Commerzbank prognostizieren langfristig steigende Goldpreise, „weil wir davon ausgehen, dass die Politik eine höhere Inflation zulassen wird“. Auch laut der amerikanischen Bank Goldman Sachs sollte der Goldpreis innerhalb von sechs Monaten auf 1840 Dollar steigen, weil weitere geldpolitische Lockerungen in den Vereinigten Staaten anstünden. Quelle: F.A.Z.